Sonntag, 27. März 2011

Fehlerhafter Titel des Tages

Na? Wer findet den Fehler? Wir sehen die Titelseite der Aargauer Zeitung, die am Sonntag "Sonntag" heisst. Wer den Fehler findet gewinnt einen teilweise geschmolzenen Brennstab.


Eigentlich sollte dort stehen:

Alpiq-Chef warnt 
vor Atom-Ausstieg: 
"Mein Lohn
viermal tiefer"

Freitag, 25. März 2011

Flugverkehr

Betrachtet man die Welt aus dieser Perspektive sind Fukushima, Libyen und sonst noch ein paar Sorgen weeeeeit weg - vielleicht sollten wir einfach mal dankbar sein, hier leben zu dürfen.


Die Wolken sind übrigens gar keine Wolken, sondern Kondensstreifen von Flugzeugen. Es heisst, solche Streifen können uns bis zu 10% Licht rauben und sind sogar ein veritabes Umweltproblem - ungemein interessanter machen sie den Himmel allemal.

Mittwoch, 23. März 2011

Per App eine Wohnung finden

[Trigami-Review] -

Die Wohnungssuche kann sich schon mal zu einem richtigen Problem mausern. Wenn man Ortsgebunden ist, einen ganz bestimmten Ausbaustandard wünscht, oder ganz einfach das richtige Zu Hause für die Ewigkeit sucht. Zeitungen durchblättern geht mit der Zeit ins Geld und das Internet abklappern kann zuweilen sehr zeitraubend sein. Die neue App von ImmoScout24 verspricht Abhilfe.

Die kostenlose App von ImmoScout 24 Schweiz steht derzeit für iPhone, iPod und iPad zur Verfügung. Nach dem Öffnen präsentiert sich ein einfaches Menu. Unter "Suche" kann man die Eckdaten der Wohnungs- oder Haussuche eingeben. ImmoSearch bietet auch spezifische Suchen nach Landwirtschaftsobjekten, Schrebergarten, Bootsplatz und diversen Gewerbeobjekten an. In unserem Test konzentrieren wir uns auf die Liegenschaftssuche, wie sie von Herr und Frau Schweizer meistens durchgeführt wird. Mit den Suchoptionen legt man sich auf Miete oder Kauf fest, grenzt die Suche geografisch ein und wählt Grösse und Preisspanne, welche der Wohnraum aufweisen soll. Das geht in unserem Test ganz gut, einzig der Regler für die Umkreissuche ist auf dem kleinen iPhone-Display sehr schwierig zu regeln.

Bequeme Suche, gute Resultate. Für das iPad wäre
eine eigene HD-Version schön
Die Goggiblog-Suche nach einer Mietwohnung im Umkreis von 25 Kilometer um Aarau ergab 1035 Objekte mit 3,5 bis 5,5 Zimmern. Eine sehr grosse Auswahl also. Die Suchergebnisse können nun sortiert werden: nach Orten, Bruttomiete, Anzahl Zimmer oder Grösse des Wohnraums. Auch nur die neusten Einträge können separat angezeigt werden. Was hier fehlt ist eine Anordnung nach Entfernung, gemessen vom angegebenen Ausgangspunkt. Hat man ein Objekt gefunden werden auf einem Sheet Bilder des Objekts, sowie alle wichtigen Angaben angezeigt. Ein Feature das sehr gefällt ist die Möglichkeit, sich die Liegenschaft auf einer Karte anzeigen zu lassen, einschliesslich Routenplanung ab dem aktuellen Standort. Neben einer kurzen Beschreibung kann auch eine ausführliche Version angezeigt werden, in der Angaben über Lärmbelastung, Ausbaustandard oder Kinderfreundlichkeit abgerufen werden können. Für ganz Eilige steht die QuickSearch Funktion bereit, mit der alle Miet- oder Kaufangebote in der unmittelbaren Umgebung in der man sich befindet, angezeigt werden. Dies klappt allerdings nur mit dem iPhone - iPod und iPad zeigen diese Optionen auch bei eingeschalteten Ortungsdiensten nicht an.

Ergebnisanzeige
inkl. Routenplanung
Gute Speicherfunktion

Will man sich noch andere Wohnungen anschauen, findet man zu bisher gefundenen Objekten zurück, indem man im Menüpunkt auf "Verlauf" tippt. Hier werden ausserdem bisherige Suchanfragen gespeichert. Wer will, kann zu jedem Objekt seine eigenen Bemerkungen verfassen und speichern, oder die beliebtesten Suchergebnisse direkt als Shortcut auf der Startseite festlegen. Sehr gut auch die Möglichkeit, alle Einträge wieder zu löschen - beispielsweise wenn man ein ganz anderes Objekt sucht und in den gespeicherten Daten Ordnung schaffen will.

Fazit: Die Pluspunkte sind eindeutig die bequeme Suchfunktion sowie die gute Darstellung und Speichermöglichkeit der Ergebnisse. Die Qualität der Suchergebnisse ist sehr genau und ganz offensichtlich greift ImmoScout24 auf eine riesige Datenbank zu. Kleine technische Änderungen wie die grössedes Reglers für die Umgebungssuche und eine eigene HD-Version für das iPad sind wünschenswerte Updates, die den guten Gesamteindruck der App aber nicht schmälern. Hier gehts zur ImmoScout24-App bei iTunes.

Samstag, 19. März 2011

Schämen Sie sich, Frau Balzarini-Voss

Vor rund 5 Monaten stand vielen von uns der Atem still, als bekannt wurde, dass der Leadsänger von "Gotthard" bei einem unverschuldeten Unfall in den USA ums Leben kam. Mit dabei auf der Motorrad-Tour: Brigitte Balzarini-Voss. Bereits in den ersten Tagen nach dem Unfall konnte man in den gut bebilderten Medien erfahren, dass Steve Lees Körper (später war's sogar die Seele) an der damaligen Lebenspartnerin vorbeigeflogen sei.

Soweit so egal. Vor ein paar Monaten erschien in der "Schweizer Illustrierten" eine mehrseitige (und wiederum gut bebilderte) Reportage über Frau Balzarini und ihrem Besuch des Unfallorts. An dieser Stelle hätte dem Skeptiker eigentlich ein Licht aufgehen sollen. Doch hätte man nach dem Tod des wohl erfolgreichsten Schweizer Musikers, dessen Lebenspartnerin eine unnatürlich schnelle Medienpräsenz vorwerfen sollen?

Seit heute wissen wir: Ja, hätte man sollen. In diesen Tagen erscheint nämlich das Enhüllungs- und Biografiebuch von Brigitte Balzarini-Voss: "Mein Leben mit Steve". Meine ganz persönliche erste Reaktion war: "Spinnt die?" - mein zweiter, wohl überlegter Gedanke war: "Die spinnt".

Die best bebilderte Zeitung der Schweiz (die übrigens dem gleichen Verlag wie die Schweizer Illustrierte angehört) veröffentlicht einen mehrteiligen Vorabdruck des Buches... pardon: des "packenden Buches", wie es die Zeitung uneigennützig beschreibt. Das Buch ist aber nicht packend, sondern eine Frechheit. Wäre ich mit Steve Lee verwandt würde ich ein Verbot erzwingen. Es geht absolut nicht in Ordnung, dass gerade mal 5 Monate nach dem Tod, sich die Frau die sich zufällig als Lebensabschnittspartner schimpfen darf, sich dermassen in den Vordergrund stellt. Das Buch ist eine Riesenklatsche direkt ins Gesicht von Angehörigen, Freunden und Fans, die ihre ganz persönliche Beziehung zu Steve Lee hatten. Sie steht nun aber im Mittelpunkt, und das nicht erst seit Tagen, sondern eigentlich nachdem der erste Reporter sich bei ihr meldete. Einen Eindruck, den ich beim genaueren Betrachten des Buchdeckels auch nicht wirklich loswerde.

Im Buch enthüllt die Frau Begebenheiten aus der ersten Nacht mit Lee, Treffen die zwischen ihr und seiner Vorgängerin stattfanden. Ein Blick in intime Geschichten, die erstens niemanden etwas angehen und zweitens den bitteren, wirklich bitteren Eindruck hinterlassen, da schlachte ein erfolgloses Ex-Modell den Tod eines Menschen rücksichtslos aus.

Ich kann da nur sagen: Schämen Sie sich, Frau Balzarini. Schämen Sie sich!

Mittwoch, 16. März 2011

Facebook: Undichte Stelle gefunden

Auf Facebook wurde eine bisher unbemerkt gebliebene Schwachstelle gefunden, die den Atem stocken lässt. Die Einstellung kann nur sehr schwer geändert werden, Antivirenprogramme sind wirkungslos. Experten raten zur Abschaltung von Facebook, wenn die Schwachstelle nicht umgehend repariert werden kann. 

Der Spamschutz in einem Google-Mail-Account ist fantastisch, Millionengewinne durch Erbschaft und Viagrapillen haben praktisch kein Durchkommen mehr. Selbst in Mail-Accounts, die ungeniert in Wettbewerbsformulare und Anmeldeseiten hinterlassen werden, herrscht Spam-Ruhe - und das obwohl über 90% des weltweiten Mailverkehrs aus Spam besteht. Diese zuverlässige Filterung hat wohl dazu geführt, dass sich anderenorts eine Sicherheitslücke von ungeheuerlichem Ausmass öffnen konnte. Eine Lücke die niemand stopfen kann. Es handelt sich um das tatsächlich schwächste Glied in der Kette, an dem Antivirenprogramme, Experten und jede noch so ausgefeilte Technik scheitert:

Der Mensch.

Beispiel Facebook. Hier können fremde Menschen Accounts zuspamen und mit technisch veränderten Videos und Bilder Informationen von User abrufen. Obwohl die Betreiber der sozialen Plattform ständig erhöhte Sicherheit und wichtige Updates garantieren, ändert Facebook Einstellungen die der Werbeindustrie dienlich sind viel öfter und vor allem heimlich. Hinweise darauf liefert die in englischer Sprache verfasste Seite Allfacebook.com.

Aber auch die deutschsprachige Blogsphäre schläft nicht:  Monsieur Fischer hat einen sehr guten Artikel über die "Gefällt mir"-Falle geschrieben und hält den weitaus besten Tipp bereit, den sich Facebook-User merken sollten: Hirn einschalten.

Hirn. Die letzte Schranke zwischen Idee und Handeln, zwischen Wohlstand und atomarem Niedergang. In Anlehnung an Monsieur's Artikel zur "Gefällt mir"-Falle, hier eine Anleitung, wie man gewollte und ungewollte "Gefällt mir" wieder los werden kann:
  1. Gehe auf dein Profil (Reiter oben rechts) 
  2. Klicke unter deinem Profilbild auf "Info" 
  3. Scrolle auf dieser Seite bis "Aktivitäten und Interessen" 
  4. Wähle dort den Link "Andere Seiten". Es erscheinen eine Handvoll Seiten.
  5. Allenfalls steht dort "weitere (Anzahl) Seiten anzeigen" - klicke darauf.
  6. Nun sind alle Seiten sichtbar, welche Dir gefallen. Falls dies für die Seite "Prozac Delivery Services" nicht mehr zutreffen sollte, klickst du mit der rechten Maustaste darauf und öffnest den Link in einem neuen Tab. Du kannst den Link auch mit der rechten Maustaste im aktuellen Tab öffnen, allerdings musst du dich danach wieder durch die Punkte 3 bis 5 durcharbeiten, was recht zeitaufwändig ist.
  7. Nun scrollst du auf der Seite die dir nicht mehr gefällt nach unten, bis auf der linken Seite der Link "gefällt mir nicht mehr" erscheint. Mittels Klick entfernst du die Seite aus deinem Profil.
Zur Beachtung: Allenfalls durch voreilige Klicks herunter geladene Software wird man dadurch nicht los. Ein Blick in die Anwendungseinstellungen kann dabei helfen: http://www.facebook.com/settings/?tab=privacy#!/settings/?tab=applications (du musst auf Facebook eingeloggt sein, damit der Link funktioniert). Hier lassen sich Anwendungen löschen. Allerdings löscht man auf diese Weise auch nur Software die via Facebook läuft. Gegen selbstständig funktionierende Spyware hilft nur ein aktualisiertes Antivirenprogramm - wobei die Facebook-Apps genau genommen gar keine Viren sind, sondern "nur" Daten auslesen, nachdem der unvorsichtige User dies durch seinen Klick zugelassen hat.

Wir sind nur Gäste auf dieser Welt

Wir alle sind keine Nuklearexperten. Aber um zwischen dem zu unterscheiden, was uns die Japanische Regierung im Einklang mit der Atom-Lobby glaubhaft machen will, und dem was in Japan wirklich passiert, braucht man gar kein Nuklearexperte zu sein. Denn das was sich da anbahnt, ist nichts weniger als der Weltuntergang. Wenn nicht für "uns hier drüben", dann für ein paar Millionen Japaner.

Über 10'000 Tote, 46'000 Häuser sind vom Erdboden verschwunden. Bald 1 Million Menschen müssen aus der Gegend der kaputten Atomkraftwerke flüchten. Die Industrie steht still, die Börsen sacken ab. Wer nun glaubt, das Löschen der Reaktoren würde reichen um Japan zu retten, irrt gewaltig. Das Land wird über Jahrzehnte nicht mehr Normalzustand erleben, so viel ist heute schon sicher. Erleben wir tatsächlich den "Super-GAU", dessen Eintritt viele vermuten er sei schon eingetreten, wird dies die Welt und die Menschen grundlegend verändern. Oder auch nicht - die Halbwertszeit von schlimmen Nachrichten ist bekanntlich deutlich tiefer als jene radioaktiver Verseuchung.

Eine Lehrerin sagte letzte Woche zu ihrer Klasse, für Haiti hätte Sie eine Spendensammlung richtig gefunden. Für Japan nicht. Die seien schliesslich reich. Das Schlimme an dieser Aussage ist, dass sie die Ignoranz der Menschheit unterstreicht. Abgesehen davon, dass der einzelne Japaner der gerade seine ganze Existenz verloren hat wohl kaum viel besser dran sein wird als der Haitianer, führen uns die Ereignisse in Japan brutal vor Augen, dass wir nur eine einzige Welt zur Verfügung haben und wir endlich etwas sogsamer damit umgehen sollten. Wenn nicht alle zusammenhalten, ist sie verloren. Und die Tatsache, dass gerade mal noch 50 Japanische Techniker versuchen die Reaktoren zu stabilisieren, ist schon fast ein Zeichen der Resignation.

Als erste Massnahme zur Säuberung der Welt, werde ich sämtliche Politiker, Nosdradamus-Jünger, Endzeitprediger und Facebook-Gruppen ignorieren, die jetzt in egoistischer Weise versuchen ein Geschäft aus der Sache zu machen. Ich mache keine Lichterlöschen-Aktionen mit und auch keine Unterschriftensammlungen. Ich zünde eine Kerze an für die vielen Menschen die in Not geraten sind, in grosser Ehrfucht und im Wissen, dass wir nur Gäste sind auf dieser Welt.

Montag, 7. März 2011

So kauft die Schweiz ein

Die Migros hat auf ihrer Facebook-Seite eine Zusammenstellung veröffentlicht, wie man sich in den verschiedenen Kantonen äussert, wenn man einkaufen geht. Die sehr fehlerhaft wiedergegebenen regionalen Slängs, seien hier bildlich korrigiert.

«Einkaufen gehen»: So sagt ihr's in eurem Kanton





Mittwoch, 2. März 2011

Hutmacher kann's nicht lassen

Dass über die Vergabe von Millionenkrediten diskutiert und zuweilen auch hitzig debattiert werden darf, gehört zu den Errungenschaften, die der eher langweiligen Politik eine gewisse Würze verpassen. Die Bewilligungsorgie rund um das Hundegesetz, oder die abermals geänderte Art und Weise wie der Grosse Rat gewählt wird, sind nur zwei Beispiele, dass erst die Diskussion Bewegung in eine Sache bringt. Sich einer Sache anzunehmen, das ist die Pflicht eines Politikers.

Alles andere als Bewegung - nämlich der absolute Stillstand - scheint sich Markus Hutmacher, grüner Einwohnerrat der Stadt Aarau zu wünschen. Seit Jahren kämpft er verbissen gegen jedes Anliegen das den FC Aarau betrifft. Er ergreift Referenden, blockiert Bauvorhaben, verlangt Zusatzbedingungen und längere Bedenkzeiten, verbiegt Tatsachen, führt wortgewaltige Schlachten. Die verbreitete Meinung, Hutmacher habe zum Erreichen seiner Ziele den eigenen Briefkasten in die Luft gesprengt ist längst nicht bei allen Stadtbewohnern ausgeräumt. Wir sprechen von jenem Markus Hutmacher, notabene, der von sich behauptete FC Aarau-Fan zu sein.

An der gestrigen Sitzung des Einwohnerrates, hatte die Stadt Aarau über einen Verpflichtungskredit von 17,09 Millionen Franken zu befinden. Nach kurzer Grundsatzdiskussion war das Votum klar: Mit 40:5 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) wurde der Kredit genehmigt. Darin enthalten sind unter anderem 2,51 Millionen zur Sanierung der Fussball-Trainingsplätze. Nachdem einem Teil des Rates - dem auch Markus Hutmacher angehörte - es nicht gelang die ganze Vorlage zu kippen, trat der grüne Politiker Hutmacher mit zwei Zusatzanträgen an die Versammlung. Der Kredit für die Fussballer sei auf 1,75 Millionen zu kürzen, denn es sei "zumutbar", dass der FC Aarau sich angemessen an der Investition beteilige. Ausserdem wollte Hutmacher den Kreditentscheid zu Gunsten der Fussballer einer "freiwilligen Volksabstimmung" unterstellen.

Beide Anträge wurden vom Parlament "abgeschmettert", wie es die az Aargauer Zeitung in ihrer (online-)Ausgabe von heute beschreibt. Und der Beweis scheint einmal mehr erbracht, dass es Herrn Hutmacher nicht um die Sache, sondern immer nur gegen den FC Aarau geht. Schade, dass die Grünen dem Treiben ihres Politikers nach wie vor zusehen. Und das in einem Wahljahr!

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