Freitag, 31. August 2007

Welcome Back, Frede Page

Zugegeben, das Gehätschel um den 28jährigen Frédéric Page war riesig. Gästebucheinträgen auf seiner Webseite folgen Mails von angefressenen Fans (er hat mir zurück geschrieben!!). In einem eigenen Fred für Frede mit über 120 Einträgen im FCA-Forum, umschwärmte man den jungen Mann, der die ganze Juniorenzeit beim FC Aarau durchlief und sieben Jahre Lang nicht nur die Mädchenherzen, sondern auch Stürmerbeine der Profis zum Schmelzen brachte.
Sein Weg führte ihn 2003 dann aber in Richtung Deutschland, wo er bei Union Berlin, Greuther Fürth und zuletzt Unterhaching unter Vertrag stand. Mit der einen oder anderen Mannschaft ist er zwar auch abgestiegen, aber davon reden wir jetzt gar nicht. Nach laaaaanger Pokerzeit klappte nun der Transfer doch noch und Frede macht damit beim allgemeinen Nach-Hause-Kommen ein Jahr vor der EM auch noch mit. Ihm Gleich taten es jüngst Eldin Jakupovic (einst von Thun nach Moskau, jetzt GC) und David Degen (von Basel nach Gladbach zurück zu Basel). Zu behaupten, diese Fussballer sähen im EM-Land Schweiz bessere Perspektiven für einen weiteren lukrativen Transfer ins Ausland ist natürlich reeeeeeeeeeine Spekulation.

Welcome Back Frédéric Page, wir freuen uns sehr!

Die immerhin zwei Monate lange Pokerrunde: Page zum FC Aarau - Page trainiert in Aarau - Bild: SF

Donnerstag, 30. August 2007

Meerigelschweinchen

Heute machen wir mal einen Ausflug in die Botanik. Meerigelschweinchen sind kleine, putzige Tierchen, denen man zwar ansieht, dass sie klein und putzig sind, aber ganz anders sein können, wenn sie wollen. Nein, hier geht es nicht um Ehepartner, sondern um kleine, putzige Tierchen.

verschmelzt, daraufhin mutiert und schliesslich entstand George W. Bush Über die Herkunft teilt sich der Glauben der Wissenschaft. Amerikanische Journalisten publizierten in der Fachzeitschrift TIME die Theorie eines Wetterballons. Dies widerspricht aber der Aussage von Schweizer Touristen, die in einem ausnahmikstanesischen Atoll, Zeugen nuklearer Versuche wurden. Die Gene der dort ansässigen Riesenmeerschweinchen seien bei der Kernschmelze mit den Genen der von Touristen zufällig mitgebrachten Hausigel diese putzige Tierart - so die offizielle Mitteilung der US-Behörden.

Meerigelschweinchen gehören zur Gruppe der Nutztiere und können sowohl als Lasttier, wie auch als Weihnachtsbraten eingesetzt werden. Bei letzterem haben die entzückenden Tierchen zwar den Vorteil, dass man nicht an die Zahnstocher denken muss, für Kinder ist bei deren Anblick dann aber Weihnachten schnell mal vorbei.

Physiologie

Meerigelschweinchen besitzen in ihrer ursprünglichen Form vermutlich 124 Stockzähne. Der eingesetzte Paradentologe kam beim Nachzählen leider durch einen Meerigelschweinchenbiss um. Sicher ist, dass die Viecher zwei lange Schaufelzähne haben. Diese wurden in der Vergangenheit wegen dem vielen weichen Tsunami-Schwemmholz länger und länger, weshalb sie von der restlichen Tierwelt auch mal neckisch Hasenfresse abstammen. Die fusionierte Rasse hat also keinen wirklichen Vorgänger und ist weder noch genannt werden. Die Ironie an der Sache ist, dass Meerschweinchen tatsächlich vom Hasen, Igel aber vom ElefantenFischVogel. Wild lebende Tiere, die bis 6,5m lang werden können, aber meistens schon vorher von Eingeborenen verfüttert werden, würden einen Winterschlaf machen, wenn in Südostasien auch zwischendurch mal Winter wäre. Eingeführte Hausmeerigelschweinchen erleben im deutschsprachigen Raum denn auch eine Art Anachronismus und pennen bei kühlen Temperaturen sofort ein. Also eigentlich immer.

Etymologie


Der ursprüngliche Name "Elefantenampelbartkriechwurm" stammt aus Absurdistan und wird dort "ةيبرعلاعربيةالة لعربة" geschrieben, was in der Westlichen Welt zu einem Durcheinander führte. Dies gipfelte darin, dass Google seither das ganze Internet verkehrt rum anzeigt (siehe hier). Später einigte man sich auf Meerigelschweinchen, dessen englische Schreibweise Guineapighedgehog wirklich viel leichter über die Lippen geht. Der Versuch die Mehrzwecktierchen in "Benediktianerchen" umzutaufen scheiterte am Veto des Vatikans, Meerigelschweinchen seien gar keine richtige Tiere.

Verbreitung und Fortpflanzung

Wie sich die Tiere fortpflanzen ist bislang unbekannt. Forscher vermuten eine nukleare Klonisierung. Laut genauen Schätzungen leben derzeit präzis mehr als rund 664'562 Meerigelschweinchen auf diesem Planeten. Nach einem geheimen Bericht der NSA kontrollieren sich die Tierchen selber und planen gegen Mitte des 21. Jahrhunderts die Weltherrschaft zu übernehmen. Hierfür spricht, dass sich die Stacheltiere mehr schlecht als recht zu tarnen versuchen (Bild 2). Hin und wieder sind auch Anzeichen ihres geheimen Trainings zu finden (Bild 3). Nicht so einleuchtend ist, wie dieser Bericht geheim sein kann, wo Stupidedia ja schon längstens Bescheid weiss.

Die Mehrzahl der Schnuckeltierchen wohnt in Bikini Bottom, Nimmernimmerland, Takatukaland, und vereinzelt auch Weit Weit Weg. Sie werden von Terrouristen heimlich nach Europa importiert und wenn sie zu gross werden um sie in der Badewanne zu halten, werden sie in stillgelegten Industriequartieren wieder ausgesetzt. Dort rotten sich die Tiere zu Gangs zusammen und bevölkern die Kanalisationen, von wo aus sie die Weltherrschaft anstreben wollen.

Schlussbilanz

Meerigelschweinchen sind grundsätzlich süss, niedlich, zutraulich, herzerallerliebst und schnuckelig. Bei Laborversuchen haben aber elf von 100 Kindern Stichverletzungen beim Kuscheln erlitten, einige klagten über massiven Blutverlust. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei zwei der Versuchstieren aber um Vampirschneeigeltapser, die dem Meerigelschweinchen sehr ähnlich sind. Die Mehrzahl der Kinder, die noch was dazu sagen konnten, beschrieben die Tiere aber als ihre neuen besten Freunde und ob es hier im Dorf eigentlich einen Laden für nukleare Waffen gäbe. In Anbetracht ihrer Machtlust sind Meerigelschweinchen aber mit Vorsicht zu geniessen, ausser sie liegen als Schnitzel auf einem Teller an einer feinen Sauce Bernoise und mit einer bunten Auswahl Gemüse garniert. Im Bierteig schmecken sie übrigens besonders gut. Neben wissenschaftlich hochwertiger Literatur, sind auch weniger ernst zu nehmende Bücher erschienen, wie zum Beispiel Dieter Bohlens Autobiografie, oder das Telefonbuch. Im folgenden Abschnitt die wichtigsten Ausgaben, die in keiner Küche keiner Altpapiersammlung keinem Büchergestell fehlen dürfen.

Mit diesem Beitrag habe ich bei Stupidedia am 3. Contest teilgenommen. Weitere Artikel von mir, die auch im Goggiblog erschienen sind: Ausnahme, Nummer, Früher, Aarau, Frust, Idioten Teil 1 und Teil 2

Ideenlos

Zweizeiler sind etwas dummes. Renato findet das zwar nicht, aber im Ernst: Gerade eine Freude ist es nicht, Zeit für Einträge zu verschwenden wie "Heute habe ich keine Ahnung was ich schreiben soll, also muss das hier reichen". Weder für den Schreiber, noch für den Leser. Zur grossen Rundumfrage, was denn bei Inspirationslosigkeit zu tun sei, kamen eine Menge Beiträge zusammen, die hier alle anklickbar sind:

Tommy Holiday: Woher hole ich meine Inspiration
dnz9r: Inspiration - aber woher?
Falki: Die Sache mit der Inspiration
bloggin’ chm: Woher kommt all der Schei..?
Lupe: Woher holen Blogger Inspirationen?
Rouge: Inspiration?
Goggi: Woher kommt die Inspiration
Muellers Blog: Muellers Kreativitätstraining (01)
Nik: Woher holt Ihr euch eure Inspirationen?
Teddykrieger: Die Frage der Inspiration
Querdenker: Füll das Sommerloch- wieder ein Blog-Karneval
Yoda: Ein Hauch der Schöpfung
Upload: Kostenlose Tools für Inspiration und Kreativität
Big Day: Ideen - Einfälle für alle Fälle
HiWelt: Kreativität kitzeln
Tom’s TamTam: Blogging by heart
Monpetit web - chindogu: Im Wald findest Du Inspirationsquelle
Feelbetter Blog: Inspiration
Das Glückshaus-Projekt: Woher holt Ihr Euch die Inspiration
Art for life: Kreativität und Inspiration
Steini’s Garden: Puzzleteile im Alltag.

Einen Kommentar vom Initiator findest Du hier. Viel wichtiger sind aber die obigen Links, die ihr bei der nächsten Kreativpause bitte mal lest, bevor einer den nächsten unnötigen Zweizeiler schreibt ;-)

PS. Zum Bild: Ich habe "Kreativ" eingegeben und raus kam das. Ich kann nichts dafür. Ehrlich

Mittwoch, 29. August 2007

Busenhüpfmeter

Was interessieren uns km/h, m³ oder bps. Die wirklichen Werte liegen ganz wo anders, sogar bei einer Frau. Und da soll noch einmal einer behaupten, Männer seien oberflächlich.

Die Sendung besserwisser auf Pro7 beschenkte uns gestern Abend mit dem unglaublichen Wissen, dass der die Durchchnittslänge einer joggenden Frau 84 Busenhüpfmeter pro Kilometer (bhm/km) beträgt. Das ist die Distanz, die der Busen pro Hüpfer auf- und abwärts zurücklegt (im Schnitt 9 cm pro Weg) multipliziert mit der Anzahl Hüpfer pro Kilometer. Manche Frau wird von diesen Werten nur träumen, entweder weil sie gar keinen Kilometer am Stück rennen will, oder weil ein Hüpfer alleine schon mehr als einen Meter.... aber lassen wir das.

Auch sonst brachte das spätabendliche Fernsehen für unterpriviligierte Kabelnetzempfänger populäre Familiensendungen: SF2 zeigte beim Zeitpunkt des hindurchzappens gerade einen Brontosaurus der zwei Kinder zerfleischen möchte und auf RTL 2 bereitete sich eine eher nicht soooo hübsche Frau - vermutlich verwandt mit dem Brontosaurus - auf die abendlichen Sex-Party bei sich zu Hause vor. Dazu musste sie natürlich erst ihre beiden Kids verjagen und zwar mit den Worten "Machts gut im Park" während die Stimme im Off sagte "Die Kinder gehen jetzt zur Oma"
Jaja, wir urteilen nicht, wir beobachten nur - behauptete schon Gilbert Grissom vom CSI auf 3+, was sich wohl auch Eva Herman ("Das Eva-Prinzip") im WDR gesagt hat (oder NDR. Sendeplatz 54, weit hinten, da wo sie hin gehört). Die Männer sind ihr nicht mehr schlecht genug und deshalb ist die Schuld an der Männermisere bei den Emanzen zu suchen. Also hört her, ihr Tussen dieser Welt! Lasst uns Männer Männer sein! Eine Schulter zum Kuscheln ist ok, wenn der andere Arm für ein kühles Bier frei bleibt. Oder die Fernbedienung. Oder die süsse russische Studentin die auf Besuch ist. Das sag nicht ich, das war nur eine Zusammenfassung von Hermans neustem Buch.

So. Und wenn Ihr noch mehr über Fernsehen wissen wollt, müsst Ihr monsieur fischer fragen, der hat noch 356 Digitalsender zusätzlich. Obwohl: er hat glaubs alle rausgeschmissen ausser TRT und U1. Und bei Letzterem laufe gerade Frankenstein und Dieter Moor. Oder Dieter Moor ist Frankenstein. Kann man schon mal verwechseln.

Dienstag, 28. August 2007

Bettgeschichten

So, nachdem sich die Hirnhautentzündung aufgrund fehlenden Hirns als Sommergrippe herausgestellt hat, lasst uns das Ganze ein bisschen ruhiger angehen. Vielleicht mit einem Stöckchen von Frau Kafka? Jeder darf unaufgefordert mitmachen. Ich habe da an CTC, nie, stressfrei oder die Rössli-Frau gedacht. Oder der Aeschbi!

Lieblings-Schlafklamotte?

rotes zerfetztes T-Shirt, rote Trainerhose. Ich sähe aus wie der Bhagwan, sagt Chrigi

Lieblings-Bettwäsche?
Die mit den Hunden und Kühen

Lieblings-Schlafposition?
Bauchlage. Linkes Bein getstreckt, rechtes Bein angewinkelt. Hirsekissen zusammengepfercht im rechten Arm. Der andere Arm wahlweise hängend oder sonstwie in der Bettdecke verstaut.

Hast Du ein “Einschlafritual”?
Erst bumsen, dann einschlafen - nie gleichzeitig.

Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Knudel...WAS?

Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?
Na weiterarbeiten - Die Znüni-Pause kommt bestimmt

Wie groß ist Dein Bett?
das variiert je nach Pegelstand

Wie viele Kissen hast Du?
Sowas erzählt man doch nicht rum. Heeeeee

Linke oder rechte Seite?
Kommt drauf an von woher man es betrachtet. Meistens vorne.

Wie lässt Du dich wecken?
ich lasse mich nur ungern wecken.

Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?
Ich versuche aufzustehen, bevor es wieder eindunkelt.

Dein erster Gedanke am Morgen?
Ist noch Hell draussen? Worüber könnte ich heute bloggen? Ist zwei Wochen abgelaufene Milch noch geniessbar, doer muss ich wirklich schon wieder einkaufen gehen?

Was machst Du, um wach zu werden?
Genug schlafen.

Samstag, 25. August 2007

Kwoon - I lived on the moon - lyrics

Zum Wochenende gibts den wunderschönen Text zu diesem wunderschönen Lied von Kwoon. Schliesslich ist Papa-Wochenende und dann passt das ja wunderbar. Zwei Sätze, drei Superlative, das Lied hat's mir eindeutig angetan. Und Frau Kafka wird's sicher auch freuen :-)

I lived on the moon

Dear little dad,
Here is the story of my life
I lived on the moon
I lived on the moon

Grey flying snakes along
The mountains of destiny while
The three tailed monkeys
Where drawing the stars

Light from the sun
And I hide myself
on the dark side
Alone

I’ve run so far
To find my way
Then I dreamed again
Alone

Dear little boy, listen
To the voices of your soul
It showed you the way
Of silence and peace

Follow your thoughts and fly
Choosing all the things you desire
Giant waves, fireflies

Your dreams will be your only shell
Your secrets,
your hiding place,
my son

Don’t let them try
to crush your brain
Let you go far
my son.e your only shell
Your secrets,
your hiding place,
my son

Don’t let them try
to crush your brain
Let you go far
my son.

Freitag, 24. August 2007

Wetterglück

Aarau, Eidgenössisches Schwingfest. Schön, 25 Grad.

Täusche ich mich, oder fing die Huricane-Season früh an, in diesem Jahr? Faszinierend, wie der Sturm "Dean" von oben herab aussieht. Dieses an sich natürliche Phänomen, das es schon weit vor der Klimaerwärmung gab, erlangte spätestens seit dem Kyoto-Protokoll besondere Berühmtheit. Gottesfürchtige mögen vielleicht sogar denken, es treffe just genau die, die das Umwelt-Abkommen nicht unterschreiben wollen. Die Stürme in Zentralamerika haben seit ihrem Wirken schon zigtausende Tote und millionen Obdachloser gefordert. Von den materiellen Schäden gar nicht zu sprechen.

Im Vergleich dazu war das Sumpfgebiet im Aarauer Schachen eine Pfütze. Viele hunderte von Helfern sorgen dafür, dass zwei Wochen nach der "Jahrhundertflut" in Aarau zigtausend Obdachlose - pardon - Besucher den grössten nationalen Sportanlass der Schweiz beiwohnen können. In diesen Stunden wird die Luzerner Delegation von einem Fahnen-Corso begleitet, in die Schachenarena geführt. Um 18 Uhr dann wird das Festgelände offiziell eröffnet und nichts wird daran erinnern, dass vor zwei Wochen hier noch von Katastrophen gesprochen wurde und Abfallhaufen von unterpriviligierten Bürgern, die an einem schönen Fluss wohnen müssen, suggerierten, hier seien Existenzen zerstört worden...

Soviel zum Thema Verhältnisblödsinn. Jetzt schnell meinen Erstklässler abholen und dann ein Hüpfer in die einzige Badi in der Region, die vom Hochwasser verschont blieb, obwohl sie beim Zusammentreffen von Wyne und Suhre liegt und beim Haupteingang ein Bach durch führt. Und nachher schnell ans Schwingfest. Mann, uns geht es gut!

Eine kleine Nachtmusik

Gefunden beim Starfrosch, diese kleine Gutenacht-Musik so richtig schön zum chillen. Alternativ könnte man auch behaupten, die Musiker seien auf einem Trip, da werden sich die Geister mal wieder scheiden, genau nach meinem Geschmack. Die Truppe heisst Kwoon, das Lied "I lived on the Moon" und ich hab noch nie was von denen gehört. Ich finde das Stück aber lessig (so ab 1 Minute 50 wird's interessant) und das Video dazu sowieso.

Donnerstag, 23. August 2007

Wie genau müssen Blogs sein?

Kurt Aeschbacher schreibt: "Blogs sind keine recherchierten Zeitungsartikel, sondern persönliche Tagebucheinträge" Dies, nachdem er sich in seinem Blog etwas voreilig über die Schulbehörde beschwert hatte, die sich nicht um die Eltern des ertrunkenen Schulbuben in Brugg gekümmert haben sollen. Wie sich jetzt herausstellt: Sie kümmerten sich doch, der Vater sträubte sich aber dagegen.

"Blogs sind keine recherchierten Zeitungsartikel, sondern persönliche Tagebucheinträge" Aeschbis Aussage mag für Blogs stimmen, die sich über Schreibfehler bei 20 Minuten lustig machen, oder aus der Welt der Kafirahmdeckeli berichten. Kurt Aeschbacher's Blog ist für mich aber kein reiner Blog. Er wird auf den Seiten vom Schweizer Fernsehen gehostet und das was Aeschbi in den Blog schreibt bezieht sich vielfach auf seine Sendungen. Damit verbreitet einer der bekanntesten Schweizer auf der einer Seite zwar "nur" seine persönliche Meinung, durch seine Stellung als menschlicher und glaubhafter Moderator wird seine Meinung aber von vielen Lesern als Tatsache interpretiert. Vergleichbar mit einem Doktor oder dem Polizisten: Wenn der das sagt, muss es ja stimmen.

Und hier stellt sich die Frage: Wo hört die Recherche auf, wo fängt die persönliche Meinung an. Besonders in einem universellen Blog (wie auch dieser hier einer ist) muss der Leser erkennen können wie etwas gemeint ist. Neben der Art, wie ein Bericht verfasst wird, sind zum Beispiel Tags hilfreich, die bei Aeschbi gänzlich fehlen. Im Nachhinein schreiben, man habe es ganz anders gemeint und sich auf emotionale Desorientierung berufen, ist halt immer schwierig zu glauben. Die Formulierungskünstler des "Blick" haben denn auch promt Aeschbis Aussagen so gedreht, dass es wie eine Tatsache rüberkommt, was er schreibt.

Aber es zeigt halt auch, dass Blogger wie Väter, wie Menschen reagieren: Nämlich emotional. Wenn die eigene Fussballmannschaft Haushoch verliert sind wir erstens einmal verärgert und Schuld sind auch immer zuerst alle anderen. Die wahren Gründe interessieren einem da noch nicht. Vielleicht ein unpassender Vergleich, aber das Prinzip ist das gleiche. Ich plädiere deshalb für die Meinungsfreiheit der Blogger, sofern diese nicht als Tatsache verkauft wird.

Und den Blick gibts in einem Jahr sowieso nicht mehr ;-)

Aeschbi's erster Eintrag zum Thema
und die Präzisierung
Die nächste Aeschbacher Sendung: Heute, 22.30 Uhr, SF1 Themen, Trailer
Bild: © SF DRS/Oscar Alessio

Das Ende des Internets

So liebe Kinder, heute spielen wir ein bisschen Al-Kaida. Die haben nämlich die Selbstzerstörung des Internets iniziiert. Unten ein direkter Link auf die LIVE-Cam zur Countdown-Uhr, die am Rucksack angebracht ist und unten beim Internet einer vergessen hat.
Es bleibt ja noch einbisschen Zeit, also viel Spass...

Klick!

Mittwoch, 22. August 2007

Zitat zum Sieg über Holland


"Muss das einem Fussballer-Bauch wohl tun!"

Beni Thurnheer bei der Direktübertragung des Freundschafts-Spiels Schweiz - Holland (2:1) auf SF2, beim zweiten Treffer Tranquillo Barnettas.

2-Schicht-Wolken

Es ist windstill hier unten. Und während die Bewölkung in 10 Kilometern Höhe ebenfalls keinen Wank macht, bewegen sich die mittleren Luftschichten im südwestlichen Eiltempo. Das sieht am Himmel noch ganz witzig aus. Die grosse Wolke auf dem Bild rechts steht still, die kleine unten links davon, jagt über den Himmel.
Kaum sichtbar leider, ist der Regenbogen in der grossen Wolke, was zu einem friedlichen Bild bei milden Temperaturen führt, das sich vorzüglich im Liegesessel geniessen lässt.

Etwas stürmischer geht es links und rechts von Suhr zu und her. Mexiko freut sich, dass Hurricane "Dean" nur die Hälfte der Häuser abgeräumt hat, statt der erwarteten drei Vierteln. Und Taifun "Sepat" wühlt in China grad Formaldehyd-Spielzeug durcheinander. Wie schon vor zwei Wochen, als die Umgebung im Wasserloch versank, bleibt es hier ruhig ud schön. Wir sind's ja schon überpriviligierte Säcke, irgendwie...

Dienstag, 21. August 2007

Lifted

Ich komme mir schon vor wie SF2 und bringe mal eine Wiederholung. Allerdings eine, auf mehrfachen Wunsch, sozusagen. Viele Google-Anfragen für "Lifted" führten auf diese Seite, doch da wo er war, ist er leider weg, der kleine Pixar-Streifen. Deshalb hier eine neue Quelle des Schmunzelns.





Auch ein süsser Film: Drachenherz

N'Kufo und die Politiker

Alle paar Jahre wieder, kommt das Christuskind und alle dürfen sich etwas wünschen. Und das Mitten im Jahr. Dabei fällt auf, dass Sportler und Politiker eines gemeinsam haben: Sie tauchen zufällig immer nur dann auf, wenn es etwas zu wünschen gibt.

239 Aargauer zum Beispiel, wünschen sich einen der 15 Sitze im Nationalrat. Lustigste Bewerber sind hierbei der junge SP-Kandidat, der seinen Namen so scheisse geschrieben hat, dass man ihn als Frau listete. Gerne hätte ich den Namen hier hingeschrieben, aber ich konnte ihn leider nicht lesen. Auch ein lustiger Vogel finde ich René Bertschinger, der nicht nur eine Volksinitiative für "weniger Steuern für alle Eltern" gestartet hat, sondern auch die Familiä-Partei, für die er als Parteipräsident und einziger Kandidat ins Bundeshaus einziehen möchte.

Noch berechnender sind da Fussballer, oder wahrscheinlich deren Dealer. Nein es geht nicht darum, dass Rafael Van der Vaart lieber in Valencia tschutten würde, oder Gürkan Sermeter beim ach so grossen FC Luzern. Die beiden sind meines Wissens auch nicht verwandt miteinander, nur ein Vertrag bis ins Jahr 2054, den beide nicht so recht erfüllen mögen, ist ihnen gemein. Nun, das dürfte von ähnlichem Interesse sein wie die praktisch unversehrte, silberne Ständerlampe, die mein Nachbar gestern in den Müll geworfen hat und Tags darauf von dort bereits wieder entschwunden war. Mitsamt dem Sperrgutkleber, der für 6 Franken 50 beim Finanzamt- und nicht etwa beim Kundendienst-Schalter der Gemeinde bezogen werden kann.

Zurück zu den Fussballern, zurück zu den Zurückkehrern, zum Beispiel Benjamin Huggel und Marco Streller. Bei den beiden konnte man noch behaupten, ihr ehemaliger Arbeitgeber, der FC Basel läge ihnen grausam am Herzen und sie seien ganz bestimmt nicht in die Schweiz zurückgekehrt, um eine grössere Chance auf einen Stammplatz an der Fussball-Europameisterschaft im eigenen Land zu haben. Die multimedial perfekte Inszenierung des Wiederzurverfügungstehens von Blaise N'Kufo lässt da schon mehr aufhorchen, also blättern wir zurück:
Etwa in der Steinzeit wurde die Apartheit in der Schweiz bekanntlich abgeschafft. Dennoch fand Blaise N'Kufo im Jahr 2002 nach Wilhelm Tell, oder genauer: heute vor exakt fünf Jahren, Köbi Kuhn sei ein Rassist. Grund: Kuhn stellte den dunkelhäutigen Stürmer nicht in die Startelf beim Leckerbissen gegen Österreich. Der gebürtige Kongolese reiste noch vor dem Spiel beleidigt ab und liess das Kriegsbeil bis im Juni dieses Jahres im Strafraum liegen. Und morgen soll er in einem Test-Länderspiel sogar eingesetzt werden. Vielleicht reichts ja diesmal für die Startaufstellung...

Politiker und Fussballer. Beide beherrschen Sie das genau getimte Auftauchen. Und nach den Wahlen und nach der EM verschwinden Sie schneller, als sie aufgetaucht waren. Schliesslich gibts dann eine Zeit lang nichts mehr zu wünschen.

Montag, 20. August 2007

Das Aquarena hat einen Vogel

Ein Naturereignis der besonderen Art: Einen ungewöhnlichen Besucher hat derzeit das Aquarena in Schinznach-Bad. Eine junge Krähe kreist dort über die Gewässer des Thermalbades.

Zur besten Unterhaltung der Besucher, wie heute eine persönliche Begegnung bewiesen hat. Der Vogel hüpfte nicht nur am Beckenrand auf und ab, er trank auch aus den Händen von ibiza70 und ich habe ihn sogar streicheln können. Ich weiss jetzt zwar nicht, ob ihm das gefallen hat, denn er verfolgte mein Tun mit gesträubten Nackenfedern. Aber er hat hergehalten, vielleicht in der Hoffnung der eine Badegast schwimme zur Tat und bringe das versprochene Stück Brot.
Woher das Tier kam und warum es so zutraulich ist weiss niemand. Das Personal vom Thermalbad vereinte sich zu einer Lagebesprechung, aber soweit ich das beim Gemütlich-Im-Blubberwasser-Liegen mitbekommen habe, wird man keine weiteren Massnahmen treffen.
Warum auch? Es ist eine schöne Besonderheit der Natur und man fühlt sich als Fremdkörper "Mensch" der Natur sowas ähnliches wie verbunden. Und es ist ein Spektakel für alle, die das Ereignis miterlebt haben. Der Vogel tut (ausser ein bisschen am Zeigefinger rumknabbern) keinem etwas . Selbst als sich die zutrauliche Krähe ins Restaurant "verirrte" liess sie sich ohne weiteres fangen und ins Freie tragen.
Sicher ist: Das Thermalwasser in Schinznach Bad ist gesund und schmeckt auch dem kleinen Vogel vorzüglich.

AL Bundy jagt Böse Jungs

Sonntagabend, Zeit zum Zappen. Die Unterhaltung darf leicht sein und schon lacht mir Al Bundy entgegen.

Aber Moment. Da stimmt was nicht. "Jeder will an etwas glauben, das grösser ist als man selbst". Das kann unmöglich Al Bundy gesagt haben, ich bin ganz konfus.
Bei Wikipedia erfahre ich, dass Ed O'Neill, der Darsteller von Al, auch ein Filme-Leben nach Married... with Children (Eine schreicklich Nette Familie) hat. Nachdem schon die Ulk-Serie fünf Jahre brauchte, bis sie im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt wurde, merkt man das hierzulande auch erst mit der Erstausstrahlung von "Polizeibericht Los Angeles" die mit drei Jahren Verspätung in Deutschland im Mai 07 gestartet ist. Der Spartensender Super RTL (Marktanteil in der Schweiz 2,8 %) zeigt die schon lange wieder abgesetzte Serie exklusiv. Wir sehen einen hochbegabten, scharfsinnigen Lt. Friday, der coole Spüche drauf - und trotzdem den ganzen Polizeiladen im Griff hat. Der Bundy-Bauch ist weg, die Sprüche sind weg - und zum Glück auch bald wieder diese niveauvolle Serie. Die passt nicht zu Al. Aber er wird halt auch langsam älter, der Gute. 61 ist er inzwischen und ist auf PartyGuide nur noch selten zu sehen. Al Bundy ist ist derzeit in der HBO-Produktion "John From Cincinnati" zu sehen. Wahrscheinlich in etwa fünf Jahren auch hier in der Schweiz. Bis dahin müssen (oder dürfen) wir uns mit den Sprüchen eines Schuhverkäufers der oberen Unterschicht zufrieden geben. Das ORF zeigt zur Aufpeppung des Nachmittagsprogramms alle 259 Folgen und lässt sich auch nicht von dem mageren 1,4% Marktanteil in Österreich beirren. Die Bundys bleiben Kult.

Eine schrecklich nette Familie (USA 1987-1997) Mo-Fr, 15.55 Uhr, ORF1


Sonntag, 19. August 2007

Fertig Party - Blogger wird angezeigt

PartyGuide (kurz: PG) ist an sich ein lustiges Portal, wo junge Menschen in Hüpftempeln abgelichtet und anschliessen als Abbild der Fun-Kultur veröfentlicht werden. Nun geht das nicht mehr ohne Nebengeräusche und PG beeindruckt je länger je mehr durch Geschichten mit Fun-Faktor Null.

Und das ging so:

Seit August 2005 beobachtet der damalige PG-Fan think eMeidi das fröhliche Party-Portal und wiess mit guten Absichten immer wieder auf peinliche Lücken im System hin. Da niemand will, dass seine persönlichen Angaben einfach zugänglich werden und think eMedi erst dann öffentlich wird, nachdem die Lücke geschlossen wurde, gebührt dem IT-Fachmann ein dickes Lob. Wenn man den technischen Schnick-Schnack in seinen Berichten ignoriert, liefern seine Beiträge über PartyGuide ein paar umwerfende Geschichten. Darüber hinaus sind seine Beiträge auch noch witzig geschrieben, das ist keine Selbstverständlichkeit bei IT-Menschen.

PartyGuide jedenfalls, sieht die unbequeme Hilfe freilich etwas anders und hat die IP-Adresse des Dauernörglers kurzerhand gesperrt und verklagt ihn auf mindestens 20'000 Franken Schadenersatz. Seine Veröffentlichungen (über lausig programmierte und für Hacker anfällige PG-Seiten) hätten dem Image von PartyGuide massiv geschadet. Irgendwas in der Art.
Antwort A ist aber falsch, PartyGuide. Richtig wäre Antwort B: Wir haben Mist gebaut und korrigieren das. PG täte gut daran, sich mal in den Allerwertesten zu kneifen und sich einen, der Grösse des Portals angemessenen Sicherheits-Standart zu gönnen. Stattdessen brockt sich PG weiter schlechte Werbung ein, wie dieses meinige Statement:

"PartyGuide? Nein Danke."

Liebe PartyGuideler, bitte Mitgliederbestand auf der Hauptseite um 1 nach unten korrigieren. Ich melde mich ab bei Euch. Aber nicht wegen der Enthüllungen eines gerechten Bloggers, sondern weil ihr auf diese Weise auf ihn los geht. Und weil elf Newsletter pro Woche einfach zu viel sind. Und weil mein PartyGuide-Posteingang trotz mehrer gegenteiliger Meldungen, bei meinem erzwungenen Besuch bei Euch immer leer ist. Ein netter Trick, um nachher behaupten zu können, PG sei das meitbesuchte Portal der Schweiz...

Und auch noch ein Grund: Ich bin einfach zu alt für den Mist.

PS. Ich habe in diesem Beitrag mit Absicht keinen Link zu PartyGuide gesetzt. Das wäre zu viel der Ehre.

Samstag, 18. August 2007

Ausnahme

Dies ist ausnahmsweise ein Ernst gemeinter Artikel. Lacher sind zu unterdrücken. Sollte doch jemand dem ultimativen Brüller begegnen, so war das eine Ausnahme und keinenfalls Absicht. In diesem Fall den Lacher bitte auf einen Zettel notieren und nicht an die Meldestelle für Ausnahmefälle schicken, sondern ausnahmsweise runterschlucken.

Die Ausnahme

Bedeutung und Herkunft

Als Ausnahme bezeichnet man eine Regel, welche zu befolgen man zu faul ist.

Über die Herkunft von Ausnahmen ist man sich uneins. Die Mythologie der alten Götter besagt, dass das Wort Ausnahme (Aρτεμίς) aus dem Griechischen stammt und nach der Göttin Extrawurstedite (ɛxεμςςρτί) benannt wird. 489 v.Chr. soll sie dabei in der berühmen Schlacht um Regulus (Rxdzɛʉs) ihren Anspruch auf den Gottesthron der Besonderheit verteidigt haben. Eine nüchternere Geschichte erzählt vom legendären Kampf im persischen Golf. ''Sepparat El Son Der Status'' (Bild) führte dabei die Legionärstruppen durch die Felder der Provinz Ausnamikstan, wo er über die Rebellen obsiegte, die - wie sich erst später herausstellte - gar keine Rebellen waren, sondern viel zu faul um sich zu wehren.

Auftreten

Hätte nicht irgend ein Idiot Regeln erfunden, wäre das Leben viel einfacher. Dann müsste man sich nämlich nur die Ausnahme merken, die einem gerade passt. So begegnet man heutzutage aufgrund zu vieler Regeln viel zu vielen Ausnahmen: Zum Beispiel wenn Bayern ausnahmsweise mal Meister würde. Oder Schalke. Als Ausnahme kann man auch verstehen, wenn RTL den spannenden Spielfilm nur vierzehn mal mit Werbung unterbricht. Neu sollen nämlich die beliebten Blockbuster von zwei auf acht Stunden ausgebaut werden und die Schiessereien mit Mel Gibson, die als Füller zwischen den Werbeblöcken bisher kostbare Sendezeit auffrassen, gestrichen werden.

Weil gemäss Tierschutzverordnung für die Arbeit als freiwilliger Hinein-Zapper bei Biolek niemand gezwungen werden konnte, nicht mal ausnahmsweise, wurde die Stelle als bezahlter Zuschauer neu besetzt. Die Wahl fiel dabei auf Barbara Salesch. Salesch gewann die Wahl an der ausnahmsweise von den Medien nicht so aufgebauschte Show "Deutschland sucht den Superzuschauer" mit deutlichem Vorsprung auf ihre Konkurrenz. Die Grundlage für ihren Sieg legte die Hobby-Schlichterin, indem sie ihre Zuschauer jahrelang und ausnahmslos gelangweilt hatte. Zudem sei Salesch sehr geeignet, weil fürs Zappen gar nicht so viel Fingerspitzengefühl nötig ist. Salesch liess unter anderen DJ Bobo hinter sich, der zwar auch langweilig ist, aber während seiner Bewerbung durch einen Vampir-Biss ausnahmsweise tot umgefallen war (kommt wirklich nie wieder vor - echt jetzt). Salesch arbeitete zudem als Lacherin in der Schillerstrasse, bevor sie sich einen Namen als Publikum in ernsteren Sendungen wie "Ladykracher" oder "Kochen mit Bio" machte.


Vom Umgang mit Ausnahmen

Ausnahmen sind einzeln zu halten. In Gruppen raufen sie sich sonst zu Regeln zusammen und können nicht mehr als Ausnahme herhalten, wenn man sie mal braucht. Ihr Umgang ist sehr pflegeleicht, so brauchen sie weder Bestätigung, noch müssen sie gefördert werden. Viel mehr sind Ausnahmen talentiert und machen Sport oder mutieren in eine Form des Ausnahmezustandes, was ganzen Dörfern nach dem Pokalgewinn oder dem Nichtabstieg passieren kann. Der Forderung nach zu vielen Ausnahmen ist jedoch dingend abzuraten, da man schnell mal zu einem Ausnahmeidioten mutieren kann.

Es gibt freilich Situationen, in denen man mit Ausnahmen gar nichts erreicht. Zum Beispiel beim bis heute ungelösten Problem Frau. Hat man beispielsweise die Lieblingspijamahose ausgerechnet dann an, wenn einem ausnahmsweise die Nachbarin seiner Träume um zwei Eier anbettelt, hat man schlechte Karten. Oder ausnahmsweise die richtigen Lottozahlen ankreuzen ist zwar toll, aber den Lottoschein ausnahmsweise mal abgeben, wäre noch toller. Und wenn Maakay ausnahmsweise das Tor trifft, wird bestimmt schon wieder die letzte Runde gespielt und ein anderer ist Meister.

Andere Ausnahmen

Ausgenommen wurden alle schon mal. Wenn nicht von einem Strassenräuber, dann von anderen diebischen Stellen, wie zum Beispiel dem Finanzamt. Oder dem dominikanischen Verkäufer, der ausnahmsweise in der Türkei zufälligerweise grad hier am Strand das letzte Stück Berliner Mauer dabei haben will. Und wenn nicht an der türkischen Riviera, dann eben in der Mailbox, wo das gute Stück für nur 499,99 erstanden werden kann, inklusive einer Rheuma-Decke und 24-teiligem Messerset aus Silber, das garantiert aus dem Nachlass der Swissair stammt. Durch Klick auf den Link ... oups schon passiert ... liebe MasterCard, es war echt eine Ausnahme (kommt wirklich nie wieder vor, ehrlich).

Ausgenommen werden übrigens auch Tiere, was vom Tirschutzverband zwar nicht so gemocht wird, sich aber besonders auf den Filippinen einer grossen Tradition erfreut. Hierfür werden leckere Hunde ====== ==== == ========= === ========= ====== ===== ==== ======= ===== == ========= === ========= ===== (ausnahmsweise zensuriert)


Was ist ausnahmsweise zu beachten?

* Ausnahmen vertragen sich überhaupt nicht in Verbindung mit Freundinnen und Entschuldigungen
* oder Freundinnen und Sex
* oder Freundinnen und Diesen-Ring-kann-ich-Dir-jetzt-nicht-kaufen
* oder Freundinnen und Diese-Schuhe-auch-nicht.
* Überschüssige Ausnahmen müssen in Drogerien zurückgebracht werden oder der Sondermülldeponie zugeführt werden

Ausnahmen sind unbeliebt...
#wenn sie Fehler sind, schwer - und an Adresse #E00000:F600000 in Modul Kernel32 auftreten.
#Bei Lehrern (beim Schielen an der Matheprüfung)
#Beim Verfasser dieses Artikels (wenn einer findet dessen Mist sei lustiger und diesen ausnahmstollen Artikel verändert)

Grundsätzlich als Ausnahme zu Behandeln ist...
#wenn "weiter mit beliebiger Taste" tatsächlich funktioniert
#wenn Kachelmanns Wettervorhersage dann auch wirklich draussen stattfindet
#ein Kompliment einer verheirateten Frau (vor allem von der selbstgeheirateten)
#ein gelungener Witz von Alfred Biolek
#Wenn ''sie'' kommt
#und erst noch pünktlich
#wenn auch noch Gottschalk pünktlich Schluss macht
#Bayern Meister wird


Statistik

Spätestens seit Einführung der ersten EU-Verordnungen, sind die Ausnahmen deutlich in der Überzahl. Auch im Alltag scheinen sich grundsätzlich Ausnahmen durchzusetzen. Tatsächlich treffen auf die 45 blödsten Ausnahmen nämlich nur gerade zwei Regeln zu:

- Warum immer ich

- Warum gerade jetzt

Beispiele hierfür sind Diätprogramme, wo es ausdrücklich heisst, in Ausnahmefällen sei der Erfolg nicht garantiert ... oder bei der Abbuchung der Euro 499,99 die bei MasterCard ausgerechnet dieses Mal und ausnahmsweise nicht rückgängig gemacht werden kann... Oder wenn Steuerexperten über die erstbeste Ausnahmeregelung in der Mehrwertsteuerregelung bei der Mehrkostenfinanzierung ausländischer Steuerrückstellungsreservenauflösung stolpern und das die letzte Handlung vor dem Konkurs war...

Der Riegel bestätigt die Abnahme



Mit diesem Artikel habe ich bei Stupidedia am 2. Contest teilgenommen.

Freitag, 17. August 2007

Beromünster hat ausgefunkt

Ende 2008 wird der Turm zu Beromünster, der höchste und älteste Radio-Sendeturm der Schweiz, abgestellt. Schon heute wird der Hauptsponsor DRS 1 entrümpelt und die veraltete Technologie auf den digitalen Gnadenstoss vorbereitet.

Der Turm stammt aus einer Zeit, als die Radios noch leuchtende Röhren im Gehäuse hatten. Das Hören geschah vorwiegend mittels Amplitudenmodulation. Weit weg war der digitale Schnickschnack, der uns Hörgenuss beschert, als stünden die Rolling Stones im eigenen Wohnzimmer.
Das Rauschen je nach Wetterlage, gehörte zum guten Ton als DRS 1 - erst viel später vom Piraten Schawinsky genötigt - monopolistisch-fröhlich auf der Mittelwelle herumätherte. Der Sender war der Nabel zur Welt und der sonntägliche Höhepunkt war die Schweizer Radiohitparade. Da - und nur da - bekam man als Normalsterblicher mit, dass
Styx mit Boat on the River auf Platz 1 lag. Und wenn man die Scheibe Stereo hören wollte, musste man in den Laden, die Vinylplatte besorgen gehen.

Heute ist das freilich anders. Via Internet lassen sich Radiostationen live aus der Pampa Südamerikas hören und die Hitparadensongs können dank Digital Audio Brotkasten (DAB) direkt auf einen MP3-Player gestreamt werden. Vom Downloaden wollen wir jetzt gar nicht sprechen, da befürchte ich übrigens, wird auf Frischgeborene Babies künftig eine Urheberrechtsgebühr verlangt, schliesslich hat so ein Ding ja Ohren.

Laut einer Medienmitteilung wird DRS 1 künftig "durchhörbarer" und die Volksmusik wird auf einen Digitalen Sender ausgelagert (wo ist da nur der Zusammenhang). Damit werden schunkelnde Volksgenossen gezwungen, was Fehrn-Seher die Dittsche im WDR schauen wollen schon lange müssen: Sich ein digitales Enpfangs-Ding zulegen. Dieses hat dann neben 400 Speicherplätzen und einer eingebauten Festplatte, einen automatischen Lautstärkenabgleich, RDS-Newsletter-Anzeigefunktion, Internetanbindung und Dolby-Surround 5.1.

Ende 2008 wird "Beromünster", der höchste und älteste Radio-Sendeturm der Schweiz abgestellt. Was danach mit dem Denkmal schweizer Pionierarbeit geschieht, weiss man noch nicht genau. Vermutlich wird er von alternativen Flüchtlingen aus dem Torfeld Süd besetzt: Zu oberst die Freischaffenden, ganz unten die Naturverbundenen die einen See anlegen wollen. Musik hören wir spätestens ab dann nur noch digital.


Ein Glück haben wir trotzdem nur zwei Ohren.

Donnerstag, 16. August 2007

Zitat, einfach weils schön ist

„Gefangen sind sie in eigener Sache
und halten sich selber die Totenwache
verstrickt in Dogmatik und Tradition,
die alten Tanten von Rom.“


Hannes Taugwalder
aus "Vielleicht ist irgendwo ein Licht?", 2007, Glendyn-Verlag Aarau.


Mittwoch, 15. August 2007

Die Enzyklopädie ohne Sinn

Mit irrelevanten Informationen aus allen Bereichen lockt seit ein paar Jahrhunderten Stupidedia Millionen von Lesern auf ihre Seite. "Stupi" funktioniert wie Wikipedia und bietet ein umfangreiches Wissen zu allen absurditäten dieser Welt. Wer wollte nicht schon immer mal wissen, was es eigentlich mit Second Life auf sich hat. Oder wie war das nochmal mit der ersten Landung des Mondes auf der Erde?
Stupidedia hat mir sofort gefallen und ich habe inzwischen ein ganzes Dutzend Artikel geschrieben. Mit Ausnahme nahm ich nicht ausnahmsweise an einem Wettbewerb Teil, denn gleiches tue ich heute mit den putzigen härzigen Meerigelschweinchen, (Link funktioniert erst ab 18. August wirklich) von welchem ich exklusiv in diesem Blog ein Vorabbild präsentiere.
Die Ganze Sache ist absolut gratis. Und zwar für die Autoren und natürlich auch für die Betreiber der Seite, den sogenannten Diktatoren. Die sichvermutlich den ganzen Ruhm und überhaupt, sämtliche Loorbeeren absahnen, ich will ja nicht wissen, wieviel deren CEO verdient...

Aber das wollte ich gar nicht schreiben, sondern viel mehr - weil inzwischen in Eile, schliesslich ist heute Abend noch Champignon-League-Qualifikation mit der sympathischen Mannschaft FC Zürich die gegen die sympathische Mannschaft Besiktas Istambul spielt - viel mehr wollte ich zum Beispiel Wortjongleure wie die Leute aus Unterneuntupfing animieren, doch auch mal was zu schreiben. Selbstverständlich hält man sich auch beim Herumulken an gewisse Richtlinien und Witze unter der Gürtellinie sind ja wirklich nicht wirklich, wirklich lustig. Also! Zum Thema Finanzgeschäftsprüfungskommission hat zum Beispiel hat noch keiner was geschrieben, weitere Worte, die einer Erklärung bedürfen, finden sich auf der Hauptseite unten rechts. :-)

Guggst Du hier:
Stupidedia, die Enzyklopädie ohne Sinn
Goggis Benutzerhandbuch

Dienstag, 14. August 2007

oléolé - 10:0

Naja, war ja nicht der Hammergegner für ein Testspiel. In Anbetracht dessen, dass für Schöftland die Meisterschaft am kommenden Wochenende in der 2. Amateurliga los geht und bedenkt mann, dass Aarau fast nur Ersatzspieler auflaufen liess, ist dieses Schlussresultat doch recht happig.
Dabei verpassten es die Aarauer auch in diesem Spiel nicht, Chancen im Dutzend zu versieben. Alleine Rogerio verpasste drei 100prozentige, der einzig Fehlerlose auf dem Platz blieb Torhüter Colomba. Der sah nämlich genau zwei Bälle aus der Nähe.
Rätselraten löste der mysteriöse Spieler mitder Nummer 28 aus. Niemand wollte so recht wissen, wer der gute Mann im Aarauer Dress war.
Hima sagte einer. Aber spielt der noch in Aarau? Nei, der sei verletzt. Also doch nicht Hima. Viellecht Ludätscher. Spinnsch? Der ist kleiner. Und nicht blond.
Da endlich tauchte ein Fan mit Leibchen auf und der hatte doch tatsächlich die 28 auf dem Rücken. Aber weiterhelfen konnte uns auch der nicht. So blieb uns nur noch die Hoffnun
g, die 28 möge den Penalty versenken, dann würden wir die Durchsage über den Lautsprecher hören....

Tammi. Der Torhüter hat gehalten.

SC Schöftland - FC Aarau 0:10
Tore: 2. Nushi, 8. Antic, 10./23./56. Rogerio, 24. Tarone, 53./72./73. Tadevosyan, 57. Antic











verletzt, verlassen, verloren Schöftlands Ivo Dätwyler lässt sich nach seiner Verletzung von Tante Rosmarie trösten - Die Rösslimatte beim Stand von 0:3 - und 0:10

Drachenherz

Immer wieder begegnet mir dieses kleine Video, vom pösen pösen Drachentöter und dem härzigen Kleinen Grisu... Nach dem Videöli zu 36Grad und Lifted ein weiteres gelungenes Kurzfilmchen. Aber schaut selbst.

Umfrage

Einer Umfrage ist, ähnlich wie bei Statistiken, nur dann zu trauen, wenn man sie selber veröffentlicht hat. Eine solche ist zum Beispiel die Umfrage unter französischen 11jährigen, die ergeben haben soll, dass 3 von 100 Kindern gedopt sind "um sportlicher zu werden". Der absolute Renner unter den jungen Sportskanonen seien Salbutamol (45 %), Steroide (10 %) und Cannabis (6 %).
Jetzt lassen sich diese Zahlen auslegen, wie man will. Zum einen kann man sagen, was für schlimme Eltern das sein müssen und wie man nur so kleine Kinder schon zu Doping verleiten kann. Dies war dann auch die Hauptaussage, die mit den Zahlen veröffentlicht wurde.

Bei genauerem Überlegen liegt das Alter der Urteilsfähigkeit ungefähr bei 12 Jahren. Das Beschaffen von solchen Mitteln scheint in diesem Alter eher schwierig bis unmöglich. Es ist auch nicht anzunehmen, dass 11jährige bei einer solchen Umfrage nicht übertreiben, denn- laut Umfrage - lügen 50% der Teilnehmenden bei Umfragen sowieso.
Salbutamol ist darüber hinaus in Medikamenten gegen Bronchitis enthalten, Steroide sind natürliche Stoffe und kommen zum Beispiel in Gallensäure vor. Oder noch simpler: als Vitamin D, welches der Körper aus Cholesterin herstellt und für die Hautfarbe verantwortlich ist. Spätestens bei Canabis wird jedem Lesr dann klar, dass es den Jungs nicht um Leistungsförderung geht.

Dass von den 3'500 befragten Kids tatsächlich 100 gedopt sind, ist also eher unwahrscheinlich und ich verlasse mich auch künftig nicht auf Zahlen, die uns Gegner von Kernkraftwerken, Kleeblattsystemen und Stadionneubauten unter die Nase halten. A propos Nase: Die einzig taugliche Umfrage ist die, der Fliegen auf dem Hundemist: Millionen Fliegen können sich nicht irren.

Montag, 13. August 2007

Schulanfang

Mit gelben Mützen und ebensolchen Dreiecken um die Schultern, zogen heute 70 Erstklässler im Schulhaus Dorf ein. Die Neulinge und deren nostalgische Eltern ("weisch no?") wurden von einer Delegation 2.Klässler musikalisch begrüsst. Trainerin Frau Meier präsentierte das 16-Kind-Kader anschliessend den Medien. Grosse Hoffnung setzt die Lehrerin auf den ausgewogenen Teamgeist und erwartet bereits am zweiten Tag erledigte Hausaufgaben. Der Führungsstab umfasst drei Lehrkräfte, sowie eine Turnstundelehrerin. 2. Klässler Linus berichtete dazu, letztes Mal hätten sie 4mal Schwarzer Mann gespielt und einmal sei er auch der Schwarze Peter äöh nein, Mann, der Schwarze Mann gewesen und zwar mit einem Mädchen zusammen.
Die Ausbildung dauert mindestens neun Jahre und Sahra meinte nach den ertsen beiden Stunden, die Lehrerin habe noch nicht alles erzählt und sie müsse morgen nochmal hin gehen.

Weil die meisten Kinder mit der Schule einen Vertrag bis 2016 abgeschlossen haben ist zu bemerken, dass die Drei-Käse-Hochs keine Austrittsklausel im Vertrag und es ist auch keine Transfersumme festgeschrieben. Transfergerüchte sind also definitiv
nur Gerüchte.

Sonntag, 12. August 2007

Thun schwimmt weiter


Neun Minuten gespielt und der FC Aarau führt in Thun mit 2:0. Den zwei herrlichen Toren Sermeters folgten noch weitere hochkarätige Chancen für die Aargauer, aber erst beim Sonntagschuss eines Thuners zum 1:2 bricht der Kommentator von Sportradio.ch in grenzenlose Euphorie aus und schon spricht er über Thun von ein paar Minuten der Schwäche und der jetzt deutlichen Überlegenheit der Oberländer.
Dieses Phänomen ist eigentlich immer festzustellen, wenn man sich ein Auswärtsspiel seines Teams am Sportradio antun muss. Die Verbundenheit des Reporters zum Heimteam unterscheidet sich denn auch nur im Dialekt, das einmal Ostschwizäärisch, ein ander mal Wallissertiitsch tönt, aber immer parteiisch. Dass sich Sportradio keine Spitzenreporter leisten kann ist mir schon klar, aber wenigstens der deutschen Sprache sollten sie doch mächtig sein. Und vielleicht das Spielgeschehen verfolgen. Und dieses auch noch in verständlichen Sätzen wiedergeben.
So bleiben von der ersten Halbzeit ein paar schwammige Torchancen für die Aarauer und ein bis ins letzte Detail beschriebene Anschlusstor für die Berner aus dem Sumpfgebiet
Wieder nur 15 Minuten nach Speilbeginn, bereits das 4:1 für Aarau. Kommentator Simon Klopfstein hat das 1. Super League-Tor Ianus so gut wie verpasst, er war gerade daran die Audio-Stecker zu prüfen und verzellte live von unter dem Pult, wie herrlich die linke Thuner Seite miteinander harmoniere. Das 2. Tor Ianus kommentierte er so: "Und jetzt ein Verteidiger, nein Stürmer, nach Aussen und... das zwe... eins zu vier für Aarau, wieder war es Gerber."
Zuletzt jubelte er dann aber doch noch, bekehrt durch die tragische Schwimmvorstellung der Thuner. erst beim 5. Aarauer, dann noch beim 2. Thuner Tor. Wir freuen uns aufs Sportpanorama :-)

Thun 2, Aarau 5. Und PS: Die Torschützen waren in drei Fällen komplett andere, zwei Eigentore Thuns und Rogerio statt Paulinho. Der Simon hats eben nicht recht gesehen, oder vielleicht sollte er sich einen schöneren Notizzettel machen (siehe Bild)

Vinyl ist geil

Sie sind schwarz, riesengross, und holten sich in der Regel schon nur vom Anschauen einen Kratzer. Das liebgewonnene Knacken an immer der selben Stelle fehlte einem mit der Zeit im Gehör, sobald das Musikstück dann zum Beispiel am Radio - und Knackfrei - zu hören war. Genau, wir reden hier mal wieder von etwas Nostalgischem. Etwas aus der Zeit, als wir noch jung waren. Vinyl- oder Schallplatten entlocken jüngeren Generationen allerhöchtens ein verwundertes "hä?" - für die älteren Semester bedeutete die schwerzen Scheiben einst Lebensfreude und Imagepflege. Die Hüllen waren richtige Kunstwerke und von Kopierschutz hatte keiner eine Ahnung. Während die weltweiten Verkäufe von CD's und sogar die Downloads von mp3 rückläufig sind, erleben die gerillten Scheiben eine wahre Wiederaufstehung. Grosse Plattenlabels gehen sogar dazu über limitierte Auflagen auf Vinyl zu pressen. Scheiben, die dann bald ausverkauft sind, nitabenissimo. Auch der Absatz von Plattenspielern wächst nach Herstellerangaben in dreistelligen Bereich, Interdiscount zum Beispiel bietet ein Gerät bereits ab 99 Franken an. Heute, am Welttag der Schallplatte, trifft man sich vielerorts zum Umtrunk und gedenkt der vergangenen Tage. Mehr noch: Klangverliebte Zeitgenossen sagen der Schallplate sogar das ultimative Comeback voraus. In England zum Beispiel, werden zwei von drei Singles-Auskopplungen auf Vinyl verkauft. Und im fortschrittlichen Österreich wurden CD's sogar rituell zerstört. Einige hätten bei einem Fan-Treffen mit dem neuen Silberling von Timberlake Freesbee gespielt (nicht etwa mit der CD von Christina Aguilera, die veröffentlich nämlich auch auf den analogen Tonträger. Das meiste Aufsehen mit einer Vinyl-Veröffentlichung erregten zuletzt aber die White Stripes. Die EP «Icky Thump» erreichte noch nie da gewesene Verkaufszahlen, was Bands wie den Rolling Stones oder Bruce Springsteen natürlich auftrieb verleiht: Sie haben ihre Songs immer auch auf Vinyl verkauft. Ob CDs vom aussterben bedroht sind und wo der Weltrekord im CD-Weitwurf liegt, entzieht sich jetzt aber meiner Kenntnis. Ein Hoch auf die Langspielplatte. Ich hab auch noch eine Sammlung von etwa 100 Stück, darunter eine Picture-Disc (was ist jetzt das schon wieder?) von Barbara Streisand (siehe Bild, wird ab 60 Franken gehandelt) und das Rote Album der Beatles. Interessenten melden sich bei mir.

Samstag, 11. August 2007

Papa -Weekend II

Ich kann mich nicht entscheiden. Wahrscheinlich liegt es an der fehlenden Zeit. Zu Schreiben gäbe es genug. Über das wiederholte Sumpfgebiet im Thuner Fussballstadion, das zum Gipfel der Ironie auch noch Lachen heisst. Oder über den linksalternativen Stefan Müller, dem notorischen Stadion Gegner, dem heute in der Zeitung die Argumente ausgegangen sind und jetzt halt einen auf Anschuldigungen macht. Oder über eutermelkende Terrormütter die ihre Kleinkinder mit in den Ausgang nehmen und mitten im Hüpftempel stillen müssen. Zum Entsetzen gutbürgerlicher Partygänger, notabene.
Erwähnenswert auch die 10 Kilometer lange Schlange vor der Migros-Kasse dem Gotthardtunnel. In der Migros waren die Regale leer. Wenn es eine Steigerungsform für "leer" gäbe, würde sie für die Fleischabteilung gelten. Aber wenigsten ist es so viel lustiger noch zwei Stunden durch das Wynencenter zu rennen. Besonders ältere Menschen freuen sich und viele sind ganz verwundert einen Papa zu sehen, der mit seinem Bub rumbalgt. Dabei isch das doch normal!
Und eine zukünftige 10vor10-Reporterin haben wir auch mal wieder gesehen

Freitag, 10. August 2007

Papa-Weekend

Mein Fast-Schulkind und ich sind grad beschäftigt, Fussball-Resultate auszuknobeln. Diese werden dann zum gegebenen Zeitpunkt übernommen. Ich war zwar der Meinung 5:2 sei schon recht knapp. Immerhin haben wir in Basel und gegen YB unentschieden gespielt, wodurch unter Berücksichtigung des Pegelstandes des Thunersees (+ 14) im Verhältnis zum IQ der Basler (1:5) eine in Quadrat zu Pi stehende Wahrscheinlichkeit eines FCA-Sieges mit Siebentoredifferenz resultiert. Wir haben es dann doch bei einem 5:2 belassen, weil unsere Nachbarn vor unserer Türglocke Schlange standen. Die einen hatten Walhölzer dabei, andere Heftchen mit so einem WachtTurm drauf und ob ich denn an Gott glaube. Also die mit dem Trüllhölzli waren mir sympathischer, aber wir haben dann das Fussballspiel in der Stube abgebrochen, wegen unbespielbarem Terrain. Kein Wunder, das Testspiel davor gewann Aarau gegen Thun mit 22:5. Übrigens, falls das Spiel in Thun wegen dem Wasser nicht stattfinden sollte, ist's dann wegen zu tiefem Boden, oder wegen zu hohem Wasser?
Egal. Es ist langsam Zeit fürs Bettchen, schliesslich ist der kleine Künstler ab überübermorgen 1. Klässler. Fertig rumalbern, wir sind jetzt erwachsen :-)

50 Tage und kein bisschen Müde

50 Tage Goggiblog und es macht Spass, das Internet mit seinem eigenen Müll zu bereichern. Danke allen Lesern für's Vorbeischauen und danke auch den vielen und gern gelesenen Kommentaren.

Nun bin ich in meiner langen Bloggerkarriere nie ein Freund davon gewesen das schaut-mal-wieviele-wasauchimmer-ich-schon-habe zu posten. Das liegt vorallem daran, dass dieser Blog 0,000000000002% der Weltbevölkerung erreicht, das sind knapp mehr als Ameisen täglich von biogasbetriebenen Raupenfahrzeugen überfahren werden.

Freudig, neue Bloggingheileits zu erleben

Euer Goggi

Donnerstag, 9. August 2007

Zitat zum Jahrhundertunwetter



"Fast jeden Sommer kommt es in der Schweiz zu Unwettern und Überschwemmungen, doch so dramatisch wie diesen Sommer war es seit zwei Jahren nicht mehr."


Katja Stauber, Moderatorin Tagesschau SF1 (2.v.l.)



Sumpfgebiet als Eldorado...

...für Sintflutpaparazzis. Selten konnte man eine Katastrophe dermassen medial auskosten. In jeder Ecke steht einer mit Handy und Internetanschluss. Abnehmer der topaktuellen Highlights zum Beispiel aus Gsteig bei Wilderswil, sind betroffen dreinschauende Moderatoren hiesiger Katastrophensender. Da heisst es doch, man soll sich am Elend anderer nicht ergötzen.

Aber wenn nicht, weisch wie langweilig.

Nach den vielen Besuchen auf dem Klo heute, dachte ich einen Moment lang, die Trübung im Wasser sei wegen mir ...

Sumpfgebiet Schachen Aarau

Wo einst der Töggelikasten-Weltrekord aufgestellt wurde, und im Leichtahletikrund athletiktreibende Athleten Leichtathletik betrieben, werden derzeit Schwimmkurse angeboten.

500 Meter daneben steht das 40'000 Zuschauer fassende Schwingfest-Stadion.
(Bild: Schalki)

Sumpfgebiet Aarau

Da war ich doch erst vorgestern noch... Aber dieser See ist mir jetzt nicht aufgefallen. Braucht es für dettigs nicht eine Baubewilligung? Ich glaub ich ergreif das Referendum...

Pampa Schachen Aarau, fotografiert von der Kettebrücke aus.

Sumpfgebiet Wohnzimmer

Und das schifft also noch so weiter in dieser Nacht. Goggi mit dem wasserdichtesten Blog im Netz, berichtet die ganze Nacht über den aktuellen Pegelstand. Zur Zeit steht das Wasser erst bis zum Hals. Es besteht also noch Hoffnung, obwohl der Bucheli gesagt hat, die Front die jetzt weggehe komme wieder zurück...

Nur was will die noch hier? Hat ja schon alles raus gepisst...
Baar (ZG) 19 Uhr, oder wenn Pferde bald schwimmen lernen. (Bild: pixel-shots.ch)

Und weil die Schweizer ein Volk von Katastrophentouristen sind, holt ein jeder sein Auto raus um sich das mal anzuschauen. So gelesen im kultpavillonblog...

Mittwoch, 8. August 2007

Regen in Form von Schweiz

Täusche ich mich, oder passt sich die Regenwolke über der Schweiz, den Umrissen unseres Landes langsam an? Ist das eine Verschwörung? Ein ökologisches Wunder? Klimawandel?

Niederschlagsmengen: blau = wenig Regen
Klimaerwärmung. Dass ich nicht lache...

Nummer

Was sind schon Nummern? Computer brauchen zwei davon, um das ganze Internet am laufen zu halten. Weniger Nummern ist meistens schlecht, vorallem wenn sie geschoben, oder zur Darstellung und Berechnung des Privatvemögens dienen. Damit haben wir vorallem die Nummern 0 (Null) und 1 kennengelernt. Unerwähnt bleibt mit Absicht St. Gallens Punktestand nach vier Runden in der Fussballmeisterschaft, oder die Anzahl geschossener Tore nach vier Runden, ebenfalls von St.Gallen.

Die erste Nummer

Viele Menschen meinen immernoch, die erste Nummer sei die Null, oder sogar die Eins. Das ist natürlich blödsinn. Die erste Nummer ist nämlich die Acht, gefolgt von der Drei und erst dann kommt die Eins. Wer mir das nicht glaubt kann ja im Duden nachlesen, oder nächste Woche meinen Sohn in die erste Klasse begleiten. Auffällig ist, dass bei über 80% der Männer die erste Nummer auch gleich die letzte ist. Bei vielen Frauen ist das auch so, doch hängt das davon ab, ob der Ehemann beteiligt ist. Wenn nicht, können bei Frauen durchaus mehrere Nummern folgen. Falls das jetzt eine nicht verstanden hat, macht das nichts, ich gebe gern Nachhilfeunterricht.

Die häufigsten Nummern

Die werden in der Regel geschoben und zwar mit Clauinchen, Barbybaby und der Dumpfbacke von der Al Bundy-Show. Nummern können aber auch gewählt werden, zum Beispiel vor dem Schieben, oder auch vor der Lottoziehung. Wobei es in beiden Fällen fatal ist, die falschen Nummern zu wählen und sowas kann einem das ganze Weekend versauen. Die meisten Nummern finden sich übrigens zwischen 0 und 9, nämlich deren acht.

Das Nummernkonto

Etwas sehr odiotisches war es, Nummernkonten einzuführen. Keine Ahnung, was darauf gesammelt werden soll. Ob Barbybaby darauf aufgeführt wird ist unklar und ob es wirklich Sinn macht ein Konto zu führen nur um eine anzahl 0en, 1en, 2en, 3en, 4en, 5en, 6en, 7ner, 8er und eine 9er aufzubewahren ist natürlich fraglich.

Weil die Verständigung unter Völkern immen mehr abnimmt, offeriert der Goggiblog, die Plattform für unzählbares Wissen, das, worauf in jedem Langenscheidt bisher aus unzähligen Gründen verzichtet wurde: Die Übersetzung von Nummern in andere Sprachen. Hier also exklusiv die Übersetzung in die wichtigsten Sprachen. Absolut Gratis und zum freien Download.

PS. Ein paar haben es sicher gemerkt: Das auf dem ersten Bild ist natürlich keine Nummer. Wer rausfindet was es ist, schickt eine SMS mit "weTTbewErB0g`'?w@3rkwüj" und dem Lösungswort an 0901 850 850 (32,-/SMS) - Zu gewinnen gibt es wie immer eine fast leere Flasche Solera Veterano, gestiftet vom Verein "Es gibt bessere Geschenke, als alkoholische Getränke"


Diesen Artikel habe ich einst (in abgeänderter Version) für Stupidedia, die Enzyklopedie ohne Sinn geschrieben, wo im Moment ein Literatur-Wettbewerb läuft mit reellen Chancen auf eine Platzierung in den Top Twenty. Es machen nämlich erst 12 mit. Goggi, verteidiger der güldenen Silber-Medallie mit eingerechnet.

Dienstag, 7. August 2007

Nicky, unsere Gedanken sind bei Dir

22. Juli 2007: 20-jahriger in Aarau verprügelt - Koma
25. Juli 2007: Mutter in Aarau spitalreif geprügelt
3. August: Wieder Schlägerei in Aarau: 23jähriger im Spital.
4. August: Pärchen in Aarau von Unbekannten niedergeschlagen

Was ist nur los mit Aarau? 15'500 Einwohner zählt unser Städchen, idyllisch gelegen an der Aare, bezaubernde Altstadt, aktiv und sympathisch. Doch in den letzten Wochen häufen sich die Meldungen über Rencontres, die damit enden, dass einer im Spital liegt. Dabei fällt auf, dass sich durchwegs Jugendliche als
Schläger profilieren. Die Opfer sind natürlich nicht immer Lämmchen, aber wo früher die verbalen Fetzen flogen, wird heute weiter geprügelt, egal ob einer am Boden liegt.
Geht mich nichts an - denkt man sich da gern. Und in Anbetracht all der Schlechtigkeiten in den Nachrichten, verwundert diese Gleichgültigkeit kaum mehr. Ausser vielleicht, es passiert nicht nur vor der Haustür, sondern es betrifft jemanden aus dem eigenen Umfeld.

So geschehen vor zwei Wochen, wie bereits monsieur fischer berichtet hat:


Nicky, 20jährig. Ein grosser Fan des FC Aarau. Tags darauf geht die Meisterschaft los, heute nochmal abtanzen, mit Freunden rumhängen. Wochenende halt. Die Kettenbrücke in Aarau ist rappelvoll, man steht auch draussen, das Wetter ist mild.
Dann ein Rempler. Unabsichtlich. Man hat getrunken und die Entschuldigung ist nicht das erste, woran man denkt. Doch der andere ist beleidigt. Einfach anrempeln geht nicht. Ein Wort folgt dem anderen, schon scharen sich Kollegen um beide Parteien. Die Luft wird dicker. Während noch ein paar zu schlichten
versuchen werden andere schon handgreiflich. Die Situation eskaliert. Einer liegt am Boden, doch die Fusstritte gehen weiter.

Am Montag würden die Zeitungen schreiben, der junge Mann sei ins Spital gebracht worden und sein Zustand kritisch.
Geht mich nichts an - dachte ich da noch. Und in Anbetracht all der Schlechtigkeiten in den Nachrichten...

Seit diesem Wochenende hat der junge Mann aber einen Namen. Ein Gesicht. Einen Charackter. Matthias beschreibt ihn als eingefleischten Fan. Sie hätten viel gelacht und Nicky sei immer für einen Spass zu haben gewesen. Und nein, der habe sicher keinen Streit gesucht. Matthias schüttelt den Kopf. Nein, Nicky ist nicht so.

Nicky liegt im Koma

Und plötzlich dreht sich alles. Das hätte mein Sohn sein können. In ein paar
Jahren "hängt" der auch da rum, gemütlich bei einem Bierchen vielleicht. Mein Kleiner lacht auch sehr viel. Mir wird schlecht. Was ist nur mit diesem Aarau los? Was ist nur mit dieser Welt los?

Meine Gedanken, und die der Fussball-Fans sind bei Nicky und seiner Familie.

Würde Daumendrücken doch nur ein bisschen was helfen.






Sonntag, 5. August 2007

Mein Herz!

Und wer denkt an mein Herz?

Ich bin 38.

Hört ihr?

Achtunddreissig!

Penalty für den FC Aarau, Gügi Sermeter versenkt zum 1:2 Anschlusstreffer. Noch bleiben 27 Minuten zu spielen. Die Aarauer kämpfen mit Herz, die Grasshoppers aus Zürich geraten unter Druck. Chance für Aarau. Noch eine. Noch eine. Sermeter wird zu Boden gerissen, doch selbst Blutspuren und zerrissenes Leibchen lassen die Schiedsrichter nicht noch einen Penalty pfeifen. Handspiel GC, wieder kein Pfiff. Abpraller vom GC-Torhüter: Abstoss.
Je näher die 90. Minute rückt, desto ungeduldiger hüpfen ältere, gestandene Mannen auf und ab und finden Linienrichter Alain nicht so toll. 91 Minuten, 92 Minuten, 93 Minuten... Es ist vorbei. Torhüter Ivan Benito stürzt noch einmal vors gegnerische Tor, Gügi Sermeter drischt den Ball vors Tor, Carlos De Almeida springt noch einmal hoch und...



Drinnnn isser.

Die ganze Totomat-Ecke flippt aus. Die meisten der 6'800 Menschen im Brügglifeld sind aus dem Häuschen. Wildfremde liegen sich in den Armen. 2:2, nach 92 Minuten und 59,99 Sekunden. Der Schiedsrichter pfeift ab und wie vergessen sind 30 Grad im Schatten. (ein Glück standen wir an der Sonne)
Herrlich!
Das letzte Tor bei einem Unentschieden erzielen ist natürlich schon viel geiler, als umgekehrt. Diesem FC Aarau zuzuschauen, wie er gegen die drei meistgenannten Anwärter auf den Meistertitel Punkte abgeknöpft hat und bis zuletzt gekämpft hat, ist eine Wohltat im Alltagstrott. Danke FC Aarau! So macht Freizeit Spass!