[Trigami-Review]
Die heutige Rezension ist für mich eine kleine Gratwanderung. Da ist ein wirklich gelungenes Produkt von Fuji-Film, das mir in der Vollendung sehr gut gefällt. Doch auf der anderen Seite führte ein nur sehr steiniger Weg zum Erfolg. Ein Erfahrungsbericht, oder fast schon ein Leidensbericht.
Der Bestellvorgang fängt mit einem Anmelde-Marathon an, für den Fuji Film zwar nur indirekt etwas kann, man muss sich aber fragen, warum Fuji nicht einfachere Wege einschlägt. Um nämlich ein Mosaikbild erstellen zu können braucht man neben einer Registrierung bei Fuji auch noch ein Flickr-Konto und muss in demselben die Anwendung „mosaikr“ zulassen. Diese will nebenbei erwähnt auf persönliche Daten zugreifen und steht sich ein Verwertungsrecht auf erstellte Bilder zu, was man aber nur in den zwingend zu akzeptierenden AGB lesen kann, die erfahrungsgemäss je eh keiner liest. Ich frage mich: wofür brauchen die das, ich will doch nur ein Mosaik-Bild!
Man kann sich übrigens auch mit einem Google-Account bei Flickr anmelden, wobei sich hiernach Yahoo (dem Flickr gehört) einschaltet und Zugriff auf persönliche Daten verlangt. Obwohl ich als Benutzername „goggiblog“ wähle, werde ich freundlich aber falsch mit „Hallo Benutzer 182a486f8a26c785fd80653f6d4e31ac“ begrüsst. Da ich bisher kein Passwort vergeben habe, muss ich annehmen dass Yahoo das gleiche Passwort verwendet wie google. Oder Fuji? Ich bin verwirrt. Ein paar Klicks weiter schaffe ich es den Benutzernamen auf „goggiblog“ zu korrigieren und erfahre weiter in den Sicherheitseinstellungen, dass das Betrachten meiner Fotos standardmässig auf „offen für jeden“ eingestellt ist. Auch das ändere ich. Nebenbei bin ich jetzt Mitglied des Yahoo-Netzwerkes geworden, was mir erlaubt mit anderen Nutzern zu interagieren und zu chaten… ich will doch nur ein Mosaik-Bild!
Meine Skepsis wächst, doch immerhin kann ich endlich mein Bild bestellen. Ich wähle zuerst das Master-Blid aus, also das Bild welches die vielen kleinen weiteren Bilder als Ganzes ergeben sollen. Meine Wahl fällt auf ein Bild vom Matterhorn. Im zweiten Schritt sind die kleinen Bilder auszuwählen, also die Mosaiksteinchen. Mit dem eben eingerichteten kostenlosen Flickr-Konto kann ich jedoch höchstens 300 MB Bildmaterial pro Kalendermonat hinauf laden - das sind mit Bildern aus einer Canon EOS40D gerade mal 86 Fotos. In rund einer Stunde sind die Bilder ins Flickr-Album geladen. Hier finde ich zum Glück eine Option „Privat“, so dass ich guten Mutes hoffe, die Bilder landen doch nicht „offen für jeden“ im Internet, wie es in den Standarteinstellungen angedroht wird.
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| Mit zu wenig Bildern oder zu grossen Steinchen sieht das Bild schon in der Vorschau schlecht aus. 500 Bilder und maximale Anzahl Mosaiksteinchen sind ein Muss! |
Weil ich nicht bereit bin Geld für ein Online-Album auszugeben, richte ich mir einen neuen Flickr-Account ein, verkleinere die Originaldateien und lade mehr Bilder hinauf. Was wiederum dauert. Verstrichene Zeit bisher: 3,5 Stunden. Und schon kommt der nächste Stolperstein: Flickr weigert sich im kostenlosen Account mehr als 200 Bilder zu speichern.
Zurück zu mosaikr, „middle“ als Mosaiksteingrösse wählen, 200 kleinen Bilder als Mosaiksteine auswählen und… Das Bild sieht nach wie vor schlecht aus, Bilder werden bis zu 20x nebeneinander dargestellt. Furchtbar.
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| Das Original mit 560 verschiedenen Bildern. Aufgeteilt auf über 2600 Feldchen sieht das Ganze doch ganz gut aus. |
Fazit: Das Produkt von fujifilm postershop ist super. Der Bestellvorgang eine reine Zumutung. Das eher teure Produkt wird wegen dem Flickr-Account zusätzlich verteuert –Für ein vernünftiges Mosaik-Bild reicht ein kostenloser Account nicht. Ausserdem scheint die halbe Welt nun Zugriff auf meine Bilder und meine Daten zu haben.
TOP:
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Qualität Produkts ☆☆☆☆☆
Lieferung ☆☆☆☆
Preis ☆☆☆
FLOP:
Bestellvorgang ☆
Datenschutz Flickr ☆
Datenschutz Mosaikr ☆















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