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Donnerstag, 18. November 2010

Erstmals geblasen!

Vor zwei Wochen ist es endlich passiert! Es war in einer stimmungsvollen Nacht, die wenigen Blätter an den Bäumen wischten gemütlich durch den Wind. Eigentlich sprach nichts dafür, dass es ausgerechnet heute passieren sollte, nach so vielen Jahren ohne. Doch da stand er! Mächtig, unausweichlich, steif wie eine Eins reckte der Polizist den gelben Leuchtstab in die Höhe und wollte dass ich innehielt und ihm Führerausweis und Fahrzeugpapiere zeige. Die Bemerkung "Ich komme vom Fussballmatch" reichte dem Polizisten um eine ganze Reihe alkoholischer Vergehen zu wittern und befehligte mich aus dem Auto. "Haben Sie schon mal geblasen?" frage er und ich fragte mich ebenfalls, nämlich ob der das in dieser Form eine Autofahrerin auch fragen würde.

"Öhm nö, das ist mein erstes Mal" und selbstverständlich lächelten wir uns beide an. Er, der Polizist, weil er nach wie vor der Meinung war mir das Billet abnehmen zu können, ich, weil ich genau wusste: das wird nichts. "5 Sekunden" sagte er und "so schnell kann ein Blowjob gehen" dachte ich. Meinem zuversichtlichen "Nullkommanull" konnte der Uniformierte nur ein zähneknirschendes Nicken entgegensetzen und selbst das flugs kontrollierte Reifenprofil, die Abgasvignette und die Beleuchtung blieben für den Polizisten eine reine Enttäuschung.

Ich wollte schon gehen, als mir ein Witz einfiel. Sagt der Polizist: "Fahrzeugpapiere und aussteigen, ich denke, Sie sind betrunken!" Ich: "Aber Herr Polizist, ich versichere Ihnen, ich habe nichts getrunken!" Polizist: "Ok, machen wir einen kleinen Test! Stellen Sie sich vor: Sie fahren im Dunkeln auf einer Strasse, da kommen Ihnen zwei Lichter entgegen, was ist das?" Ich: "Ein Auto." Polizist: "Na klar! Aber welches? Ein Mercedes, ein Audi oder ein BMW?" Ich: "Keine Ahnung!" Polizist: "Also doch betrunken." Ich: "Aber mit Garantie nicht!"

Polizist: "Okay, noch ein Test: Stellen Sie sich vor: Sie fahren im Dunkeln auf einer Strasse, da kommt Ihnen ein Licht entgegen, was ist das?" Ich: "Ein Motorrad!" Polizist: "Na klar! Aber welches? Eine Honda, eine Kawasaki oder eine Harley?" Ich: "Keine Ahnung!" Polizist: "Wie ich sagte: betrunken!" Ich wurde langsam etwas sauer, deshalb wollte ich mal eine Gegenprobe machen: "So, Herr Polizist, Gegenfrage: Es steht eine Frau am Strassenrand. Sie trägt einen Mini, Netzstrümpfe und hochhackige Schuhe. Was ist das?" Polizist: "Na, klar. Eine Hure." Ich: "Ja klar, aber welche? Ihre Tochter, ihre Frau oder ihre Mutter?"

Seither habe ich keinen Führerschein mehr.

Montag, 30. Juni 2008

Benzin-Schmerzgrenze

Vor bald sieben Jahren, nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York, führe die politische Anspannung dazu, dass die Rohölpreise und damit die Benzinpreise in die Höhe schnellten. Auch als ein paar Jahre später mehrere Stürme amerikanische Ölplattformern wegfegten, stieg der Preis merklich an. In beiden Fällen waren in den Zeitungen Umfragen zu lesen, wo bei den Konsumenten die preisliche Schmerzgrenze für einen Liter Benzin liege.

In beiden Fällen gaben mehr als die Hälfte der Befragten die oberste Latte bei 2 Franken pro Liter an. Aus der damaligen Sichtweise hätte dieser Betrag pro Liter Benzin gereicht, um auf das Auto zu verzichten.

2008 sieht freilich alles anders aus. Der aktuelle Benzinpreis liegt in der Region Zürich bei Fr. 2,02 und auf Autobahnen zahlt man sogar bis Fr. 2,10 für einen Liter Bleifrei. Auf dem Lande gibt es den Sprit immerhin noch für Fr. 1,95 pro Liter. Das alles, ohne Zutun von Terroristen und Unwettern. Obwohl jetzt eigentlich die Hälfte der Autos stehen gelassen werden müssten, fahren Herr und Frau Schweizer munter weiter. Woran mag das wohl liegen? Sind wir zu reich, oder zu faul?