Dienstag, 12. November 2013

Väter in Not

Aus dem Archiv und brandaktuell
Weihnachtszeit, Spendenzeit! Das wissen auch die knallharten Manager der JRZ-Organisation, die heuer zum dritten Mal beliebte Moderatoren aus einem Glashaus senden und Geld sammeln lassen. JRZ steht für "Jeder Rappen zählt" und das Geld bekommen in diesem Jahr "Mütter in Not". Eine diskriminierende Aktion, wie ich finde.

Man kann über Sammelaktionen immer geteilter Meinung sein. Es geht in diesem Fall nicht um Futterneid oder um Krebskranke und Blinde die mehr Bedarf an Unterstützung gehabt hätten. Weil man sich aber für "Mütter in Not" entschieden hat und erst noch Kriegs-Opfer im Ausland berücksichtigen will, brüskiert man unsereins gleich mehrfach. Schon die Begründung der Sammelleiterin ist eine Klatsche ins Gesicht: "UNS HIER geht es gut, wir sollten den Müttern dieser Welt etwas geben". Abgesehen davon, dass dieses Argument ja für jede Sammlung herhalten muss:  

Wer bitteschön ist "UNS HIER"?  

Die Väter, die nach einer Scheidung an das Existenzminimum gedrängt werden? Die Väter, denen per Gesetzesentscheid der Kontakt zu den eigenen Kindern auf ein Minimum reduziert wird? Wann um Himmels Willen fängt unsere ach so fortgeschrittene Gesellschaft mal an, statt von Frauenquoten, -rechten und -power zu sülzen, einfach mal von MENSCHEN an zu reden? Sammelt wennschon für die Kinder und deren Recht, eine Mutter UND einen Vater zu haben und nicht eine Erziehungsberechtigte und einen Besuchsberechtigten. Hört mal endlich auf die (Mütter-)Not grundsätzlich dem Vater in die Schuhe zu schieben. Selbst wenn es die Schuldfrage im Scheidungsrecht nicht mehr gibt, bestraft wird immer nur der Vater.

Noch besser die Begründung auf der JRZ-Webseite: "Weltweit sind Mütter Gewalt, Menschenhandel und Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Ohne Mütter kein Leben - Mütter gebären, ernähren, pflegen und halten die Familie zusammen."

Das schliesst sozusagen Väter erstens von der Zeugung und zweitens vo einer möglichen Not aus. schliesslich sind Väter immer Schuld, haben kein Recht auf Krankheit und sollen gefälligst Arbeiten gehen, stimmt's? Schweizer Väter werden auf die Stufe internationaler Kriegsvergewaltiger gestellt, wegen denen internationale Mütter überhaupt erst in Not geraten sind. Ich fühle mich als geschiedener Vater ziemlich brüskiert von der mit Gebührengeldern finanzierten JRZ-Sammelwut. Die horrenden Alimentzahlungen stehen in keinem Vergleich zu gleichwertigem Vatersein dürfen. Mehr noch: weil ich die Alimente nicht mehr bezahlen kann werde ich auch noch kriminalisiert. Um das mal ganz unangenehm unpopulär auszudrücken: ich finde ich bin ein Vater in Not, Herrgottnochmal. Ich kann zudem kaum Krankenkasse, geschweige denn Weihnachtsgeschenke bezahlen. Die Not, meine Lieben, ist viel näher als man wahrhaben will und das lässt sich schon gar nicht via JRZ wegspenden.


Völlig emotional, stimmt. Ich bin in Sachen Adrenalin gerade etwas überdosiert. Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Ich werde keinen einzigen Rappen an "Mütter in Not" spenden, denn Väter sind genau so in Not - manchmal sogar wegen der Mütter. Väter brauchen genau so Unterstützung damit die Krankenkasse bezahlt ist, oder um ein Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder kaufen zu können. Diese lieben sie ihre Kinder übrigens genau so abgöttisch, auch wenn sie sie nicht gebärt haben und ihnen das Recht auf Erziehen und Pflegen genommen wurde.

Mein Hunderternötli (das mir übrigens selber fehlt) werde ich einem Vater in die Hand drücken, wie es mir unlängst ein ganz besonderer Mensch vorgemacht hat. Selber wenig zu haben und dennoch einem von "Uns hier" zu helfen, dem es eben gar nicht gut geht. Wer sich beteiligen will: mein ganz persönliches Post-Spendekonto lautet: 50-63082-7. Alle Beträge werden zu 100% fürs lokale Überleben eingesetzt. Herzlichen Dank.

Montag, 23. Januar 2012

Laikas Reise

Seit einigen Wochen beobachte ich das Tun von Basti Bund, der mit Michael Döhrmann ein sehr schönes Projekt verfolgt, welches nun kurz vor der Uraufführung steht. Bastis Statusmeldungen auf Facebook liessen schnell erkennen, dass hinter dem Musical viel Freude und Liebe steckt und die regelmässig ins Internet gestellten Klänge bestätigten glücklicherweise diese Hoffnung. Weiter unten in diesem Artikel findet Ihr ein wundervolles Stück, das echt unter die Haut geht.

Am Wochenende vom 2./3. März steht nun die ersehnte Uraufführung in der Gemeindehalle Ulm-Eggingen an. Grund genug, hier mal ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. Ich will versucht sein mit den beiden Künstler ein Interview zu machen - inzwischen lauschet der schönen Musik.

Hier reinhören: 
Laikas Reise - Jelenas Lied

Mittwoch, 30. November 2011

Liebeserklärung

Geschrieben worden an anderer Stelle im Internet, von der Frau die ich heiraten werde.

Heimkommen, ein Chaos vorfinden, die Schultern zucken und denken: ICH kann ja Sonntag Abend hier wieder verschwinden – unbezahlbar.

Mitten am Nachmittag Sex in einer unglaublich tiefen, befriedigenden Art zu haben und zu wissen, dass einer der Nachbarn versucht durch das unbevorhangte Fenster zu gucken und schon wieder die Schultern zu zucken – unbezahlbar.

Den Mann wütend machen, weil man ihn übergeht (ich finde immer noch, dass es rattenscharf aussieht *sabber*) und nach der Aussprache trotzdem wieder mit ihm lachen dürfen – unbezahlbar.

Einen längeren Rock anziehen, weil der Mann vor Angst und Eifersucht durchdreht und sich nicht bevormundet fühlen – unbezahlbar.

Den Mann an den Händen nehmen, ihm versichern, dass man weder jemanden anmachen will, noch mit diesen Ausbrüchen nicht klar kommt, weil man es tief in sich fühlt und sich sicher ist, dass er THE ONE ist- unbezahlbar.

Selbstverständlich das erste Stück zu fahren bis sich der Mann im Haus soweit beruhigt hat, dass er mit dem Kind alleine weiter fahren kann – unbezahlbar

Den Platz im Bett für ein Kind räumen, das seinen Vater dringend ganz nahe braucht, ohne sich entwertet oder weggeschoben zu fühlen – unbezahlbar.

Danach wieder ins Bett zu Vater und schlafendem Kind zu dürfen und sich dort sicher und gut aufgehoben zu fühlen, obwohl klar ist, dass man nachher im Liegestuhl (der übrigens für mich tiptop geht) schlafen wird – unbezahlbar.

Eine Nähe zu fühlen, die man fast körperlich spüren kann und zu wissen, dass sie bleibt – unbezahlbar.

Nach zu wenig Schlaf aufstehen, sich ins Wohnzimmer fläzen und surfen und irgendwann vom Kind besucht zu werden, das auch wach ist und sich mit diesem ein Bisschen zu unterhalten, während der Vater noch weiter Bäume versägt und sich gut fühlen – unbezahlbar.

Mit dem Kind einen Pakt schliessen, dass man den Vater wecken geht, sobald das ebanking erledigt ist und das Strahlen in den Augen des Kindes sehen, weil es den Plan gut findet – unbezahlbar.

Zum Frühstück um halb 1 anstelle von Marmeladen-Broten Kuchen essen – unbezahlbar.

Im Bett Fotos zu schiessen und sich dabei gut fühlen – unbezahlbar.

Nachmittags versuchen, Mann und Kind in die Sonne zu schicken und sich doch nicht gestört fühlen, wenn sie nicht gehen – unbezahlbar.

Einfach sein dürfen, ohne etwas zu müssen, obwohl man eine Familie ist – unbezahlbar.

Entspannt auf die Klinik vorbereiten (inkl. Packen, sich etwas auffrischen etc.) und so locker dabei sein, dass man selber fahren kann – unbezahlbar.

Das Kind im Pyjama mitnehmen, weil es sich nicht anziehen mag und sowieso anschliessend gleich ins Bett sollte und es völlig normal finden – unbezahlbar.

Glückselig mitten in der Nacht einschlafen, mit dem Wissen getragen und geborgen zu sein – von Liebe, Akzeptanz, Toleranz, Verständnis und Erfahrung – UNBEZAHLBAR!

Endlich auf dem richtigen Weg, das Ankommen spüren, den Hafen sehen – stimmig, wohlig, zufrieden – pures Glück!

Dienstag, 22. November 2011

Sehr geehrter Herr Darbellay

Die CVP hat es nun wirklich nicht nötig, sich heute schon einer Schlammschlacht zu bedienen um in vier Jahren nicht schon wieder gefühlte 50 Sitze im Parlament zu verlieren. Es wird immer genügend Menschen geben, die um ihren Glauben zu stützen, erstens Kirchensteuern zahlen und zweitens die CVP wählen, jetzt machen Sie sich doch keine Sorgen!

Dass Sie Homosexuelle die Kinder adoptieren wollen auf die gleiche Stufe wie Kokainsüchtige stellen werte ich als Beweis, dass es erstens richtig war aus der Kirche auszutreten und ich zweitens noch nie in meinem Leben in Erwägung gezogen habe die CVP zu wählen. Offenbar nimmt man sich bei diesen - nennen wir sie mal einheitlich "Glaubensrichtungen" - schon seit Jahrhunderten das Recht heraus geschmacklos zu sein. Dabei denke ich noch nicht einmal an Pfarrer und Buben, an Inquisitionen und Machtmissbräuche, oder an den verhältnislosen Prunk den etwa der Vatikan an den Tag legt, wenn er den Afrikanern die Pariser wegnimmt oder Spendengelder in Ace für den Kirchenbau missbraucht, anstatt den Menschen zu helfen. Nein, Herr Darbellay, es geht in diesem Fall um die Evolution der Spezies "Politiker", welche diesem Land ein bitteres Armutszeugnis ausstellen.

Ich finde übrigens, dass ein Politiker durchaus sofort und ohne Angaben von Gründen zurücktreten darf. Das machen Kokainsüchtige schliesslich auch, Herr Darbellay.

Freundliche Grüsse
Goggi

Montag, 21. November 2011

4UTV am gefühlten Ende

Zahlreiche Medien nehmen das Thema 4UTV dieser Tage auf und werfen ein schlechtes Licht auf den grössten Jugend-TV-Sender Europas. Schon seit einem halben Jahr arbeitet eine Gruppe rund um Blogger "Yogi" daran, Dokumente zusammenzutragen. Der Aufwand scheint sich zu lohnen.

"Schau David", sagte ich, "ich finde Du hast grosses Potential, du musst nur aufpassen dass du nicht noch mehr auf die schiefe Bahn kommst. Ein Richter hatte darüber zu entscheiden, ob die Kommentare im Goggiblog die Persönlichkeit von David von Felten verletzten. Man einigte sich auf gegenseitiges In-Ruhe-Lassen und auf meinen Rat entgegnete David: "Ja sicher, ich kann das und ich bescheisse nicht". Wenig später erfuhr ich, dass der Chef des TV-Senders 4UTV über den Goggiblog erzählte, der Blogger hätte bezahlen müssen und 4UTV habe "auf der ganzen Linie gewonnen". Dass ich dem jungen Mann damals geglaubt hatte war ein Fehler, wie sich immer mehr herausstellt.

Gekommen ist es nämlich ganz anders. Seit ich David im Mai dieses Jahres das letzte Mal gesehen habe ist er zweimal umgezogen, schuldet seinen ehemaligen Vermietern mindestens 5 Monatsmieten und hat es geschafft Betreibungen in der Höhe von 37'000 Franken anzuhäufen. Er fälscht Zahlungsgarantien, Betreibungsregisterauszüge und versucht sich weiterhin als VJ. Er verlangt dabei Vorkasse, verspricht Leistung und liefert nichts. Er führt mindestens vier Hetzkampagnen gegen Leute, die ihn kritisieren und schreckt nicht davor zurück Amtspersonen zu belügen. Die Zeitung "Neue Luzerner Nachrichten" hat in der Ausgabe vom vergangenen Sonntag einen grossen Artikel veröffentlicht in dem von Felten den Journalisten ganz offensichtlich anlügt. Der amtliche Betreibungsregisterauszug sei gefälscht, lässt er sich zitieren - eine Aussage über die man beim Betreibungsamt nur den Kopf schütteln kann. Neben TeleBasel und City Channel 1 hat auch das Innerschweizer Lokalfernsehen Tele 1 über den "Fall Von Felten" berichtet. Fazit: selbst solche wie ich, die an das Gute im Menschen glauben, müssen langsam ihre Illusionen fallen lassen. Leider.

Warum macht David von Felten das? Warum zeigt er wahllos Leute an die ihn kritisieren, beschuldigt sie via erfundener Pseudonyme aufs Übelste, bezichtigt Unschuldige der Straftaten die er möglicherweise selber begeht? Warum nimmt er amtliche Termine gegen seine Person nicht wahr, alarmiert aber bei kleinster Kritik sofort Polizei und Staatsanwaltschaft? Was um Himmels Willen geht im Kopf von David nur vor? Ich kann es nur den Angestellten des Betreibungsamtes gleich tun, den Kopf schütteln und hoffen, der Junge kommt endlich auf die richtige Bahn. Wenn ich die Berichte im 4UTV-Watchblog so durchlese, kommt da aber wohl noch viel schlimmeres auf ihn zu. Strafverfahren in 8 Fällen, Schulden über fast 50'000 Franken, Dutzende von Anzeigen. David, unter "ich bescheisse niemanden" verstehe ich wahrlich etwas anderes.