Montag, 1. November 2010

Fifa 11: cooles Fussballgame


Vor ein paar Tagen stellte der dritte nationale Radiosender in seiner Game-Ecke Fifa 11 von EA Sports vor, wonach man zum Schluss kommen konnte, dass die neuste Version des Fussballspiels unmöglich einen Quantensprung bedeuten konnte. Weit gefehlt! Wer Fifa 11 spielt und seine Vogänger-Versionen kennt, wird sich in einer ganz neuartigen Welt wiederfinden und begeistert sein.

Der testende Radiomoderator könnte auch ganz einfach kein Fussball-Fan gewesen sein. Denn selbst wenn man im Spiel die Nahaufnahmen von Spielern nach wie vor als recht statisch beurteilen kann, so ist das Spielen gegenüber früheren Versionen am PC einiges „natürlicher“ geworden. Der Spielfluss ist schneller, am Ball beherrscht man mehr Tricks, die Pässe sind genauer und die Zweikämpfe härter. Lockere 14:2-Siege gegen herumirrende Verteidiger, wie sie der Goggiblog-Game-Experte Renato bei Fifa 10 jeweils locker herausspielte, verlangen in der neusten Version deutliche mehr Aufwand.

Und das ist gut so, denn der Spielspass steigt natürlich mit der Herausforderung. Während die Technologie mit der so genannten „Next Generation Engine“ aufgepeppt wurde und 360°-Dribblings möglich sind, verleiht „Photo Game Face“ Fifa 11 eine persönliche Note. Neben dem eigenen Gesicht im Spiel kann man sich als Team-Manager profilieren und seine eigene Traumelf zusammenbauen. Damit wird der taktische Gedanke, den man aus Online-Plattformen wie „hattrick“ kennt, um das tatsächliche Spielen erweitert. Neu ist, so scheint mir, dass die einzelnen Spieler sensibler auf Müdigkeit reagieren: wer weite Wege geht, wird mit der Zeit langsamer und verliert öfter Zweikämpfe. Das wiederum misst den Auswechslungen grössere Bedeutung zu. Wert sollte man auch auf die gewählte Taktik legen, so führt ein klassisches 4-4-2 nicht zum selben Resultat wie ein gewagtes 4-1-4-1. Wem das alles noch nicht genügt, kann für jeden Spieler persönliche Statistiken abrufen, einschliesslich einer grafischen Darstellung dessen Laufwege über das Spielfeld. Dazu kommen Spielwiederholungen aus allen möglichen Winkeln und zahlreiche Features, die in diesem Video wunderbar zu sehen sind.

Nach ein paar Schüssen auf dem Trainingsplatz oder auch im ausverkauften Stadion, geht das Spiel los. Obwohl man vorgängig viele Einstellungen vornehmen kann, das wirklich schöne daran ist: Man muss nicht. Für Neulinge ist es ein grosser Vorteil, wenn man Einstellungen einfach durchklicken kann und das Spiele-Spielen endlich los geht. Je länger man sich mit dem Spiel beschäftigt, desto schneller wird man die eigenen Präferenzen erkennen und das Spiel entsprechend einrichten können. Was sich für Einsteiger lohnt, ist für Profis nicht minder interessant. Als Facebook-Fan von Fifa 11, kann man sich zusätzliche Features herunterladen und sich mit Gleichgesinnten verbinden. Ob die zuweilen nervigen Bundesliga-Kommentatoren noch immer ihre Floskeln runterspulen ist mir nicht bekannt – wir haben hier die englische Version getestet. 

Unser Test läuft auf dem Laptop und gespielt wird mit der Tastatur. Definitiv besser ginge es mit einem Controler, vermutlich auch auf einer Konsole. Dafür, dass der Test-PC eher als „Arbeitscomputer“ konfiguriert ist und eine entsprechend „schwache“ Grafikkarte eingebaut hat, läuft das Spiel ruckelfrei und ohne Verzögerungen. Das sagt Goggiblog-Game-Tester Renato: „Wenn man sich einmal an die Tastaturkombinationen gewöhnt hat, ist das Spielvergnügen sehr gross.“ Nach einer ersten, bitteren Niederlagen, reihten sich ein paar torlose Unentschieden ein, ehe Renato bereits im fünften Spiel seinen ersten Sieg verzeichnen konnte.

Fazit Fifa 11 am PC: TOP sind Grafik, taktische Möglichkeiten, Tricks im Spiel – und zwar auch in der PC-Verison! Entsprechend gross dürfte wohl die komplette Download-Version sein – schon die Testversion kommt mit 1,2 GB daher. Abzüge gibt’s allerhöchstens für die weiterhin starre Mimik der Spieler. Der Spielspass zuweilen – und darauf kommt es an - ist aber garantiert. Übrigens: Wenn dieser Artikel ganz oft gelesen wird, gewinnt Goggiblog-Tester Renato (Bild) eine Vollversion davon :-)

Bewertung: Ausgezeichnet ☆☆☆☆☆

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