Mittwoch, 7. November 2007

trigami: Preis zu hoch?

Dieser Beitrag befasst sich nicht mit der aktuellen Diskussion um batatester-wanted (siehe Beitrag unten), sondern wie wir mit trigami künftig umgehen. Grundsätzlich finde ich es richtig, sich für Texte bezahlen zu lassen - jeder Journalist tut das auch. Bei trigami sind die Blogeinträge zudem deutlich gekennzeichnet und im Gegensatz zu "normalen" PR-Texten, ist die freie Meinungsäusserung klar erwünscht. trigami und die teilnehmenden Blogger dafür zu verurteilen ist nicht ganz richtig, denn glaubt mir: es gibt viel mehr bezahlte Einträge, als man glaubt. Mir sind einige bekannt und die wurden von den Bloggern nie als Werbung gekennzeichnet.

Wie aber geht es weiter mit trigami?

Dieser Tage erhielt ich (erneut) eine Absage die mich beschäftigt. Eine Absage mit der Begründung, mein Preis sei leider zu hoch. Diese Begründung wurmt mich , zumal ich den Preis ja nicht selber bestimme und nicht nur der Kohle wegen über das Angebot berichte für das ich mich bewerbe, sondern das Produkt interessant ist und für meine Leser einen Mehrwert dargestellt hätte.

Angefangen hatte ich bei einem Franken. Mit zunehmender Popularität meines Blogs, bietet mir trigami heute 8 Franken pro Eintrag an. Das sind natürlich nicht die wahren Preise, das Verhältnis dieser Beträge zueinender stimmt aber. Oder anders ausgedrückt: Der Betrag ist heute so hoch, dass wenn ich den ganzen Tag mit diesem Ansatz schreiben würde, ich damit meinen Lebensunterhalt locker bestreiten könnte. Dies hatte nun aber zur Folge, dass die Auftragslage deutlich zurück gegangen ist. Die letzte Absage war nun schon die fünfte mit der Begründung, ich sei zu teuer.

Aber was sollte ich tun? Ich war einfach - schuldlos - zu teuer. Sind nur noch Billigstanbieter gefragt? Wird trigami damit nicht einfach zu einer gehaltlosen Spamschleuder?

Bei diesen Fragen geht es nicht nur um die gerechte Bezahlung von Schreibarbeit, sondern um die Zukunft von trigami. Es ist deshalb an der Zeit, diese in Form einer angeregten Diskussion mal aus der Sicht der Bloger auf den Punkt zu bringen. Ob diese Diskussion hier, oder im trigami-blog stattfindet ist eigentlich wurscht. Meine Anregungen sind jedenfalls mal die Folgenden:

Die bisherige Praxis ist die, dass der Kunde den Preis eines Blogs erst erfährt, nachdem sich der Blogger beworben hat. Das muss sich ändern. Der zahlende Kunde muss sich im Klaren sein, worauf er sich finanziell einlässt und dass er mit einem Budget von 500 Euro nicht 100'000 Leser erreicht wird.

trigami berechnet heute aufgrund von Ratings und Besucherzahlen, wie viel sie dem Blogger für eine Rezension anbieten können. Diese Praxis ist grundsätzlich begrüssenswert, denn sie verhindert dass Blogger sich gegenseitig unterbieten müssen, um an Aufträge zu kommen. Als Blogger hat man aber überhaupt keinen Einfluss auf die Preise, ausser man korrigiert die Besucherzahlen nach unten, was aber eine Verzerrung des Wettbewerbs zur Folge hätte. Auch dies muss sich ändern! trigami sollte sowohl Kunden, wie auch Bloggern eine allgemein gültige Preistabelle zugänglich machen. Transparenz ist in diesem Fall das Stichwort: Für 1'000 Leser pro Monat gibts x Franken, für 2'000 Leser xx Franken und so weiter.
Eine weitere Möglichkeit wäre auch, dass trigami dem Blogger alle paar Monate einen Richtwert oder ein Fenster angibt und der Blogger dann selber bestimmt, für wie viel er seine Rezensionen schreiben will. Dies bedingte aber, dass trigami seinen Anteil am Verdienst ebenfalls (auch nach unten) anpasst.
Oder: Der Kunde gibt an, wie viel er pro Blog-Eintrag (oder Anzahl erreichbaren Lesern) ausgeben möchte und trigami bietet ihm die Blogs an, die diese Bedingungen im Rahmen des Budgets erfüllen. Wenn der Blogger ein Angebot erhält, hat er es auf Sicher, wenn er darüber berichten will. Damit würde verhindert, dass sich Blogger nicht ständig auf Angebote melden, für die sie ohnehin zu teuer sind.
Nach erhaltenem Angebot hat der Blogger die Möglichkeit, der Gültigkeit seiner Bewerbung die Eigenschaft "eine Woche" bis "unendlich" zu verleihen. Ein ziemlicher Blödsinn! Bei zu kurz gewähltem Zeitraum läuft der Blogger Gefahr, dass sein Angebot vom Kunden nicht rechtzeitig gelesen wird und bei unendlicher Gültigkeit bekommt man womöglich gar nie Bescheid.

Und dann ist da noch die Sache mit den RSS-Feeds. Immer mehr ist zu lesen, dass Abos gelöscht werden, weil man in den Feeds keine trigami-Werbung duldet. Nun sind ja Blogger, die nach zwei Zeilen einfach einen Banner einfügen nicht unbdingt zrückhaltendere Werber, und noch einmal erwähnt seien all die bezahlten Artikel, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Hier nützt kein Protest, sondern es muss eine eine (technische?) Lösung her.


So wie sich die Situation derzeit präsentiert, vermute ich, dass viele Kunden von den Preisen überrumpelt werden. Andere sind sich nicht im Klaren, was die Blogger für einen bescheidenen Obolus alles leisten. Erst gestern habe ich eine Mail mit diesem Inhalt bekommen (drei Schreibfehler in zwei Sätzen inklusive, das schaff' nicht mal ich):
"Du hast dich bei Trigami für eine Rezession über unsere ******* beworben.
Da die Preise bei Trigami verhältnissmässig zu teuer sind, lasse ich das
lieber und schreibe dich (mit Einverständis von Trigami) direkt an."
Der Absender wollte einen Gratis-Bericht. Mehrwert hin oder her, das geht dann doch zu weit. Eine solche Mail nach einer Absage zu bekommen, ist nicht nur eine Frechheit, sondern löst bei Bloggern Frust aus. Es sagt mi: Das was Du schreibst istnix wert. Ein Überdenken der Praxis, solche Einverständnisse zu machen, unter Berücksichtigung obiger Einwürfe, würde also allen Beteiligten dienen. Anderenfalls droht das Prinzip trigami auseinander zu fallen, oder wird - wie oben erwähnt - zur Spamschleuder, was dann nicht mehr nur ein paar PageRank-Punkte kostet, sondern das ganze Image. Wäre dieser Preis nicht auch "leider zu hoch"?

Kommentare:

Sam hat gesagt…

Die Preise, die Trigami den Schreibern bezahlt ist sicher nicht zu hoch, sondern eher Prostitution, wenn man vergleicht mit Journis bzw auch den Wert der Links berechnet, die ewig im Blog und ohne "nofollow" stehen bleiben müssen. Wenn man noch die "Paid Links" Abstrafung durch Google beachtet, sieht's nochmal krasser aus für die armen Trigami-Jünger.

YMMV.

DonRivas hat gesagt…

Sehr interessanter Beitrag von dir!

Nun zum Thema, ich kann mit dir mitfühlen, bei mir sind die Preise immer weiter gestiegen, klar die Besucherzahlen sind auch gestiegen. Was aber nicht gestigen ist, sind die angenommenen Aufträge die ich über Trigami erhalten habe. Am Anfang schrieb ich für "wenig" Geld mehrere Aufträge pro Monat. Jetzt sieht es anders aus, viele Absagen mit der Begründung "Preis zu hoch".

Es frustet nicht nur dich, sondern auch mich. Manchmal hab ich das Gefühl, dass viele Auftraggeber nicht wissen, was es zum Teil für ein Aufwand ist einen Artikel zu schreiben.

Ach ja, das E-Mail erhielt ich auch ;-)

Andy hat gesagt…

Danke für deinen Beitrag. Bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich habe am Anfang fast das doppelte erhalten, obwohl ich jetzt fast doppelt so viele Besucher habe wie am Anfang.

Ich kann mir schon vorstellen das einige Blogs zu teuer sind, wenn man z.B. liest das einige für eine einzelne Rezension 180 Euro erhalten. Ich bin momentan bei ca. 21 Euro. Ich finde das nicht zu viel, da eine qualitativ gute Rezension doch einige Zeit in anspruch nimmt.

Was mir gestern passiert ist: Ein Kunde von Trigami hat mich direkt angeschrieben (mit der Erlaubnis von Trigami). Die Preise von Trigami waren ihm zu hoch. Jetzt kann ich ein Produkt im Wert von 149.00 testen und erhalte es gratis. Das war mal eine ziemlich positive Überraschung :)

DonRivas hat gesagt…

Ich hab bei ca. 12 Euro angefangen und bin nun bei knapp 40 Euro angelangt. Wenn wir schon bei den Preisen sind.

@andy: das finde ich eine nette Geste. Aber ist nicht der gleiche Anbieter, der schon Goggi und mich angeschrieben hat? Bei mir stand nichts von gratis :-)

Tobi hat gesagt…

Deine Idee, dass ein Kunde einen Preis vorgibt, würde ich gern erweitern.

Und zwar, meinetwegen wird ein Kampagnenbudget von 1.000 EUR zur Verfügung gestellt, dafür möchte der Kunde mindestens 30 Rezensionen erhalten (wären nicht unrealistische 33,33 EUR pro Blogger) und dieses Angebot bekommen alle Blogs in dieser Preisregion +/- 15 EUR. Ob man sich letztendlich darauf bewirbt, ist ja eigentlich jedem selbst überlassen. Aus der Sicht des Auftraggebers wäre bei 50 EUR definitiv Schluss bei mir, mehr würde ich im Leben nicht für die Dienstleistung einer Rezension ausgeben, zumal du vorher nicht weißt, was der jenige schreibt und wie genau er für dein Geld recherchiert.

Dass Rezensionen nicht über Lobeshymnen sein müssen, zeigt dieses Beispiel: http://seoblitz.de/2007/07/yourcha/

Ich finde es gut, dass trigami vorher das Geld einsammelt, um einen Rückzieher seitens des Auftraggebers zu vermeiden, falls ihm eine Rezension nicht gefällt. Weil auch mit den Bedingungen, Redaktionelle Freiheit, nofollow-Link etc., muss man sich als Auftraggeber erstmal anfreunden.

Letztendlich ist es aber vom Nutzen/Aufwandverhältnis her gesehen in meinen Augen angenehmer, zwei Rezensionen á knapp 40 EUR (mein aktueller Blogwert) zu Schreiben, als 8 Rezensionen für je 10 EUR. Zumal dadurch auch die Masse an Rezensionen (Werbung) auf dem Blog zu hoch wird. Belästigen will man seine Leser ja auch nicht.

Ich finde es aber interessant, dass sich Kunden bei euch gemeldet haben, um den Preis runterzuhandeln. Das habe ich auch erlebt, bei einem Online-Shop. Die Rezension hätte den Kunden 32 EUR (damals war mein Preis niedriger) gekostet, mir hatte er dann geschrieben, dass sein Budget aufgebraucht sei, er aber keine neue Kampagne starten möchte, ihm mein Blog aber gut gefällt. Ich habe mir dann ein Produkt im Wert von 80 EUR (Rest mit Zuzahlung) aussuchen dürfen. Ein feiner Deal, wie ich finde. Wobei sich dann letztendlich die Frage stellt, wie man solche Beiträge markiert. Ich habe das als "Werbung" markiert, aber machen das alle? Und ich könnte mir vorstellen, dass viele Leute bei trigami eine Kampagne starten um interessierte Blogger ranzuziehen (bis hierher kostet es den Auftraggeber ja nichts), die Kampagne dann abblasen und die Leute direkt anschreiben, wie auch geschehen.

Monsieur Fischer hat gesagt…

gut geschrieben.

sehe das problem genau so. ich bin auch kometenhaft aufgestiegen, was die höhe der trigami-preise angeht. eigentlich recht angenehm. auch ich könnte mit ein paar beiträgen mehr durchaus meinen lebensunterhalt bestreiten... aber eben, könnte.... ob ich das auch wollte, sei dahingestellt. denn ich will meinen blog auch nicht zu-müllen.

kommt dazu, dass es seit einigen tagen noch einmal einen schwung nach oben gab und ich nun auch andauernd "preis zu hoch" lesen muss. ich wäre darum auch dringend dafür, dass ich meinen preis selber bestimmen könnte. ein beitrag mit 200 worten darf nicht soviel kosten, wie einer mit 400 worten!

ach ja, das mail hab ich auch gekriegt. ich krieg jetzt so ein teil gratuit ;-)

bluetime hat gesagt…

super beitrag!
der herr hat mir auch gemailt, ich hab nach langem mail-hin-und-her nun einen deal gemacht!
ich bekomm das produkt gratis und schreib dann auch gratis darüber!

aber grundsätzlich find ich auch dass trigami die latte zu hoch setzt, besser wärs der blogger könnte seinen marktwert/preis selber bestimmen.somit würden diese, die sich selber zu hoch einstufen dann eh auch nicht oder weniger beachtet werden!

Tobi hat gesagt…

@bluetime:

Wenn jeder selbst seinen Preis nennt, sind wir bald an dem Punkt, den Goggi anspricht, dass man sich gegenseitig unterbietet. Wollen wir das? Eigentlich macht trigami doch im Moment echten Spaß und ist 'ne tolle Idee...

Andy hat gesagt…

@Don: Ich denke wir meinen den selben Kunden. Den Kunden oder das Produkt nennen darf ich aber laut unserer Abmachung nicht. Aber ich denke der Hinweis von 149.- Fr. sollte genug Klarheit schaffen ;)

Den Deal an und für sich finde ich fair. So erhalte ich viel mehr als ich über Trigami erhalten hätte.

Ich denke nicht das ich den Artikel darüber gesondert kennzeichnen werde, da ich wie sonst auch 100% ehrlich schreiben werde. Nur habe ich so die Gelegenheit das Produkt wirklich real anzuschauen und zu bewerten. Was ich aber anders machen werde ist das ich bei diesem Posting keine "nofollow"-Attribute setzen werde.

Das mit dem Preis stimmt schon, wir würden uns wirklich gegenseitig selber runter handeln. Aber ich denke auch das dem Kunden angezeigt werden sollte welche Blogger er zur Bewerbung auffordern möchte bzw. wie teuer eine Rezension bei dem jeweiligen Blog ist. Man könnte ja viellicht wenn das Budget 1000 Fr./Euro ist den Kunden Blogger im Wert von 1300 Fr./Euro auswählen lassen. Da sich ja nicht jeder Blogger auch zwingend bewirbt.

Generell habe ich das Gefühl die Trigami-Preise definieren sich vor allem über die Anzahl Technorati-Backlinks. Die eigentlichen Besucherzahlen spielen nicht eine riesen Rolle.
Ich habe auch den Verdacht dass sich gerade viele Kunden für mich entschieden habe, da ich viele Besucher habe aber Trigami nicht viel für mich verlangt (wie sich das nur anhört :P wirklich Blognutte).

Uwe hat gesagt…

Zitat: [...] Was ist ein Bezahlbeitrag wert? Das hängt vom Thema, Zeitaufwand und von seiner Länge ab. Irgendwie wird man eine Mischrechnung machen müssen, aus dem sich ein durchschnittliches Zeilenhonorar ergibt. Vorausgesetzt, es handelt sich um redaktionelle oder bloggerische Eigenleistungen, also um Texte, die nicht einfach abgschrieben werden. [...]

Goggi hat gesagt…

Vielen Dank für die Kommentare bisher. Es sind einige gute Einwürfe geschreiben worden. Besonders die Idee von tobi, die Blogs im Rahmen des Budgets auszusuchen klingt simpel und machbar.

Zum trigami-Gegner sam möchte ich sagen: Danke dass Du vorbei geschaut hast und Dich an der Diskussion beteiligst. Das ist nicht selbstverständlich, waren unsere Meinungen nicht immer die gleichen.

Als Prostituierten sehe ich mich aber nicht, dafür müsste ich für Geld die Wünsche der Freier erfüllen. Aber ich verkaufe die Meinung anderer nicht als die meinige, sondern bekomme den Auftrag über etwas zu Schreiben und zerreisse es, wenn es sein muss.

In wie fern bei anderen Bloggern Spruch gilt "Aus wessen Hand ich fress, dessen Produkt ich verkauf" weiss ich nicht, die Gefahr des A****kriechertums besteht natürlich, man will sich ja nicht künftige Aufträge verbocken...

Sam hat gesagt…

OK, "Prostitution" war vielleicht etwas unpräzis. Es ging mir um die billigen permanenten Links, die man via Trigami kaufen kann (dass gewisse Leute das noch nicht kapiert haben - auch Kunden von Trigami - ist eine andere Sache).

Der grösste Wert an einem Trigami-Beitrag ist ganz klar der Link. Es ist absolut egal, ob der Text positiv oder negativ ist (das checkt Google noch nicht).

Dass man etwas auch zerreissen kann, wenn man will ist nur ein Trick, den Bloggern das Gefühl zu geben, frei zu sein - um sie ganz subtil dazu zu bringen, permanente Link zu veröffentlichen, die andernorts locker hunderte von EUR kosten würden (eher tausende).

Vielleicht pusht das Trigami (noch) nicht so sehr (sonst würden die Kunden wissen, dass diese Einträge viel mehr wert sind als sie denken) und verpasst so selbst was.

Was passiert mit einer Firma, die 100 Links zu je EUR 100 kauft? Sie steigt massiv im Google-Index (egal, ob 90 Blogger das Produkt bös zerrissen haben). Das ist konkret in Geld umwandelbar - und hat nur EUR 10'000 gekostet.

Der Traffic von den 90 bösen Blogger ist vernachlässigbar im Vergleich zum gewonnenen Google-Love ... die Leute kommen direkt von Google ohne Wissen um den Zerriss.

chm hat gesagt…

@sam: meine meinung deckt sich zu 100% mit deinen kommentaren.

Goggi hat gesagt…

Das ist natürlich keine unrichtige Sicht der Dinge, sam und chm. Ob wirklich alle zahlenden Kunden böse Menschen sind und nur auf Links aus sind?

- Eine Firma hat mir nach der Rezension eine Mail geschrieben, sich auch für die Kritik bedankt und eine offene Frage beantwortet.

- Ein Reiseveranstalter hat einen Verbesserungsvorschlag in den Kommentaren beantwortet und in seine Webseite übernommen.

- Nach geschriebenen Rezensionen bekam ich von zwei Firmen Nachfolgeaufträge, die nicht über diesen Blog liefen.

- Von drei Firmen gab es kostenlose Probesendungen über die berichtet werden sollte.

Wer nur auf Links aus ist, gibt sich während und nach geschriebener Rezension nicht so viel Mühe. Im Fall vom betatester besteht in meinem Portefeuille erstmals eine gewisse Skepsis. Sollte dieses oder ein anderes Angebot tatsächlich wie von Vielen befürchtet, Spam und auf Abzocke aus sein, so tut es mir Leid, dass trigami und die beteiligten Blogger die Einzigen sind, die auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel Fehler gemacht haben.

Tobi hat gesagt…

@Goggi: Danke für die Bestätigung, über eine derartige Lösung, welche leicht umzusetzen ist, würde ich mich freuen. Wobei ich oben etwas falsch formuliert habe, da steht +/- 15 EUR, es müsste nur - sein, ein + würde das Erreichen der Mindestanzahl gewünschter Rezensionen unmöglich machen.

@Sam: Deine trigami-Kritik ist ja nun angekommen, du solltest Dir aber ein neues Argument suchen, da das dem Blogger freigestellte setzen des nofollow-Attributs deiner Theorie entgegenwirkt. Da ich für gewöhnlich eine Sympathie zum Produkt habe, weil ich mich damit so genau auseinandergesetzt habe, nehme ich davon Abstand. Im Falle dieser betatester-Geschichte habe ich jedoch erstmals von dieser Option Gebrauch gemacht und guten Gewissens ein nofollow meiner Pro-Formarezension hinterhergeworfen...

In diesem Sinne
Tobi

Remo Uherek hat gesagt…

Hallo Goggi

Vielen Dank für dieses wertvolle Feedback.

Zum "zu teuer"-Problem:
Uns ist das Problem bewusst und es liegt an unseren fixen Preisen. Es ist in Zukunft angedacht, dynamischere Preise einzuführen, um den Markt (d.h. Angebot und Nachfrage) besser spielen zu lassen. Kurzfristig werden wir daran leider nichts ändern können.

Zur bisherigen Praxis, dass Kunden Preise erst nach Bewerbung sehen:
Dies lässt sich nicht so einfach ändern. Dazu müssten wir den gesamten Ausschreibungsprozess anpassen. Auch dies ist für die Zukunft durchaus angedacht.

Zur Preistabelle:
So einfach ist das leider nicht, da unser Preisalgorithmus nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch viele andere Kriterien einbezieht. Mit Einführung dynamischer Preise würde so eine Preistabelle aber überflüssig werden, da die Preise vom Markt bestimmt würden.

Zum Thema "Blogger Preis selbst bestimmen lassen":
Auch dies ist eine Option, die wir durchaus in Betracht ziehen.

Zur Gültigkeit der Bewerbungen:
Wenn eine Woche zu kurz und "unendlich" zu lang ist, wähl doch eine Option dazwischen (z.B. 4 Wochen oder 16 Wochen ;-)

Zum E-Mail mit "trigami-Einverständnis":
Dieses Einverständnis haben wir nie explizit gegeben. Hier muss es sich leider um ein Missverständnis handeln. Beim nächsten AGB-Update ist sogar vorgesehen, solche Kontaktaufnahmen zwischen Kunden und Bloggern zu verbieten. Es kann nicht sein, dass wir eine Dienstleistung anbieten, Kunden und Blogger erfolgreich zusammenbringen und dann auf diese Weise umgangen werden. Es dürfte verständlich sein, dass uns dies ein Dorn im Auge ist.

Das Feedback ist sehr wertvoll und die meisten Probleme sind uns bereits bekannt. Ich bitte um Verständnis, dass wir nicht alle Probleme sofort lösen können, kann aber versichern, dass wir jedes Problem sehr ernst nehmen und in der internen Planung berücksichtigen.

Gruss, Remo

Monsieur Fischer hat gesagt…

@ remo: danke für dein feedback. sehr interessant, dass die aussage vom wasserkugel-mann so nicht stimmt. ich habe jetzt zb darauf vertraut, dass es in absprache mit euch geschehen sei...

und was die preise angeht: unbedingt mal überdenken! oktober war genial und jetzt - wie bei vielen anderen - "preis zu hoch!" en masse!

Goggi hat gesagt…

Vielen Dank für das Feedback direkt von trigami und

Bei aller Kritik: Mein Fahrlehrer sagte damals, um richtig Auto fahren zu können, brauche man sieben Jahre.
trigami ist erst 1 Jahr alt, und wächst noch an Erfahrungen mit Wasserkugeln oder Betatester. Der Umgang ist korrekt und auch Blogger werden wie Kunden behandelt. Ein starkes Plus!

Uwe hat gesagt…

@Remo Uherek 13.00 h

Eine Menge Argumente, die man prüfen könnte. Ein Argument ist jedoch nie ein ehernes Gesetz, womit ich die Veränderbarkeit meine.

Das Marktspiel: Wir wissen, dass das Marktspiel mitunter seltene Blüten treibt, z. B. zu Preisen, die unter einem Gestehungspreis liegen. In solchen Fällen kann ich nur empfehlen, Meldungen in China schreiben zu lassen und dann als vorgefertigte Texte zum Preis X publizieren zu lassen, ohne dass ein hiesiger Blog einen Finger krümmen muss (dann wären wir bei Anzeigen).

Wenn ich darauf aus bin, mit Texten Geld zu verdienen, dann ist es legitim, meinen Preis zu bekommen. Die Basis, die ich nicht unterschreiten kann und will, liegt, sagen wir mal bei 80.- Franken für 2000 Anschläge. Bist Du bereit, diesen Minimalansatz zu zahlen?

Goggi hat gesagt…

@uwe

Hier muss vielleicht doch auch die Erreichbarkeit der Texte berücksichtigt werden. trigami ist ja nicht ein Verlag der diese Artikel selber in einem Medium publiziert und fixe Zeilenpreise anbieten kann. Trigami funktioniert da wie eine Anzeigenzeitung, eine Fluggesellschaft oder ein Fussballverein: Die guten Plätze sind teurer. D&G kostet auch mehr als NoName-Artikel.
Trigami macht nichts anderes als
Blogs an Kunden zu vermitteln, die zu faul sind, diese selber zu suchen und umgekehrt. Und die besseren Blogs sind halt teurer.

Uwe hat gesagt…

@Goggi
Was Du schreibtst ist auch kein Widerspruch. Wenn ich von einem vernünftigen Schreibhonorar ausgehe, dann würden sich die Preise bei mir entsprechend erhöhen, wenn beispielsweise Platzierungs- oder sonstige Wünsche vorhanden sind (auf der ersten Seite, in einer Rubrik, Farbe etc.). Ja, und wenn ich eine höhere Reichweite nachweisen kann, dann kostet es nochmals.

Dein Vergleich hinkt etwas. Was Trigami tut, ist nichts anderes, was jede Werbe- oder PR-Agentur tut, nämlich zu ihren Bedingungen Geschäfte zu machen. Mich stört das nicht.

Aber ich als möglicher Schreiber (rein theoretisch) will auch mein Geschäft machen. Du weisst wie ich, dass die Schreiberei kein Schleck ist. Aber ich habe eine Minimalvorstellung. Dazu interssiert mich eine Stellungnahme von Trigami wirklich.

Goggi hat gesagt…

Wo Minimalansätze sind, müssen auch Höchstgrenzen her. Dies spräche für eine Preistabelle in der Art "Grundhonorar + Platzierung + Länge + Anzahl Leser" (Linkwünsche mit Absicht aussen vor gelassen, wegen der nofollow-geschichte) Quasi: Mehr als 200 Euro verdienen Blogger nicht, aber auch nicht weniger als 30.

Diese Grenzen braucht es deswegen, weil:

1. sie schützt die Kunden die wissen von welchem finanziellen Rahmen die Rede ist und wählen können zwischen Menge und Qualität oder beidem.

2. sie schützt die Blogger, die sonst keine Angebote mehr bekommen, weil sie zu teuer sind und was hindert einen Blogger daran, selber Firmen anzufragen, ob sie einen Artikel verfasst haben möchten?

3. sie schützt trigami selber, weil sie sonst nur noch sich zurückziehende Kunden haben. Wenn sich das rumspricht: was hindert potentielle Kunden daran sich nicht direkt bei Bloggern zu melden, von denen bekannt ist, dass sie bei trigami mitmachen und ensprechend empfänglich sein könnten für Angebote?

Das Zusammenspiel ist sehr sensibel. Die "kontrolle" durch trigami hat den Vorteil, dass kein Wildwuchs herrscht in den Blogs. Mir sind gekennzeichnete Artikel von trigami viel lieber, als versteckte Werbung - aber was soll einer tun, der nur noch Absagen bekommt, weil die Preise bei trigami für die Kunden zu hoch sind?

Roman hat gesagt…
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