Mittwoch, 2. März 2011

Hutmacher kann's nicht lassen

Dass über die Vergabe von Millionenkrediten diskutiert und zuweilen auch hitzig debattiert werden darf, gehört zu den Errungenschaften, die der eher langweiligen Politik eine gewisse Würze verpassen. Die Bewilligungsorgie rund um das Hundegesetz, oder die abermals geänderte Art und Weise wie der Grosse Rat gewählt wird, sind nur zwei Beispiele, dass erst die Diskussion Bewegung in eine Sache bringt. Sich einer Sache anzunehmen, das ist die Pflicht eines Politikers.

Alles andere als Bewegung - nämlich der absolute Stillstand - scheint sich Markus Hutmacher, grüner Einwohnerrat der Stadt Aarau zu wünschen. Seit Jahren kämpft er verbissen gegen jedes Anliegen das den FC Aarau betrifft. Er ergreift Referenden, blockiert Bauvorhaben, verlangt Zusatzbedingungen und längere Bedenkzeiten, verbiegt Tatsachen, führt wortgewaltige Schlachten. Die verbreitete Meinung, Hutmacher habe zum Erreichen seiner Ziele den eigenen Briefkasten in die Luft gesprengt ist längst nicht bei allen Stadtbewohnern ausgeräumt. Wir sprechen von jenem Markus Hutmacher, notabene, der von sich behauptete FC Aarau-Fan zu sein.

An der gestrigen Sitzung des Einwohnerrates, hatte die Stadt Aarau über einen Verpflichtungskredit von 17,09 Millionen Franken zu befinden. Nach kurzer Grundsatzdiskussion war das Votum klar: Mit 40:5 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) wurde der Kredit genehmigt. Darin enthalten sind unter anderem 2,51 Millionen zur Sanierung der Fussball-Trainingsplätze. Nachdem einem Teil des Rates - dem auch Markus Hutmacher angehörte - es nicht gelang die ganze Vorlage zu kippen, trat der grüne Politiker Hutmacher mit zwei Zusatzanträgen an die Versammlung. Der Kredit für die Fussballer sei auf 1,75 Millionen zu kürzen, denn es sei "zumutbar", dass der FC Aarau sich angemessen an der Investition beteilige. Ausserdem wollte Hutmacher den Kreditentscheid zu Gunsten der Fussballer einer "freiwilligen Volksabstimmung" unterstellen.

Beide Anträge wurden vom Parlament "abgeschmettert", wie es die az Aargauer Zeitung in ihrer (online-)Ausgabe von heute beschreibt. Und der Beweis scheint einmal mehr erbracht, dass es Herrn Hutmacher nicht um die Sache, sondern immer nur gegen den FC Aarau geht. Schade, dass die Grünen dem Treiben ihres Politikers nach wie vor zusehen. Und das in einem Wahljahr!

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IG Altstadt Aarau hat gesagt…

Markus Hutmacher ist nicht mehr tragbar. Wir werden die Grünen nicht wieder wählen wenn die Partei sich nicht von Herrn Hutmacher distanziert. Es ist eine Schande dass man sich in der Partei nicht nach Grundwerten richtet sondern nach Spielchen eines einzigen. Die Interessen der Altstadt interessiert anscheinend auch keinen.