Dienstag, 31. Juli 2007

Exklusiv!

Heute, am späteren Abend erscheint das geheime Dokument! Goggis 1.August-Rede auf der Rütliwiese erscheint in diesem Blog EXKLUSIV! Nicht verpassen!

Goggi, Eheren-VIP an der diesjährigen Nationalfeier auf der Chrütliwiese, wird seine Ansprache zwischen Frau Bundesrättin Micheline Calmy-Rey und Nationalratspräsidentin Frau Christine Egerszegi zum Besten geben. Es wird sich um eine aufwühlende, aber nicht provokative Rede handeln. Goggi hat sich vorgenommen, der Frauenbewegung, welche diese Feier nach langem Hin und Her ermöglicht hat, gebührend Rechnung zu tragen.

Wir kämpfen fair

Wir kämpfen für eine gute Sache und tun das mit fairen Mitteln.

Warum nur versuchten die Gegner des neuen Fussballstadions im Aarauer Torfeld Süd durch Diffamierung eine Abstimmung zu beeinflussen? Haben die Alternativen Männchen keine wirklichen Argumente? Es ist schade, dass sich die Initianten nur der Worte "Lüge" und "Anfeindungen" befleissigen und ständig auf einem angeblichen "Einkaufszentrum" herum hacken. Im Wissen, dass ohne Querfinanzierung ein Bau dieser Grössenordnung nicht möglich ist. Klar ist inzwischen, dass die Einkaufsfläche und die vermeintliche Konkurrenz zur Aarauer Altstadt nur vorgeschoben wird und sich die Initianten in eine Art Opferrolle rücken wollen.
Tatsache ist: Es sollen Lagerhallen gerettet werden, die für Aarauer Kunstschaffende günstigen Raum bedeuten. Ich finde es erschreckend, dass sich die Aarauer Kulturszene, die von der Stadt gefördert wird und deren Schaffen ich immer geschätzt habe, sich wegen billigen Mietgelegenheiten auf das Tun alternativer Politiker verlassen, statt sich um ein einvernehmliches Nebeneinander zu bemühen.

Auf diese Weise wurden den Aarauern viele Unterschriften abgeluchst, wie von Zeugen eindeutig beschrieben wurde. Dass sich die Initianten des Referendums gegen den FC Aarau, mit einer genügend grossen Anzahl Unterschriften jetzt brüstet, ist genau so trügerisch, wie das kopieren zweier Pressemitteilungen eines Anonymen ins FC Aarau-Forum, die den Eindruck der Richtigkeit vermitteln sollen, nur weil die AZ diese "umgehend abgedruckt" habe.

Weiter kündigt der anonyme Forum-Schreiber an, sich strafrechtlich gegen "die Aktivitäten der letzten Nächte" zu wehren.

Was für Aktivitäten? Will der Autor dem Stimmberechtigten suggerieren, er werde von Hooligans genötigt? Die Wirkung wäre ja schon geil: Die bösen Fans plagen einen aufrechten Kämpfer für die Gerechtigkeit. Das bringt bestimmt ein paar Unterschriften mehr ein. Im Namen der Fans des FC Aarau versichere ich, dass von uns aus nie jemand auf unfaire Mittel zurückgreifen wird. Und ausserdem stehen wir zu unserer Meinung.

Montag, 30. Juli 2007

Das war noch Kino (3)

Goooooooooood Morning Vietnam. Schon nur wegen der Abschieds-Extravaganzia Adrian Cronauers. Robin Williams Meisterleistung im quersten Antikriegsmovie der amerikanischen Geschichte. What a wonderful world...

Woher kommt die Inspiration?

Nach rund 1 1/2 Monaten bloggen, gehen mir zum Glück die Ideen noch nicht aus. Ich schätze, irgendwann wird wieder etwas anderes wichtiger sein als bloggen, allerdings fällt mir im Moment nicht ein, was das sein könnte.
Und genau das ist der Punkt. Was, wenn einem Blogger nichts mehr einfällt. Wo holt man sich die Ideen, oder die nötige Inspiration? Dies fragt sich mitra in seinem Blog und bevor irgendwer antwortet "Poste irgendwas, hauptsache gepostet", sei einerseits die goldene Grundregel für Blogger in Erinnerung gerufen:"Blog was Du willst und lass Dir nicht dreinreden" - andererseits ohne die goldere Regel für Blogleser zu vergessen: "Mann, sind Zweizeiler langweilig"

Im Ernst. Das Allerallerallerschlimmste in der Blogwelt sind für mich die Zweizeiler.

"Heute weiss ich nicht was ich bloggen soll - das hier muss reichen"

Letzte Woche gelesen. Interessiert doch keinen. Sorry, aber so macht bloggen keinen Spass. Und für die "Leser" die sich womöglich durch einen verheissungsvollen Titel wie "Das ist wahnsinn" bei Slug verleiten liessen vorbei zu surfen, werden immer weniger Lust haben auf andere Blogs zu klicken.
In diesem Fall gilt die goldene Regel der Vernunft: "Lasst das Bloggen doch lieber beliben"

Nun gibt es aber zum Glück Blogschreiber, die sich Tag für Tag voller Freude an die Tastatur setzen und sich mit Begeisterung der Welt mitteilen wollen. Ich denke da an Unterneuntupfing, monsieur fischer, Frau von Welt und noch ein paar andere. Woher nehmen diese Menschen nur die Ideen um sich das täglich anzutun?

Ich für meinen Teil habe mir die Startseite bei Google mit allerlei News eingerichtet. Eine Stunde lang lese ich in anderen Blogs, was die Menschen bewegt. Wenn ich durch das Leben gehe, versuche ich nicht den Baum zu sehen und die Leute die in seinem Schatten sitzen, sondern ich frage mich: Wieviel hat wohl der Gärtnerlehrling verdient? In der Migros ist alles so genau nach Plan angeordnet, da fällt einem doch spontan die Frage ein: Wer ha teigentlich das Migros-Orange erfunden?
Ich gehe mit offenen Augen durch die Gegend und merke mir, was mit an all den Alltäglichkeiten aufgefallen ist. Ihr werdet beim Selbstversuch merken, dass auch nach 100 Besuchen im gleichen Fussballstadion noch vieles unerwähnt geblieben ist. Und mit ein bisschen Fantasie, sind Zweizeiler schon bald Vergangenheit.

Das war noch Kino (2)

Will man den Film aller Filme im Videoladen besorgen: Pech gehabt. Vergriffen. Oder wird nicht mehr produziert. Dabei ist er bis heute mein allerliebstes Stück geblieben und neuerdings auch wieder erhältlich... im Buchladen, herausgegeben von der Süddeutsche Zeitung. Goggi Junior und ich lagen am Wochenende auf der Bettdecke und vor der Kiste.
Die Drew Barrymore ist sooo süüüs. Und die Musik von John Willims, herrlich!


Das war noch Kino (1)

Vor zehn Jahren kam The Fifth Element in die Kinos. Den habe ich damals im Kino mit ein paar Post-WK-Soldaten gesehen, welche die Szene unten gar unmännlich fanden. Man stellt schliesslich etwas dar, als Schweizer Post-Grenadier. Und ich bin deshalb den Film noch einmal schauen gegangen.



The Diva Dance - Die wunderbare Stimme übrigens, ist von Sarah Brightman.

Sonntag, 29. Juli 2007

Zitat zum Toursieger


"Was heute nicht richtig ist, könnte morgen schon falsch sein"

Mike Krüger

Endlich!

Die Tour de France ist zu Ende.

Endlich können wir uns wieder Atomzwischenfällen in Japan, Personensprengkommandos in Hoteleingängen, Skitouristen auf dem Jungfraujoch, kranken Obstpantagen in der Innerschweiz, Billetautomaten die zu teure Tickets ausspucken und auf gelegte Waldbrände auf Ferieninseln konzentrieren. Der Idiot im Grossraumbüro ist auch zurück aus den Ferien, Basel verliert die entscheienden Punkte um den Meistertitel und der Klimawandel trägt endlich auch in Gstaad Früchte, wo jetzt Beachvolleyball möglich ist. Kurzum:

Der Alltag hat uns wieder.

PS. Bei der Bilderwahl geht es wirklich nur darum, von der Tour de France abzulenken. Und vom Alltag. Höchstens noch, weil in der Zusammenfassung oben das Wort "Beachvolleyball" auftaucht. Goggi ist nicht sexistisch und auch kein Göiferi und geht hier nur seiner Informationspflicht nach. Es ist darüber hinaus sehr interessant, die Geheimsprache der Volleyballerinnen zu studieren. Ich werde zu diesem Zweck wohl bald mal eine Dienstreise an die Copacabana unternehmen müssen.

1:1-Sieg gegen den FCB


10:1, 5:0, 6:2. Das waren die am häufigsten genannten Resultatprognosen im FC Basel-Forum, vor dem Spiel gegen den FC Aarau. Der Kommentator am TV stimmte die Zuschauer auf "Einbahnfussball" ein und sogar im FCA-Forum, wo sonst eitel Zuversicht herrscht, klickten in der Umfrage viele auf "knapper" bis "deutlicher Sieg" des FCB.

Nichts da. Der FCA zeigte eine beherzte Leistung, kämpfte nach der dünnen Leistung in Sion bis zum Umfallen und drehte den späten Rückstand in einen 1:1-Sieg. Die Senftuben aus Basel ausgequetscht! Zu bedenken ist hierbei, dass der FC Aarau in den letzten 15 Spielen im "Joggeli" 14 Mal verloren hat. Da waren Resultate darunter, an die ich nicht noch einmal erinnern möchte.
Und Basel? Überheblich, hochnäsig, arrogant. Wie man sich das in der Rest-Schweiz vom FCB gewohnt ist. Zuletzt bemühten sie sich zwar noch ein bisschen, aber das ging beim dritten Bier eher unter.
Sicher ist, dass man künftig nicht mehr darüber brüten muss, für Spiele gegen den FCB einen höheren Eintrittspreis zu verlangen. Das macht nämlich schon der FCB. Stolze 38 Franken wollte man im Vorverkauf für ein Ticket im Gästesektor. Zu recht, denn der FCA war gestern die bessere Mannschaft auf em Platz.

GOGGI - LIVE from Butcher Street No. 6 Irish Pub, Aarau

Freitag, 27. Juli 2007

Goggi auf die Rütliwiese!

Goggiblog, der Blog des Bundesamtes für Lachsäcke startet hiermit eine nie da gewesene Serie zur Schweizer Eidgenossenschaft. Hier werden Dopingfälle durchleuchtet und unangekündigte Bundeshausdurchsuchungen gestartet.


Heute Teil 1:
Back to Rütli

Vielleicht lag es daran, dass ich dem Moritz eine Botschaft in den Blog schrieb, wahrscheinlich aber eher, weil sich monsieur fischer in verdankenswerter Weise darum gekümmert hat: Goggi, Urschweizer und in direkter Linie verwandt mit den Gründern der Helvetia, nimmt am 1. August als VIP an der offiziellen Bundesfeier auf dem Rütli teil. Da, wo wor 716 Jahren die drei Eidgenossen Werner Stauffacher von Schwyz, Walter Fürst von Uri und Micheline Calmy-Rey von Sitten beschworen haben, aus der Schweiz ein Multi-Kulti-Staat zu basteln. Vielleicht sollte ich eine Festrede verfassen, falls ich noch was sagen muss. Oder mir wenigstens was einfallen lassen, falls ich der Micheline die Hand schütteln darf.

Im Ernst, ich freue mich. Überhaupt ist heute ein wunderschöner Tag! 4,5 Millionen Leser auf meinem Blog, mit Goggi.ch arbeite ich an meinem ersten grossen Projekt. Den Brief an die Versicherung, den ich jetzt vier Monate erfolgreich verdrängt hatte, ist auch geschrieben. Den Menschen um mich herum hab ich kleine Freuden bereitet und auch ganz wichtig: die Sonne scheint. Und am allerwichtigsten: in ein paar wenigen Stunden hole ich meinen kleinen Bub ab und wir gehen in die Badi, oder Poschten, oder zählen die Wolken, oder tschutten den ganzen Nachmittag.

Fortsetzung folgt

Früher war alles besser

Dem Begriff "Früher" stellt das Volksdenken immer gleich ein "war alles besser" hinterher, wahrscheinlich, weil früher alles viel besser war.

Zum Beispiel konnte man gedankenlos in einen Apfel beissen und galt dann als gesund, während heute die Multivitamin-Aktivit-Plus-Konzentrate nur noch bei Unempfindlichkeit auf Glukoseemulatoren und E 301 trinkbar sind. Ähnlich wie Käse nur dann noch geniessbar ist, wenn er aus reinster Kuhmilch gewonnen wird. Als ob je ein Käse aus explizit unreiner Kuhmilch hergestellt würde.

I. Früher

Früher ass man das Marmeladenbrot auch dann noch, wenn es auf den Küchenboden fiel, der natürlich nicht mit einem Molekülstaubfilterfeuchtluftmikropartikelstaubsauger gereinigt wurde, sondern mit einem Wischmop. Und zwar vor drei Wochen. Früher gab es auch noch keine Sicherheitsverschlüsse an Arzneimittelfläschchen und die Colaflasche wurde hemmungslos weitergereicht. Und ist je jemand daran gestorben? Heute scheitert dieses Unterfangen natürlich daran, weil der Durchschnittsmensch kaum noch jemandem begegnet, dem er die Colaflasche weiterreichen könnte. Oder dann höchstens virtuell, aber beim einzigen Versuch war dann die Telefonbuchse so verklebt, dass sich der Swisscom-Techniker, weiss der Geier was gedacht haben muss. Früher spielte man nicht online Star Fleet Commander 17, oder beschäftigte sich mit dem Verfassen von Blog-Einträgen, nein! Früher hatte man Spielsachen aus Holz und sammelte aus purer Freude Rossballen auf, die man dann Grossmutter als Dünger für die Rosen verkaufte. Oder man legte der Lehrerin aus Jux einen Reissnagel auf den Stuhl. Die hat das dann zwar gemerkt und es gab tüchtig eins auf die Finger. Im Gegensatz zu Früher werden aber heute eher psychologische und massiv drakonischere Strafen vollzogen. 10-jährigen wird zum Beispiel das Handy weggenommen. Und das für die ganze Dauer der Physik-Stunde.

Man stelle sich das mal vor! Zustände wie im Mittelalter!

Ganz zu Schweigen von den tempolimitlosen Autobahnen, die man selbstverständlich ohne Sicherheitsgurte bewältigen konnte. Auch Möbel ohne Sicherheitgummi und Sex sowieso mit ohne Gummi galten nicht als vordringlich lebensbedrohlich. Auch weg-bleiben-bis-nach-Mitternacht lag selbst für pupertierende Teenies in kurzen Minis noch bedenkenlos drin und Fussballspielen ohne Stulpen, sowie Rollschuhfahren ohne Ellenbogen- Knie- Handflächeninnenseite- und Kopfschutz gehörte früher zum guten Ton.

Ausserdem war früher die Musik besser.


II. Noch früher

Noch früher wäre günstig gewesen, wenn nach dem Verschlafen nicht auch noch der Bus vor der Nase wegfahren würde und seit gestern erst noch der 2-Stunden-Taktfahrplan gelten würde. Noch früher, so lässt eine Schlussfolgerung aus dem ersten Abschnitt dieses Artikels zu, war alles noch besser. Stimmt das? Telefonieren musste man zwar noch aus der Telefonkabine. Für Bier aber gab es keine Altersbeschränkung und im Dorfladen reichte auch für den leckeren 48-Prozenter ein treuherziger Blick zur Kassiererin, Vati hätte einen geschickt. Oder Mutti, aber die musste eher bei den Zigaretten herhalten. Zigaretten, die übrigens 2 Franken 50 pro Päckchen kosteten und nicht etwa das Doppelte und erst noch in Euro.

Nun gut, alles war noch früher auch nicht gut. Man stellte Wände quer durch Weltmetropolen, lies Kernkraftwerke explodieren, statt dass man sie umständlich herunterfahren musste. Seveso galt in Italien als touristische Attraktion und Chemieunfälle ereigneten sich noch in Schweizerhalle und nicht etwa in China.

III. Ganz früher

Und zu guter Letzt, sei auch noch die Zeit vor unserem Denken erwähnt. Nein, nicht die Zeit vor dem verschlafen, eingebettet im kuscheligen Schlafgemach, wo doch der Bus in 4 Minuten fährt. Auch nicht die durchzechte Nacht, die erst 2 Stunden zuvor ihr Ende fand, soll hier mit "ganz früher" Erwähnung finden, obwohl das Erinnerungsvermögen bei vielen Menschen tatsächlich schon da endet. Gemeint ist das gute alte Mittelalter, als es noch keine Frauenquoten in Parlamenten gab und schon gar keine Frauenparteien, sondern nur Hexen, die gelegentlich auf Scheiterhaufen angezündet werden mussten. Das waren noch Zeiten! Es gab weder Fernseher, noch Game Boys, Vibratoren oder Kochherde. Klimaerwärmung gab es zwar auch schon und das Ozonloch ebenfalls. Nur wusste niemand davon. Trotzdem überlebten man auch damals, wenngleich die Ausbildung kurz nach dem 1x1 wegen eines Bürgerkrieges oder einer kleinen Pest schon mal ein bisschen früher fertig war und irgendwer musste schliesslich den Acker bewirtschaften und in der Kohlemine arbeiten. Wofür sonst hätte man sich früher denn Kinder anschaffen sollen? Komischerweise lebten die allerhellsten Köpfe dieser Welt auch vorallem "früher", was uns zurück in unsere Zeit bringt und die Frage aufwirft, wo bei dem technischen Schnickschnack heutzutage all die proporzional im Verhältnis schlaueren Köpfe alle geblieben sind. Vermutlich haben sie Zeitmaschinen gebaut und sich nach "Früher" verzogen.


IV. Hat "Früher" noch eine Zukunft?

Blöde Frage.


V. Bekannte Zitate

"Früher war alles besser" (alle, in jedem Zusammenhang)

"Wer früher stirbt, ist länger tot" (George W. Bush bei der Rechtfertigung seines Projekts "Guantanamo")

"Früher über dem Berg" (eigentlich ein Schreibfehler von Reinhold Messner, wurde später in ein Selbsthilferatgeber für Depressive umgeschrieben)

"Früher war es Fussball" (Analyse von FCB-Trainer Christian Gross, am 13. Mai 2006 nach dem Spiel gegen den FCZ)
"Je früher desto besser" (irreführender Titel in der Bravo-Aufklärungsseite zum Thema "Kommen" (1979), an den sich aber immernoch 90% der Männer halten)

"Der Mars war früher wie die Erde" (Prof. Dr. Heinze vom geologischen Institut mit düsteren Aussichten für unsere Spezies)

"Früher oder später" (Noch einmal Christian Gross, diesmal mit absurden Zukunftsvisionen)

"Schatz, ich komme früher nach Hause" (eheliche Drohung aus dem Büro, 14.45 Uhr)

"Schatz, ich bin früher zu Hause" (eheliche Drohung vor Ort, 14.45 Uhr und letztlich Scheidungsgrund Nr.1, weil kein passender Schrank im Schlafzimmer steht)

"Wie früher" (FC Luzern-Fan nach dem Wiederaufstieg in die Chellenge League 2009)

"Fryyener" (baseldeutsches Sprichwort)



Diesen Artikel habe ich für Stupidedia, die Enzyklopedie ohne Sinn geschrieben.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Du bist Simpson

Gerade rechtzeitig zum Kinostart kann jetzt jeder ein Simpson werden! Auf simpsonizeme.com kann man ein Foto von sich uploaden und der Simpsonizer zeichnet aus Dir einen artverwandten Typen der Simpsons. Noch ein paar wenige Klicks, "Frau" oder "Mann" auswählen und den Alters-Regler zwischen 0 und 200 einstellen (nicht schummeln) - und schon ist der homemade Simpson fertig! Mit einem passenden Hintergrundbild verleiht man dem Ich noch einen springfieldianischen Touch.
Schon der Name der Seite, die von "Burger King" gesponsert wird ist eine böse Anspielung auf McDonalds einstigen Slogan "Supersize me" und passt in die Zweideutigkeit der Dialoge, die wir von der Serie her kennen. Leider ist die Seite dem Ansturm der Simpsons - pardon - der User nicht immer gewachsen. Einfach mehrmals Reload drücken (Taste F5). Auf meiner alten Kiste brauchte ich drei Anläufe um mir das Bild ohne Absturz speichern zu können. Aber ich finde, der Goggi Simpsom gleicht mir ein bisschen :-)


Die Alte Garde geht heute ins Kino

Wir sind alle gedopt!

Nun haben sie es also doch noch geschafft: Trotz treuherzigsten Beteuerungen, an diesem Tour de France ganz ganz sicher sauber zu fahren, hat es inzwischen drei Fahrer erwischt. Namhafte Fahrer. Solche die gekommen sind um gelegentlich etwas zu gewinnenen und deshalb damit rechnen mussten, auf Drogenkonsum untersucht zu werden.
Dieser Umstand legt die Vermutung nahe, dass es sich bei Radsportler um ziemliche Idioten handelt. Wie konnte sich ein Winokurow über seinen wundersamen Etappensieg überhaupt noch freuen, wo er doch genau gewusst hat, man würde ihn erwischen. Wie kann ein Rasmussen so dumm sein, trotz Verdächtigungen von allen Seiten als einziger den Anti-Doping-Fahrerstreik zu brechen und die Etappe dann auch noch zu gewinnen? Heute wurde er von seinem Team freiwillig aus dem Tour genommen. Dass es mit Moreni einen vergleichsweise kleinen Fisch erwischt hat lässt weiter erahnen, dass es auch einige Wasserträger gibt, die mit irgendeinem Gift unterwegs sind.

Weil Plan A (Säuberung des Sports) nicht funktioniert, muss jetzt halt Plan B greifen: Legalisierung des Dopings

Es ist und bleibt halt geil, wie sich die menschlichen Maschinen über die Pyrenäen schleppen. Rosa Brille anziehen und weitergucken. Ohne Chemie geht nichts mehr, da muss mir mindestens jeder Recht geben, der raucht, Bier trinkt, Kopfweh hat, Depressionen, zu dickes Blut, Reisefieber, Migräne oder Durchfall hat. In der Schweiz sind derzeit 6'394 Humanarzneimittel zugelassen, davon sind 1/6 rezeptfrei erhältlich. Im letzten Jahr wurden 187,6 Millionen Packungen Medikamente verkauft, das macht 24 Packungen pro Einwohner. Ein Tor, wer da anderen Dopingmissbrauch unterstellt! Wir sind nähmlich alle gedopt.

Gleichzeitig mit dieser Veröffentlichung fanden in Frankreich Razien bei allen DopingProfi-Teams statt, mit anschliessender Pressekonferenz. Was dabei raus kam entzieht sich meiner Kenntnis. Gesagt hat nur einer was - Rasmussen:
"Stimmt, ich wurde von den frustrierten Zuschauern ausgepfiffen. Nachdem das gestern mit Vino passiert ist, lassen sie es an mir raus, jetzt wo er nicht mehr da ist. Das einzig Positive, was ich im Fall Winokurow sehe ist, dass das Kontroll-System greift. Ich möchte anfügen, dass ich seit Tourbeginn 14 negative Kontrollen überstanden habe. Jetzt will ich das Maillot Jeaune nach Paris fahren" - Sechs Stunden später nahm Radobank den Tourleader aus dem Rennen.

Zuletzt noch ein Blick in die Presse von heute Morgen Donnerstag, 26. Juli. Nur noch im Land von "Dottor Epo" Michele Ferrari - wen wunderts - glaubt an den sauberen Sport:

Frankreich, Le Figaro: Rasmussen lässt zu viele Fragen unbeantwortet. Der Träger des Gelben Trikots hat versucht, sich zu rechtfertigen. Ohne zu überzeugen.

Le Parisien: Die 1903 geschaffene Tour de France hat einen der härtesten Schläge ihrer Geschichte einstecken müssen. Der Winokurow-Skandal verwundet die Tour. Und außerdem ist der Träger des Gelben Trikots ein Lügner!

L´Équipe: Das Chaos.

Spanien, El País: Der Radsport befindet sich angesichts immer neuer Doping-Enthüllungen seit 15 Monaten ohnehin schon im Todeskampf. Nun hat er sich seinem endgültigen Grab einen Schritt weiter genähert.

El Mundo: Es ist genau das, was der Rundfahrt noch fehlte, um sich endgültig einem Desaster zu nähern.

Marca: Winokurow versetzt dem Radsport den Todesstoß.

England, Daily Telegraph: Winokurows Astana-Team zog sich umgehend von der Tour zurück und schürte damit weitere Spekulationen, dass auch andere aus der Mannschaft unter Verdacht stehen.

Russland, Kommersant: Bei der Tour de France hat das Doping gesiegt.

Italien, La Gazzetta dello Sport: Es ist eine gute Nachricht. Es ist keine Beerdigung. Der Radsport hat die Waffen, um Doping bekämpfen zu können. Der Radsport kann diese epochale Krise überwinden.

Il Tirreno: 2007 ist das Horrorjahr des Radsports.

Schweiz, Neue Zürcher Zeitung: Im Gegensatz zur Tour 2006 läuft die Tour 2007 nie Gefahr, dem Irrglauben der Sauberkeit zu unterliegen. (...) Es riecht sehr, sehr streng. Die Tour-Verantwortlichen indes wollen mit zugehaltener Nase ans Ziel nach Paris gelangen.

Tages-Anzeiger: Um den Toursieg kämpfen zwei Außerirdische mit getrübter Vergangenheit, die allein schon wegen der Leichtigkeit, mit der sie allen davonfahren, unter Dopingverdacht stehen.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Ein JA-Komitee für Aarau

Aus der Ecke der Gegner des Stadionbaus im Aarauer Torfeld Süd wurde jede Menge geschossen. Mit zum Teil unlauteren Mitteln sind inzwischen auch genügend Unterschriften zusammen gekommen um ein Referendum schon nur gegen den Projektierungskredit von einer Million Franken einzureichen.

Um gegen die fantasievollen Behauptungen des Nein-Komitees (es wird immernoch behauptet, die Obermatte sei eine Alternative, obwohl die Landeigentümer klar gemacht haben, dort werde sicher nicht gebaut) Gegensteuer zu halten, wird nun unter der Fühung von Dr. Franz Straub ein Ja-Komitee gegründet. (Bild links ist nicht das offizielle Logo)

Straub war 12 Jahre lang Chefredaktor der Aargauer Zeitung (vormals Aargauer Tagblatt) und Basler Korrespondent der NZZ. Er hat sich zuletzt im Herbst 2006 für eine humane Asylpolitik der Schweiz und im Frühling dieses Jahres gegen überhöhte Fernsehgebühren der SRG eingesetzt. Straub ist in der Redaktionsleitung der "Aargauer Wirtschaft", die vom Aargauer Gewerbeveband und "kmu aargau" heraus gegeben wird. Er gilt als Sympathieträger, Meinungsbildner, besitzt meines Erachtens gutes Geschick bei Verhandlungen und gilt nicht zuletzt als grosser Fan des FC Aarau, bei dessen Spiele er immer wieder anzutreffen ist.

Auf Nimmerwiedersehen, Herr Winokurow

Zwar kein Epo, aber halt Blut eines anderen: Alexander Winokurow, so schnell wie von Geisterhand über die Königsetappe geschoben wurde, fällt er nun vom Sockel, auf dem er nie gestanden hat. Und alle schütteln einhellig den Kopf, man habe es ja kommen sehen und eben so alle geben sich zu tiefst erschüttert. Toni National Rominger möchte man am liebsten wieder nicht erwähnen, aber er wird halt doch zum fünften Mal als Manager eines gedopten Fahrers gelistet. Bleibt nur die Frage: Wer managt eigentlich Rassmussen?Aber jetzt mal ehrlich: Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn ich nicht mindestens einmal an diesem Tor das Gefühl von Entsetzen und Wut im Bauch hätte haben dürfen. Ich verdächtige mich und uns alle, dass wir Formel 1-Rennen sowieso nur wegen den geilen Crashes schauen, immer in der Hoffnung den Hamilton drehe es mindestens vier Mal in der Luft.

Was wäre Leichtathletik, wenn nicht gelegentlich ein Speerwerfer auf den Weitspringer zielen würde? Interessieren an einem Fussballspiel eher Burkis rote Tschutt-Schuhe oder Varelas rote Karte? Boxen verlöre seinen Reiz auf der Stelle, wenn es nur noch Siege nach Punkten gäbe.
Es wird deshalb immer schwieriger, für sich die passende Sportart zu finden. Wenn der Sport dopingfrei, gewaltlos und ohne die Möglichkeit des Mogelns vonstatten gehen soll, bleibt eigentlich nur noch Billard. Hierzu kann ich von meiner Karriere im White Ball Billard Swiss Mixed Team berichten. Dabei habe ich mit der Elitespielerin Eva Maria Schmid an den Schweizer Journalisten-Meisterschaften in Magglingen vergangenen Winter, den Titel im gemischten Doppel gegen die französische Auswahl verteidigt habe, deren Namen mir jetzt aber entgangen sind.

Wer also zerstörtem High-Tech Velofahren lieber gesittetes Billardspielen vorzieht, kann unsere kleine schweizer Journalistenvertretung gern mit einer saftigen Spende unterstützen. Kontonummer auf Anfrage. Der nächste Meisterschaftstermin steht allerdings noch aus: Eva musste zum Dopingtest und weil da wo sie wohnt im Sommer der Sessellift nicht im Betrieb ist, konnte sie jetzt mehrere Wochen nicht zur Dopingkontrolle antreten.

Mist. Also doch lieber Velofahrenschauen.

Dienstag, 24. Juli 2007

Oder steht der Papst im Offside?

Zuerst mal muss die Frage gestellt werden: Darf man sich über den Papst lustig machen? Natürlich darf man. Er ist genau so menschlich und aus Fleisch und Blut, wie jeder von uns. Deshalb darf man auch ein Bild eines Schiedsrichters veröffentlichen, der aussieht wie der Papst.
Dann fragen wir uns umgekehrt aber: Darf sich der Papst über alle anderen lustig machen? Nun, da müsste man wohl differenzieren. Vernünftig wäre es, wenigstens keine anderen Glaubensrichtungen zu veräppeln. Oder in Zeichnungen Geistliche zeichnen, die nicht gezeichnet werden wollen. Das ist auch blöd.

Einer Glaubensrichtung das Existenzrecht abzusprechen, das hingegen geht.

"Nur in der katholischen Kirche besteht die von Jesus Christus begründete Kirche weiter" wird da in einem offensichtlich wichtigen Papier behauptet. Die reformierten Kirchen laufen seither Sturm, denn ihre Kirche wird als inexistent abgestempelt. Genau genommen ist sie sogar illegal, will man dem Zweiten Vatikanischen Konzil Glauben schenken.

Glauben schenken - witziges Wortspiel.

Denn zu glauben hat man - ist man Schiri Razinger hörig - auf dieser Welt gefälligst nur an die Kirche Jesu Christi und die geht einzig und allein aus der katholischen Kirche heraus. Alle anderen müsen Heuchler sein. Säcke! Was fällt denen eigentlich ein? Was kümmern sich diese 99,9% der Menschen ständig um diesen blöden Frieden, wo man sich als Exponenten von Diktaturen und Militärregimes doch so viel Mühe gibt, ein bisschen Krieg zu haben auf dieser Welt. Da kommt der Ruf aus Rom natürlich gerade richtig. Endlich spricht einer ein Machtwort und stellt diesen langweiligen Weltfrieden mal so richtig auf die Probe. Die Rüstungsindustrie wird es Herrn Razinger danken. Allen anderen bleibt nur das Kopfschütteln. Wer - fragen sie sich - wer genau steht hier im Offside?
Wer es trotzdem genauer haben will: Statement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon, dass einer von vier Amerikanern schon mal im Fernsehen war? (Aua)

Wussten Sie schon, dass 61 Prozent aller Klicks im Internet auf Sexseiten gehen? (Nur?)

Jeden Tag werden 21 neugeborene Babys zu den falschen Eltern gegeben. (und 50% zwar der richtigen Mutter, aber dem falschen Vater)

Der Durchschnitts-Mensch verschluckt acht Spinnen im Jahr. (Die spinnen doch)

Cannabis ist die meistkonsumierte Droge auf der Welt. (Direkt vor Fussball)

Der Durchschnitts-Mensch lacht dreizehn Mal pro Tag.

Elvis war ursprünglich blond. (Das sind die meisten Frauen)

Das Durchschnittsalter für den ersten Geschlechtsverkehr ist 15,3 Jahre. (Oh, da war ich deutlich über dem Durchschnitt)

Im Durchschnitt ist der erigierte Penis 13,4 cm lang und hat einen Umfang von 10,7cm. (Da auch)

Eskimos verwenden Kühlschränke, um das Gefrieren der Lebensmittel zu verhindern.

41 Prozent aller Menschen nehmen Menschen mit Locken weniger ernst. (Das Scheitern Ruedi Zahners ist begründet!)

20 Prozent aller Frauen haben wenigstens eine homosexuelle Erfahrung gehabt. (Das glaub ich nur, wenn ich dabei bin)

Wussten Sie schon, dass es so etwas wie eine Anti-Falten-Creme gar nicht gibt? (Männer wissen das)

In 22 Prozent der Fälle kommt in Grossbritannien eine Pizza schneller ins Haus als ein Krankenwagen. (Wäre auch dumm, so ein Krankenwagen im Wohnzimmer)

96 Prozent aller Frauen haben zu irgendeiner Zeit in ihrem Leben einen Orgasmus simuliert. (Das mus bei Euch gewesen sein)

Drei Personen pro Jahr sterben, weil sie die Funktion einer 9-Volt-Batterie mit der Zunge getestet haben. (*btzzzzzzzzzz*)

Das Guinness-Buch der Rekorde hält den Rekord für das meistgestohlene Buch in öffentlichen Bibliotheken.

Schmetterlinge schmecken mit den Füssen. (Ich will ja nicht wissen, was die Schmetterlinge im Bauch da so treiben)

Fünf Prozent der Weltbevölkerung ist homosexuell. (Endlich! Ich gehöre einer Mehrheit an!)

Das bekannteste Wort in der Welt ist „okay“.

Das zweitbekannteste Wort ist „Coca Cola“. (Sprich: Goggi :-) )

Die Giraffe kann ihre Ohren mit ihrer Zunge säubern. (Kann ich auch)

Charles Chaplin hat einmal den dritten Preis in einem
Charles-Chaplin-Doppelgänger-Wettbewerb gewonnen.

Eine japanische Dschunke sank 1995, weil aus einem russischen Frachtflugzeug eine lebendige Kuh aus 10 000 Metern auf den Fischkutter fiel. (Shit happens)

Nur ein Buch hat mehr gedruckte Exemplare als die Bibel: der Ikea-Katalog. (Kein Wunder, Ikea gibts ja auch viel länger)

Eine Zigarette verkürzt das Leben eines Menschen um fünf Minuten. (Und das des Passivrauchers?)

1950 waren drei Milliarden Menschen auf der Erde, heute sind es sechs Milliarden. (Und 2050 etwa 9,8 Milliarden - alles Borg)

Donald Duck war in Finnland verboten, weil er keine Hosen trägt.

74 Prozent aller weiblichen Nudisten sind Nudisten, weil ihre Ehemänner Nudisten sind. (Aber 90% der Nundösen sind gar nicht verhairatet *lechtz*)

Es sterben mehr Leute durch einen knallenden Champagnerkorken als durch Giftspinnen.

21 Prozent aller Verkehrsunfälle passieren, weil der Fahrer einschläft. (Wo? Zu Hause?)

Wussten Sie, dass es ursprünglich ein Däne war, der die Alarmanlage erfand?

Leider wurde sie gestohlen!


Gestohlen von "Facts Of Life" von Lazyboy
(mit unnötigen Kommentaren von Goggi)

Zitat zum Weltfrieden



"Varela ist der dümmste Fussballer der Schweiz."



(Sven Christ [FC Aarau], nach dem Spiel Aarau-YB am 22. Juli 2007 und nachdem er sich von Varelas verbalen Attacken, weit unter der Gürtellinie nicht hat provozieren lassen)


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Montag, 23. Juli 2007

SonntagsBlick spielt Polizei

Hoppla! Da will der SonntagsBlick anscheinend Polizei spielen! Hier gelesen, hat der SoBli eine Fotomontage veröffentlicht, allerdings ohne die Abdeckungen auf den Gesichtern, wie auf dem nebenstehenden Bild. So sähen Leute aus, die unseren Fussball zerstören wollen, schrieb der Blick.
Einigen der Vermummten traut man tatsächlich zu, nur der Randale wegen an ein Fussballspiel zu gehen. Die Besonderheit an der Bilderauswahl ist jedoch, dass längst nicht alle Abgebildeten auch wirklich gewaltbereit sind. Zwei von drei Leuten, die ich auf den Fotos wiedererkenne sind weder polizeilich nicht erfasst noch liegt eine Anzeige gegen sie vor und sie werden auch von keinem Verein sanktioniert. Mag man dem Mittelfinger-Aufstrecker noch eine gewisse Dummheit nachsagen, so nehme ich den Mann im roten Sweatshirt persönlich in Schutz. Das Bild entstand, nachdem R.K. (Name dem Red. bekannt) einen Streit schlichten wollte und selber eins auf die Nase bekommen hat. Die Polizei spritzte ihm Pfefferspray ins Gesicht und führte ihn ab.

Es geht nicht darum, Randalierer in Schutz zu nehmen. Ich vertrete grundsätzlich die Meinung, wenn man sich vom Gefahrenherd raushält, passiert einem auch nichts. Trotzdem finde ich es recht fahrlässig, das Bild unzensuriert in der Sonntagspresse abzudrucken, zumal der Bildredaktor nicht weiss, in welchem Zusammenhang die Bilder entstanden sind.

Die Problematik des Hooliganismus ist denn auch nicht eines, das der Fussball von Haus aus mit sich bringt, sondern mitunter eine Folge aus dem Sozialabbau der Städte. Immernoch werden in der Schweiz mehr Jugendhäuser geschlossen als eröffnet. Immernoch besteht in weiten Teilen der Schweiz kein vernünftiges Beschäftigungsprogramm für Schulabgänger ohne Lehrstelle. Das Freizeitangebot Fussball nützt hier mehr, als dass es schadet. Da schiesst der Blick mit einer solchen Reportage ein Eigentor, gefolgt von einem weiteren: Nähmlich, indem sie einer Handvoll Randalierer auch noch Publizität verschaffen. Oder glaubt irgendwer, die Hooligens schämen sich, im Blick zu erscheinen?

Google schaut noch genauer hin

Was wären wir heute ohne Google? Wir würden uns ständig verlaufen im Internet, wir fänden nie und nimmer die passende Information, Dopingfälle im Radsport würden uns glatt entgehen und umgekehrt wüsste niemand, das wir einen Blog, eine Webseite, oder überhaupt eine Existenz haben.
Beeinduckt nimmt jeder, der nicht grad Müller oder Meier heisst und seinen Namen in Google eigegeben hat, davon Kenntnis, dass die Welt genaustens über jeden bescheid weiss. Selbst mein kleiner Blog beansprucht schon über 15'000 Treffer bei Google. Jetzt noch schnell Googlemail aktiviert und schon erscheint neben dem Brief von der Allerliebsten, die sich nach dem Ergehen bei der Arbeit erkundigt, ein Link zu den 100 coolsten Jobs bei Job.ch und ein Link zu einem Blumengeschäft in der Nähe. Obwohl mir Herr Google persönlich versichert hat, das sei ein Computer der auf Wörter reagiere, so macht es mich stutzig, dass da einer vor mir meine Mails liest.
Mehr noch: Wenn ich das Haus verlasse, werde ich künftig von Google gefilmt. Die Suchmaschine hat nach einer Meldung auf pc-tipp die Firma ImageAmerica geschluckt, die hochaufgelöste Luftbilder produziert. Damit hat Google die Möglichkeit ihre maps nicht nur alle paar Wochen zu aktualisieren, sondern stündlich. In die umgekehrte Richtung fliessen die Informationen nur spärlich. Der Internetauftritt von ImageAmerica wurde kurzerhand gelöscht, nähere Informationen zum Deal sind keine bekannt.


Persönlich fühle ich mich nicht bedroht, zuviel von meiner Persönlichkeit preisgeben zu müssen. Vermutlich interessiert sich auch kaum einer auf der Welt, was ich so treibe. Dennoch wäre manch einer froh, Google würde auch einen Delete-knopf erfinden, mit dem man Inhalte löschen kann. Zum Beispiel der unbescholtene FC Aarau-Fan, dessen Bild letzten Sonntag im Blick erschien. Der Fan wurde als "Hooligan" bezeichnet, weil Google bei entsprechender Suchanfrage als erstes sein Bild zeigt - warum auch immer.


Seien wir also optimistisch und gehen wie beim Radsport davon aus, es werde sauber gearbeitet. Google weiss dank meinem PC zwar wer ich bin, die swisscom weiss dank meines Handys, wo ich bin, und bluewin als mein Provider weiss was ich mag. Wir kennen uns schon so lange, ich bin sicher, die missbrauchen diese Macht bestimmt nicht. Genau wie Tony Rominger niemals Sinkewitz dopen würde. So viel Vertrauen muss sein. Ausserdem kennt mich Google dann doch wieder nicht soooo gut. Weil Schwimmen ist nicht gerade meine Leidenschaft (siehe Bild)

Sonntag, 22. Juli 2007

Harry Potter geht weiter!

Unglaublich! Wie jetzt bekannt wurde, wird Joanne K. Rowling nach "Harry Potter and the deadly Hallows" mindestens ein weiteres Buch veröffentlichen! Dass Harry Potters siebtes Abenteuer das letzte sein sollte war nur ein riesiger Werbegag!

Die Geschichte ist nur in groben Zügen bekannt. Sie wird etwa 10 Jahre nach dem letzten Abenteuer handeln. Involviert ist dabei eines der drei Kinder die Harry und Ginny haben werden, das sich aber auf besondere Art entwickeln würde. Die Story lehnt sich an ein Ereignis aus dem sechsten Band und wird für einige Überraschungen sorgen. Sicher ist: Rowling wolle den zuletzt düsteren Szenen wieder mehr Farbe verleihen. Die Fantasie der Leser soll wieder mehr aufblühen und "positive Werte vermitteln", wie die Autorin am Rande einer Veranstaltung von Potter-Fans gesagt haben soll. Sie sei sichtlich angetan gewesen, wie die Leser das Buch verschlungen hätten und noch vor Ort, gleich nach dem Kauf fast ausgelesen hätten. Diese Begeisterung müsse weiter leben, habe Rowling gesagt.

Wann der 8. Band der wohl erfolgreichsten Bücherserie aller Zeiten erscheinen soll, ist aber noch unbekannt. Rowling soll gesagt haben, die Leser würden immer erwachsener, Harry Potter werde das dann auch sein.




Quelle: Marc Bennedict, der vier Stunden angestanden ist um sich ein Buch zu sichern.

Samstag, 21. Juli 2007

Zitat zur hübschen Dame




"Frauen, die sonderbarsten Geschöpfe. Während ihr Widerspruch zunimmt, lässt ihr Widerstand nach."


Karl Schönböck

Formschöne Bälle

Die Werber haben sich mal wieder alle Mühe gegeben, auf die wirklich wichtigen Dinge eines Fussballspiels hinzuweisen. Nicht die Offsideregel ist wichtig, schon garn nicht die 9 Meter 15 Abstand bei einem Freistoss.

Die wahre Attraktion eines Fussballspiels - besonders wenn es im Aarauer Brügglifeld stattfindet - sind formschöne Bälle. Dieses Bild, das ich im Netz gefunden habe, hat es anscheinend auf die Plakatwände der Region geschafft, es soll jedem Fussballbanausen deutlich machen, wo der Bartli die Bälle holt und stellt eine Lehrstunde der Besonderen Art dar.

Wie die freundliche Dame auf dem Bild deutlich zeigt, wäre ein Fussballspiel ohne Bälle kein richtiges Fussballspiel. Eine basler Fussballweisheit aus dem Jahr 2006 besagt: "Die Bälle sind rund und das Spiel dauert 93 Minuten". Gute Fussbälle müssen Rund sein, nicht zu weich und nicht zu hart, einfach in der Behandlung und sollten mit dem Emblem der Heimmannschaft versehen sein. Solche Bälle zeichnen sich darin aus, dass sie sich auch für intensive Trainingseinheiten eignen und zum Beispiel bei Einwürfen auch angenehm in der Hand liegen. Mit diesen Eigenschaften zeichnen sich Bälle auch für den Einsatz im Ernstkampf aus, der mit dem Höhepunkt vieler Treffer ins Schwarze gipfeln soll. Treffer, nach denen dem unbändiger Torjubel - z.B. "Yeaaaaaaaaaaahhaaaaaaaa" oder "Jououououououououuuuuuuu" - folgen kann.

Auf das Spiel am Sonntag zwischen dem FC Aarau und dem BSC Young Boys kann man sich auf jeden Fall schon mal freuen, die Bälle scheinen ihrer Aufgabe jedenfalls gewachsen zu sein.

Der Mann ohne Hirn

Nein, das ist kein Rundumschlag gegen Politiker, auch fällt mir nicht auf Anhieb Homer Simpson ein und es geht auch nicht um grüne Männchen.
Den Mann ohne Hirn gibt es tatsächlich! Der 44-jährige Franzose dem eine Hohlbirne diagnostiziert wurde, hatte ursprünglich die Absicht sein Bein zu behandeln, als die durchgeführte Kernspintomografie den leeren Raum sichtbar machte. Der kleine Klumpen Hirn, der dem zweifachen Vater dennoch ein geregeltes Leben ermöglicht, klebt an der Schädelwand.

Ob es sich dabei um eine Sommerloch-Ente der Zeitung Die Welt handelt weiss man nicht so genau. So steht in einem anderen Artikel der gleichen Zeitung, das menschliche Hirn sei schon 500 Millionen Jahre alt und stamme von einem Regenwurm ab. Und Halluzinationen sind das Ergebnis überforderter Gedächtnisse, die sich gerade am Erholen sind.

Bei so viel Wissenschaft muss ich mir eine kleine Denkpause gönnen. Zum Beispiel: Sich langsam einstimmen auf Fussball. Oder besser: Auf die Simpsons. Am besten auf dem Bett liegend, bei offener Sitzplatztür dem Gewitterregen lauschend. Und ich träume: Nur noch 5 Tage!

Die Alte Garde geht am Donnerstag ins Kino.

Freitag, 20. Juli 2007

Beam me up, Scotty

Er war mein heimlicher Liebling: Montgomery "Scotty" Scott, der Chefingenieur auf der USS Enterprise NCC-1701 und 1701-A.

Immer lächelte er, einmal kindlich, ein ander mal naiv. Er gewann die Symmpathien der Star-Trek-Gemeinde im Handumdrehen, rettete die Crew der Enterprise wundersam von Mal zu Mal , indem er das Schiff flickte, oder seine Freunde zurück auf's Schiff beamte. Wann Captain Kirk zum ersten Mal "Beam me up, Scotty" gesagt hat, weiss niemand so richtig. Sicher ist: In den unendlich vielen Star Trek-Episoden und Filmen kam der Spruch, der unzertrennbar mit der Serie scheint, nie vor.

James Doohan - so sein irdischer Name - kam 1920 in Vancouver zur Welt, heiratete drei Mal und ist Vater von neun Kindern geworden. Im Zweiten Weltkrieg verlor er den rechten Mittelfinger, was man in Hollywood mit geschickten Kameraeinstellungen immer zu verbergen wusste. Seine Weltraum-Biografie ist möglicherweise bekannter, aber sicher ausführlicher als seine wahre Identität: Darin kommt Scotty im Jahre 2222 in Schottland (Erde) zur Welt und stösst mit zarten 19 Jahren zur Sternenflotte, wo er auf zehn Schiffen dienen würde, ehe er auf die Enterprise versetzt wird. Er ist der Darsteller, der die Serie am längsten überlebt hat und sogar in einer Episode im Jahre 2369 einen Auftritt hatte, nachdem er 75 Jahre lang als Biosignal in einem Musterpuffer eines Transporters gefangen war (den Gag find ich bis heute noch den allergeilsten).

Scotty war nie um einen coolen Spruch verlegen ("Diplomat! Der beste Diplomat den ich kenne ist ein Phaser mit dem ich mich wehren kann.") und die besten Lacher gingen auf sein Konto. Etwa, als er nach den Worten "Ich kenne dieses Schiff wie meine Westentasche" mit dem Kopf an einen Balken der neuen Enterprise-A donnerte. Seinen schottischen Akzent spielte er nur für's Fernsehen, denn eigentlich war Doohan ja Kanadier. Dennoch streiten sich Schotten und Kanadier darum, wer nun dem bekannten Schauspieler das offizielle Denkmal setzen darf.

James Doohan starb heute vor zwei Jahren, am 20. Juli 2005. Seine sterblichen Überreste wurden im April dieses Jahres mit einer Rakete für einen kurzen Zeitraum ins All gebracht. Montgomery "Scotty" Scott wird aber immer weiterleben und mit dem Shuttle "Goddard", das ihm Captain Jean-Luc Picard geschenkt hat weiterfliegen, in die unendlichen Weiten unserer Fantasie.

Spontan-Stöckchen

Bei ihm hier gefunden, einem der nur 30 Minuten bloggen will und aus reinem Spass mal aufgeschnappt:

Thema: "Outburst" = Das Erste was Dir einfällt sollst Du einfach hinschreiben

Ein Wochentag: Sonntag
Ein Monat: Januar
Eine Tageszeit: Frühabend
Ein Planet: Vulkan
Eine Meerestier: Lachs (lekker)
Eine Richtung: Stadteinwärts
Ein Möbelstück: Computertisch
Eine Sünde: GC-Fan-Sein
Eine historische Figur: Captain Kirk
Eine Flüssigkeit: Sanpellegrino CHINO
Ein Stein: jener des Anstosses
Ein Baum: Stammbaum
Ein Vogel: Der Redaktor Unterneuntupfings
Ein Werkzeug: Dildo
Eine Blume: Daisy
Ein Wetter: Donnerwetter
Ein mystisches Wesen: Scotty
Ein Musikinstrument: Dudelsack
Ein Tier: Hund
Eine Farbe: rot
Ein Gemüse: Gurke
Ein Geräusch: Ventilator meines 7jährigen Computers
Ein Element: Feuer und Flamme
Ein Auto: Automat
Ein Lied: 36Grad
Ein Film: The Simpsons
Ein Buch: Pessoa, Das Buch der Unruhe
Eine Religion: FC Aarau
Ein Wort: Frau
Ein Körperteil: [strike]Schw..[/strike] Bauchnabel
Ein Gesichtsausdruck: *grins*
Ein Schulfach: Grosse Pause
Eine Cartoonfigur: Signor Rossi
Ein Urlaubsland: USA (der Westen notabenissimo)

Dann macht mal, ich geh jetzt schlafen.

Donnerstag, 19. Juli 2007

The Simpsons, noch 7 Tage



"Jetzt weiss ich, was ich dir bieten kann, Marge! Ewige und nie nachlassende Abhängigkeit!"


Homer Simpson

Die Alte Garde geht am Donnerstag ins Kino.

Die Meldung des Tages


Die Aargauer Zeitung gibt heute eine Menge her, es lohnt sich fast, das Teil im Migros-Restaurant mitlaufen zu lassen! Man liest darin vom Drama auf der Jungfrau, das Politiker genau so ergreift wie in Deutschland jedem Radsportfan zum heulen ist, wenn er ARD oder ZDF einschaltet. Auf der Titelseite ist denn auch von beidem etwas zu lesen. Von Schmid, der das TV-Publikum fesselte und von Sinkewitz der selbiges ausbremst. Medial und reisserisch geht es auf der Foyer-Seite weiter, wo sich der Gestalter der Titelseite über die kommerzgeilen Hollywoodstreifen beschwert, aber gleichzeitig ein halbseitiges Bild der Simpsons als Aufhänger für seinen Artikel missbraucht. Schnell weitergeblättert, weil wir wollen ja wissen, warum Heinz Margot so viele Zuschauer hat.

A propos Zuschauer: Diese wurden vom Deutschen Sender mdr gefragt, was sie von der Tour de France-Zensur bei der Muttergesellschaft halten. Der längste Balken zeigte auf die Antwort "recht so" und suggeriert dem Betrachter, die Mehrheit der Stimmenden begrüsse die Abstinenz. Der aufmerksame Betrachter stellt aber fest: Die Gegner der Abschalt-Aktion hatten drei Antworten zur Auswahl, die kummuliert zum Ausdruck bringen, die Öffentlich-Rechtlichen seien Hohlköpfe uns sollen gefälligst wieder übertragen. Für uns ist das eine Lehrstunde in Sachen "Wie dope ich eine Umfrage, damit das raus kommt was ich hören will". Und bestraft werden vorallem wir Schweizer, die uns wieder mit dem Geplappere auf SF2 abfinden müssen

A propos Schweizer. Ganz anderes Gehör verschafft sich Leserbriefschreiber und Schweizer Demokrat Martin Prochazka, der sich als vermeintlicher Aarauer über einen Berner beschwert, der sich in die Aarauer Stadionfrage einmischt. Tatsächlich ist der 2005 nicht in den Grossen Rat gewählte Prochazka nicht nur polnischer Abstammung, sondern auch noch in Wettingen wohnhaft. Das ist fast soweit weg von Aarau, wie die Berner Kantonsgrenze. Anscheinend werden überregionale Interessen erst wieder geltend gemacht, wenn ein Kulturzentrum für erfolglose Künstler gebaut werden soll. In der Frage zum neuen Fussballstadion ist man plötzlich nur noch als Aarauer Leserbriefberechtigt und wehe dem, der sich da einmischt.

Die Meldung des Tages findet sich aber im Umfang von satten 5 Zeilen, kleingedruckt und versteckt auf Seite 245: Die Firma Canon löst BenQ als einer der Hauptsponsoren der Fussball-Europameisterschaften ab. DAS ist doch mal eine Meldung! BenQ war immerhin die Firma, die Ende 2006 tausende Mitarbeiter rausgeworfen und den deutschen Standort geschlossen hat. Wenige Wochen später unterzeichnete der Konzern mit der Uefa einen Sponsorvertrag über mehrere Millionen Euro, was zu massiven Protesten führte. Warum die Meldung so klitzeklein daher kam, kann viele Gründe haben. Will jemand einen Leserbrief schreiben? Mist, geht ja nicht, wir sind keine Deutschen, uns geht das nichts an.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Schnell, bevor er weg ist!


Gefunden wegen e13 bei das-bloggt.de: Der neue Kurzfilm von Pixar. Rechtfertigt einen Zweizeiler-Blogeintrag!

Einfach geil.

Die ultimative Fussball-Prognose

Aufgrund der Saisonvorschau monsieur fischers, wage ich mal eine Prognose für die heute beginnende Fussballsaison der Nationalliga A, oder Super League, wie sie seit vier Jahren heisst.

Dabei kann man den FC Aarau ganz unverschämt als kleinen Transfersieger bezeichnen. Basel hat zwar die Nationalspieler Streller und Huggel zurück geholt, doch blieb letzterer in der Bundesliga meistens auf der Ersatzbank. Da wiegen die Abgänge von Tobcscorer Pertic Talent Rakitic doch einiges schwerer. Auch der FCZ muss um seine sportliche Zukunft bangen, denn neben Trainer Favre gingen auch Dzemaili, Inler und Margairaz. Es bleibt halt dabei: Sobald einer Erfolg hat in der Schweiz, zieht es ihn ins Ausland. Kein Wunder, verdienen die am besten entlöhnten Spieler in der Schweiz vielleicht eine halbe Million. Alex Frei im Vergleich dazu bekommt das Siebenfache.

Zurück in die "Gurkenliga", wie sie einst Roger Hegi, damals noch als Manager beim FCB genannt hatte. Regelrechte Wundertüten sind - alle Jahre wieder - GC, YB, Sion, St. Gallen und Thun. Die typischen Mittelfeldmannschaften wählten ganz unterschiedliche Strategien um die Saison erfolgreich zu gestalten: Während man bei GC ud Sion insgesamt 28 Spieler entlassen und nur 18 verpflichtet hat, setzt man in St. Gallen auf Kontinuität. Thun hat vier von fünf Verstärkungen im Ausland geholt, YB bediente sich vorwiegend in den beiden obersten Schweizer Ligen. Bei ihnen allen lebt man von der Hoffnung, mit jungen Wilden aus den Nachwuchsmannschaften und Spielern aus der Cellenge League unerwartete Erfolge zu erzielen: 8 der 11 beförderten U21-Talente, spielen in diesen fünf Mannschaften. GC und Thun setzen daneben auch auf nahmhafte neue Trainer, Latour und Van Eck.

Bleiben noch Neuling Xamax und die Dauerabstiegskandidaten Aarau, Luzen. Besonders Letztere werden es schwer haben, sich in der höchsten Liga zu halten. Ihr einziger Trumpf ist Trainer Sforza, mit Chiumiento und Schwegler stossen nicht gerade die pflegeleichtesten Spieler zum FCL. Xamax hat 20 Transferbewegungen hinter sich, darunter Julio Hernen Rossi, der einst in Basel hinter Christian Gimenez hinter her humpelte. Aarau dagegen ist für mich eine Art Transfersieger. Sportchef Hächler verstand es, die vakanten Positionen gezielt neu zu besetzen. Er holte sich am meisten Spieler aus der ChL (5), darunter der Topscorer von Bellinzona Cristian Ianu. Dazu kommen Elmer, Mutsch und Nushi, die in für Heimat auch in der Nationalmannschaft spielen.

Eine Prognose über die ganze Saison ist natürlich blödsinn. Wahrscheinlich wird Aarau Meister, Thun und Luzern steigen ab. Deshalb hier die wahscheinlichen Resultate der ersten Runde in der Super League 2007/2008:

Mittwoch:
GC - St. Gallen 2:0
Samstag:
Luzern - Xamax 0:1
Thun - Sion 0:3
Sonnatg:
Aarau - YB 4:0
Basel - Zürich 3:1

Neues von den Grünen Männchen

In Zürich steht eine Brücke. Es ist nicht irgendeine Brücke, sondern die meistbefahrene innerstädische Nord-Südverbindung der Schweiz. Sie ist 35 Jahre alt und bricht langsam unter den 70'000 Fahrzeugen die täglich darüber donnern zusammen. Die Hardbrücke.
Bedenkt man, dass die städtischen Behörden gewiss bessere Ideen hätten, wofür man die 90 Millionen Franken für die Sanierung ausgeben könnte, verwundert es nicht, dass es im Zürcher Gemeinderat Leute gibt, welche die Sanierung partout verhindern wollen. Wer braucht schon so eine blöde Brücke.

Und wer könnte da wohl dahinter stecken? Genau. Grüne Männchen. Die sind zu einer richtigen Plage geworden. Und sie haben sogar Namen: Zum Beispiel Niklaus Scherr (Alternative), Bastien Girod (Grüne) oder Markus Zimmermann (SP). Auffallend dabei ist, dass die subversiven Elemente nicht nur gegen die Meinung des 120köpfigen Gemeinderates opponieren, sondern auch gegen ihre eigenen Parteien. Immerhingehören über 50% des Rates AL, Grüne und SP an, die den Kredit ursprünglich gutgeheissen hatten.
Da entdeckt der kritische Beobachter natürlich parallelen zum Aarauer Einwohnerrat, der fast zur Hälfte aus Linken besteht, einem grossen Bauvorhaben (Fussballstadiom) wohlegsinnt ist und sich jetzt von dilettantischen Querschlägern in ihrer Integrität in Zweifel gezogen sieht. Auch in Aarau scheren Grüne und Alternative aus dem Kollektiv aus und untergraben die Autorität ihrer eigenen Partei. Ziemlich unsolidarisch sowas.

Wollen in Aarau ein paar Künster ihre billigen Lagerhallen in einem abbruchreifen Industriegebiet retten, so stören sich die zürcher Initianten an der Verbreiterung der Brücke um 60 cm! Sie verhindern damit, dass in die Ritzen des Betons nicht noch mehr Wasser läuft und dieses die Abdichtungen so weit verbröseln lässt, bis die Brücke tatsächlich auseinander fällt
Besonders bedenklich ist, dass Randgruppen die Macht parlamentarischer Werkzeuge für Ihre persönlichen Bedürfnisse ausnützen, anstatt die Allgemeinheit und besonders den Willen ihrer Wähler zu respektieren. Und solange die Parteien ihre Schäfchen nicht unter Kontrolle haben, sind diese für mich unwählbar.

Ich hab sie 18 Jahre lang gewählt. Aber vorläufig gilt: Nie wieder SP, nie wieder Grüne.

Siehe auch: Grüne Männchen, Lügen die Grünen?

Dienstag, 17. Juli 2007

Lohnt sich downloaden noch?

Auf Datenträger fallen in der Schweiz neue Gebühren an, in Amerika werden Webradios abgezockt. Die aktuelle Urheberrechts-Orgie wirft die Frage auf, ob sich der Download von Musik überhaupt noch lohnt, oder ob man nicht doch besser die CD im Laden kaufen geht. Was kostet also eine MP3-Datei, wenn wir davon ausgehen, dass der frisch instalierterte Computer ausschliesslich zum Musik-Download genutzt wird. Er hat eine Standart-ADSL-Leitung, eine 80 Giga-Festplatte und die üblichen Brennwerkzeuge. Pro Monat werden 100 Lieder a 8 MB gesaugt, damit ist die Festplatte nach 8 Jahren und 10'000 Liedern voll. 10% aller Lieder gelangen auf den MP3-Player, etwa 5% werden auf CD gebrannt.

> 1. Gebühr: ADSL-Anschluss, Fr. 49,90/Monat, macht 49,9 Rappen pro Lied
> 2. Gebühr: Festplatte, 90 Franken, macht 0,009 Rappen pro Lied
> 3. Gebühr: MP3-Player, 10 Franken, macht 10 Rappen pro Lied
> 4. Gebühr: 30 CD-Rohlinge a 1 Franken, macht pro Lied 6,7 Rappen

Nicht miteingerechnet ist die Brennsoftware, der Stromverbrauch und allfällige Cover oder Booklets die gedruckt werden und natürlich die investierte Zeit. Nur schon so kostet mich jede MP3-Datei durchschnittlich rund 67 Rappen, plus geschätzte 20 Rappen für obenerwähnte Nebenkosten.
Im Vergleich dazu kostet die neue CD von Freundeskreis Fr. 23,90. Rechnen wir einen 5 Liber für Hülle und Booklet ab, macht das Fr. 1,11 pro Lied.

Es scheint, dass sich das Saugen noch immer knapp lohnt, zumal in der Schweiz der Download und der Besitz von MP3-Dateien legal ist - lediglich das Anbieten ist verboten. Aus der Sicht des Konsumenten sind die Vorteile des Saugens, die sofortige Verfügbarkeit und dass man nicht alle Lieder einer CD runteladen muss, wenn sie nicht gefallen. Der klare Nachteil: Es fehlen Booklets, Texte, Bilder.

Fazit: Wer auf den Schnickschnack um die Musik herum verzichten kann, saugt weiter. Es sei an dieser Stelle empfohlen, die benötigten Datenträgen noch vor dem 1. August zu besorgen, ab dann wird die neue Gebühr nähmlich fällig. Wem die CD in einer prachtvollen Hülle daher kommen muss (und darauf setzen immer mehr Künstler), kauft sich als Fan die CD und unterstützt damit wenigstens ein klein wenig den Künstler, was man beim Downloaden nur beschränkt tut.

Siehe auch: Downloadperversionen, Webradio-Streik in den USA

Montag, 16. Juli 2007

Luzern geht unter

Wissenschaftler sprechen von einem antizyklischen Zustand, Die Presse reiht ihn in die Achse des Bösen: Der Kanton Luzern hetzt von einer Katastrophe zur anderen. Nachdem unlängst die Masernepidemie den Kanton in die Knie zwang, stehen die Innerschweizer nun schon wieder unter Quarantäne: Der Feuerbrand - eine Krankheit die vorallem Kernobstbäume befällt - hat laut NZZ in Luzern schon einen Schaden von 8 Millionen Franken verursacht. Schon vor ein paar Jahren brach die Brückenkrankheit im Luzern aus. Prominentestes Opfer war damals die Kappelbrücke, allerdings hat man erst später gemerkt, dass es sich um einen 1-April-Scherz handelte und man die Brücke vergebens abgefackelt hatte.

Doch es wird bald noch schlimmer kommen! Es kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis am Vierwaldstädtersee der ersten Vogelfrippefall entdeckt wird. Weil die Vogelgrippemasken bereits bei der Masern-Epidemie verteilt wurden, verbreitet sich der H5N1-Virus aber kaum. Schlimmer ist da schon der Reaktorunfall, der aber von der Luzerner Kantonalregierung vertuscht wird, weil Luzern offiziell keine Atommacht ist und auch kein Urin anreichern darf, aber es in Form eines Sees trotzdem tut. Allerdings von irgendwo her muss der Name "Leuchten-Stadt" ja auch kommen.

Zuletzt wird auch noch der FC Luzern relegiert. Grund: haben beweisen können, dass der Vogel im Vereinswappen des FCL schädlich fürTierschützer mit Rastazöpfen herumtreibende Katzen und deren Filzläuse sind. In Stresssituationen stossen Filzläuse überdurchschnittlich viel CO² aus, was gegen das Kyoto-Protokoll verstösst. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat nun angeordnet, der FC Luzern müsse absteigen, oder die Katzen im Kantonsgebiet los werden. Hierfür haben die Luzernen nun Katzenstrecker angeheuert, womit endlich auch klar ist, warum man die beiden Namen immer wieder in Zusammenhang bringt. Gleichzeitig wird das Missverständnis ausgerämt, bei Luzerner handle es sich um intelligente Lebewesen. Tatsächlich beschrieb Fox Mulder schon 1999 in einer X-Aktie, bei den femdartigen Einzeller könnte es sich auch um Luzerner handeln.
Weil die Säuberungsaktion nicht gelingt, steigt der FC Luzern 2008 freiwillig ab, ein neues Stadion bekommen sie ja sowieso auch nicht. Das tut zwar Aarau auch nicht, aber die haben wenigstens eine taugliche Mannschaft beisammen.

Und zum Schluss noch mein Saisontipp: Meister: FC Aarau, Cupsieger: FC Aarau, Uefa-Cup: Basel und Xamax, direkter Absteiger: FC Luzern (Neubeginn in der 5. Liga)

Verhältnisblödsinn



Ibiza im Ölteppich, Japan rüttelt, in der Schweiz brennen Autos, Brazil ist Copa-Sieger, Irak mit Bombenstimmung, Pakistan auch, Italien ohne Wasser, Finnland ist Speerwurfnation, Frankreich eher Zielscheibe, Deutschland hat Ailton. Spanien endlich dopingfrei. Alle anderen auch.


Wo ist mein Ventilator.

Sonntag, 15. Juli 2007

Der gestürzte Tour de France


Die 8. Etappe des Tour de France fand heute mehrheitlich neben der Strasse statt. Nach rund vier Stunden Fahrzeit ging's los: Cristian Moreni (ita, 13'40" Rückstand in der Gesamtwertung) fand sich als erster am Boden wieder, schaffte aber nochmal den Anschluss. Michael Rogers (aus, + 4'03") knallte in die Leitplanke, wobei er sich an der Schulter verletzt hatte uns später aufgeben musste. Gleichzeitig flog David Arroyo (esp, + 4'44") ins Gebüsch. Jens Voigt (de, + 13'43") rast in eine Absperrung und Charles Wegelius (gbr, + 15'58") stürzt ebenfalls. Am schlimmsten erwischte es Stuard O'Grady (aus, + 36'10"). Der Mann aus dem CSC-Team musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht wurden. Fast wäre ihm ein Mannschaftskollege gefolgt: Inigo Cuesta (esp, + 21'32") wählte eine Abkürzung durch die Wiese.

Ausser Rogers sind das alles Helfer, denen langsam die Puste auszugehen scheint, wage ich zu behaupten. Ein gutes Zeichen, dass sie nicht gedopt waren? Oder muss mir der grosse Vorsprung des (Berg-)Etappensiegers Michael Rasmussen (+ 4'42") doch zu denken geben?

In diesem Sinne noch ein Spruch des ganz sicher nicht gedopten SF-Kommentators: "Gleich beginnt die Schlussabfahrt, hinauf nach Tingue"

Prost!

Tour de France, 8. Etappe: 1. Michael Rasmussen (dan) 2. Iban Mayo (esp, +2'47") 3. Alejandro Valverde (esp, +3'12")
Gesamt: 1. Michael Rasmussen, 2. Linus Gerdemann (+42"), 3. Iban Mayo (+ 2'39")
Nächste Etappe am Dienstag.



Benefizspiel für FCZ-Fan Roland Maag

Gestern Samstag fand im Zürcher Hardturm ein Fussballspiel der besonderen Art statt. Der FCZ spielte gegen Bayer 04 Leverkusen und gewann 1:0. Nicht dass mich plötzlich Testspiele anderer Mannschaften interessieren würden, doch diesmal ist das anders:
Der gesamte Erlös aus dem Spiel soll nähmlich Roli Maag zukommen. Der FCZ-Fan wurde im Mai 2006, beim Versuch einen Streit zwischen eigenen Fans zu schlichten, von einem 23jährigen niedergeschlagen und liegt seither mit schweren geistigen und körperlichen Behinderungen in der Reha-Klinik Bellikon. Inzwischen kann Roli wieder ein bisschen sprechen, erkennt die Spieler, die ihn besucht haben und auch die Ärzte und Eltern verlieren die Hoffnung nicht, der 30jährige könne sich weiter erholen. Glücklicherweise hört man immer wieder von Fortschritten des jungen Zürchers.
Leider kamen an das Benefizspiel nur 2'700 Zuschauer, was sicherlich an den Sommerferien und den hohen Temperaturen gelegen hat. Nicht zu verbergen bleibt aber, dass in Zürich nicht einfach nur eine heile Fussballwelt hat. Personelle Abgänge und die verhängten Bussen wegen Gewalt der FCZ-Fans sind Probleme, die noch einer Lösung bedürfen. Die Verantwortlichen Bayer Leverkusens sprangen denn auch für die ausgebliebenen Zuschauer ein und reagierten spontan: Sie verdoppeln den Reinerlös aus diesem Spiel und werden es ebenfalls Roland Maag spenden. Dazu kommt ein grosszügiger Beitrag vom FCZ Business Clubs.
Damit kann der Familie Maag sehr geholfen werden und es lässt jedem Fussballfan die Hoffnung, im "Spitzenfussball" gäbe es auch bald wieder andere Geschichten über Fans, als solche in denen Gewalt vorkommt. Sehr bemerkenswert finde ich jedenfalls die Aktion des FCZ, des Spieler und der Fans und natürlich auch von Leverkusen für Roland Maag. Ich wünsche mir für die in Kürze beginnende Saison mehr solche Aktionen, die den Fussball sympathisch machen, natürlich ohne dass man sich vorher auf die Mütze gibt.

Links zum Thema:
Video: 10vor10/ FCZ-Spieler besuchen Fan
Schweizeransichten: Gedanken zum FCZ
FCZ-Forum: Stimme zum 10vor10-Bericht vom 4. April 2007
FCZ-Forum: Benefiz-Spiel für Roli Maag
FCZ: Matchbericht

Samstag, 14. Juli 2007

Linus Gerdemann - Tränen der Freude

Linus Gerdemann gewinnt die 7. Etappe des Tour de France. Es wäre wirklich zu schön, wenn es dabei bleiben würde. Sein sein Alter (24), die Vergangenheit seines Teams (T-Mobile) und die Tatsache, dass der junge Mann erst seit ein paar Jahren Velofahren als Spitzensport betreibt und die Kommentatoren von einer Überraschung sprechen, lassen Skeptiker wie mich natürlich sofort denken: "Ui". Und: "kann das sein?"
Dann die rührenden Bilder beim Interview mit einem Mann, der eben seinen grössten Erfolg feiern durfte, der schluchtzend in die Kamera allen dankt, einschliesslich seiner Freundin - Nein im Ernst, mich freuen und rühren solche Geschichten jedes Mal. Es wäre dem jungen Mann wirklich zu gönnen, wenn er sein gelbes Tricot (und das weisse, wenn da nicht das gelbe wäre) ein Weilchen verteidigen könnte. Für die Sauberkeit des Tours könnte sprechen, dass im Vergleich zu Rundfahrten in vergangenen Jahren nun wirklich nicht jeder Helfeshelfer mit der Spitzengruppe auf dem Berg ankommt. Bei Übertragungsende auf SF2, zwanzig Minuten nach der Zildurchfahrt Gerdemanns, waren noch längst nicht alle Fahrer im Ziel. Und wir reden hier über eine eher leichte Etape, die wirklich grossen Hügel stehen noch an. Hoffnung, dass Rad 2.0 tatsächlich ohne Dope durchkommt hat auch, wer das zarte Alter des neuen Gesamtleaders in Betracht zieht, eine Art neue Generation. So gesehen würde ich dem einen oder anderen Fahrer sogar noch ein Extra-Traubenzucker entschuldigen, denn es macht wieder ein bisschen mehr Spass, Siegern zuzuhören, die sich auch über einen Sieg freuen. Und das hat Linus Gerdemann ganz sicher.

Tour de France, 7. Etappe Und gleichzeitig Gesamtklassement: 1. Gerdemann (de), 2. Landeluze (esp, + 1'24"), 3. De la Fuente (esp +2'24") - Ferner (Gesamt): 24. Martin Elmiger +4'19", 108. Cancellara +22'15"

Elefanten auf Einkaufsbummel

In Aarau stampfte am Samstag ein halbes Dutzend Elefanten durch die Innenstadt. Angetan von den vielen tollen Läden, machten sie ihre Besorgungen und zeigten auch noch ein paar Kunststückchen. Etwa eine Million Kinder freuten sich über die Elefanten und säumten den Weg vom Schachen bis in die Igelweid, wo die ansässige IG spontan zu einem kleines Apéro lud.
Die bösen Elefanten störten dabei eine friedliche Demonstration von ein paar Rastamähnen die für die Befreiung von Filzläusen kämpfen. Vielleicht lag es auch an den Zettel die sie verteilt hatten, die erstens nicht auf umweltverträglichem Papier gedruckt und zweitens gewisse Fragen offen liessen, die aber in der Menge etwas untergegangen sind.

Die Elefanten gehören übrigens zum Zirkus Knie, der an diesem Wochenende in Aarau Halt macht. Die Vorstellungen sind schon fast ausverkauft, doch geht die Tournee ja noch weiter. Ausserdem steht Aarau demnächst wieder im Zentrum des Interesses: Am 22. Juli startet die neue Fussballsaison mit dem Spiel FC Aarau - Young Boys und vom 24. bis 26. August wird das eidgenössische Schwing- und Älplerfest ausgetragen. Alles wirklich Wissenswerte steht dann natürlich in diesem Blog.

Gutenmorgenzitat



"Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangehalfe Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten."


Ambrose Bierce

Freitag, 13. Juli 2007

Wenn das Bundeshaus blogt



Vermutlich war ich der einzige, der den Link gedrückt hatte, oder es entsetzten sich derart viele Leute über die AdSense Werbung auf dem Blog vom Bundeshaus. Dort haben Besucher die Möglichkeit, sich in einem Kondolenzbuch eintragen zu lassen, um den Angehörigen der auf dem Jungfraujoch verstorbenen Rekruten zu kondolieren. Wer nun letzteren Link wählt und die Worte der Trauer liest, staunt nicht schlecht über den Link, den amazon in der linken Spalte zum Thema einblendet..
Ähnlich ergangen ist es der Seite von news.ch, die ebenfalls beweist, das contex-sensitive Werbung nicht immer passend ist. Siehe hier.

Sinnvolle Geschenke

"Es gibt sinnvollere Geschenke, als alkoholische Getränke" hiess, oder heisst ein Slogan, der immer wieder vor Weihnachten auftaucht. Da ich noch nie jemandem Alkohol verschenkt habe zu Weihnachten und Krawatten und Socken doch eher Out sind, verzweifle ich jedes Jahr von Neuem, weil die Läden schon am 24. Dezember um 16 Uhr zu machen. An Geburtstagen verhält es sich ähnlich.
Dem Gehetze ums passende Geschenk kann man jetzt Abhilfe schaffen und erst noch einem guten Zweck dienen: Hilf doch einfach einem albanischen Kind, das noch keine Schule hat in seinem Dorf, oder sei dabei, wenn ein Brunnen gebaut wird, für Menschen die Durst haben: Bei sinnvollegeschenke.org kann man Gutscheine für einen guten Zweck kaufen. Der Beschenkte wählt dann selber aus, wem er den Betrag in seinem Namen zukommen lassen will. Hierfür verschickt er ein vorfrankiertes Antwortcouvert und weiss, statt unnütze Socken im Wäscheschrank lagern zu müssen, eine gute Tat vollbracht zu haben. Mehr informationen gibt's in Steini's Garden um die Ecke.

Ich unterstütze die Aktion, eine neue Art von Geschenkidee, aus der die Initianten keinerlei Profit schlagen. Ebenfalls eine Erwähnung wert ist die Seite von Yoda. Der kleine Gnom aus dem Weltall verkauft Lose für einen guten Zweck. Bisher scheinen zwei Velos dorthin zu kommen, wo sie gebraucht werden. Tolle Seiten!

Downloadperversionen

Ab kommendem Sonntag werden in den USA die Sendegebühren für Internetradios um bis zu 1'200% angehoben. Dazu kommt eine Grundgebühr von 500 Dollar pro Sender und Jahr. In der Schweiz wird per 1. August auf Datenträger eine zusätzliche Urheberrechtsgebühr eingeführt. Ein mp3-Player wird rund 4 Franken, eine Festplatte 40 Franken teurer. Die Musikbranche macht einmal mehr geltend, ihr entgingen durch illegale Downloads und Mitschnitten in Internetradios Milliardenbaträge, ausserdem hätten ihre Künstler Anspruch auf diese Tantiemen (über fünfzig Prozent der Tantiemen kassieren alleridings die Produktionsfirmen).

Was die Industrie aber nicht bedenkt: Betroffen sind kleine Webradiostationen und Musikbands, die primär ihre Popularität steigern wollen und denen durch die neuen Gebühren, die inzwischen von den Behörden im Eiltempo genehmigt werden, das Aus droht. Musikdienste wie Yahoo und Pandora könnten sich die Gebühren zwar problemlos leisten. Viele der kleinen Stationen müssten ihren Laden aber dichtmachen - oder haben das schon getan, wie amerikanische Medien berichteten.

Die beiden beschriebenen Massnahmen bedeuten letztendlich nur, dass sich sowohl Musiker, als auch Konsumenten etwas einfallen lassen müssen - und werden - ihre Musik auf anderen Kanälen zu verbreiten, resp. zu besorgen. Ob damit "illegale Downloads" der grossen Labels nicht sogar gefördert werden, scheint man in Kauf zu nehmen. Das ist auch kein Problem: Wenn ich heute Shakiras neusten Brüller runterlade, bezahle ich schon mit meinem ADSL-Anschluss die erste Gebühr. Speichere ich die Datei auf einer Festplatte und dem mp3-player ab, kassiert die Musikbranche durch vorgezogene Urheberrechtsgebühren schon wieder ab. Dann brenne ich das Lied für ins Auto auf eine CD, auf die ich auch eigene Arbeiten hätte speichern können und aber trotzdem etwas an das Urheberrecht zahle. Und stecke ich die CD danach ins Autoradio und später zu Hause in die Stereoanlage, so werden das Geräte sein, die ebenfalls durch derartige Gebüren verteuert wurden. Letztlich hat mich der Download fast so viel gekostet, als hätte ich die Single im Laden gekauft. Ich hoffe nur, dass ich mit den Abfallgebühren nicht auch noch Urheberrechte mitfinanziere.

Es wundert also nicht, wird das Downloaden von der Musikbranche nicht mehr hartnäckig bekämpft. Solange sich die Welbevölkerung Musik, Filme, Bilder und sogar Bücher gratis beschafft, lässt sich jede Urheberschutzgebühr auf Datenträger durchsetzen. Die Musikriesen müssen keine CD's mehr produzieren und kassieren trotzden. Das Einsehen haben die unbekannten Bands, Programme die Randinteressen abdecken und schliesslich wir, die Konsumenten.

Musik-Download: Limewire

Donnerstag, 12. Juli 2007

Gutenachtzitat


"Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern."

Henry Ford


Der Tour de France braucht einen Dopingfall.

Zurück zum Sport. Schliesslich bin ich mehr ein Sport-Blog als ein Polit-Blog, obwohl ich Euch über derart wichtige Sachen wie das Torfeld Süd auch weiterhin berichten will... und da soll mir noch einer sagen, Sport und Politik gehört nicht zusammen.
Sport und Drogen gehören nicht zusammen, das schon eher. Aber auch hier nimmt man es nicht so genau, wie eben grad wieder aus Frankreich zu hören war. Dort bedauerte der Deutsche Veloverein jüngst, es sei gemein, dass nicht mehr Doping-Test durchegührt würden. Jaja, jetzt wo die Deutschen alle mit sauberen Klamotten angetreten sind und siehe da, Zabel schon drei Sprints hintereinander verloren hat. Ebenfalls ein scharfes Auge auf mögliche Dopingsünder hat das ZDF - wen wunderts, auch ein deutsches Reinheitszertifikat. Das Fernsehen stört sich daran, dass die so genannten Chaperons (Begleiter) nicht ständig dem auf Drogen zu kontrollierenden Fahrer hinterher rennen, wie dies ihre Pflicht wäre. Dabei frage ich mich, wie so ein Fahrer mogeln könnte. Vielleicht das Urin eines saubereren Kollegen schmuggeln? Nur wo? Im Mund? Naja.
Dem deutschen Eifer eilt nun auch Dick Pound, der Chef-Drogenfahnder zu Hilfe, der mit dem nackten Finger der Sauberkeit auf die "skandalösen Zustände" bei den Dopingkontrollen zeigt. Recht so. Es ist nicht anzunehmen, geschweige denn zu hoffen, dass die Velofahrer innerhalb weniger Wochen Dopingfei geworden ist. Bleibt nähmlich keiner hängen, ist das mindestens so auffällig, wie wenn einer den Tour ein paar Mal hintereinander gewinnt. Solche Auffälligkeiten kann sich der Radsport einfach nicht mehr leisten und es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis der Peleton ein Bauernopfer zu Tage fährt, ein kleiner Fisch vielleicht, der sowiso nicht mehr den Berg rauf gekommen wäre. Auch eine Art Mannschaftsdiener.

Tour de France, 5. Etape. Sprint: 1. Pozzato (ita), 2. Freire (esp), 3. Bennati (ita) - 5. Zabel, alle gleiche Zeit - Gesamt: 1. Cancellara (sui), 2. Klöden (de) +33", 3. Pozzato +35". - Guckst Du auch hier: Lance Armstrong gibt Doping zu

Spielsucht garantiert




Gefunden bei E 13, ein Klötzchenspiel zum verlieben und mit garantierter Suchtgefahr!
Aber Achtung! Klötzchenaugen bekommt, wer länger als eindreiviertel Stunden spielt - und glaubt mir, die gehen im Fluge vorbei!
Ziel ist es das Klötzchen ins Löchlein... ihr kennt das schon. 33 Levels, Geiler Sound, tolle Grafik!

Hier gehts zum Spiel: Bloxorz

Mittwoch, 11. Juli 2007

Zitat zur Stunde


"Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst."


Konrad Adenauer

Lügen die Grünen?

Einer Meldung von Radio Argovia zu Folge, scheint das Referendum gegen den Projektierungskredit für ein neues Fussballstadion in Aarau zustande zu kommen. Ein Komitee bestehend aus Grünen und Jetzt! konnte sich nicht damit abfinden im Parlament unterlegen zu sein und ging, sogar gegen den Willen ihrer eigenen Partei, in Aarau auf Unterschriftenjagd.

Der Erfolg verwundert nicht. Die Sammler der Unterschriften haben beim Werben nähmlich einfach ein bisschen gelogen übertrieben

Wie map (richtiger Name dem Red. bekannt) im FCA-Forum schrieb, hätte einer der Sammler behauptet, er sei politisch neutral. GELOGEN! ÜBERTRIEBEN! - Der Mann stand einst auf der Liste der Grünen. Das Kantonsspital hätte auch seine Bedenken geäussert, wegen dem Westwind gäbe es zu viel Lärm, behuptete der Mann. GELOGEN! DENKFEHLER! - Das Stadion kommt östlich vom Spital zu liegen!

Ich will mir gar nicht vorstellen, was für Mist Ungenauigkeiten sonst noch erzählt wurde, um der vorbeieilenden Kundschaft eine Unterschrift abzuverlangen. Für mich ist jedenfalls klar:

Ich wähle NIE WIEDER Grüne, NIE WIEDER Jetzt! NIE WIEDER sp! Und damit wir uns immer daran erinnern, hier die bekannten Namen des Referendumskomitees:

Markus Hutmacher, (Grüne, Hutmacher Kissling Architekten, Buchs)
Tony Baranzini, (Grüne, inh. Drogerie Suter, Aarau)
Peter Kuntner (Theatermann)
Franz Lieberherr (Grüne, Tango-Schule Aarau)
Sadhyo Niederberger (Künstlerin, "Kollaboration Torfeld Süd", siehe auch hier)
Susanna Perin (Künstlerin "Kollaboration Torfeld Süd", siehe auch hier)
Sabine Trüb (Architektin und Künstlerin im Gönhardquartier, siehe auch hier und hier)

Unvergessen bleiben auch die Gründungsmitglieder des Vereins, der 2005 schon gegen den Mittellandpark waren, siehe auch hier:

Christine Schnapp, Nicht gewähnte Grossratskandidatin, Grüne
Mariette Patry, Nicht gewähnte Grossratskansidatin, Grüne
Tony Baranzini, Grüne Aarau
Verena Chase, Grüne Aarau
Verena Oehler-Wehrli, "Altstadtbewohnerin"
Peter Jean-Richard, Grossrat SP
Markus Mäder, Einwohnerrat EVP
Renato Mazzocco, Einwohnerrat SP
Stephan Müller, Nicht gewählter Ständeratskansidat Die Alternative!/
JETZT!
Erich Niklaus, Architekt

Fällt nur mir auf, dass ich ständig "Architekt" und "Künstler" lese? Werden da eigene Interessen mit "Sorgen um die Zukunft der Stadt" kaschiert? Noch mehr Lügner? Ich wähle nie wieder Links, soviel ist klar.

Siehe auch: Grüne Männchen


Spielchen mit Google

Es ist unglaublich, wie mit Weltfirmen heutzutage umgegangen wird. Google zum Beispiel. Immerhin handelt es sich bei Google nicht um eine böse Gesellschaft, der man Habgier oder Totalkontrolle-Über-Alles vorwerfen könnte. Im Gegenteil. Ohne Google wären wir alle am Allerwertesten und würden uns gar nicht mehr zurechtfinden auf dieser Welt.
Um so gemeiner ist es, Google zum Beispiel den Schriftzug zu klauen, wie das am vergangenen Montag in St. Monica,CA USA passierte. An der eben zu Ende gegangenen Suchmaschinen Konferenz in München, hat sich sogar ein Witzbold ins OK geschlichen und am Schrigtzug herumgebastelt. Wirklich nicht nett. Bedenklich war, so Hans Laudacher, OK-Präsident der Konferenz, dass niemand was bemerkt habe, bis die Putzfrau beauftragt wurde, alle Google-Schriftzüge wegzuräumen und "Gogole" hängen blieb. Die Jagd nach dem Übeltäter sei aber gestartet, so Laudacher. Wie ich inzwischen aber herausfand, hat die Suche bei Altavista und Yahoo noch keine Treffer ergeben.

China hasst mich

Mist, was habe ich da nur wieder angestellt? Die Chinesen mögen mich nicht mehr! Habe ich je einen beleidigt? Irgendwo mal etwas Verwerfliches über die Schlitzaugen geschrieben? Ich? NIE!
Und was tun die gelben Gauner da drüben? Sie überwachen mich Monate lang und beschliessen in ihrem grossen Rat, dass sie mein Blog einfach so GRUNDLOS sperren. Damit sinkt meine weltweite Erreichbarkeit natürlich deutlich - und wenn nicht für die Chinesen, für wen mache ich denn das hier überhaupt?
Also lieber Hu Jintao darf ich bitte bitte wieder bei euch rein?
Übrigens, wer seinen Blog auch testen will: greatfirewallofchina gibt Auskunft.

Dienstag, 10. Juli 2007

Star Blazers

1980 sendete das Tessiner Fernsehen eine japanische Zeichentrickserie, die es mir angetan hat und bei genauerer Betrachtung bis heute konrurrenzlos geblieben ist: Star Blazers.
Dazu muss man wissen, dass wir als Kinder nur 4 Sender schauen konnten. Die Antennen im Dachstock gaben nicht mehr als die drei nationalen Senderketten her, plus die ARD. Bei schlechtem Wetter rauschten die beiden fremdsprachigen Kanäle und lag Schnee auf dem Dach, reichte es nur noch für Heidi Kabel oder den Teleboy.
Am Samstagabend war es dann soweit. Zuerst kam noch Scacciapensieri. Ich setze mich vor die Kiste, mit meinem Kassettenrekorder bewaffnet, den ich neben den Lautsprecher des Fernsehers positionierte und wehe dem, der mir in den Film quatschen sollte. Eine 90er-Kassette reichte auf beiden Seiten für je zwei Sendungen der 26-teiligen Serie, deren Dialoge ich im Verlaufe der Zeit auswendig konnte. Die "Guerrieri delle Stelle" (Sternenkämpfer) mussten die Erde vor em bösen Gamilonesen Deslok retten, indem sie innerhalb eines Jahres den "Cosmo DNA" auf dem Planeten Iscandar beschafften. In der zweiten (und letzten in der Schweiz gesendeten) Staffel war es ein imperiales Kometen-Volk, das die Erde erobern wollte.

Danach setzte ich mich in die Küche und machte mir eine heisse Alima, dünkelte Brotmocken rein und zwar in meinem gelben Kacheli. Am Küchentisch sitzend - er war rot, ich hab ihn noch ganz genau vor Augen - knatterten hinter mir die Kasettli im Gerät und ich lauschte meinen Helden Derek Wildstar, Marc Venture, Nova, Sandor, IQ9 und natürlich Capitano Avatar, wie sie die Erde retteten.

Star Blazers entstand in den 70er Jahren in Japan, doch bald schon wollte man die Serie absetzen, weil die Quoten sanken. Wäre da nicht der Weltraumknaller "Star Wars" gwesen, der mit dem gleichen Genere die Kinos füllte. Die USA kauften die japanische Serie ein, veramerikanisierten und zensurierten sie und danach erlebte die Serie sowohl in Amerika, als auch in Japan einen bis dahin ungekannten Boom und es folgten neue Staffeln, die lange Zeit als der Renner in der Comic-Branche galten. Es war der erste Anime, der in den USA gesendet wurde und später auch weltweit Beachtung fand, denn er setzte punkto Qualität neue Massstäbe. Heute sind wir uns mit den Filmen von PIXAR natürlich anderes gewohnt, doch erfreut sich Star Blazers noch immer grosser Beliebtheit, nicht nur unter nostalgischen Säcken in meinem Alter. In Japan erschienen nach den Erfolgen von "The Quest for Iscandar" und "The Comet Empire " mehrere Kinofilme und das 100köpfige Orchester welches die Backgroundmusic spielte - damals ein Novum in der Film-Branche - geht bis heute noch auf Tournee. Es entstanden auch Fan-Seiten im Internet, auch in italienischer Sprache. Ob es das Ganze in Deutsch gibt, hat mich nicht so interessiert. Auch nicht die von den Amis rausgeschnittenen Szenen. Die Serie weckte damals, in der Zeit des kalten Krieges Gefühle, die auf eine bessere Welt hoffen liessen. Und wenn es die"Guerrieri delle Stelle", die unsere Welt vom Bösen befreien tatsächlich gäbe, sie hätten noch einen Haufen Arbeit.

"Uchû senkan Yamato" - so der Originaltitel - bleibt Kult: Ich wähne die komplette DVD-Sammlung in meinem Besitze, natürlich in italienischer Sprache, einschliesslich der Kinofilme, die allerdings auf japanisch. Diese gibt es inzwischen natürlich auch auf Youtube, wer mal rein schauen will, sehe sich die letzten beiden Episode der zweiten Staffel an: 25/1, 25/2, 26/1, 26/2. Noch stolzer bin ich auf die vier in Japan besorgten CD's mit der Filmmusik darauf. Hammergeiler Sound! Als ich diese vor ein paar Jahren gefunden hatte, war ich zu Tränen gerührt und man erwischt mich heute noch, wie ich Brotstücke in ein Kacheli Alima tauche und die DVD's nicht schaue, sondern nur höre...

Cancellara!

Was macht ein Fahrer, der den Prolog vom Tour de France gewonnen hat, in der zweiten Etape gestürzt ist und heute sozusagen im Gips antreten musste? Genau. Er gewinnt die Etape einfach. Und wie! Nach zwei Ausreissversuchen unbekannter und vermutlich auch ungedopter Velofahrer, versammelte sich der ganze Peleton vor der Zillinie, mitten drin der Schweizer Fabian Cancellara. Die Sprinter bringen sich in Position, der Berner hält sich auf der rechten Seite die Sturzgefahr vom Leib, als die letzten Ausreisser doch noch in Sichtweite kommen, wusste Cancellara "nicht was er machen solle", wie er nachher sagte, startete eine "Offensiv-Verteidigung" (Originalkommentar ZDF) und flog "wie Ikarus" (Kommentar SF2) allen anderen davon.
Man kann vom Vergleich mit Ikarus ja halten was man will. Und man kann hinter jedem Energieanfall entweder die Axpo oder einen Arzt vermuten, doch wenn das alles ohne Chemie vonstatten ging: Geile Leistung Fabian! So würde einem das Velofahren direkt wieder Spass machen.

TdF. 3. Etape: 1. Cancellara, 2. Zabel, 3. Napolitano (alle gleiche Zeit)
Gesamt: 1. Cancellara, 2. Klöden (+33"), Millard (+41")
Siehe auch: Le Tour from London

Dringender Aufruf

Hier noch ein dringender Aufruf der Kantonspolizei Aargau. In Suhr haben Passanten einen verwahrlosten Goldfisch aufgegriffen, der im dichten Gras zappelte und deutlich unterernährt war. Es konnten lebensrettende Massnahmen ergriffen werden und inzwischen bekam das Tier Unterschlupf bei Familie K. in Suhr. Wie dieses Post-It-Zettelchen beweist, lässt die Familie nichts unversucht, den rechtmässigen Besitzer des Fisches zu finden. Die Polizei geht davon aus, dass sich Nemo beim Spielen verirrt hat. Wer Angaben über den Verbleib seiner Eltern machen kann, melde sich bitte hier im Blog, oder bei der nächsten Polizeidienststelle. Für sachdienliche Hinweise ist eine Belohnung ausgesetzt.

Fernsehen nach Mitternacht


Fernsehen nach Mitternacht - Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker. Wir sind uns vom TV ja schon einiges gewöhnt, besonders was die ständige Unterbrechung der Werbung mit diesen blöden Serien angeht. Ein wahrer Segen sind da diese Dauer-Rätsel-Sendung, mit der sich 9live eine goldige Nase verdient hat und inzwischen von allen anderen Sendern der Nachts kopiert wird. Und wie! Da lachen je nach Sender und vorgerückter Stunde leichbekleidete Damen durch die Röhre und stellen uns mit kniffligen Rätseln auf die Probe. Nähmlich die Probe, ob wir dem Griff zum Telefonhörer widerstehen können.

Natürlich lässt sich für die anspruchsvolle Präsentation dieser Rätsel nur schwer, geeignetes Personal finden. Mindestens einen tollen Haarschnitt, besser noch Riesentitten scheinen Anrufer eher zu motivieren, ihrer Pflicht nachzukommen. Bis drei Franken pro Anruf blättern die schliesslich hin um elf Feldpakete oder vier Törchen an der Wand zu kriegen.

Nun lässt sich kommerzell taugliches Outfit nicht ohne weiteres mit einem Minimum an Intelligenz vereinen. Oder wenigstens mit einer nicht sooo aufdringlichen Stimme. Oder wenigstens mit ein bisschen weniger Gefuchtel mit den Händen. Oder wenigstens ohne dieses elende Geschrei immer, das sei jetzt aber die letzte Chance. -Höhö, wer's glaubt.

Zurück zur Intelligenz, denn trotz aller Kritik muss ich eingestehen, Gefuchtel lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf den IQ zu. Also zappen wir durch und widmen wir uns Pro Sieben.

Ich setze mich hin. Nein, ich lege mich hin. Ich bin nicht müde, nein. Vielmehr ist mir schwindlig. Nein, schlecht. Vielleicht sollte ich mal aufs Klo.

Da scheinen sich doch tatsächlich Outfit, Gefuchtel, aufdringliches Geschrei und fehlende Intelligenz in meinem Bildschirm verzweifelt zu vereinen. In harmonischem Abgleich von Bild und und Dummheit schlägt das Girlie punkto Niveau alles bisher dagewesene. Sie hat zwar kein Rätsel zum lösen (sie wollte zwar, war dann aber nicht in der Lage sich die Lösung zu merken), vielmehr erzählt sie uns von hübschen Männern und hübschen Damen die alle garantiert noch Singles sind... das heisst nein, das ist auch ziemlich übertrieben. Sie stottert viel mehr und wenn sie mal nicht einen falschen Namen vorliest, korrigiert sie sich mehrfach im Alter und verdreht schon mal die anspruchsvolle Zahlenkombination 70500, die Telefonnummer, wohin man die drei Franken Gebühren schicken soll. Äh nein, anrufen muss. Äh nein ein SMS schicken muss.

Ich will mich nicht über bemitleidenswerte Menschen lustig machen. Die Dame hat einen Job wofür sie die Voraussetzung "geilsein" mitbringen musste und da hat sie schon mal mehr als viele andere. Aber es ist eine bodenlose Frechheit, dass Pro7 mir eine solche Tusse ins Wohnzimmer stellt und sei es nur beim Vorbeizappen. Jetzt ist mir schlecht. Und weil mir monsieur fischer auch noch verraten hat, dass Pro7 in der Schweiz Verbraucherinformation aus dem Teleshopping-Studio an Stelle der Simpsons sendet, verlasse ich das Klo eine Woche lang nicht mehr. Und ab sofot verlange ich, dass ich beim Zappen fünf Sender vor Pro7 (also bei Sendeplatz 17, weil Pro7 habe ich auf der 21) eine Warnung eingeblendet wird: "Achtung Sie verlassen jetzt die zivilisierte Fernsehzone"

Zivilisierte Sendungen gibt es übrigens sogar in der Nacht. Zum Beispiel am Dienstag, 01:25 Uhr, sf2: MONK. 02:00 Uhr, ZDF: "neues" - Social Communities im Internet. Im Zweifelsfall fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.

Montag, 9. Juli 2007

Grausame Epidemie in der Schweiz!

An anderen Orten dieser Welt sterben Menschen zu zigtausenden wegen Hungers, oder von mir aus weil sie chinesische Mädchen sind. In priviligierteren Ländern ist wenigstens die Fifa schuld, weil die 50 WM-Bälle im Rahmen der Sport-Verbindet-Menschen-Offensive nicht ganz bis in die Türkei gereicht haben, die Kinder da mit Hühnerköpfen Fussball spielen müssen und jetzt an Vogelgrippe sterben. Oder wegen Radioaktivität, obwohl: wohnt da überhaupt noch einer in Tschernobyl?
Aber das ist alles NICHTS im Vergleich zum harten Schicksal, welches die Schweiz dieser Tage ereilt hat. In einer Berner Amtsstube war die Stimmung denn auch merklich gedrückt, als der zuständige Statistikbeamte dem zuständigen Pressebeamten meldete, wie schlecht es um die Schweiz steht und es sei mindestens eine Offensive im Rahmen der Beschaffung von Tamiflu vonnöten, will man diesen drittweltähnlichen Zustand aus der Schweiz schaffen.

Der Grund dieser Krise: Der obenerwähne Zuständige musste 414 Meldungen über Masernfälle entgegen nehmen. Er liess nicht ab davon, gleich nach dem Namen der Krankheit, sogleich das Wort Epidemie anzufügen. Verständlich, denn eine solch Menschenausrottende Verseuchung musste unser minderbemitteltes Land wahrlich noch nie durchstehen. Und
bei den beiden letzten vergleichbaren Seuchen in der Schweiz, 2003 und 1997, waren genau 0 (Null) Menschen daran gestoren.

Da muss man schon aufpassen.

Die Behörden ruhen seither keine Sekunde mehr, diesem grausamen Schicksalsschlag Herr zu werden. Die Achse der bösen Viren (sind doch Viren, oder?) wurde denn auch schnell gefunden: Aus dem Kanton Luzern wurden nähmlich fast 60% der Fälle gemeldet, weshalb die sofortige Ausräucherung des gesamten Gebietes beschlossen wurde. Der restlichen Bevölkerung wurden inzwischen die Vogelgrippe-Masken verteilt. Nicht dass diese gegen die Masern schüzen würden und schon gar nicht gegen Vogelgrippe. Aber herrjesses! Wisst ihr eigentlich wie das stinkt, wenn man Katzenstrecker ausräuchert?

Die Bevölkerung besonders in Luzern wird deshalb gebeten alle Türen und Fenster zu schliessen (als ob einer bei der Saukälte noch ein Loch offen hätte) und das Haus NIE WIEDER zu verlassen.

Originalmeldung: NZZ

Ein Igel auf dem Sitzplatz

Ich hab jetzt auch ein Haustier. Das heisst, der Kleine kommt schon länger auf Besuch, meistens des Nachts und stolpert dann über das Trott vom Kleinen oder... was macht eigentlich dieser Teller auf dem Sitzplatz? Die Dinger sind ja schon putzig, wie ich finde und tauchen auch andererorts auf. Und im Vergleich zu Mardern, Katzen, Füchsen und Rehen sind Igel für Gebührensäcke völlig harmlos. Ich suche noch einen netten Namen für meinen Hausigel, ich bin sicher, der kommt wieder.





Klick = grosse Bilder :-)

Zitat zum Alltagsstress


"Kein Mensch ist so beschäftigt, daß er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist."

Robert Lembke ( *17. September 1913 ; † 15. Januar 1989)

Sonntag, 8. Juli 2007

Die sieben Weltwunder

Es ist schon ein Weilchen her, dass uns immer wieder von den gleichen sieben Weltwunder berichtet wird, obwohl man gar nicht so recht weiss, ob das wirklich Wunder sind, oder ob da nicht doch einfach eine Schaufel am Werk gewesen ist, beim Grand Canyon beispielsweise.

In einem von einer Schweizer Organisation durchgeführten Abstimmung, wurden unter 200 Bewerbungen die neuen Wunder dieser Welt bestimmt. 100 Millionen Stimmen seien eingegangen, berichtet der Organisator. Zu den «neuen Weltwundern» zählen weiter die Erlöser-Statue in Rio de Janeiro, die Ruinenstätte Chichen Itza auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan, das Kolosseum in Rom und der Taj-Mahal-Tempel in Indien. Die meisten dieser Stätten führten die Abstimmungsliste schon seit Monaten an, lediglich die Christus-Statue von Rio holte erst kürzlich auf und ein Überraschungskandidat aus der Schweiz kam auch noch hinzu. Hier mal ein paar Wunder kurz vorgestellt:


Die Pyramide von Chichén Itzá (vor 800 n. Chr.) Yucatán-Halbinsel, Mexiko - Die Pyramide von Chichén Itzá (vor 800 n. Chr.) auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán gilt als bedeutendste historische Tempelstadt der Maya-Zivilisation, die als politisches und wirtschaftliches Zentrum diente. Ihre unterschiedlichen Bauwerke, die Kukulcán-Pyramide, der Chac Mol-Tempel, die Halle der Tausend Säulen und der Ballspielplatz, kann man noch heute besichtigen. Sie sind beispielhaft für die damalige architektonische Meisterleistung. Die Pyramide selbst wurde als letztes gebaut und ist der bedeutendste aller Maya-Tempel.



FC Aarau (1902), Aarau, Schweiz - Seit 1981 gehört der Fussballclub Aarau ununterbrochen der höchsten Schweizer Fussballliga an. Nachdem er schon in den frühen 1990er-Jahren als "FC Wunder" bezeichnet wurde, beanspruchte der Provinzverein in jüngster Zeit das Wort "unabsteigbar". Es ist dies das einzige Wunder, das von der UNESCO offiziell mitgetragen wird, das Stadion Brügglifeld soll ins Biosphärenreservat-Programm aufgenommen werden, wie auch die ganze Gemeinde Suhr, wo jetzt alle ins Torfeld Süd zwangsumgesiedelt werden



Christus-Statue (1931) Rio de Janeiro, Brasilien - Die 38-Meter-hohe Christus-Statue wurde auf dem Corcovado-Berg errichtet mit Blick auf Rio de Janeiro. Gestaltet von dem Brasilianer Heitor da Silva Costa and erbaut durch den französischen Bildhauer Paul Landowski, zählt die Statue zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Der Bau der Statue dauerte fünf Jahre. Sie wurde am 12. Oktober 1931 eingeweiht. Die Statue ist Symbol der Stadt und steht gleichzeitig für die Herzlichkeit der Brasilianer, welche die Gäste mit offenen Armen in Empfang nehmen.



Die Chinesische Mauer (220 v. Chr. und 1368 - 1644 n. Chr.) China - Die Chinesische Mauer diente als zusammenhängende Grenzbefestigung. Sie verband verschiedene bereits bestehende Festungsanlagen miteinander, um China vor den einfallenden Mongolen-Stämmen zu schützen. Sie gilt als größtes Bauwerk, das jemals von Menschen Hand geschaffen wurde und dass es das einzige Monument ist, das auch noch vom Weltall zu sehen ist, ist umstritten. Tausende von Menschen liessen ihr Leben bei der Konstruktion dieses monumentalen Bauwerks.



Machu Picchu (1460-1470) Machu Picchu, Peru - Im 15. Jahrhundert erbaute der Inka-Herrscher Pachacutec eine Stadt in den Wolken auf dem Berg Machu Picchu ("alter Gipfel"). Diese außergewöhnliche Siedlung liegt auf halbem Wege zu dem Anden-Plateau, mitten im Amazonas-Urwald und oberhalb des Urubamba Flusses. Die Inka verließen die Stadt bei Ausbruch der Pocken-Krankheit, und nachdem die Spanier das Inka-Reich erobert hatten, geriet die Stadt über drei Jahrhunderte lang in Vergessenheit. Erst Hiram Bingham entdeckte sie 1911 wieder.



Petra (9 v. Chr. - 40 n. Chr.) Petra, Jordanien - Am Rande der arabischen Wüste, war Petra die prächtige Hauptstadt des Nabatäerreiches von König Aretas IV (9 v. Chr. bis 40 n. Chr.). Die Nabatäer waren Meister der Wassertechnik und statteten ihre Stadt mit großen Kanaltunneln und Wasserkammern aus. Ein dem griechisch-romanischen Prototyp nachempfundenes Theater bot Platz für 4.000 Zuschauer. Heute sind die Grabtempel von Petra mit der 42-Meter-hohen hellenistischen Tempelfassade des Ed-Deir Felsengrabes, ein eindrucksvolles Beispiel des Kulturerbes des Nahen Ostens.



Der Taj Mahal (1630 n. Chr.) Agra, Indien - Dieses gewaltige Mausoleum ließ der fünfte islamische Großmogul Shah Jahan zum Gedenken an seine geliebte Hauptfrau errichten. Ganz in weißem Marmor gehalten, gilt der Taj Mahal als Perle der islamischen Kunst Indiens. Der Herrscher wurde später gefangen genommen und konnte –der Sage nach- aus dem schmalen Fenster seiner Gefangenenzelle nur auf den Taj Mahal blicken.


Und vor dem Zubettgehen noch das Zitat des Tages, diesmal zum Thema "Grüne":

"Öffentliche Meinung ist etwas, worauf sich hauptsächlich Politiker berufen, die keine eigene Meinung haben."
Amintore Fanfani

Idioten, 2. Teil

Hier die Fortsetzung meiner Doktorarbeit "Idioten" - 1. Teil hier.

Anatomie und Krankheitsbild

Äusserlich sind Idioten kaum vom normalen Menschen zu unterscheiden. Allerdings outen sich immer mehr Idioten, indem sie sich ein Leibchen von Bayern München überziehen. Oder vom FC Zürich. Oder Unterägeri-Hochyybrig-Lätten. Was den einen wichtig ist darzustellen, versuchen andere zu kaschieren. Im schweizerischen Bern (vergleichbar mit dem deutschen Berlin) zum Beispiel wird immer wieder eine Hunderstschaft von Idioten gesichtet, die sich inkognito in einem Bundeshaus verstecken wollten. Einige Artgenossen lassen auch nur vermuten, sie seien Idioten. Bei ihnen ist nicht sicher, ob sie ihre Dummheit zur Schau stellen wollen, oder ob sie sogar zu dämlich sind, einfach mal die Fresse zu halten. Ich denke da an Herrn Stoiber aus Bayern, oder der etwas übergeordnetere Herr Bush in Amerika. Wie bereits erwähnt, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Menschen mit eingeschränkter Hirntätigkeit Idiotismus diagnostiziert. Heute hat sich der Begriff aus dem medizinischen Bereich verflüchtigt, mitunter, weil an dem Wort etwas Herablassendes haftet, wird behauptet. Neben den gängigen Bezeichnungen wie „Schmalbirne“, „Pampel“, „Kindskopf“ oder der weiblichen Form „Dummchen“, gelten heute auch Nomen wie „Bayern“ und „Politiker“ als erlaubte Synonyme..


Heilung vom Blödsein


Ungewiss ist allerdings noch, ob seit der Einnormalung des Idioten der durchschnittliche IQ im Allgemeinen gestiegen ist, oder man die Toleranzgrenze im eigenen Umfeld deutlich unter die Marke von 30 gesetzt haben. Der medizinische Ursprung ist aber auch heute noch ein Rätsel und wirft nicht nur gesundheitspolitische, sondern auch sozialökologische Fragen auf: Soll Idioten das Wahlrecht entzogen werden? Wäre es schlimm, wenn die Macht dadurch ein paar wenigen Leuten zuteil käme (also zum Beispiel Ihnen als Leser, weil ihr Bürokollege ist ja der Idiot)? Dazu weiss Dr. Karl Jod, von der Universitätsklinik München Ost, Abteilung Idiotologie und Verfasser vom Schlussbericht über die demografische Entwicklung pseudointelligenter Idiotismen in industrialisierten Ländern im Vergleich zu den Vorteilen einer demokratischen Diktatur: „Wir müssen mit dem heutigen Etat an Dumpfbacken leben. 98,8 % der heutigen Frauen verfügen nicht über eine Kindergärtnerinnenausbildung und trotzdem dürfen sie die Bälger lizenzlos auf die Welt stellen. Diese Reproduktion von Narren und Gehirnamputierten muss verhindert werden“ Auf die Frage, wie das gehen soll, weicht Karl Jod aus. Nicht die Gesundheit der Menschen sei Aufgabe der Medizin, sondern die Äufnung eines Bonusplans für leitende Ärzte und scheffelnde Pensionskassenbetreiber.

Hoffnung keimt bei der Gründung eines hierfür, aus namhaften Politiker zusammengesetztes Gremium auf: Die Organisation, die sich an zahlreiche, von Ruhm und Erfolg gekrönten Projekten der UNO lehnt, will solidarischen oder alternativen Idiotenformen eine Chance geben und mit Investitionen in soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel beim Bau von Ausschaffungsgefängnissen , seine Hilfe anbieten. Zudem unterstützt werden Wiederaufbauprojekte im Balkangebiet oder im Nahen Osten mit der Übersendung von 10'000 – 20'000 Idioten pro Jahr. Oder noch besser, pro Woche. Darüber hinaus werden auch Analphabetenkurse angeboten, allerdings klagt die Stadt Wien heute schon über das Fehlen von rund 100'000 Krippenplätzen, ausserdem sei die Kommunikation mit den Interessenten eher schwierig.

Verwandtschaft zum normalen Menschen

Keine.

Fazit

Trotz den medizinischen Fortschritten im Bereich der Genmanipulation und der Früherkennung von Idiotie und Eindämmung mittels sofortiger und mehrfacher Sterilisation, trotz der üppig vorhandenen finanziellen Mittel zur Bekämpfung und Eliminierung der sich epidemisch ausbreitenden Krankheit, wird in absehbarer Zeit kaum eine Besserung erkennbar sein. Im Gegenteil: Selbst bei sofortiger Welt-ent-idiotisierung, bleibt das am längsten geplagte, das gemeine Volk.

1. Also du und ich.
2. Noch so eine idiotische Aufzählung
3. aber sonst siehts nicht so gut aus.
1. wie wärs mal mit einem Unterpunkt?

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit ihnen zusammen zu leben: Ohrenstöpsel kaufen, die Zeitung dem Nachbarn aus dem Milchkasten klauen und rechts am Typen vor der grünen Ampel vorbeidonnern. Notfalls sprechen wir sie an. Oder grabschen dem Kebabfresser im Tram gleich zwischen die Beine. Frass ist Frass.

Samstag, 7. Juli 2007

Es ist wie früher...


Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Kennt jemand noch den Soundmedia-Katalog, den wir früher sehnlichst im Briefkasten erwartet hatten um die neusten Erscheinungen nicht zu verpassen? Das hat sich im Internet-Zeitalter freilich geändert. Was für Suchende eine Suchmaschine ist, ist für Musikfans soundmedia.ch. Neben dem immernoch erscheinenden Katalog bietet der Netzauftritt eine breite Auswahl an Büchern, Musik und Filmen. Schnelle Lieferzeiten und gute Konditionen sprechen für den Schweizer Anbieter, der seine Kunden in drei Landessprachen bedient und für seine Lieferungen keine Portokosten verrechnet. 2 Mio. Titel können darüber hinaus herunter geladen werden.

Der erste Eindruck den ich von der Seite hatte war: "huch, ist die überladen". 35 Bilder werben mir entgegen, einige davon blinken und im rechten oberen Rand zappelt nervös eine virtuelle Papierecke. Das Suchfeld ist prominent platziert und die Resultatanzeige - ich suche nach "Lucio Dalla" erfolgt in wenigen Sekunden. Zuerst werden DVD's aufgelistet, danach die Musikplatten. Interessant bei der Suche ist, dass soundmedia nicht nur nach Interpreten und Titel sucht, im Falle von Lucio Dalla erschienen auch die drei Bud Spencer und Terence Hill-Filme in denen Dallla in kleinen Rollen zu sehen war. Auch die Suche nach weiteren Titel verlief schnell und reibungslos.
Für Vielbesteller lohnt sich der Dienst übrigens ganz besonders: Schon ab 50 Franken erhält man einen Bonus, der sich je nach Betrag zwischen 3 und 4% bewegt. Warum aber nicht ein genereller Bonus in der gleichen Höhe abstelle einer komplizierten Bonusabstufung praktiziert wird, ist mir ein Rätsel. Lukrativer scheinen mir da schon eher das Countdownsystem, in dem in regelmässigen Abständen Artikel mit einem Mehrwert zu einem Top-Preis verkauft werden, zum Beispiel handsignierte CD, Artikel mit Geschenk usw. Der aktuelle Lagerbestand ist in der Navigation ersichtlich. Dazu kommen Gutscheintage, die immer wieder durcheführt werden und wer neue Kunden anwirbt profitiert ebenfalls von einem Bonus.
Und a propos Bonus: Für alle die sich soundmedia mal anschauen wollen, hier ein kleiner Gutschein im Wert von 10 Franken (gültig für das ganze Sortiment, exkl. Downloads: Gutscheincode: V5M753, Mindestbestellwert: CHF 40.- - Gültig bis 15. August 2007)
Alles in allem ist soundmedia.ch - smarter shoppen eine interessante Seite, die ich sogleich in meine Favoriten aufgenommen habe.

Übrigens: es war wie früher: Im Online-Katalog von soundmedia.ch habe ich erfahren, dass Lucio Dalla eine neue CD hat. Die bestell ich mir glaubs grad...

Le Tour from London

Wie es sich für eine Frankreichrundfahrt gehört, findet der Prolog zum 94. Tour de France in England statt und das, obwohl es dort Bombenanschläge gibt, wie bei uns Schlechtwetterprognosen. In 20 weiteren Etapen radeln die Velofahrer in Begleitung ihrer Ärzte im Gegenurzeigersinn durch Frankreich und erreichen 3369,9 Kilometer und 22 Spritzen später den Arc de Triomphe, wo ein vorläufiger Sieger erkoren wird.
Verzeiht mir meine Sprüche, ich kann nicht anders. Dieser Sport erfreut sich immernoch einer ungebrochenen Beliebtheit, obwohl den geständigen Fahrer erst zehn Jahre nach ihren grössten Triumpfen einfällt, dass da mal eine Spritze war und ein Arzt, aber wirklich gewusst hätten sie nichts davon. Ein Glück will der Radsportverband die Verjährungsfrist von (zufälligerweise, wer hätte das gedacht) 10 Jahren erst in nächster Zeit aufheben um künftig auch Langzeitdoper mit verspäteten Reueanfällen bestrafen zu können.
Immerhin versprechen die Fahrer und die Veranstalter und die Sponsoren jetzt nicht nur hoch und heilig sauber zu sein, sie gründen gar Interessenverbände, unterzeichnen Sauberkeitsgarantien, lancieren Anti-Doping-Werbekampagnien und der Zuschauer fällt darauf herein. Wahrscheinlich gilt auch hier der Grundsatz, sich unterhalten zu wollen und sich nicht etwa auch bei der Freizeitbeschäftigung "Tour de France-Schauen" - der auch ich zugegebenermassen jahrelang verfallen war - mit Problemen rumschlagen zu wollen.
Sol lasst uns freuen auf die spektakulären Kämpfe auf der Alpe d'Huez und fragen wir uns nicht, ob die da überhaupt noch rauf kämen ohne Kopfwehtabletten. Einstimmen kann man sich auf der Homepage des Tours, wo es auch ein flashanimierter Etapenplan gibt, ergänzt mit Details über Kilometerzahl, Verpflegungsständen und Apotheken. Und selbstverständlich befasst sich auch die Bloggerwelt mit dem Thema: 1, 2, 3, 4, 5

Die folgenden Updates werden Ihnen präsentiert von:

Update vom 19:00 Uhr: erzeit führen die Russen Gusev Karpets vor dem Italiener Quinziato. Fahrer aus Ländern, in denen die ärztliche Versorgung ja nicht so gut ist...

Update von 19:07 Uhr: Die industrialisierten Länder preschen vor: Klöden (DE) vor Hincapie (USA) und Wiggins (GBR), Fabian Cancellara (CSC) 7 Sekunden Vorsprung auf alle, schon bei der ersten Zwischenzeit.

Update von 19:17 Uhr: Cancellara gewinn den Prolog (Novartis) mit mindestens 13 Sekunden Vorsprung vor der gesamten Konkurrenz...

Punkt

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Freitag, 6. Juli 2007

Der America's Cup kommt nach Zürich

Das Schiff nehmen sie zwar nicht mit, aber doch wenigstens die lustigste Trophäe der Welt: Der America's Cup kommt nach Zürich, wo er am 10. Juli im Stadthaus ausgestellt wird. Türöffnung ist um 10 Uhr, um 13, 15 und 17 Uhr gibt die Crew der Alinghi darüber hinaus Autogramme. Mit dem eigenen Schiff kommen bringt übrigens nicht, es wird keine kleine Wettfahrten auf der Limmat geben.

Siehe auch: Wir haben den America's Cup

Stöckchen zum Stöckchen

Eine kleine Aufmunterung im tristen Bloggeralltag habe ich heute aus meinem internetalen Lieblingsort Unterneuntupfing bekommen. wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich deren halbes Blog durchgelesen habe, bis ich endlich drauf gekommen bin, dass das Thema des Stöckchens "Stöckchen" sein soll. Könnte man ruhig deutlicher hin schreiben, ich meine wir sind hier in der Schweiz, da braucht man für dettigs immer etwas länger. Viel besser scheint es, das Stöckchen an wirkliche Hundeexperten weiter zu reichen und da fällt mir auf anhieb Prados Weibchen ein. Oder Ibiza, die hat auch einen Köti, oder ChliiTierChnübler weist auch noch auf eine gewisse Tier- und damit Stöckchenliebhaberei hin.

Nur was gibt es über vollgesabberte, ranzig riechende, unappetitlich zermürbten, nach einer Weile hinter der Kommode liegen gelassene, duch Holzwürmer zerfressene Holzstücke schon schreiben? Und ist diese Beschreibung der Grund, warum Stöckchen im Internet Stöckchen heissen? Und wer kann Stöckchen zehn Mal ganz schnell hintereinander aufsagen?

Fragen über Fragen. Fangen wir ganz vorne an: Am Anfang war nähmlich der Baum, den hat Gott geschaffen und daran wuchsen Äpfel, Schlangen und so weiter, die Geschichte kennen wir ja. Was aber danach passierte, als sich Adam und Eva aus dem Paradies verzogen, blieb der breiten Öffentlichkeit bisher verborgen. Wuffi, Adams Köti, blieb nähmlich herrenlos zurück, an die nächstbeste Autobahn-Leitplanke hinter dem Garten Eden gefesselt. Blöd war, dass auch Eva weg, sonst keiner mehr da war. So musste sich Wuffi selber weiter helfen und pinkelte an den Baum, als dass dieser weiter wachsen und ihm etwas Schatten spenden würde. Ein Brauchtum, der heute noch von vielen Hunden praktiziert wird und wahrscheinlich genetisch verankert ist. Es gibt sogar Männer die es den Hunden nach dem Vollrausch in der Knelle gleichtun, was Wissenschaftler die These untersuchen liessen, der Mensch, wenigstens der Mann, stamme vom Hund ab. Man ist aber davon abgekommen, weil die männlichen Geschöpfe beim Winseln-Test durchgefallen waren.

Dies erinnert mich an eine Statistik, die ich kürzlich in einer Zeitung gesehen habe. Dort stand, dass sich zwei von drei Männern die Hände nach dem Besuch auf dem Klo nicht waschen. Weil jene Männer, die sich die Hände waschen dann aber die Türklinke anfassen, die zuvor etwa 127 andere Typen mit ungewaschenen Händen berührt hatten, ist die Dreckfingerquote nahezu bei 100%. Eruiert wurde dieser Wert, indem man Erdnussschälchen auf 100 Theken in der Innenstadt von Berlin auf Urin untersucht hat. Seit in einer anderen Studie bewiesen wurde, dass die Nüsse auf Theken zu 78% von Frauen gegessen werden, kommt mir kein weiblicher Finger, oder besser 127 Männerspuren, mehr in den Mund. So geil es wäre und so sehr es die spätabendliche Situation erfordern würde.

Weiss übrigens jemand, warum in sochen Schalen immer salziges angeboten wird? Vielleicht um den Uringeschmack zu überspielen? Hier wäre doch mal eine gute Gelegenheit, der Fettsucht des Menschen entgegen zu treten und zum Beispiel Gemüse aufzustellen. Oder so kleine Pizza-Teilchen, mit Spinat oder Lauch darauf. Anders ist das weltweite Übergewicht nicht mehr zu stoppen, auch wenn ein paar schlaue Köpfe inzwischen auf alternative Ernährungsarten greifen greifen. InIndien zum Beispiel gelten Schmetterlinge als Proteinreiche Delikatesse. in Südamerika frisst man genüsslich Meerschweinchen und die Philippinen mögen Ausgemachten Hund. Das Ausnehmen der Tiere ist hierbei sehr wichtig, denn immer wieder ernähren sich Hunde von alten Holzstöckchen, deren Splitter sich im Magen und später im Rachen des Gourmeurs verfangen könnten, womit wir wieder beim Thema sind und sich der Kreis der Evolution schliesst. Adam und Eva stehen vor dem jüngsten Gericht, vier Millionen Jahre Bratspiess stehen ihnen bevor. Wuffi winselt beim vorbei gehen Richtung Himmel, mit einem Stöckchen im Maul, geerntet von seinem eigens vollgepinkelten Baum an der Autobahn.

Die Sommerpause ist vorbei


Weil der Sommer ohnehin nicht in der Schweiz stattfindet, hat man sich hierzulande entschlossen, den Start zur neuen Saison in die Sommerferien zu verlegen. Nicht etwa so, dass ein normaler Familienvater das erste Match verpasst, nein, die halbe Saison soll schon während den Sommerferien stattfinden. Der Hauptvorteil einer Sommermeisterschaft wird auch in diesem Jahr wieder klar: Es ist so schön kühl.
Es wird also langsam Zeit, sich auf den Saisonstart in 12 Tagen innerlich vorzubereiten. Heute wollen wir das mit dem designierten Schweizer Meister 2008 tun, dem FC Basel und dem wahrscheinlichen Vizemeister, dem FC Aarau.

Der FCB. Dieses Mal muss es einfach funktionieren. Mit den sensationellen Transfers von Sportgrössen wie Jayson Leutwyler, Fabian Frei und Valentin Stocker, scheint dem Unterfangen Meistertitel nichts mehr im Wege zu stehen. Die Begeisterung im Parlament, PIB und FCB-Forum ist entsprechend gross und berücksichtigt man, dass mit den alten Haudegen Benjamin Huggel und besonders Marco Streller zwei Spieler zurückgekehrt sind, die sich in der Bundesliga sowas von durchgesetzt haben, ist für mich klar: Basel wird Meister.
Wahrscheinlich zum letzten Mal allerdings, denn die beiden "Leaderfiguren Streller und Huggel" (Gross) werden nach der EM 08 in der Schweiz und Österreich wieder das Weite suchen. Ich höre schon Huggel (Streller) sagen: "Diese einmalige Chance bei Fiorentina (Unterhaching) darf ich mir nicht entgehen lassen"

Vom sportlichen Gehalt her klingen die Zuzüge beim FC Aarau, als ziele man heuer auf den Meistertitel ab. Auch hier ist die Begeisterung der Fans enorm. Ungleich dem letzten Jahr, wird nicht einfach blind eingekauft, man glaubt vielmehr ein Konzept hinter den Verpflichtungen zu erkennen; die vakanten Positionen werden gezielt besetzt. Auch Aarau hat mit Dani Tarone, Patrick Bengondo und evt. Frédéric Page seine Rückkehrer und ausserdem noch driei Nationalspieler eingekauft: Kristian Nushi (spielt für Albanien), Mario Mutsch (Luxemburg) und Jonas Elmer (Chelsea/CH-U21). Geil. Einfach Geil.

Basel und Aarau werden sich um die Meisterschaft prügeln, glaubt mir, ich bin unvoreinganommen! Ausserdem hat mein Junior vom Nachbar einen FCB-Schal geschenkt bekommen. Wer sich den Rest der Meisterschaft aufteilt, ist zwar den meisten von uns wurscht, steht aber trotzdem in loser Folge in diesem Blog. Besonders interessant wird das Erruieren der beiden Absteiger sein, deren Vereinsfarben vornehmlich blau und weiss sind.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Schneckenalarm in der Schweiz

Das feuchtunfröhliche Wetter in der Schweiz mach den Bauern und Hobby-Gärtnern zu schaffen. Das Gemüse will nicht so recht und da wo der Salat dann doch wächst, stürzen sich die Nacktschnecken darauf. Die roten, schleimigen Dinger sind überall und haben nach einem Bericht "im 10 vo 10" von SF1 schon grosse Teile der Ernte zerstört.
Während die Salatindustrie auf die altbewärte Chemie zurück greift, schlagen sich die Schrebergartenbesitzer mit allerlei Hausgartentricks durch. Wer seinen Salat auch noch retten will, dem sei hier geholfen:
Um den Gegner zu bekämpfen, muss man ihn kennen. Und weil Schnecken dem Menschen sehr ähnlich sind dürfte das den meisten von uns leicht fallen:

Schnecken mögen Bier, aber kein Yogurt.
Der Trick ist einfach: Man grabe ein Loch und stelle einen bis zur Hälfte mit Bier gefüllten Yogurtbecher hinein, so dass der Rand ebenerdig mit dem Boden ist. Die Schnecken plumpsen rein und ertrinken.

Schnecken mögen Bananen
Eine Bananenschale zwischen die Kopfsalatköpfe ist leider nur was für Grüne Männchen. Und darüberhinaus auch noch fies, weil man die Viecher danach lebend einsammelt und man sie einfach dem Nachbarn in den Garten wirft. Tit der das allerdings auch, sind wir wieder gleich weit.

Zu viel Salz ist tödlich
Wie bei uns Menschen, kann auch bei den Schnecken ein übertriebener Salzkonsum schwere Gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Besonders kritisch wird es, wenn man die Schnecken von hinten bis vorne mit Salz bestreut. Sie fangen dann an zu Schäumen vor Wut und nach etwa 20 Minutenzeugt nur noch die Schleimspur von ihrem einstigen Dasein.

Damit wäre die Salaternte gerettet. Und jetzt: En Guete Mitenand!

Wo nur ist das Hoch?

Wir sind uns ja schon einiges gewöhnt, was das Wetter angeht. Und jene unter uns, die sich gerne darüber unterhalten, werden bestimmt schon festgestellt haben: Dieser Sommer ist saukalt.
Grund genug, die aktuelle Isobarenstriche auf der Wetterkarte rechts genauer zu studieren. Die Abkürzung "H" würde "Hoch" bedeuten und zeigte ein Hochdruckgebiet an, was im Sommer schönes Wetter bedeutet. Dem aufmerksamen Betrachter ist nun sicher aufgefallen, dass sich auf der Wetterkarte von heute früh nur T's befinden, sogenannte Tiefdruckgebiete. Von Hochs keine Spur. Diese Wetterkonstellation hat einerseits mit dem bevorstehenden Aarauer Maienzug zu tun, an dem es traditionell immer schifft. Andererseits ist es ein klares Zeichen von Klimaerwärmung. Zur Veranschaulichung betrachte man das untere Bild, auf dem der Zyklus des biosphärischen Altimeterdrucks im Zusammenhang mit der Okkulation zweier Fronten über der Stadt Aarau anschaulich verglichen wird. Die beiden horizontalen Linien untermalen die derzeit preivernalen Voraussetzungen für eine Feucht-Kugel, einem sogenannten "Wet Bulb", wodurch das UV-Spektrum diametral zumr Badi (unten) verläuft.
Mit diesen Erläuterungen müsste jetzt jedem klar sein, dass dieser Sommer bleibt, was er schon immer war. Nähmlich arschkalt. Es erübrigt sich deshalb, künftig jedem Briefträger hinterher zu rufen, das sei jetzt so richtiges Briefträgerwetter. Weil erfahrungsgemäss ist das weder Briefträgerwetter, noch ein wirklich origineller Spruch und schon gar nicht angebracht.

Mir kanns wurscht sein. Wichtig ist nur, dass sich ab heute Abend über der Stadt Aarau ein Hoch aufbaut und jeder mindestens einmal in der Markthalle vorbei schaut, wo die Fan-Clubs Adler '86 und ATF eine 30 Meter lange Bar aufgestellt haben. Und die steht erst noch im Trockenen.

Hrmblabla, unbedingt!


Diesen Link hat mir artischokka geschickt, ist zwar schon älter, aber hammermässig mitreissend. Durch diesen User inspiriert, möchte ich euch heute von meinem ersten und einzigen Puff-Besuch erzählen. Wobei "Puff" etwas gar übertrieben ist, weil die Industriestrasse in Olten heisst jetzt Haslistrasse und offiziell geht da nichts mehr ab. Noch einen Hinweis an meine älteren Zuleser: Bitte Herzschrittmacher einschalten.
Gleichzeitig werfe ich dem monsieur fischer, Adi, Pesche, Linder, André und dem Redaktor von U9TA ein Stöckchen mit der Aufforderung von Eurem ersten Mal - was auch immer - zu berichten :-). Natürlich könnten auch die Damen Fränzi, Ibiza, ChliiTierChnübler oder zoee mitmachen, wobei.. ich weiss nicht recht.

Also. Wie war das nochmal, mit dem Halteverbot in der Haslistrasse? Stehen da immernoch eisern ungeile Polizisten rum, die allen einen Einzahlungsschein unter den Scheibenwischer kleben, die nur schon ihr Auto stehen haben? Dazu hätte ich übrigens einen kleinen Trick: Man lasse den rosaroten Schein einfach dran und dann meinen die Polizisten, den Freier haben wir glaubs schon gebüsst und lassen ihn aus lauter Mitleid, noch immer keine abgekriegt zu haben, einfach weiter fahren. Funktioniert übrigens auch in der blauen Zone und auf der Autobahn, allerdings nur bis etwa Tempo 170, danach fliegt der Zettel weg. Aber keine Sorge, man bekommt dann wieder einen.

Aber ich wollte ja etwas ganz anderes erzählen.

Da verursachte gestern Montagabend, doch tatsächlich einer, weit vorne in besagter Haslistrasse, einen Stau. Ich kam da nur ganz zufällig rein, ich hatte Geschäftlich zu tun in der Gegend. Höhö. Die Kollone war schon recht lang und ich wolte gerade dem Strassenzustandsbericht von Radio DRS 2 Meldung machen, da beugte sich eine hübsche kleine Dame zu mir ans Fensterlein. Ich kurbelte brav herunter und fragte, was sie wolle.
Blödsinn, das fragte ich natürlich nicht. Ich sagte "hallo" und sie auch, "hallo", oder nein, eher "allo". Oder "Gruzzi". Irgendwas mit ungarischpolnischem Akzent halt und Larissa würde sie heissen. Typisch ungarischpolnisch, dachte ich. Ihre Frage nach meinem Befinden leitete sie mit den Worten "ast du Schtau?" ein, was mir zweideutig vorkam, ich aber elegant mit einem "willst du mitfahren?" beantwortete, was natürlich etwas weit her geholt war, denn noch immer standen wir ja alle.

Nun ist es ja fast undenkbar, dass man eine Liebesdienerin am einen Ort einlädt, es mit ihr treibt und sie ein paar Meter weiter vorne wieder raus lässt. Und das sogar zweimal auf der gleichen Durchfahrt! Aber genau so hat es sich zugetragen. Larissa sass also neben mir und ich drückte ihr einen 50er in die Hand, schaute sie an und fummelte meine Trainerhose auf. "Lass uns den Verkehr etwas ankurbeln" sagte ich und schon rutschte sie mit ihren Lippen ein Glück musste ich nicht an den Schalthebel, weil ichhab ja einen Automat.
Larissa, 22jährig, halblange braune Haare, sehr schlank, eher klein. Ich hatte sie noch nie gesehen hier und tatsächlich berichtete sie mir, sie sei eben noch Anfängerin und ob das denn jetzt ungewöhnlich sei, so wie sie sich verhalten habe. Ich verneinte, mit eher verschwommenem Blick und bat sie wortlos, mit einer Bewegung nachhelfend, wie gesagt, ich habe einen Automat und ich sah nur noch Weihnachtssterne, schöne weite Wiesen und den Nikolaus, der mit dem Osterhasen grad über die Wiese hüpfte Hand in Hand dem Regenbogen entgegen.

Die Polizistin, die genau so sicher auftauchen musste wie das Marmeladenbrot auf der Marmeladenseite auf dem Boden landet, schaute entgeistert durch das immernoch offene Fenster auf der anderen Seite. Sie glaubte wohl nicht, was sie da sah und traute auch nicht, ihren Kollegen zu rufen, der gerade einen rosa Zettel auszufüllen im Begriffe war. Larissa war ohnehin fertig und wischte sich den Mund ab.

"Gruzzi"

Polizistin: "guten Abend, Verkehrskontrolle"
Ich: "Ja, den hatten wir"
Polizistin: "das habe ich gesehen"
Ich: "können sie das beweisen?"
Polizistin: "Natürlich, wenn ihr Knüppel nicht so knüppeldick wie mein Gummiknüppel ist..."
Ich: "ist er aber"
Larissa: "Gruzzi"
Ich: "Ach ja, darf meine Frau hier aussteigen? Sie hat noch zu arbeiten"
Polizistin: "Natürlich", Larissa stiegt aus und verabschiedete sich spontan mit einem Gruzzi.
Wieder die Polizistin: "Und jetzt zur Beweisaufnahme. Bitte steigen sie ein"
Die Verkehrslage auf der Haslistrasse hatte sich inzwischen beruhigt, wenigstens vor meinem Auto und ich fuhr die Polizistin noch bis nach unter der Brücke, wo sie mich aufforderte sofort anzuhalten. Ich setzte ordnungsgemäss den Blinker und gehorchte ihrem Befehl. Sie packte ihren Gummiknebel aus und setzte zum Vergleich an. Sowohl ich, wie auch sie, schauten unsere Ich-Will-Jetzt-Nicht-Angeben ehrfürchtig an, als sie dann ohne zu zögern die Beweisaufnahme vor nahm. HAbe ich schon erwähnt, dass mein Auto einen Automat hat? Aber bevor ich euch lechzenden Mitleser jetzt verrate, wie ihr Gummistock auch noch zum Einsatz kam, gehe ich jetzt an den Maienzug-Vorabend, das wird sonst zu viel. Und schliesslich habe ich jetzt eine Freundin.
22, halblange, braune Haare, sehr schlank, eher klein. Auf meinem Handy ist sie übrigens gespeichert als "Gruzzi" direkt vor "Gummiknüppel"

Mittwoch, 4. Juli 2007

verkehrte welt - ʇlǝʍ ǝʇɹɥǝʞɹǝʌ

Als ob das Internet nicht schon zur Genüge verdreht wäre, baut sich im Internet jetzt auch noch eine Spiegelwelt auf. Wie 3rdfloor berichtet, macht Google den Anfang. Oder besser gesagt elgooG. Auf dieser Seite lässt sich nicht nur die Startseite der Suchmaschine verkehrt anschauen, sondern zum Beispiel auch die NEWS-Seite. Absolut der Hammer sind dann die angezeigten Ergebnisse, die kaum entzifferbar sind und: nachdem gestern schon meine CPU fast in Flammen aufgegangen ist, raucht jetzt auch noch das Hirn beim Lesen.
Hilfe beim Eintippen verkehrter Texte - eine wahre Marktlücke - bringt Flip. Der Text wird im ersten Durchlauf für Marsmenschen lesbar, lässt man den verdrehten Text noch einmal verdrehen, wird er Klingonen-Tauglich. Über die Lesbarkeit lässt sich zwar streiten, aber was man hat, das hat man und man weiss ja nie, ob die Amerikaner nicht doch noch E.T. antreffen irgendwo. Ausserdem soll die Weltgesundheitsorganisation WHO das Projekt aufgenommen haben und will das gesamte Internet umdrehen. Sie erhofft sich damit eine Entlastung der linken Hirnhälfte. Oder der rechten, man ist sich noch nicht einig.

unu pǝuu, ıɔɥ ʍnǝusɔɥǝ ɐ11ǝu ǝıuǝu nuʌǝɹpɹǝɥʇǝu ʇɐp

Es lebe Amerika!


Die Börse in New York bleibe heute "wegen eines Feiertages" geschlossen, sagte die Sprecherin auf Radio DRS1. Als ob DER Amerikanische Feiertag keiner besonderen Erwähnung würdig ist, es könnte genau so gut Halloween sein, sozusagen. Dabei ist der 4. Juli ein grausam wichtiger Tag für die Amerikaner. Immer wieder kam es zu schönen geschichtsträchtigen Ereignissen der amerikanischen Erfolgsstory:
Thomas Jefferson und John Adams starben zum Beispiel beide am 4. Juli 1826, vier Jahre später auch noch James Monroe. 1872 erblickte dagegen Calvin Coolidge das Licht der Welt, alles früher oder später Präsidenten der USA. Im Jahre 1863 schlugen sich 50'000 Nord- und Südstaatler in der Schlacht von Vicksburg die Köpfe ein, 1910 gewann ein Schwarzer im Boxen gegen einen Weissen, was zu Krawallen und mehreren Toten im ganzen Land führte. Am 4. Juli 1932 gewann Mildred Didriksen innerhalb von nur 180 Minuten sechs Landestitel, einschliesslich der Mannschaftswertung, wobei sie das einzige Mitglied ihres Vereins war. Am 4. Juli 1962 war Tom Cruise genau einen Tag alt, beschenkte uns später aber mit Kino-Knallern wie Top Gun oder Cocktail. Und natürlich "Born on the 4th of July", einer der vielen Vergangenheitsbewältigungs- Streifen, seit denen die Amerikaner als das friedliebenste Volk der Welt gelten was spätestens am 4. Juli 2004 wirklich jeder merkte: Der Grundstein für den Freedom Tower wurde gelegt, dem ehemaligen Standort des World Trade Centers. 2005 ging dann noch der Krieg der Sterne los, zwar auch auf der Leinwand, aber vor allem auf dem Kometen "Tempel 1", dem ersten Ausserirdischen Ding auf dem eine amerikanische Bombe explodierte. Wobei die NASA auch das besser könnte: Vor genau 10 Jahren landete die Pathfinder auf dem Mars und lieferte uns fantastische Bilder aus einer anderen Welt.

In diesem Sinne: Alles Gute zum 231. Geburtstag, liebes Amerika! Und Danke! Danke für den Yosemite National Park, den Zion, Arches, Bryce, Death- und das Monument Valley und natürlich dem Grand Canyon, Lake Tahoe, San Francisco, San Diego - Es gibt auch schöne Ecken bei euch drüben!

Hitziger Blog

Bei zoee entdeckt und gleich mal mitgemacht. Bei der Frage, ob ich beim Sex den Namen der Frau oder den Blognamen rufe, habe ich gezögert. Obwohl ich nach Betrachten des Resultates jetzt nicht sicher bin, ob es sich um den Blogbarometer oder doch um meinen IQ handelt, will mir scheinen, in beiden Fällen steckt ein Fünkchen Wahrheit dahinter. Jetzt mal ehrlich: Das Teil hat geraucht zuletzt... Klick hier, wenn Du auch mitmachen willst, aber nicht enttäuscht sein, wenn mein Wert unerreichbar bleibt :-)


188%How Addicted to Blogging Are You?

Dienstag, 3. Juli 2007

Im Kühlschrank brennt noch Licht

Online macht Spass und es ist fürwahr unglaublich, was man trotzdem noch alles findet, fängt man mal an, an den Schmuddelseiten vorbei zu surfen und solch schöne grossen Augen wie auf dem Bild links einfach zu ignorieren. Es ist ohnehin etwas problematisch auf dettigen Seiten rumzusurfen, weil man weiss ja nie, ob da ein Virus drauf ist, oder ein Spiel, das einem von der Arbeit abhält, oder ob neugierige Kollegen einem über die Schultern gucken.
Nicht, dass wir Männer es im realen Leben einfacher hätten. Immer wieder werden wir von augenzwinkernden Damen abgelenkt und was will man da machen, als Mann folgt man da einem ganz natürlichen Trieb, nähmlich jenem, fürsorglich zu sein und Mann soll den Dingern die da heran gewachsen sind doch eine enorme Aufmerksamkeit zukommen lassen...
Zurück zu den Trouvaillen, denen wir immer wieder begegnen können, wenn wir nur wollen. In loser Folge präsentiere ich Euch hier die aufregendsten Links, die ich promt in meine Favoriten aufgenommen habe:

Um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen, ob denn im Kühlschrank das Licht weiter brennt, wenn man ihn zu macht, kümmert sich Anya Peters. In ihrem Blog *imkühlschrankbrenntnochlicht* lässt sich darüber hinaus mehr über pimp my klapprad und einer Expedition ins Tierreich in Erfahrung bringen. Für die Menschen rund um Unterneuntumpfing ist ihr eigener Blog natürlich Gold wert. Aber auch wir normalen Menschen haben unsere Freude an den Lebensweisheiten zum Abnehmen oder wichtigen Fragen zum Thema Sex. Zuletzt sei auch noch monsieur fischer's SuperCaliFragiliSticExpialiDocius erwähnt, dem nun wirklich nichts entgeht auf dieser Welt. Besonders angetan war ich von den ungeschminkten Persönlichkeiten.

Und zum Schluss noch ein kleiner Test. Versuche auf dem folgenden Bild die Farben aufzuzählen, nicht die Worte. Wenn Du es auf Anhieb schaffst hast Du entweder beschissen oder Du bist ein rechtehirnseitelastiges Genie.

Wir haben den America's Cup!

Die typische Seefahrtnation Schweiz hat den 32. von Armut geprägten America's Cup zum zweiten Mal in Folge gewonnen. In den Fluten Valencias haben sich die Schönen und Richen des Teams Neuseeland gegen die Schönen und Reichen der Alinghi bei der letzten Wende einen fatalen Fehler erlaubt. Von rechts kommend bestanden die Schweizer auf ihr Vortrittsrecht und zwangen ihre Gegner zu einem unmöglichen Manöver, was diesen neben einem grossen Rückstand auch noch einen Strafpunkt eingebracht hatte.
Zuletzt wurde die Chose dann noch spannend. Die Alinghi geriet in ein Luftloch und blieb etwa 50 Meter vor dem Ziel praktisch stehen. Die Neuseeländer drehten daneben fröhlich ihre Strafdrehung, doch es reichte ihnen dann doch nicht ganz und die Schweiz gewann mit satten 2 Sekunden Sekunden Vorsprung das siebte und letzte Rennen um den begehrtesten Cup.

Damit ist klar, dass die Hochsee-Segelnation Schweiz für weitere zwei Jahre als Holder des begehrten America's Cup aufgeführt wird, was besonders die fünf Neuseeländer im Team Alinghi fuchsen wird, von denen bekannt ist, dass sie sich zum einem neu zusammenzusetzenden Team Neuseeland gesellen wollen würden. Ebenfalls klar scheint, dass die nächste Austragung 2009 wiederum in Valencia über die Meere gehen wird. Falls ich bis dahin mit Texte-Schreiben Multimilliardär geworden bin, mache ich auch mit und berichte dann live vor Ort.

BOOOAAAHH

Ein ganz klein wenig angeben nur. Nein, nicht einmal das. Vielleicht einfach ein bisschen Freude dran haben. Weil der Spass zu Schreiben auch von anderen wahrgenommen wird. Vielen Dank allen Lesern und Schreibern.
Für die aktuelle Aufsteiger-Des-Monats-Statistik guggst Du hier: blogug

*freu*

Montag, 2. Juli 2007

Frédéric Page trainiert in Aarau


Neues vom FC Aarau. Ich habe vorhin eine E-Mail von Frédéric Page bekommen, der sich ebenfalls auf seiner Homepage zum Thema FC Aarau geäussert hat. Und die Kunde war erfreulich:

"Hallo Leute!

Heute melde ich mich aus einem ganz bestimmten Grund bei euch. Ich möchte, dass ihr meine Ansicht lesen könnt. Es geht um den FC Aarau, meinen „Heimatverein“. Dort bin ich gross geworden, habe das Fussballspielen gelernt und meine ersten Spiele als Profi erlebt. Seit einiger Zeit ging das Gerücht umher, dass ich zurück zum FCA komme.
Ich erhielt auch viele Mails von Seiten der Fans und möchte mich an dieser Stelle für eure netten Worte und Wünsche bedanken! Es freute mich sehr, das alles zu lesen.
Eine Frage, die sich öfters wiederholt hat, war folgende: Frede, kommst du zurück zum FC Aarau? Hier nun meine Antwort:

Mittlerweile ist es so, dass ich seit heute Morgen mit der Mannschaft unter R. Komornicki mittrainere. So kann ich mich auch körperlich und fussallerisch auf die neue Saison vorbereiten und habe gleichzeitig die Möglichkeit, die Mannschaft und das neue Umfeld besser kennen zu lernen. Es war ein spezielles Gefühl, komisch aber auch sehr schön, wieder „nach Hause“ zu kommen.
Jedenfalls kann ich euch so viel sagen: Ja, es besteht eine Chance, dass ich zurück nach Aarau komme. Ich bin mit dem FCA in Verhandlung und auch ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird.


So, nun an dieser Stelle noch zu einem ganz anderen Thema: In der Saisonpause hatte ich die Möglichkeit, in die deutsche Hauptstadt zurück zu kehren und Grund dafür war die Hochzeit meines besten Kumpels aus meiner Berliner Zeiten. Ich wollte sicher sein, dass er auch wirklich unterschreibt und ER hat ES getan! Auf diesem Weg noch einmal ALLES GUTE an EUCH ZWEI! Es war wunderschön, hat Spass gemacht und es war toll, mit vielen „alten Bekannten“ an Tisch zu sitzen und über die „alten Zeiten“ zu reden.

Okay, das war’s! Ich melde mich...

Gruss, euer Frederic"

Onyekachi Okonkwo


Da will man doch stets behaupten, der FC Aarau sei ein Provinzklub und gelegentlich belächelt man ihn, wenn mal wieder ein Spieler spielt, ohne dass er die dazu nötige Bewilligung hat.
Dass auch seriös geführte Firmen wie der FC Zürich gelegentlich ins Fettnäpfchen trampen beweist die Meldung auf nzz-online: "Der FC Zürich hat den nigerianischen Mittelfeldspieler Onyekachi Okonkwo (25) von den Orlando Pirates aus Johannesburg verpflichtet. Ob er je für den Schweizer Meister antreten wird, ist indes unklar: In Köln unterschrieb "Tico" gemäss deutschen Quellen ebenfalls -- und zwar bereits am 26. Juni."
Natürlich werden wir in Zukunft die Spielerliste der Zürcher immer genau studieren, damit der FC Aarau dank den vielen Forfaitsiegen Meister wird, oder zumindest nicht absteigt. Die Frage bleibt jedenfalls, wer bei dieser Geschichte der Dümmere ist: Der FCZ, der nicht prüfet mit wem er sich ewig bindet, oder der Spieler, dessen Kurzzeitgedächtnis nicht bis hin zur letzten Unterschrift reicht...
Zürichs Sportchef Fredy Bickel meint dazu: "Für uns gibt es aber keinen Grund, an den Aussagen von Okonkwo zu zweifeln.". Und auch auf der Homepage der Kölner ist zu lesen, dass "Tico" ganz ganz ganz sicher bei ihnen spielen wird...
Wetten, der Schweizer Meister würde das Seilziehen gegen den Bundesliga-Absteiger verliert? Denn im Vergleich zum 1. FC Köln, ist der FCZ nur ein Provinzklub. Zürichs Glück ist, dass die Kölner inzwischen von der Verpflichtung des Stürmers "abstand nehmen"...

Sonntag, 1. Juli 2007

Grüne Männchen


Von Männern kann keine Rede sein, es muss sich um Männchen handeln. Denn wie Kleinkinder stampfen sie derzeit auf den Boden, man wollte ihnen am liebsten die Super-Nanny vorbei schicken.
Ich Rede von den Grünen Männchen, die sich in politischen Gruppierungen vereinigt haben. Die einen nennen sich naheliegenderweise "Grüne Partei", die anderen heissen "Jetzt!" Ich gebe gerne zu, dass ich dem linken Gedankengut immer wohlgesinnt war, selber wählte ich fleissig die SP, inzwischen gehe ich Richtung Grünliberal.

Wäre da nicht das Referendumsbegehren, das dieser Tage in alle Aarauer Haushaltungen verteilt wurde. Darin verlangt das "Komitee Planungskredit vors Volk", dass es dem vom Einwohnerrat Aarau mit grossem Mehr gutgeheissene Betrag von 1,6 Mio. Franken, zur Projektierung eines Fussballsadions mit Mantelnutzung einer Volksabstimmung bedarf. Mit dieser Massnahme hintergehen die treibenden Parteien Grüne und Jetzt! nicht nur den Willen des Rates, aus vernünftigen Überlegungen auf eine Zeit- und Geldverschleudernde Referendumsabstimmung zu verzichten, sondern verletzen damit auch das Recht der Stimmbürger, sich pro oder Kontra einem neuen Fussballstadion für den FC Aarau aussprechen zu können.

Im Gegenteil: Das Komitee will uns glauben machen, eine Referendumsabstimmung über den Projektierungskredit könne als Barometer dienen, ob die Stadtbevölkerung für oder gegen den Stadionbau sei. Missbraucht da das Komitee etwa städische Gelder, um heimlich und gratis zu einer Wahlkampfanalyse zu kommen?

Dabei bedient sich das linke Komitee Behauptungen, welche die Leser des Begehrens in die Irre führen könnten. Auf die einzelnen Punkte einzugehen würde für meinen bescheidenen Blog zu weit führen. Deshalb seien hier nur die Gedanken erwähnt, welche die beiden federführenden Parteien Grüne und Jetzt! am liebsten nicht erwähnen wollten. Würden sie es nähmlich tun, würde ihnen schnell klar, dass sie nicht nur ihre Wähler, sondern alle Aarauerinnen und Aarauer zu bevormunden versuchen.

Es stimmt zum Beispiel nicht, dass ein im Stadionbau integriertes Einkaufszentrum über 3000 m² politisch unerwüscht ist. Tatsache ist, dass die städische politische Instanz, der gesamte Stadtrat sowie das grosse Mehr des Einwohnerrates Aarau sich entschieden für einen Bau mit integrierter Einkufsfläche von 8'000 m² ausgesprochen hat.

Es wird ebenfalls verschwiegen, dass es zum Bau von bis zu 3000 m² Einkaufsfläche keiner speziellen Bewilligung bedarf. Jeder, der einen Laden in dieser Grössenordnung eröffnen will kann das tun. So könnten beispielsweise Discounter wie Aldi, Lidl und Denner zusammen eine Fläche von 9'000 m² verbauen, ohne dass sich jemand wehren könnte. Die scheren sich dann um Altstadtläden, die das Nachsehen hätten. Ginge es dagegen nach dem Willen der Stadt, würde in Zusammenarbeit mit der Bauherrin HRS ein breites und vorallem kontrolliertes Ladenleben entstehen.

Immer wieder ist von Seiten der Gegner des Stadionneubaus zu lesen, mit diesem Bau für den FC Aarau würden Steuermillionen verschleudert und das Torfeld Süd verkäme danach zu einer trostlosen Gegend. Auch das ist eine Lüge! Tatsächlich wird das Projekt im Torfeld Süd aus einer Kasse gespiesen, die eigens für Bauten mit Jahrhundertcharackter vorgesehen ist. Der Betrag in dieser Kasse beläuft sich auf rund 180 Mio. Franken. Mit diesem Geld darf die Stadt weder Jugendhäuser finanzieren, noch Grünanlagen aufpeppen, noch Sozialleistungen erbringen. Es ist reserviert für einen neuen Bahnhof, für städische Grossbauten, für ein neues Stadion.
Dass darüber hinaus einer heute tatsächlich trostlosen Gegend neues Leben eingehaucht wird, vergessen die Grünen Männchen all zu gerne. Mir scheint, die Initianten des Referendums wollen sich hinter der Behauptung verstecken, es sei nicht richtig, sich von "Privaten" wie dem Fussballverband SFV und der Generalunternehmung HRS "erpressen" zu lassen. Für mich bedeutet das, dass die Mitglieder dieses Komitees mit falschen Karten spielen und in Zukunft für mich nicht mehr wählbar sind.

Und zuletzt noch dies, liebe Grüne Mänchen der Aarauer Stadtpolitik: Warum steht ihr nicht endlich öffentlich dazu, dass ihr gegen den FC Aarau seid. Warum verratet ihr dem Stimmbüger nicht schon vor den Wahlen, wie ihr in heiklen Fragen handeln werdet? Ich erinnere gern an einen linken Poltiker, den ich aus Gründen der Loyalität nicht nametlich erwähnen will. Vor drei Jahren fragte ich ihn, wie er sich verhalten werde, wenn das Brügglifeld dereinst ausgebaut werden will. Seine Antwort beschäftigt mich noch bis heute: Das seien Internas, die nicht an die Öffentlichkeit gehörten...