Der Artikel ist umgezogen
http://goggiblog.ch/2012/02/preisbindungen/
Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 3. Februar 2012
Donnerstag, 14. Juli 2011
FC Aarau: Regionale Zusammenarbeit wird ausgebaut
Die Reform der Challenge League - so hofft man - wird die fussballerische Qualität in der zweithöchsten Schweizer Fussball-Liga verbessern. Die Reduktion der Mannschaften bringt aber gleichzeitig auch eine Reduktion der verfügbaren Ausbildungsplätze mit sich, und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Einerseits findet ein physischer Stellenabbau statt, weil sechs Clubs aus der Challenge League absteigen müssen. Andererseits werden Clubs der Challenge League Überlegung anstellen müssen, wie viele Positionen überhaupt noch mit jungen Talenten besetzt werden können. Die Challenge League ist künftig keine klassische Ausbildungsliga mehr und die Clubs werden vermehrt auf bewährte Leistungsträger zurückgreifen.
Diese neue Ausgangslage beschäftigt auch den FC Aarau. Es ist ihm nach wie vor ein Anliegen jungen Fussballern Spielpraxis zu bieten, denn die besten Talente nützen einem Club nichts, wenn sie auf der Ersatzbank "versauern". Aus diesem Grund wird die Zusammenarbeit zwischen Vereinen verschiedener Ligen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der FC Aarau hat in diesem Zusammenhang die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und zusammen mit dem FC Wohlen und dem FC Baden das Team Aargau gebildet. Seither verfügt unsere Region über eine schlagkräftige U-21-Mannschaft - und die Spieler über ein Sprungbrett für höhere Aufgaben.
Nun weitet der FC Aarau die regionale Zusammenarbeit weiter aus. Mit dem SC Schöftland, dem SC Zofingen, und dem FC Wangen bei Olten konnten dieser Tage neue Vereinbarungen erzielt werden - weitere sollen folgen. Diese erlauben es allen Beteiligten sportliche Ressourcen zu nutzen und zu optimieren. Als Grundlage dazu dient die gemeinsame Mitgliedschaft in der Nachwuchsstruktur der Partnerschaft Team Aargau. Mit diesem Gefäss verschaffen sich die beteiligten Vereine erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten für ihre aussergewöhnlichen Fussballtalente. Gemeinsames Ziel ist es dabei, die guten Fussballer im Kanton Aargau zu behalten, denn in der Vergangenheit bestand Gefahr, dass diese aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten zu Grossstadt-Clubs wechseln - oder sich vom Leistungssport sogar ganz zurückziehen, weil ein Umzug mit der ganzen Familie nicht möglich ist.
Zusammenarbeit auf allen Stufen
Konkret sieht die neue Zusammenarbeit vor, dass die vorhandenen Strukturen im Junioren- und Aktivbereich gemeinsam genutzt werden, um den Spielern eine optimale Ausbildungsstruktur zu ermöglichen.
Dabei wird die aktive Förderung bereits bei den 10-Jährigen betrieben, damit die talentiertesten Spieler auf ihrem Weg zur möglichen Profikarriere optimal begleitet werden können. Wird ein Talent entdeckt, treten Abläufe in Kraft die dem Spieler die besten Trainingsmöglichkeiten bieten und regeln darüber hinaus Rechte und Pflichten die durch die Übernahme und die Weiterbetreuung von Spielern den beteiligten Vereinen entstehen. Einer der wichtigsten Faktoren der Zusammenarbeit ist dabei, dass diese jederzeit ehrlich, fair und zielgerichtet erfolgt - sprich: Die beteiligten Parteien respektieren die definierten Rekrutierungsgebiete und arbeiten transparent, mit dem wichtigsten Ziel vor Augen, die Talente unserer Region im Aargau halten zu können.
Die Zusammenarbeit hat auch Auswirkungen auf die ersten Mannschaften der jeweiligen Vereine. So haben die beteiligten Clubs besondere Transfermodalitäten geschaffen. Damit wird gewährleistet, dass Fussballer jeden Alters innerhalb des Teams Aargau optimal eingesetzt werden können. Optimal nicht nur für den Verein, sondern insbesondere auch für den Fussballspieler, denn diesem wird Spielpraxis auf dem entsprechenden Niveau ermöglicht. Schafft ein Eigengewächs letztlich den Durchbruch im nationalen oder internationalen Fussball, profitieren alle beteiligten Vereine am erzielten Erfolg.
Der FC Aarau freut sich ausserordentlich über diese neue Stufe der Zusammenarbeit und ist zuversichtlich, zusammen mit den beteiligten Clubs den richtigen Schritt in die Zukunft gemacht zu haben.
Diese neue Ausgangslage beschäftigt auch den FC Aarau. Es ist ihm nach wie vor ein Anliegen jungen Fussballern Spielpraxis zu bieten, denn die besten Talente nützen einem Club nichts, wenn sie auf der Ersatzbank "versauern". Aus diesem Grund wird die Zusammenarbeit zwischen Vereinen verschiedener Ligen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der FC Aarau hat in diesem Zusammenhang die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und zusammen mit dem FC Wohlen und dem FC Baden das Team Aargau gebildet. Seither verfügt unsere Region über eine schlagkräftige U-21-Mannschaft - und die Spieler über ein Sprungbrett für höhere Aufgaben.
Nun weitet der FC Aarau die regionale Zusammenarbeit weiter aus. Mit dem SC Schöftland, dem SC Zofingen, und dem FC Wangen bei Olten konnten dieser Tage neue Vereinbarungen erzielt werden - weitere sollen folgen. Diese erlauben es allen Beteiligten sportliche Ressourcen zu nutzen und zu optimieren. Als Grundlage dazu dient die gemeinsame Mitgliedschaft in der Nachwuchsstruktur der Partnerschaft Team Aargau. Mit diesem Gefäss verschaffen sich die beteiligten Vereine erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten für ihre aussergewöhnlichen Fussballtalente. Gemeinsames Ziel ist es dabei, die guten Fussballer im Kanton Aargau zu behalten, denn in der Vergangenheit bestand Gefahr, dass diese aufgrund fehlender Entwicklungsmöglichkeiten zu Grossstadt-Clubs wechseln - oder sich vom Leistungssport sogar ganz zurückziehen, weil ein Umzug mit der ganzen Familie nicht möglich ist.
Zusammenarbeit auf allen Stufen
Konkret sieht die neue Zusammenarbeit vor, dass die vorhandenen Strukturen im Junioren- und Aktivbereich gemeinsam genutzt werden, um den Spielern eine optimale Ausbildungsstruktur zu ermöglichen.
Dabei wird die aktive Förderung bereits bei den 10-Jährigen betrieben, damit die talentiertesten Spieler auf ihrem Weg zur möglichen Profikarriere optimal begleitet werden können. Wird ein Talent entdeckt, treten Abläufe in Kraft die dem Spieler die besten Trainingsmöglichkeiten bieten und regeln darüber hinaus Rechte und Pflichten die durch die Übernahme und die Weiterbetreuung von Spielern den beteiligten Vereinen entstehen. Einer der wichtigsten Faktoren der Zusammenarbeit ist dabei, dass diese jederzeit ehrlich, fair und zielgerichtet erfolgt - sprich: Die beteiligten Parteien respektieren die definierten Rekrutierungsgebiete und arbeiten transparent, mit dem wichtigsten Ziel vor Augen, die Talente unserer Region im Aargau halten zu können.
Die Zusammenarbeit hat auch Auswirkungen auf die ersten Mannschaften der jeweiligen Vereine. So haben die beteiligten Clubs besondere Transfermodalitäten geschaffen. Damit wird gewährleistet, dass Fussballer jeden Alters innerhalb des Teams Aargau optimal eingesetzt werden können. Optimal nicht nur für den Verein, sondern insbesondere auch für den Fussballspieler, denn diesem wird Spielpraxis auf dem entsprechenden Niveau ermöglicht. Schafft ein Eigengewächs letztlich den Durchbruch im nationalen oder internationalen Fussball, profitieren alle beteiligten Vereine am erzielten Erfolg.
Der FC Aarau freut sich ausserordentlich über diese neue Stufe der Zusammenarbeit und ist zuversichtlich, zusammen mit den beteiligten Clubs den richtigen Schritt in die Zukunft gemacht zu haben.
Montag, 21. September 2009
Busacca hat auch nur 10 Finger
Für diesen Artikel liessen sich eine ganze Reihe pointierte Überschriften kreieren: "Finger der Nation", "Fingerzeig des Jahres" usw. Dabei ist der Stinkefinger vom besten Schiedsrichter der Welt in Richtung YB-Fans nichts anderes als eine normale Reaktion, wenn man während anderthalb Stunden von einem Fanhaufen beleidigt wird. Das hat nichts mit Professionalität zu tun, die ein Schiedsrichter dieses Formats haben muss. Busacca hat meines Erachtens völlig normal reagiert - wer täglich durch das Badener Nadelöhr "Lindenplatz" fährt, weiss wovon ich schreibe. Für nicht Ortskundige nur soviel: der Stinkefinger liegt in Baden praktisch in der Luft und wird quasi als Begrüssung untereinander verwendet.Fingerreiche Tradition
Es ist ja nicht das erste Mal dass sich Schweizer Schiedsrichter im Aargau die Finger verbrannt haben. Ist es bei Busacca nur einer, waren es bei Kurt Röthlisberger gleich alle 10. Und erst noch zweimal. Nachdem Röthlisberger den Vorwurf der Erpressbarkeit nie aus der Welt schaffen konnte und genau genommen von der Fifa immer noch gesperrt ist, "nutzte" dieser vor einem Jahr die Mitarbeiterdaten (s)einer gemeinnützigen Organisation um in deren Namen an EM-Tickets zu kommen. Ohne Erfolg, die Uefa kam dem Mann auf die Schliche. Bei so viel Menschlichkeit in diesem Jargon verwundert es mich inzwischen nicht, dass die Uefa den Versuch startet, fünf Schiedsrichter auf den Platz zu stellen. Und vielleicht geht man schon bald einen Schritt weiter und man setzt einen Schiedsrichter-Schiedsrichter! Es soll ja mal einen Schiedsrichter gegeben haben, der seinem Assistenten an der Linie wegen dauernden Fehlentscheiden die rote Karte gezeigt haben soll. Dazu passend die Fussballregel ab 2010: Das Spiel kann nur weitergeführt werden, wenn mindestens 9 Schiedsrichte auf dem Platz stehen. Oder so ähnlich.
Baden erlebt ein Fisako
Zurück in die Provinz. Der Stinkefinger Vorfall passt ins Bild eines eher misslungenen Aargauer Fussballabends. Zur 1:3-Niederlage gesellen sich nämlich noch Sicherheitskosten die sich nach Angaben des ehemaligen Nationalliga A-Clubs auf 25'000 Franken belaufen. "Wir sind nicht gewillt diese selber zu übernehmen" sagt der Präsident und schiebt dem freudigen Fussballereignis einen ernüchternden Schlussstrich-Riegel. Inzwischen sucht man bei der Stadtbauamt freiwillige, welche die hässlichen YB-Kleber wieder von den Badener Strassernbeleuchtung abkratzen. Irgendwie ist das Gefühl nicht weg zu kriegen, die Vorfreude auf ein Fussballfest stehe in keinem Verhältnis zu den Begleiterscheinungen die es mit sich bringt: In Baden entstanden vermeidbare Kosten, man fuhr eine bittere Niederlage ein und eine Vorzeige-Schiedsrichterkarriere wurde beendet.
Die nächsten Begegnungen im Schweizer Cup:
FC Biel/Bienne - FC Aarau
Yverdon-Sport - BSC Young Boys
FC Thun - FC Sion
FC Le Mont LS - FC Basel
FC Serrières (2. Int.) - Neuchâtel Xamax
Stade Nyonnais - FC Lausanne-Sport
FC Härkingen (2. Int.) - FC Solothurn (1.)
Etoile Carouge FC (1.) - Servette FC
FC Wil 1900 - FC St. Gallen
SC Kriens - AC Bellinzona
FC Lugano - Grasshopper Club Zürich
FC Linth 04 (2. Int.) - FC Luzern
FC Locarno - FC Zürich
FC Rapperswil-Jona (1.) - FC Wohlen
FC Muotathal (3.) - FC Töss (2. Int.)
FC Tuggen (1.) - FC Winterthur
Mittwoch, 26. August 2009
Schweizer in Libyen frei!
Nun hat es Bundesrat Hansrudolf Merz doch allen gezeigt! Vor genau 24 Stunden landete eine Schweizer Delegation auf dem Militärflugplatz in Tripoli und in diesen Minuten soll diese mit den zurückgehaltenen Schweizer Bürgern in die Schweiz zurückkehren. Bereits im Verlaufe des gestrigen Abends wurde den Schweizern Pass und Ausreise-Visum übergeben. Als letzten Akt gilt es offenbar, die Zustimmung der Justizbehörde für die Ausreise zu erhalten.Wie ein Fussballtrainer der an seinem System festhält, könnte Merz nun zum Helden in der Sache werden. War man sich vorher uneins darüber, ob ein Bundesrat einfach so Abmachungen treffen darf, kann man sich nun über die schnörkelloses Handeln freuen, die für schuldlose Menschen endlich eine Lösung gebracht haben...
Donnerstag, 29. Januar 2009
Personenfreizügigkeit: Mail des Tages
Die Mail des Tages kommt heute von Cosmin Paun, von der Interessengruppe in der Schweiz lebender Rumänen. Ich bekam in einer umfangreichen Mitteilung zu wissen, dass dieser Verein seit vielen Jahren in der Schweiz kulturell tätig ist und ich bin sicher, das ist auch gut so:
Und dennoch fuxte mich diese Antwort und ich gab dem Herrn zu bedenken, das Sammeln von E-Mail-Adressen die auf Webseiten zu finden sind und das Zumüllen derselben mit politischer Propaganda, könne man durchaus als Spam betrachten. Leider liess auch die neuerliche Antwort des Herrn Paun, die ursprünglich in Aussicht gestellte Auskunftsbereitschaft etwas vermissen:
Natürlich wird man jetzt (wieder) sagen, eine solche Mail sollte eine politische Überzeugung nicht beeinflussen. Und nein, ich habe nichts gegen Rumänen. Ich habe nichts gegen Ausländer und ich bewundere Menschen wie Cosmin Paun, die sich für ein grosses Ziel so ins Zeug legen. Aber die Art und Weise wie meine Frage beantwortet wird macht mir auch Angst und sie hat sehr wohl Einfluss darauf, ob ich dem Anliegen zustimme oder nicht. Noch einmal Herr Paun:
Unser Ziel ist es, Rumänen in der Schweiz ein Gesicht zu geben und Schweizer Bürger für die Weiterführung der Bilateralen Verträge mit der EU zu mobilisieren. Mit ihrer Kooperation würden Sie einen grossen Beitrag zur Umsetzung dieser Ziele leisten. Falls Sie Fragen zur Internetkampagne haben, geben wir ihnen gerne Auskunft.Nun wäre mir die Sache vollkommen wurscht gewesen, doch hatte ich tatsächlich eine Frage zur Internetkampagne und wollte vom Absender wissen, woher er meine Adresse denn habe, denn ich empfände seine Botschaft eher als Spam. Seine Antwort kam prompt und knapp:
„Wir machen kein Spam. Ein bisschen Respekt bitte“Respekt. Stimmt. Völlig vergessen. Wie konnte ich auch nur! Und der Mail waren ja auch nur 14 verschiedene Links beigefügt, so dass selbst mein Mailprogramm die Mitteilung in den Müll-Ordner verschob. Vermutlich ist mir auch einfach entgangen, dass ich unter meiner Kontaktadresse hingeschrieben habe, man möge diese für jede beliebige Internetkampagne verwenden. In diesem Sinne: Sorry, Herr Paun.
Und dennoch fuxte mich diese Antwort und ich gab dem Herrn zu bedenken, das Sammeln von E-Mail-Adressen die auf Webseiten zu finden sind und das Zumüllen derselben mit politischer Propaganda, könne man durchaus als Spam betrachten. Leider liess auch die neuerliche Antwort des Herrn Paun, die ursprünglich in Aussicht gestellte Auskunftsbereitschaft etwas vermissen:
"Ich habe leider kein Zeit für eine Debatte. Sorry, vieleicht ein anders mal."So ein Mist. Ich war wohl nicht kooperativ genug, sondern nur guter Hoffnung auf ein paar brauchbare Argumente zu stossen, die ein JA zur erweiterten Personenfreizügigkeit verdient hätten. Soll ich aufgrund der Art und Weise dieser Kommunikation stattdessen Rückschlüsse ziehen, wie Rumänen dereinst ihre Anliegen durchsetzen werden, wenn die Freizügigkeit erst einmal da ist?
Natürlich wird man jetzt (wieder) sagen, eine solche Mail sollte eine politische Überzeugung nicht beeinflussen. Und nein, ich habe nichts gegen Rumänen. Ich habe nichts gegen Ausländer und ich bewundere Menschen wie Cosmin Paun, die sich für ein grosses Ziel so ins Zeug legen. Aber die Art und Weise wie meine Frage beantwortet wird macht mir auch Angst und sie hat sehr wohl Einfluss darauf, ob ich dem Anliegen zustimme oder nicht. Noch einmal Herr Paun:
"Ich erwarte keine Obiektivität von Ihnen. Ich will sicher nicht antworten"Tja. Eine der grössten Ungerechtigkeiten der Welt ist halt leider, dass eine Volksabstimmung nie objektiv ist, sondern immer die Summe vieler subjektiver Meinungen.
Montag, 19. Januar 2009
Stereophone Augenwischerei
Heute erreichte mich eine Pressemitteiling per Mail, die mich offen gestanden etwas ins Grübeln brachte. Erstens kenne ich den Absender, den "Grünen Blogger Andreas Kyriacou" in keinster Weise und zweitens weiss ich seit heute nicht mehr so recht, ob ich am 8. Februar wirklich ein JA zu der Personenfreizügigkeit einwerfen soll, wie der Mann das von mir erwartet.
Worum geht es? Am 8.2.2009 stimmt das Schweizer Volk darüber ab, ob es Ausländer mag oder nicht. Auch wenn die Abstimmung eine viel komplexere Sache ist, die über die Zuwanderung aus "alten" und "neuen" osteuropäischen Staaten eine Regelung finden soll, werden die meisten Stimmberechtigten im Abstimmungskampf derart mit reisserischen Parolen bombardiert, dass mancher nur noch resigniert nicht abstimmen wird, oder einfach irgendwas abstimmt, ohne die Tragweite eines Neins oder eines Jas zu kennen. Würde man in einer Umfrage auf der Strasse die Leute Fragen, worum es bei der Abstimmung genau geht, hätte eine Mehrheit nicht den blassesten Schimmer.
So wirken die Kampagnen sowohl der Gegner wie auch der Befürworter wie eine grossangelegte Manipulation der Sinne, wie sie Vincent Raven nicht besser könnte. Auf Plakaten prangen Schwarze Raben, die den Acker zerfressen, oder Äpfel mit denen gegen die Raben geworfen wird. Mir scheint, die Politik passt sich der Soap-Süchtigen Fernsehkonsumenten an, die sich täglich dumme deutsche Talksendungen anschauen und verzweifelt "Hol mich hier raus" schreien, während sie sich die Finger wund wählen, weil sie ein Auto mit "O" kennen, oder Mike Shiva um Rat fragen wollen. Kurzum: Was eine wichtige Sache wäre, wird zur manipulativen Show.
Damit wären wir wieder bei der Pressemitteilung, die mich heute erreicht hat:
Worum geht es? Am 8.2.2009 stimmt das Schweizer Volk darüber ab, ob es Ausländer mag oder nicht. Auch wenn die Abstimmung eine viel komplexere Sache ist, die über die Zuwanderung aus "alten" und "neuen" osteuropäischen Staaten eine Regelung finden soll, werden die meisten Stimmberechtigten im Abstimmungskampf derart mit reisserischen Parolen bombardiert, dass mancher nur noch resigniert nicht abstimmen wird, oder einfach irgendwas abstimmt, ohne die Tragweite eines Neins oder eines Jas zu kennen. Würde man in einer Umfrage auf der Strasse die Leute Fragen, worum es bei der Abstimmung genau geht, hätte eine Mehrheit nicht den blassesten Schimmer.
So wirken die Kampagnen sowohl der Gegner wie auch der Befürworter wie eine grossangelegte Manipulation der Sinne, wie sie Vincent Raven nicht besser könnte. Auf Plakaten prangen Schwarze Raben, die den Acker zerfressen, oder Äpfel mit denen gegen die Raben geworfen wird. Mir scheint, die Politik passt sich der Soap-Süchtigen Fernsehkonsumenten an, die sich täglich dumme deutsche Talksendungen anschauen und verzweifelt "Hol mich hier raus" schreien, während sie sich die Finger wund wählen, weil sie ein Auto mit "O" kennen, oder Mike Shiva um Rat fragen wollen. Kurzum: Was eine wichtige Sache wäre, wird zur manipulativen Show.
Damit wären wir wieder bei der Pressemitteilung, die mich heute erreicht hat:
"20 Schweizer BloggerInnen treten gemeinsam für die Fortsetzung und Erweiterung der Personenfreizügigkeit ein."
Und weiter:
Und gleichzeitig verwirrt. Auf allen weiteren Seiten, die ich über die erhaltene Mail aufrufen kann, bekomme ich Angriffe auf die Gegner zu lesen, Drohungen, wie gut oder wie schlecht es uns je nach Abstimmungsausgang gehen wird, aber nicht ein einziges sachliches Argument.
Also frage ich die Frau, die bis vor kurzem noch meine Beraterin der Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle gewesen ist, was sie persönlich denn stimmen werde. Schliesslich ist sie schon viele Jahre dabei und sollte eine Ahnung haben, welche Auswirkungen die Personenfreizügigkeit zum Beispiel auf den Arbeitsmarkt haben wird: Sie rümpft die Nase und meint, "Ich sage eher Nein". Warum, will ich wissen - und siehe da, es hagelt Argumente: Die Bilateralen seien gar nicht gefährdet, weil diese erst vom Bundesrat gekündigt werden müssten und nicht automatisch ungültig seien. Und bei einer grenzenlosen Freizügigkeit sähe sie schon Schwierigkeiten für weniger gebildete Arbeitssuchende, zum Beispiel im Baugewerbe. Und wenn die Kontingente dereinst fallen würden... "ich weiss ja nicht"
"Ich weiss ja nicht" waren ihre abschliessenden Worte. Genau. Ich weiss auch nicht. Im Moment sehe ich nur schwarze Raben, die den Acker zerfressen und Äpfel mit denen nach den Raben geworfen wird. Jede Medienpräsenz sowohl der Gegner, wie auch der Beführworter - sei es in ein Flash-Spielchen, oder eine Vereinigung bekanntunbekannter Blogger die niemals Blogger wären, würde es ihnen nicht gerade in den politischen Kram passen, stiften meines Erachtens nur noch mehr Unsicherheit. Was ich mir wünsche ist, dass die Herren und Damen Politiker sich vermehrt hinsetzen und den Menschen sachlich erklären würden, was genau bei einem JA oder einem Nein passiert. Was jetzt stattfindet ist stereophone Augenwischerei - Schalgwörterabtausch von beiden Seiten, aber null Aufklärung.
Und so stimme ich im Moment NEIN. Es ist zwar dumm, sich von einer einzelnen Mail in seiner politischen Überzeugung umstimmen zu lassen, aber dumm ist auch die Propaganda die betrieben wird. In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Beiträge der vielen bekannten BloggerInnen.
"Auf Initiative des Zürcher Grünen Bloggers Andreas Kyriacou haben sich 20 Bloggerinnen und Blogger zusammengeschlossen, um für ein Ja am 8. Februar zu werben [...] Mit von der Partie sind vier BundesparlamentarierInnen und weitere bekannte BloggerInnen"Die Hälfte der bekannten BloggerInnen sind mir gänzlich unbekannt und von Andreas K. höre ich heute das erste Mal. Wird da das sonst gemiedene Medium "Blog" womöglich für eine politische Kampagne missbraucht? Weiter seien auch der "deutschsprachige Satire-Blog Swiss-lupe und der viel gelesene Blog climbtothestars mit dabei. Jetzt bin ich beruhigt, denn Lupo Lupe wird schon keinen Mist schreiben, wenn dann "jeder Teilnehmende bis zum Abstimmungssontag auf seinem eigenen Blog einen Beitrag schreibt" - ich bin gespannt!
Und gleichzeitig verwirrt. Auf allen weiteren Seiten, die ich über die erhaltene Mail aufrufen kann, bekomme ich Angriffe auf die Gegner zu lesen, Drohungen, wie gut oder wie schlecht es uns je nach Abstimmungsausgang gehen wird, aber nicht ein einziges sachliches Argument.
"Die Befürworter der Personenfreizügigkeitsabstimmung haben gelernt. Sie tun gut daran, die Folgen eines Neins ins Zentrum zu rücken. Mit einem bisschen unterschwelliger Existenzangst gewürzt wird jeder Abstimmungskampf gleich nochmals so schön. Die Gegner laufen deshalb Sturm gegen das Argument, ein Nein bedeute das Ende der Bilateralen. Sie argumentieren ungewohnt sachlich, aber gewohnt einseitig."Das schreibt beispielsweise Michael Jäger im aus dem Nichts gestampften bilablog. Was bitteschön soll ich damit anfangen? Muss ich jetzt JA stimmen weil die Gegner Idioten sind, oder gibt es noch ein paar brauchbarere Argumente?
Also frage ich die Frau, die bis vor kurzem noch meine Beraterin der Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle gewesen ist, was sie persönlich denn stimmen werde. Schliesslich ist sie schon viele Jahre dabei und sollte eine Ahnung haben, welche Auswirkungen die Personenfreizügigkeit zum Beispiel auf den Arbeitsmarkt haben wird: Sie rümpft die Nase und meint, "Ich sage eher Nein". Warum, will ich wissen - und siehe da, es hagelt Argumente: Die Bilateralen seien gar nicht gefährdet, weil diese erst vom Bundesrat gekündigt werden müssten und nicht automatisch ungültig seien. Und bei einer grenzenlosen Freizügigkeit sähe sie schon Schwierigkeiten für weniger gebildete Arbeitssuchende, zum Beispiel im Baugewerbe. Und wenn die Kontingente dereinst fallen würden... "ich weiss ja nicht"
"Ich weiss ja nicht" waren ihre abschliessenden Worte. Genau. Ich weiss auch nicht. Im Moment sehe ich nur schwarze Raben, die den Acker zerfressen und Äpfel mit denen nach den Raben geworfen wird. Jede Medienpräsenz sowohl der Gegner, wie auch der Beführworter - sei es in ein Flash-Spielchen, oder eine Vereinigung bekanntunbekannter Blogger die niemals Blogger wären, würde es ihnen nicht gerade in den politischen Kram passen, stiften meines Erachtens nur noch mehr Unsicherheit. Was ich mir wünsche ist, dass die Herren und Damen Politiker sich vermehrt hinsetzen und den Menschen sachlich erklären würden, was genau bei einem JA oder einem Nein passiert. Was jetzt stattfindet ist stereophone Augenwischerei - Schalgwörterabtausch von beiden Seiten, aber null Aufklärung.
Und so stimme ich im Moment NEIN. Es ist zwar dumm, sich von einer einzelnen Mail in seiner politischen Überzeugung umstimmen zu lassen, aber dumm ist auch die Propaganda die betrieben wird. In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Beiträge der vielen bekannten BloggerInnen.
Dienstag, 13. Mai 2008
Köbi Kuhn schaubt aus
| |||
Bevor die Herren jetzt aber anfangen ihre Panini-Bildchen aus dem Buch zu kratzen, hier eine wohlgemeinte Anleitung zum Zeitvertreib bis nach der EM.
1. HD-Suisse-Bluewin-TV-tauglichen hyperbetriebenen-LCD-Plasma Flachbildschirm besorgen (Zubi fragen. Hat Vergünstigung bei Media Markt)
2. Sich der Boulevardpresse als Euro-Kolummnist anbieten.
3. Lichtenstein eine Unsumme Geld bieten, damit es das Hammer-Test-Spiel gegen die Schweiz 5:0 gewinnt.
4. Freunde einladen, die auch nicht mittschutten dürfen. Achtung: Zubi kann trotzdem nicht kommen.
5. an Patrick Müller und Philipp Degen beim nächsten Vorbeigehen mal die Blutgrätsche ausprobieren.
6. Ricardo.ch nach Eintrittskarten abklappern. Achtung: Bei Spielen mit Beteiligung Paraguays misstrauisch sein!
7. Prüfen, ob ein Wechsel zum Mazedonischen oder Lichtensteinischen Nationalteam noch möglich ist.
8. Ein Blog eröffnen, zum Beispiel mit dem Thema "Sind Schweizer Stadien Frauentauglich?" oder "Der grosse Bratwurst-Test!"
9. Herausfinden, ob Flitzer die über den Rassen rennen, auch in der Aufstellung erwähnt werden.
10. Sich nach einem tauglicheren Verein umsehen
11. Fussballspielenlernen
Mittwoch, 26. September 2007
Warum SVP wählen? Die sind eh nie da.
15 Aargauer sitzen im Schweizer Nationalrat und vertreten die Interessen Ihrer Wähler. Davon sind 6 Vertreter der SVP, 3 von der SP, je 2 von CVP und FDP, die Grünen und die EVP sind mit je einem Mandat vertreten.Dies lässt den Schluss zu, der Aargau sei in Bern von einer bürgerlichen Übermacht vertreten.
Weit geirrt. Die grössten Aargauer Schwänzer im Bundesparlament sind nämlich gewählte Vertreter der SVP. Der Blick veröffentlichte eine Liste über Politiker die bei namentlichen Abstimmungen gefehlt haben. Pickt man die aargauer Politiker heraus, ergibt sich folgende Stimmbeteiligungen pro Partei:
SP 91,3 %
Grüne 91 %
FDP 88,5 %
CVP 87 %
SVP 76 %
Die SVP ist stärkste Partei notabene. Die Aargauer SVP hätte in 100 Abstimmungen insgesamt 600 Stimmen abgeben können, verzichtete aber 140 Mal auf ein Votum.
Warum eigentlich?
Ulrich Giezendanner, Ulrich Siegrist, Luzi Stamm und Hans Ulrich Mathys (alle SVP) führen die Aargauer Schwänzliste an. Giezendanner verpasste dabei über einen Drittel der Abstimmungen und wohl auch die Debatten. Sind gewisse Geschäfte der Stimmen der SVP nicht würdig? Tritt ein Transportunternehmer nur aufs Parkett, wenn er seine persönlichen Interessen vertreten will? Das sind doch Volksvertreter, oder?
Der nationale Schwänzer ist übrigens der Thurgauer Peter Spuhler - ebenfalls SVP. Der fehlte an jeder zweiten Abstimmung. Mein persönlich repräsentatives Fazit sieht deshalb so aus: Wählt man die SVP, bedeutet das noch lange nicht, dass man seinen Willen auch vertreten bekommt. Dabei ist es doch gerade die SVP die ständig vom Volkswillen labert, den man respektieren müsse. Und ich stelle mal ganz naiv die Frage: Liebe SVPler, warum sollte man Euch wählen, wo Ihr sowieso nie da seid? Für dringliche Debatten zum Fall Roschacher? Wegen den idiotischen Plakaten? Haben wir keine wichtigeren Probleme?
Mann-mann-mann
PS. Fast immer da waren Doris Stump (SP), Heiner Studer (EVP), Ruth Humbel Näf (CVP) und Geri Müller (Grüne). Mehr über die Irrwege der SVP schreibt zum Beispiel Lupe hier und hier. Dort finden sich in den Kommentaren auch Links zu ausländischen Zeitungen. Sehr lesenswert!
Dienstag, 18. September 2007
Downloadparadies Schweiz
Der Nationalrat folgte dem Bundesrat und der kleinen Kammer und erlaubt auch weiterhin das hemmungslose Herunterladen zum persönlichen Gebrauch. Wo der genau aufhört weiss man allerdings immer noch nicht genau.Vor ein paar Wochen beklagte ich mich an dieser Stelle, dass das Herunterladen von Musik nicht mehr wirklich lukrativ ist. Grund dafür sind die deftigen Gebühren die seit dem 1. August auf Speichermedien - etwa 40 Franken auf einem MP3-Player - zu bezahlen sind. Die Vermutung lag Nahe, dass man sich das Bekämpfen von Downloads ersparen wird und künftig die verloren gegangenen Urheberrechts-Gebühren pauschal auf Speichermedien erheben will. Egal ob da einer selber draufsingt oder sämtliche Britney Spears-Hits gescheffelt hat.
Der logische und konsequente Schritt war nun, dass das Downloaden - selbst von illegalen Seiten - in der Schweiz legal bleibt. Für Konsumierende wäre es schwierig und unmöglich, zwischen legalen und illegalen Quellen zu unterscheiden, sagte die CVP-Nationalrätin Viola Amherd und fand dafür eine grosse Mehrheit im Parlament. Mit 163 zu 13 Stimmen, wird die Schweiz zum ultimativen Downloadparadies.
Grund dafür ist aber nicht ein durchdachtes Bundesgesetz, sondern halt viele Gummiparagraphen, die nach wie vor einen breiten Interpretationsspielraum lassen. So dürfen zwar Musikstücke zum eigenen Gebrauch heruntergeladen und gespeichert werden, aber anbieten darf man sie nicht. Während man also legal herunterlädt, ist man gleichzeitig illegaler Anbieter.
Neu ist die Bestimmung, dass der Kopierschutz eines Datenträgers nicht geknackt werden darf. Trotzdem erlaubt das Schweizer Gesetz von einer gekauften CD eine Sicherheitskopie zu erstellen. Nur wie, wenn der Kopierschutz nicht umgangen werden darf? Gleichzeitig darf nun auch hierzulande - wie schon seit längerem auch in der EU - keine Software mehr angeboten werden, die diesen Kopierschutz aushebeln. Und wie sieht es mit einem einfachen Tipp aus? Es gibt Programme, die nehmen einfach alles auf, was aus dem Lautsprecher kommt, der Kopierschutz wird nicht geknackt, der Effekt ist aber der gleiche. Ist das nun legal?
Bleibt zuletzt der Passus "zum privaten Gebrauch". Ob der bereits in meinem Kopfhörer endet, oder ob ich meiner Schwester die Sammlung ebenfalls zugänglich machen darf, steht nirgendwo geschrieben. Genau genommen gehören meine Leser auch zu meinem persönlichen Bekanntenkreis. Da soll noch einer draus kommen. Sicher ist: Wegen ein paar Downloads steht in diesem Land keiner mehr am Pranger.
Siehe auch:
Downloadperversionen
Lohnt sich downloaden noch?
Sonntag, 2. September 2007
Switzerland, Zero Points
Der Eurovision Song Contest reicht uns nicht mehr. Wir brauchen in der Schweiz noch einen Wettbewerb bei dem man Letzte werden kann. Punktelos Letzte, notabene.Weil bei den Singenden die bösen Balkanstaaten einander die Punkte zuschoben und somit Resteuropa und allen voran die Schweiz keine Chance mehr hatten, musste ein neuer Contest her. Möglichst einer der ähnlich tönt und bei dem zuletzt alle wie Irre auf dem Handy teure SMS verschicken können.
So entstand der Euro Dance Contest, an dem nicht einfach jeder mitmachen darf, sondern nur ausgewiesene Tanznationen. Und zu diesen gehören wir zweifelsfrei, eine Segelnation sind wir schliesslich auch und den besten Tennisspieler haben wir sowiso. Also!
Doch die Schmach ist gross und Denise Biellmann und Sven Ninnemann konnten einem sowas von Leid tun. Sie tanzten was das Zeug hielt, aber ich hab der Denise doch noch gesagt vorher, dänksch draa, s'het de auso kei Iiiiis". Aber sie hörte nicht und die beiden Kommentatoren bei SF1, die vor dem Punkte-Nichtbekommen noch von einer starken, einer soliden Leistung sprachen, wussten sich nur noch in Worte des Trostes flüchten. Eine Nation ist sprachlos. Und tanzlos. Und singlos.
Ein Glück hab ich den Contest verpasst und mir stattdessen das Gestaggele der beiden Kommentatoren auf SF2 angetan. Dort gewann nämlich Federer am US-Open. Tennis, weisch. Wir sind schliesslich eine Tennis-Nation.
Freitag, 31. August 2007
Welcome Back, Frede Page
Zugegeben, das Gehätschel um den 28jährigen Frédéric Page war riesig. Gästebucheinträgen auf seiner Webseite folgen Mails von angefressenen Fans (er hat mir zurück geschrieben!!). In einem eigenen Fred für Frede mit über 120 Einträgen im FCA-Forum, umschwärmte man den jungen Mann, der die ganze Juniorenzeit beim FC Aarau durchlief und sieben Jahre Lang nicht nur die Mädchenherzen, sondern auch Stürmerbeine der Profis zum Schmelzen brachte.Sein Weg führte ihn 2003 dann aber in Richtung Deutschland, wo er bei Union Berlin, Greuther Fürth und zuletzt Unterhaching unter Vertrag stand. Mit der einen oder anderen Mannschaft ist er zwar auch abgestiegen, aber davon reden wir jetzt gar nicht. Nach laaaaanger Pokerzeit klappte nun der Transfer doch noch und Frede macht damit beim allgemeinen Nach-Hause-Kommen ein Jahr vor der EM auch noch mit. Ihm Gleich taten es jüngst Eldin Jakupovic (einst von Thun nach Moskau, jetzt GC) und David Degen (von Basel nach Gladbach zurück zu Basel). Zu behaupten, diese Fussballer sähen im EM-Land Schweiz bessere Perspektiven für einen weiteren lukrativen Transfer ins Ausland ist natürlich re
Welcome Back Frédéric Page, wir freuen uns sehr!
Die immerhin zwei Monate lange Pokerrunde: Page zum FC Aarau - Page trainiert in Aarau - Bild: SF
Mittwoch, 22. August 2007
Zitat zum Sieg über Holland
Dienstag, 21. August 2007
N'Kufo und die Politiker
Alle paar Jahre wieder, kommt das Christuskind und alle dürfen sich etwas wünschen. Und das Mitten im Jahr. Dabei fällt auf, dass Sportler und Politiker eines gemeinsam haben: Sie tauchen zufällig immer nur dann auf, wenn es etwas zu wünschen gibt.239 Aargauer zum Beispiel, wünschen sich einen der 15 Sitze im Nationalrat. Lustigste Bewerber sind hierbei der junge SP-Kandidat, der seinen Namen so scheisse geschrieben hat, dass man ihn als Frau listete. Gerne hätte ich den Namen hier hingeschrieben, aber ich konnte ihn leider nicht lesen. Auch ein lustiger Vogel finde ich René Bertschinger, der nicht nur eine Volksinitiative für "weniger Steuern für alle Eltern" gestartet hat, sondern auch die Familiä-Partei, für die er als Parteipräsident und einziger Kandidat ins Bundeshaus einziehen möchte.
Noch berechnender sind da Fussballer, oder wahrscheinlich deren Dealer. Nein es geht nicht darum, dass Rafael Van der Vaart lieber in Valencia tschutten würde, oder Gürkan Sermeter beim ach so grossen FC Luzern. Die beiden sind meines Wissens auch nicht verwandt miteinander, nur ein Vertrag bis ins Jahr 2054, den beide nicht so recht erfüllen mögen, ist ihnen gemein. Nun, das dürfte von ähnlichem Interesse sein wie die praktisch unversehrte, silberne Ständerlampe, die mein Nachbar gestern in den Müll geworfen hat und Tags darauf von dort bereits wieder entschwunden war. Mitsamt dem Sperrgutkleber, der für 6 Franken 50 beim Finanzamt- und nicht etwa beim Kundendienst-Schalter der Gemeinde bezogen werden kann.
Zurück zu den Fussballern, zurück zu den Zurückkehrern, zum Beispiel Benjamin Huggel und Marco Streller. Bei den beiden konnte man noch behaupten, ihr ehemaliger Arbeitgeber, der FC Basel läge ihnen grausam am Herzen und sie seien ganz bestimmt nicht in die Schweiz zurückgekehrt, um eine grössere Chance auf einen Stammplatz an der Fussball-Europameisterschaft im eigenen Land zu haben. Die multimedial perfekte Inszenierung des Wiederzurverfügungstehens von Blaise N'Kufo lässt da schon mehr aufhorchen, also blättern wir zurück:
Etwa in der Steinzeit wurde die Apartheit in der Schweiz bekanntlich abgeschafft. Dennoch fand Blaise N'Kufo im Jahr 2002 nach Wilhelm Tell, oder genauer: heute vor exakt fünf Jahren, Köbi Kuhn sei ein Rassist. Grund: Kuhn stellte den dunkelhäutigen Stürmer nicht in die Startelf beim Leckerbissen gegen Österreich. Der gebürtige Kongolese reiste noch vor dem Spiel beleidigt ab und liess das Kriegsbeil bis im Juni dieses Jahres im Strafraum liegen. Und morgen soll er in einem Test-Länderspiel sogar eingesetzt werden. Vielleicht reichts ja diesmal für die Startaufstellung...
Politiker und Fussballer. Beide beherrschen Sie das genau getimte Auftauchen. Und nach den Wahlen und nach der EM verschwinden Sie schneller, als sie aufgetaucht waren. Schliesslich gibts dann eine Zeit lang nichts mehr zu wünschen.
Donnerstag, 9. August 2007
Sumpfgebiet als Eldorado...
...für Sintflutpaparazzis. Selten konnte man eine Katastrophe dermassen medial auskosten. In jeder Ecke steht einer mit Handy und Internetanschluss. Abnehmer der topaktuellen Highlights zum Beispiel aus Gsteig bei Wilderswil, sind betroffen dreinschauende Moderatoren hiesiger Katastrophensender. Da heisst es doch, man soll sich am Elend anderer nicht ergötzen.
Aber wenn nicht, weisch wie langweilig.
Aber wenn nicht, weisch wie langweilig.
Sumpfgebiet Schachen Aarau
Wo einst der Töggelikasten-Weltrekord aufgestellt wurde, und im Leichtahletikrund athletiktreibende Athleten Leichtathletik betrieben, werden derzeit Schwimmkurse angeboten.

500 Meter daneben steht das 40'000 Zuschauer fassende Schwingfest-Stadion.
(Bild: Schalki)
(Bild: Schalki)
Sumpfgebiet Aarau
Da war ich doch erst vorgestern noch... Aber dieser See ist mir jetzt nicht aufgefallen. Braucht es für dettigs nicht eine Baubewilligung? Ich glaub ich ergreif das Referendum...
Sumpfgebiet Wohnzimmer
Und das schifft also noch so weiter in dieser Nacht. Goggi mit dem wasserdichtesten Blog im Netz, berichtet die ganze Nacht über den aktuellen Pegelstand. Zur Zeit steht das Wasser erst bis zum Hals. Es besteht also noch Hoffnung, obwohl der Bucheli gesagt hat, die Front die jetzt weggehe komme wieder zurück...
Nur was will die noch hier? Hat ja schon alles raus gepisst...
Baar (ZG) 19 Uhr, oder wenn Pferde bald schwimmen lernen. (Bild: pixel-shots.ch)
Und weil die Schweizer ein Volk von Katastrophentouristen sind, holt ein jeder sein Auto raus um sich das mal anzuschauen. So gelesen im kultpavillonblog...
Nur was will die noch hier? Hat ja schon alles raus gepisst...
Baar (ZG) 19 Uhr, oder wenn Pferde bald schwimmen lernen. (Bild: pixel-shots.ch)Und weil die Schweizer ein Volk von Katastrophentouristen sind, holt ein jeder sein Auto raus um sich das mal anzuschauen. So gelesen im kultpavillonblog...
Mittwoch, 8. August 2007
Regen in Form von Schweiz
Täusche ich mich, oder passt sich die Regenwolke über der Schweiz, den Umrissen unseres Landes langsam an? Ist das eine Verschwörung? Ein ökologisches Wunder? Klimawandel?
Mittwoch, 1. August 2007
Die Festrede
Exklusiv der Vorabduck der Nationalfeiertagsrede von Goggi, am 1.August auf dem Rütli. (c) Goggi 2007
Frau Bundesratte
Frau Nazionalratspräsidentin
Liebe Mitbürger
Liebe Mitbürgerösen
(Erste Pfiffe ignorieren)
Haben Sie eine Ahnung, wie schwer der Unsprunnenstein ist? Nicht? Logisch nicht. Aber das macht nichts, jedenfalls kann man das Ding unmöglich ohne Doping umenand werfen. Das habe ich kürzlich dem Moritz in seinen Blog geschrieben und er hat mir geantwortet, dass das sehr wohl möglich sei, er schleppe täglich die doppelte Last durchs Bundesbern und es sei ja schon witzig, wie die Gleichstellungsdamen da keinen Willen zeigten und wo ein Wille ist ist auch ein Weg zur Schweiz. Ich hab zwar nicht alles verstanden, aber jetzt sind wir ja hier. Die Frauenbewegung bewegte was und jetzt haben wir den Salat, weil schliesslcih schauen wir Formel 1, weil es dort gelegentlich knallt und auf dem Rütli ist heute sowas von überhaupt nichts los, ohne die Hohlköpfe, deren Namen wir nicht aussprechen wollen.
(Erste Reaktionen abwarten, eventuell Applaus mit Handbewegung dämpfen)
Als ich 1947 das erste Mal auf dem Rütli war, in kurzen Hosen und dem Znünitäschli, extra von Grossmutter für diesen Anlass mit Schweizerkreuz bestickt, mussten wir noch keine Baseballschläger zur Selbstverteidigung mitführen. Inzwischen hat sich Pfefferspray im Handtäschli und eine im letzten WK geklaute Handgranate, die zwar zu einem SBG (suchen bis gefunden) bis Mitternnacht geführt hatte, aber weil Mittel zum Zweck duchaus vertretbar war. Und schliesslich müssen wir der weiblichen Übermacht auf der Wiesn auch eine Granate mitbesorgen, sonst heisst es wieder, Sie wissen schon was. Und schon haben wir wieder ein Referendum von mir aus "gegen Unterhosen mit Öffnung, wir wollen das auch" wobei ich nicht darüber sinnieren will, wofür die Öffnung gut sein soll, sonst bin ich wieder der Sexist, Hauptsache gleiche Rechte für alle.
(Laut - Applaus/Pfiffe übertönen) A propos Rechte. Wo sind die eigentlich? (Wie ein Idiot herumschauen) Im Google-Maps habe ich gesehen, dass man sich über die Brandegg und dann duch Seelisberg schleichen könnte, wenn man einigermassen gut zu Fuss ist. Oder von Morschach her durch den See schwimmen. Aber da müssen wir uns glaubs keine Gedankenmachen. Die Überfettung der der Schweizer wird auch in dieser Szene keinen Halt machen und den, der mit Kampfstiefel durch den See schwimmt, will ich ja erst noch sehen! Ausserdem stehen 12 Superpumas, 4 Panzerbrigaden, 2 Sonderkommandos der Militärpolizei und 2'500 Soldaten im Einsatzt zum den pösen Jungs die Kutteln zu putzen, und unsere Jungs können dann gleich noch den Ernstfall für die Euro 08 üben, wo die meisten dann zur Tarnung als Stewards mit gelben Kitteln
eigesetzt werden können.
Ich sage mit Absicht Schweizer und nicht auch Schweizerinnen, weil erstens gibt es keine überfette Frauen, sondern nur solche mit weiblichen Rundungen und zweitens, können Sie sich Micheline in Kampfstiefel vorstellen?
(zu Micheline rüber gucken)
(Verstumen der Pfiffe aus den hinteren Rängen abwarten)
(dem Einsatzleiter des Sonderkommandos versichern, es komme nicht wieder vor)
(Flucht zum Schiff in Erwägung ziehen)
(mich an die letzte Schwimmstunde zurück erinnern)
Liebe Mitbürger (Laut)
Frauen! (Energisch)
(Geduldig tun)
(Rede demonstrativ abbrechen)
(So tun, als sei ich unbeeindruckt)
(Jetzt doch schnellere Gangart einschlagen)
(Mir selber Mut machen: Es sind ja nur 1999 Frauen hier oben)
(Flüchten)
Frau BundesratteFrau Nazionalratspräsidentin
Liebe Mitbürger
Liebe Mitbürgerösen
(Erste Pfiffe ignorieren)
Haben Sie eine Ahnung, wie schwer der Unsprunnenstein ist? Nicht? Logisch nicht. Aber das macht nichts, jedenfalls kann man das Ding unmöglich ohne Doping umenand werfen. Das habe ich kürzlich dem Moritz in seinen Blog geschrieben und er hat mir geantwortet, dass das sehr wohl möglich sei, er schleppe täglich die doppelte Last durchs Bundesbern und es sei ja schon witzig, wie die Gleichstellungsdamen da keinen Willen zeigten und wo ein Wille ist ist auch ein Weg zur Schweiz. Ich hab zwar nicht alles verstanden, aber jetzt sind wir ja hier. Die Frauenbewegung bewegte was und jetzt haben wir den Salat, weil schliesslcih schauen wir Formel 1, weil es dort gelegentlich knallt und auf dem Rütli ist heute sowas von überhaupt nichts los, ohne die Hohlköpfe, deren Namen wir nicht aussprechen wollen.
(Erste Reaktionen abwarten, eventuell Applaus mit Handbewegung dämpfen)
Als ich 1947 das erste Mal auf dem Rütli war, in kurzen Hosen und dem Znünitäschli, extra von Grossmutter für diesen Anlass mit Schweizerkreuz bestickt, mussten wir noch keine Baseballschläger zur Selbstverteidigung mitführen. Inzwischen hat sich Pfefferspray im Handtäschli und eine im letzten WK geklaute Handgranate, die zwar zu einem SBG (suchen bis gefunden) bis Mitternnacht geführt hatte, aber weil Mittel zum Zweck duchaus vertretbar war. Und schliesslich müssen wir der weiblichen Übermacht auf der Wiesn auch eine Granate mitbesorgen, sonst heisst es wieder, Sie wissen schon was. Und schon haben wir wieder ein Referendum von mir aus "gegen Unterhosen mit Öffnung, wir wollen das auch" wobei ich nicht darüber sinnieren will, wofür die Öffnung gut sein soll, sonst bin ich wieder der Sexist, Hauptsache gleiche Rechte für alle.
(Laut - Applaus/Pfiffe übertönen) A propos Rechte. Wo sind die eigentlich? (Wie ein Idiot herumschauen) Im Google-Maps habe ich gesehen, dass man sich über die Brandegg und dann duch Seelisberg schleichen könnte, wenn man einigermassen gut zu Fuss ist. Oder von Morschach her durch den See schwimmen. Aber da müssen wir uns glaubs keine Gedankenmachen. Die Überfettung der der Schweizer wird auch in dieser Szene keinen Halt machen und den, der mit Kampfstiefel durch den See schwimmt, will ich ja erst noch sehen! Ausserdem stehen 12 Superpumas, 4 Panzerbrigaden, 2 Sonderkommandos der Militärpolizei und 2'500 Soldaten im Einsatzt zum den pösen Jungs die Kutteln zu putzen, und unsere Jungs können dann gleich noch den Ernstfall für die Euro 08 üben, wo die meisten dann zur Tarnung als Stewards mit gelben Kitteln
eigesetzt werden können. Ich sage mit Absicht Schweizer und nicht auch Schweizerinnen, weil erstens gibt es keine überfette Frauen, sondern nur solche mit weiblichen Rundungen und zweitens, können Sie sich Micheline in Kampfstiefel vorstellen?
(zu Micheline rüber gucken)
(Verstumen der Pfiffe aus den hinteren Rängen abwarten)
(dem Einsatzleiter des Sonderkommandos versichern, es komme nicht wieder vor)
(Flucht zum Schiff in Erwägung ziehen)
(mich an die letzte Schwimmstunde zurück erinnern)
Liebe Mitbürger (Laut)
Frauen! (Energisch)
(Geduldig tun)
(Rede demonstrativ abbrechen)
(So tun, als sei ich unbeeindruckt)
(Jetzt doch schnellere Gangart einschlagen)
(Mir selber Mut machen: Es sind ja nur 1999 Frauen hier oben)
(Flüchten)
Dienstag, 31. Juli 2007
Exklusiv!
Heute, am späteren Abend erscheint das geheime Dokument! Goggis 1.August-Rede auf der Rütliwiese erscheint in diesem Blog EXKLUSIV! Nicht verpassen!Goggi, Eheren-VIP an der diesjährigen Nationalfeier auf der Chrütliwiese, wird seine Ansprache zwischen Frau Bundesrättin Micheline Calmy-Rey und Nationalratspräsidentin Frau Christine Egerszegi zum Besten geben. Es wird sich um eine aufwühlende, aber nicht provokative Rede handeln. Goggi hat sich vorgenommen, der Frauenbewegung, welche diese Feier nach langem Hin und Her ermöglicht hat, gebührend Rechnung zu tragen.
Abonnieren
Posts (Atom)




