Quasi als Erweiterung der Blogparade des Webmasterwatchblogs (weiter unten) zum Thema mit welcher Blogsoftware/Anbieter man bloggt, hat thinkblogging ebenfalls eine Blogparade erstellt. Sebastian will wissen, wie ein Blogeintrag entsteht. Die Frage woher die Ideen kommen für einen Blogeintrag beschäftigt ihn dabei ganz besonders. Dazu fällt mir eine ähnliche Umfrage ein, als Renato wissen wollte woher die Inspiration beim Bloggen kommt. Es scheint also ein Thema mit grossem Interesse zu sein.
In der Regel gibt das Weltgeschehen genug her, um sich über etwas schriftlich Gedanken zu machen. Da man in den meisten Fällen zu Dingen seinen Senf abgibt, ohne dass jemand danach gefragt hätte, bieten sich Blogparaden wie diese an, weil man endlich mal gefragt wird. Besonders spannend sind aber Geschichten, die man als einziger kennt, Erlebnisse, an denen man andere teilhaben lassen möchte.
Kleine Anleitung gefällig? Man nehme die oberste Meldung in den Google-News: Jeder zehnte Mann werde in der Schweiz am Arbeitsplatz sexuell belästigt. Was denn? Jetzt möbeln sich die hübschen Karrierefrauen so schön auf, kneifen dem Hausmeister tüchtig in den Po und dann ists wieder nicht recht? Wo ist da die Belästigung? Und wann fängt die endlich an? Oder ist da beim einen oder anderen die Fantasie durchgebrannt, der sich zu viele Billig-Pornos reingezogen hat? Ich frage mich gerade, in welcher Berufsgruppe am meisten gefummelt wird. Sind es die Klemptner, die von willenlosen Hausfrauen überfallen werden? Oder schmeissen sich Sekretärinen an ihre Chefs, auch wenn sie über 140 Kilo wiegen? Gemäss der Auffassung des Berner Bezirksamtes gilt Küssen bereits als sexuelle Handlung (wenigstens wenn man FC Thun Spieler ist und sich an die jüngeren Groupies ranschmeisst). Wenn also eine E-Mail mit Gruss und Kuss gezeichnet ist, wäre das nicht quasi schon Androhung von Gewalt?
Voilà- und schon hat man die Meldung zum Tage. Nicht gerade DER Brüller, aber immer noch besser als ein Zweizeiler, den man in einer Minute hingeknallt hat und mit dem man jeden ärgert, der auf den Link im RSS-Feed gedrückt hat. An einem Beitrag darf man schon mal eine halbe Stunde schreiben, bei Kundenaufträgen sogar eine ganze. Wenn die Zeit aber nicht reicht, ziehe ich ein Spaziergang mit der Familie dem zwanghaften Bloggen vor. Sich um Punkt 8 Uhr hinsetzten und kreativ sein geht dann nämlich auch nicht. Der Kopf muss schon bereit sein und meistens ist es so, dass die Wörter entweder nur so aus der Tastatur sprudeln, oder garnichts kommt. Dann bleiben die Ideen gänzlich aus und es hilft nur noch eine Blogparade, oder ausgiebiger Schlaf.
Will man etwas ganz Wichtiges der Allgemeinheit mitteilen, finde ich das Veröffentlichen auf Pligg, oder in themennahen Foren durchaus legitim. Ich empfinde es aber als eher mühsam, den Beitrag in jede Online-Ecke zu stellen, besonders wenn ich die Beiträge schon ein paar Tage im Voraus geschrieben habe. Meine Leserschaft besteht weitgehend aus einer wiederkehrenden Stammleserschaft und Google-Surfern. Nur etwa 5% kommen von Seiten wie Pligg oder Facts und von den Blogranglisten habe ich mich gänzlich abgemeldet, weil dort selten die beliebtesten Blogs geliestet werden, sondern die mit den besten SEO-Tricks. Was aber nicht bedeutet, dass meine Webseiten nicht Suchmaschinenoptimiert wären. Das hat aber mehr mit ordentlicher Arbeit zu tun, als mit Google-Liebe.
Übrigens ist mir der Google-PageRank ziemlich wurscht. Der wurde mir von 4 auf Null herabgesetzt, weil ich zwischendurch für trigami blogge. Aber jetzt mal ehrlich: Warum sollte ich Google in den Allerwertesten kriechen? Eine Firma die zu 100% von der Werbung lebt, verbietet mir faktisch Werbung zu machen, sonst deklarieren sie mich öffentlich als schlechtes Blog. Hallo, wo leben wir denn hier?
Die Blogparade läuft bis Samstag, 9. Februar. Am Ende der Blogparade folgt wie immer und überall eine kleine Zusammenfassung, darüber hinaus kann man auch noch was gewinnen.













0 x kommentiert - Auch Kommentar abgeben?:
Kommentar veröffentlichen