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Mittwoch, 27. Oktober 2010

FC St.Gallen - Uneinsichtigkeit in Rohform

Der FC St. Gallen steht bis zum Hals in der Scheisse im Schlamassel und kommt da ohne fremde Hilfe nicht mehr raus. Am Dienstag beschloss das städtische Parlament keine Steuergelder für die Rettung auszugeben, am Mittwoch wandte sich der FCSG an einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit.

Nicht wirklich plötzlich kommen die Gebrechen des traditionsreichen Fussballclubs zum Vorschein. Schon während dem Bau des neuen Stadions vor drei Jahren musste dem einen oder anderen aufgefallen sein, dass man Einnahmen für Sitzplatzabonnemente nicht ausgeben sollte, während die Baugrube noch ausgehoben wird. Dass die Swiss Football League dem FCSG trotzdem eine Lizenz für die laufende Saison vergeben hat, hat aber weniger mit Korruptionsfällen zu tun, als viel mehr mit der Tatsache, dass (vermeintlich) clevere Manager es verstanden haben, Bilanzen aller beteiligten Gesellschaften zu beschönigen. Mit gutem Gewissen sogar, denn das Geld war ja da - auch wenn es für Leistungen bezahlt wurde, die erst zwei Jahren später erbracht werden mussten.

Folglich fliesst heute kein Geld mehr und ein Rettungspaket über 16 Millionen Franken hätte es richten sollen. Ein ertser Teilbetrag wurde vom St.Galler Stadtparlament jedoch wuchtig abgelehnt. Viel schlimmer als die nun fehlenden 2 Millionen seitens der Stadt wiegt die Signalwirkung auf weitere Entscheidungen über finanzielle Beiträge. 4 Millionen soll der Kanton ans Rettungspaket steuern - daran glauben will kaum mehr jemand.

"Fehler macht jeder. Aber hier waren
so viele involviert, dass diese Frage
nicht gestelt werden sollte."

Am Mittwoch nun lud der FC St. Gallen zu einer Pressekonferenz ein, bei der Dölf Früh als Vertreter "privater Investoren" allerlei Enttäuschungen unterstrich. Neben Früh sprach auch Präsident Michael Hüppi. Man sei enttäuscht, sagte auch er. Doch wundern sollten sich die beiden Herren über die Missgunst nicht. Anstatt neue Lösungswege, vielleicht ein bisschen Kampfgeist und Einsicht zu beweisen, oder wenigstens den ominösen Plan B vorzulegen, folgte eine Ohrfeige nach der anderen: Die Politik trägt Schuld, die "missgünstige Stimmung" trägt Schuld, die "geänderten Rahmenbedingungen der letzten 5 Jahre" tragen Schuld, die "Verzinsungen der Kredite" ebenfalls,  wie auch "fehlende Einnahmen" und "der Zuschauerrückgang". Ach ja, ein bisschen Eingeständnis folgte dann doch noch: "Wenn wir noch ein Jahr zurückschrauben könnten, würden wir wohl im Bereich der Kommunikation Änderungen vornehmen."


Wir? Ein Journalist hakte nach und wollte wissen, was er, Hüppi, falsch gemacht habe. Seine Antwort: "Fehler macht jeder. Aber hier waren so viele involviert, dass diese Frage nicht gestelt werden sollte."

Der FCSG ist wirklich bemitleidenswert. Und ganz besonders seine Fans. Sich das alles anzutun kann nur mit blinder Liebe erklärt werden. Aber so sind Fussballfans eben. Nein, stopp! Nicht Bier trinkend und gewaltbereit. Sondern blauäugig, parteiisch, verliebt oder wenigstens verbunden. Ihr Lieblingsverein ist nicht einfach nur Zeitvertreib am Samstagabend, sondern Lebensinhalt, Heimat, der Halt im Alltag. Niemand wünscht sich den Untergang des FC St.Gallen, nicht einmal hier drüben im Aargau, wo die Ostschweizer nun wirklich nicht zu den allerbesten Freunden gehören. Aber das haben die Fans einfach nicht verdient.

Dass weltfremde Manager den Verein an den Rand des Ruins getrieben haben blieb an der Pressekonferenz unerwähnt. Wie man neben der Beschaffung vieler Gelder anschliessend damit umgehen will ebenso. Zum Thema Entlassungen im Management sagt Hüppi: "Köpferollen? Ich bin immer wieder erstaunt ob dieser Frage". Uneinsichtigkeit in ihrer Rohform - und das nicht erst seit gestern. Man möchte als besorgter Fussballfan dem Herrn Hüppi in St. Gallen sagen wollen: "so nicht". Ich sage nur: "viel Glück in der 1. Liga."

Montag, 28. Juni 2010

Kinder verhindern Grossbrand in Baden

Es ist der Aufmerksamkeit spielender Kinder zu verdanken, dass es in Baden Rütihof, an der Steinstrasse, am Montagnachmittag nicht zu einem Grossbrand gekommen ist. Ein unachtsamer Quartierbewohner schüttete offenbar noch heisse Kohle in einen Plastikcontainer für Grünabfälle. Der Behälter war schon mit teilweise sehr trockenem Material gefüllt, weshalb es zu starker Rauchentwicklung kam. Rauch, der aus einem Loch heraustrat, welches die glühende Kohle in den Behälter geschmolzen hatte.
Der sechsjährige Gian wusste aus unzähligen Episoden der Trickserie "Feuerwehrmann Säm" genau, was zu tun ist: Schnell und sehr laut Alarm zu schlagen. Die herbei geeilten Renato (9) und Enea (3) leiteten erste Massnahmen ein, indem sie Getränkeflaschen mit Wasser füllten, ehe zahlreiche Eltern das noch kleine Feuer einzudämmen vermochten. Dank den jungen Helden konnte damit ein schlimmerer Brand verhindert werden. Um den fraglichen Container befanden sich gefüllte Abfallsäcke, umgeben von einer Holzwand; die angrenzenden Häuser haben eine Holzverkleidung und sind von zahlreichen Bäumen umgeben.

Die Helden der Steinstrasse: Enea (3), Gian (6), Renato (9)

Sonntag, 8. März 2009

Vermisst wird Lucie Trezzini

Update: Lucie ist tot. :-(

Eine Meldung die mich sehr beschäftigt, weil das letzte Lebenszeichen von dem vermissten Mädchen aus meiner Wohngemeinde kam. Bitte kopieren, weitersagen und Augen offen halten!

Seit Mittwochabend, 4. März 2009, wird in Pfäffikon/SZ die 16-jährige Lucie Trezzini vermisst. Sie verliess Pfäffikon mit der Zielangabe Zürich, eine letzte Kontaktaufnahme erfolgte laut Medienberichten aus dem aargauischen Baden.
Die Vermisste ist 165 cm gross und von schlanker Statur. Sie hat blond gefärbte gewellte lange Haare und grüne Augen. Sie dürfte weisse knöchelhoche Turnschuhe und eine schwarze Lederjacke mit einem Gürtel tragen.

Hinweise über den Verbleib von Lucie Trezzini sind an die Kantonspolizei Schwyz, 041 819 29 29, oder an jede andere Polizeistelle zu richten.

(Kapo Schwyz / Goggiblog)

Nachricht, die auf Facebook verberitet wird:

Falls ihr Kenntnis habt von einem Vorfall, bei dem eure Kinder oder Freundinnen in Zürich (oder Baden) von Fremden angesprochen wurden, ob sie nicht als Model (z.B. für Schmuck oder Kleider) arbeiten wollen, um sie dann dazu zu bewegen, mitzugehen - dann meldet das doch bitte umgehend bei der Einsatzzentrale der Schwyzer Polizei unter 041 819 29 29 oder 041 819 55 78.

Die Beschreibung dieser Personen wäre sehr hilfreich für die Polizei. Scheinbar ist diese "Masche" tatsächlich am laufen und schon mehreren Personen passiert !!!!

Und falls ihr nichts wisst - fragt doch mal nach. Die Kinder erzählen ja auch nicht immer alles, was wichtig sein könnte!

Vielen Dank für Eure Mithilfe.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Viel Rauch in Rütihof

Es war aufmerksamen Nachbarn zu verdanken, dass am Sonntagmorgen in Rütihof womöglich ein verheerender Brand verhindert werden konnte. Nachdem aus einem Eckhaus einer Reihenfamiliensiedlung viel Rauch austrat, wurde die Feuerwehr Baden alarmiert, die mit einem Grossaufgebot ausgerückt ist. Verletzt wurde niemand.

Die Bewohner der Liegenschaft, eine vierköpfige Familie, waren zum Zeitpukt des Unglücks ausser Haus und wurden von einem sonntäglichen Konzertbesuch herbeigerufen. Der Hausbesitzer, einst selber Feuerwehrkommandant konstatierte gefasst, dass man Glück im Unglück hatte: "Das wichtigste ist, dass keine Personen verletzt wurden" und vermutet als Ursache eine in Brand geratene Kafeemaschine. "Der Brandinspektor ist schon da und macht seine Untersuchungen" liess sich der Hausbesitzer zitieren, ehe er sich wieder um seine Familie kümmerte, die ob der Ungewissheit der Aussmasse unter Schock stand und von der Sanität vor Ort betreut wurde. Durch schnelles Handeln der Nachbarn un der Rettungskräfte konnte glücklicherweise verhindert werden, dass sich in der Reihenhaussiedlung ein Grossbrand ausbreiten konnte. Der Schaden im Haus der Betroffenen Familie ist wegen der grossen Rauchentwicklung aber dennoch beträchtlich.

Mittwoch, 10. September 2008

Der Teilchenbeschleuniger läuft

Noch alle da? Gut. In diesen Minuten wird in einer 27 Kilometer langen und 100 Milliarden teuren Röhre nämlich ein Teilchen beschleunigt. Dieses Teilchen wird dann später mit einem anderen Teilchen, das ebenfalls beschleunigt wird, zur Kollision gebracht - was den Urknall auslösen, oder wenigstens nachahmen soll. Die Frage ist nur: Wozu?

Der Urknall-Klon findet erst in ein paar Wochen statt, heute um 09.30 Uhr wird, oder wurde erst ein einzelnes Teilchen frei gelassen. Dennoch sind Skeptiker nervös. Es gibt schon Filme darüber, was bei einem unabsichtlichen Freikommen des Teilchens passieren könnte: Wir bewegen uns in einer Endlosschlaufe und erleben den selben Tag immer wieder. Wie Bill Murray in "Täglich grüsst das Murmeltier" - In unserem Fall kämen wir wohl erst wieder aus der Schlaufe, wenn die Menschheit vernünftig wird. Also gar nie.

Noch schlimmer wird's, wenn dereinst die Teilchen aufeinander los gelassen werden und dabei etwas schief geht. Der Knall verursache ein Schwarzes Loch - darin sind sich Befürworter und Gegner des Experiments noch einig. Dieses Schwarze Loch wird nach Meinung der Endzeitpropheten die ganze Erde verschlingen und vermutlich auch das ganze Universum - das werden wir dann allerdings nicht mehr mitbekommen.
In der Nähe von Genf, wo Professoren und Akademiker im CERN das Experiment seit Jahren vorbereiten, glauben aber alle an den Nutzen der zu erwartenden Erkenntnissen. Man verspricht sich, das "Higgs" zu finden, ein Teilchen das kleiner als ein Atom ist, um damit Fortschritte in Mini-Technologien zu erzielen, für die unser Schul-Mikroskop längst nicht mehr ausreicht.

So viel Aufwand, für ein allerwinzigstes Teilchen? Milliarden von Franken, die man gegen die Bekämpfung des Welthngers gut hätte gebrauchen können? Nur um zwei blöde Miniteilchen aufeinander zu schiessen? Was soll mir das bringen? Muss ich nachher weniger Steuern zahlen? So faszinierend die Welt der Forschung sein mag, so schwer verständlich ist der Nutzen dieses sehr teuren Experiments. Ich habe gelernt, dass man sein Zimmer zuerst aufräumen muss, bevor man neue Spielsachen hervorkramt. Und das Spielzimmer "Erde" ist im Vergleich zu diesem Teilchenbeschleuniger-Dingsbums ein ziemliches Chaos.

Vielleicht gar nicht so schlimm, wenn die Welt bald einmal untergeht. Erste Gelegenheit, heute in der Znüni-Pause. Falls die schon durch ist, wenn Ihr das liest, ist nichts Schlimmes passiert und der nächste Blogeintrag zu diesem Thema kommt Live aus dem CERN in Genf.

Teilchen-Tagebuch
Gefahren-Video

Mittwoch, 13. August 2008

Die Anklage lautet Totschlag

Die Täterschaft, die im Juli vergangenen Jahres in Aarau den damals 19-Jährigen Nicky Hoheisel verprügelt und schwer verletzt liegen gelassen hat, wird voraussichtlich des Totschlags angeklagt. Der Obduktionsbericht der Universitätsklinik in Bern, der für die Anklageerhebung nötig war, ist endlich fertig. Der Grund für die Verzögerungen ist bei den Aargauer Behörden zu suchen, die den Fall verschleppt haben.

Vor einem Jahr lag Nicky Hoheisel im Kantonsspital, nachdem er zuvor in eine Schlägerei bei der Kettenbrücke in Aarau geriet. Am Boden liegend traten seine Peiniger weiter auf ihn ein und liessen ihn einfach liegen. Am 25. September 2007 starb Nicky an einem Aneurisma, einem verdickten Blutgefäss im Kopf. Dies ergab die Untersuchung der Rechtsmedizinischen Abteilung der Uni-Klinik in Bern, welche die Leiche schon vor langer Zeit obduzierte. Um abschliessend urteilen zu können, woher das verdickte Blutgefäss kommt, brauchte die Uni zum Vergleich der Daten, Unterlagen aus dem Kanton Aargau. Hier hatte man es aber offensichtlich nicht so eilig. Gemäss einem Bericht von DRS 1 bedingte es dem vehementen Einsatz von Uni-Direktor Ulrich Zollinger, ehe die Aargauer Behörden sich Mitte Juli 2008 (!) der Angelegenheit annahmen. Später sollte das Bezirksamt zugeben, es sei nicht alles reibungslos gelaufen. Wer die Sache monatelang verschlampt habe und warum, wollte aber niemand mehr wissen.

Der Vergleich war hinsichtlich der Anklageschrift gegen die Täterschaft wichtig. War das Aneurisma vor der Schlägerei schon da, hätte die Anklage "Raufhandel" gelautet, was höchstens für eine Busse zur Folge gehabt hätte. Das Ergebnis der Untersuchungen hat nun aber ergeben, dass die Hirnverletzung durch einen Fauschlag an jenem Abend verursacht wurde. Die Täterschaft wird nun des Totschlags angeklagt, was mit bis zu 10 Jahren Zuchthaus bestraft werden kann.

Gegen das Vergessen

Ein Nachbarsjunge erzählte mir vor kurzem, dass man in der Stadt Baden an Wochenenden und nach 22 Uhr aufpassen muss. "Besonders zwischen Mc Donalds und dem Brunnen" Zwei, drei Schlägereien pro Abend seien normal.

Nein, das ist nicht normal. Politiker und Behörden sind gefordert, auch heute noch, über ein Jahr nach der Tat alles daran zu setzen, dass man sich einigermassen Sicher durch die Starssen bewegen kann. Auch wenn die Paragraphenreiter die Täter davon kommen lassen sollten: Wir dürfen nicht vergessen. Was mit Nicky geschehen ist, darf nie wieder passieren. Und dazu braucht es etwas mehr, als Dokumente monatelang zurückzuhalten. Hier steht das Aargauer Bezirksamt in der Kritik, dem es anscheinend nicht wichtig war, den Fall auszuklären. Mit gutem Beispiel voran, geht Nickys Mutter. Mit der Internetseite for-nicky lanciert diese eine Plattform, auf der einerseits die Ereignisse um Nicky gesammelt werden, andererseits Lehrkräften, Sozialarbeitern und Interessierten Arbeitsblätter zugänglich gemacht wird, die sich mit dem Thema Jugendgewalt auseinander setzt. Taten statt Worte. Ein Grundsatz, dem man nun auch als Aargauer Behörde nachgehen kann.

Bild: Tatort Kettenbrücke Aarau

Samstag, 9. August 2008

Sauberer Schweizer Franken


Welden sämtliche Olympia -Medaillen aberkannt?

Laut einer spanischen Studie kleben an anerikanischen Dollarnoten bis zu 1'300 Mikrogramm Koks. Dieser Wert wird nirgens auf der Welt überboten, die Spanier folgen allerdings dicht auf dem Fuss, mit bis zu 900 µg pro Geldschein. Italien hat in einer Feldstudie festgstellt, dass 97% ihrer Banknoten mit Drogen verunreinigt sind. Im Vergleich dazu sind deutsche Euro-Noten und schweizer Hunterternötli praktisch rein. Offensichtlich wird in südlicheren Ländern öfters mit Bargeld gekokst als anderswo: In Spanien werden jährlich 50 Tonnen Koks sichergestellt, das sind rund 40% aller Kokainfunde weltweit. Das Land gilt allerdings auch als Einfallstor für Drogen.

Um als Amerikaner High zu werden, reicht es also die Nase in die Brieftasche zu stecken und tief Luft zu holen. In Spanien kommt es schon mal vor, dass Süchtige sich auf Passanten werfen und die Hosentaschen aussniefen - weil es dort üblich ist, Bargeld in den Taschen rumzuführen. Die Italiener zuletzt, essen einfach ihr Geld auf. Das funktioniert, auch wenn Italien sein Geld ständig wäscht.

Leider wurde die Studie nicht auf in Nordeuropa weit verbreiteten Visitenkarten ausgeweitet, sonst hätten ein paar hochindustrialisierte Länder sicher auch noch ihr Fett abgekriegt. Gerüchten zu Folge, sei die nebelartige Bewölkung in Peking zum Beispiel nicht Smog, sondern eine mehlige Koks-Mischung. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass spätestens in zwei Monaten sämtliche Olympioniken des Koks-Konsums überführt werden und alle Medaillen eingestampft werden müssen. In China fällt sowas aber kaum weiter auf. Man kann die Medaillen unter die gleiche Dampfwalze legen, die gerade die 80% in China hergestellten Raubkopien zertrümmert.

Freitag, 4. Juli 2008

Wieder Zwischenfall beim Militär

Im Kanton Zürich, nahe der Deutschen Grenze, kam es gestern zu einem militärischen Zwischenfall. Bei einer Invasion wurden 48 Soldaten verletzt. Ob es sich beim Überfall um die Übernahme unseres Landes durch die Österreicher handelt, ist bis zur Stunde noch unklar.

Das Waldstück, unauffällig und nicht wirklich von strategischer Bedeutung, wurde von der Abteilung 3 der Schweizer Luftwaffe biwakiert (für nicht Militärfreaks: die haben dort Zeltferien gemacht) und mit Leib und Seele verteidigt. Die unerwartete Invasion, des bis dahin nicht gefürchteten Gegners, fand seinen Erfolg dann aber doch bei hellichtem Tage. Der gut getarnte Gegner griff aus rund einem Meter Höhe hinterhältig an, berichtet die Pressestelle der Militärbehörde. Etwas undiplomatischer äusserte sich der Generalstabschef un bezeichnete die Invasoren als "Sauviecher" und verurteilte die Aktion aufs Schärfste.

Trotz dieses gemeinen Überfalls, behielten die Schweizer Soldaten - verletzt aber stolz kämpfend - die Überhand und trennten den Gegnern kurzerhand die Köpfe ab. Diese blutige Tat steht nun im Mittelpunkt der behördlichen Abklärungen. Trotz dieses brutalen Vorgehens, verdeidigt die Militärjustitz dieses Vorgehen und liess sich sogar zu einem Wortspiel verleiten: "Es war klar, das Köpfe rollen mussten. Wir haben vor der Übung die Zecken ganz klar gewarnt"

Samstag, 28. Juni 2008

Sensation

Das Apple IPhone3G kommt am 11. Juli in die Schweiz. Welch herrlicher Zeitpunkt für so einen Launch: Alle sind in den Ferien.

Trotzdem dürften die Türöffner der Swisscom-Läden ihre Arbeit von drängelnden Kunden erledigt sehen, wenn sich diese wie beim Sommerschlussverkauf auf den Ticketautomaten stürzen. Die hyperflache, stylistisch unschlagbare, cool designte Multimedia-Dose kann die Position des Besitzers per GPS bestimmen, gleichzeitig Musik per Fingertipp kaufen und die Tagesschau auf dem HD-Breitbildvideo ruckelfrei anzeigen. Eine bisher völlig unbekannte Funktion ,acht das Ding aber erst zum absoluten Kassenschlager! Setzt Euch lieber hin. Tief durchatmen... Achtung, jetzt kommts: Mit dem IPhoneG3 kann man... TELEFONIEREN!

Wenn sich das rumspricht!!!

Dienstag, 27. Mai 2008

680 Millionen Kilometer

Vor genau einem Jahr wurde die 270 Millionen Dollar schwere Sonde "Phoenix" in Cape Canaveral zusammengebaut und in eine Rakete gepackt, von wo sie Anfang August des letzten Jahres ins All geschossen wurde. Inzwischen hat Phoenix eine in zweierlei Hinsicht lange Reise hinter sich: Nach 680'000'000 Kilometern und einer Reisezeit von acht Monaten ist die kleine Sonde in der gigantischen Wüste auf dem Mars einsam gelandet.
Marsmenschen werden auch diesmal keine da sein, dagegen erhofft man sich durch Bohrungen im Nordpol Anzeichen auf Lebensformen zu finden. Diese sollen Aufschluss geben, ob und welche Lebensformen auf dem Mars gelebt haben. Die äusserlichen Bedingungen sind für Leben nämlich ganz passabel. Die Temperaturen schwanken zwischen +40 und -270 Grad Celsius, also ungefähr wie in der Schweiz. Etwas ungemütlich wirds erst, wenn der Sturm kommt! Diese gigantischen Stürme dauern manchmal mehrere Monate.

Faszinierend: Sonnenaufgang auf dem Mars.

Dass Phoenix in einen solchen Sturm geraten könnte, wurde beim zwölften Versuch, den Mars zu ergründen in Kauf genommen. Auch dass bei der Landung auf den letzten paar Metern etwas schief gehen könnte, oder der Roboter über einen Stein stolpert und sofort ausser Funktion gerät. Bisher gelang es übrigens ausschliesslich den Amerikanern, Marsreisen erfolgreich zu gestalten. Russische Projekte scheiterten nicht selten schon beim Abflug auf der Erde.

Die Freude bei den Nasa-Menschen war denn auch gross, als Phoenix die ersten Bilder vom Mars sendete. Man wolle irgendwann den Mars besiedeln, oder wenigstens eine bemannte Sonde dorthin schicken, so die grossen Töne aus Texas... Gespannt darf man aber vorerst mal auf die Proben sein, die der kleine Roboter auf dem Mars sammelt und selbstständig analysiert. Wir auf der Erde sind einfach fasziniert, dass ein solches Projekt überhaupt möglich ist und begeistern uns ob den tollen Bildern, die Phoenix und seine Vorgänger vom Mars zu uns schicken. Hoffentlich kommen noch ganz viele solch tolle Bilder zu uns! Nach der ersten Nacht auf dem Mars berichtet die NASA jedenfalls, Phoenix sei in einem guten "Gesundheitszustand"

Die Bilder von der Landung:


































Hier noch das aktuelle Wetter auf dem Mars:






NASA's Phoenix im Netz, wo es auch Wissenswertes über vergangene und künftige Missionen gibt: http://www.nasa.gov/mission_pages/phoenix/main/

Freitag, 23. Mai 2008

Thomas Godoj - Love Is You

Um 15 Uhr zeigt Viva die Video-Weltpremiere des Knallers, den Thomas Godoj im DSDS-Finale zum Besten gegeben hat. Der Hit landet so gut wie garantiert auf Platz 1 der Charts, denn die Vorbestellungen bei Amazon reichen bereits für eine Gold-Auszeichnung.
Wieviel man für die Silberscheibe des “fucking Rockstars” ausgeben will, kann übrigens jeder selber entscheiden. Es gibt eine "Basic-" und eine "Premium"-Verison.

Schnäppchenjäger haben Glück!
Die Basic-Version gibt's im Goggi-Schopf für nur Fr. 5,90.

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Donnerstag, 15. Mai 2008

Russland - Schweiz 6:0

Uiuiui. Das ging aber mächtig in die Hose heute Nacht!
Vorgestern stand es nach zwei Dritteln 4:0 für die Russen und alle sagten, heute werde alles anders. Recht hatten sie. Alle! Nach zwei Dritteln stand es nämlich schon 6:0 für die Russen. Torhüter Gerber nahm schon nach dem fünften Gegentor entnervt auf der Auswechselbank Platz, mindestens zwei weitere Schweizer flogen verletzt vom Eis. Der letzte Check des Russen wurde zwar mit einer Matchstrafe belegt, der war aber sinnbildlich für die Kräfteverhältnisse: Russland Sechs, Schweiz Null.

Samstag, 10. Mai 2008

Thomas Godoj und Fady Maalouf im Finale

Das ewige Auf-Die-Folter-Spannen vom ansonsten ganz unterhaltsamen DSDS-Moderator Marco Schreyl hat ein Ende, die Finalisten sind erkoren: Und die alten Säcke haben über die Jugend gesiet: Thomas Godoj, 30 Jahre, aus Reklinghausen und Fady Maalouf, 29 Jahre, aus Berlin, sind die beiden Finalisten der 5. Staffel "Deutschland such den Superstar". Der Ausgang der Wahl dürfte äusserst knapp gewesen sein - kein Wunder, waren die Kandidaten doch absolut ebenbürtdig. Es ist also nicht ganz ausgeschlossen, dass es sich letztlich auch beim Sieger um eine Sympathiewahl handeln wird.
Die beiden Sänger fliegen noch heute Nacht nach Istambul, an das Formel1-Rennen. Ob ihre Kehlen wohl mit dem Motorengeheul mithalten können?

Thomas Godoj: "Let It Be", The Beatles - Die wohl geilste Version die je gesungen wurde!
Fady Maalouf: "Feeleng Good", Michael Boublé - Besser als das Original!

Donnerstag, 24. April 2008

Kwoon: Konzert in der Schweiz!

Neuigkeiten von Kwoon! Nach Ihrer erfolgreichen Single "I Lived on the Moon" aus dem Album "Tales and Dreams" wird bald eine neue Single erscheinen, die "noch nie jemand gehört hat", wie mir heute Sänger und Komponist Sandy Lavallart (Bild) persönlich :-) bestätigt hat. Darüber hinaus können sich die Fans am Video zum Song beteiligen. Tanzen, singen, animieren, zeichnen, filmen - alles ist erlaubt, Hauptsache es ist "Kwoonian-Style" und passt in eine E-Mail die man bis Ende April an medusa(at)kwoon-music(punkt)com schicken soll. Aus allen Beiträgen wird dann das Video geschnippselt und natürlich hat auch Goggi seinen Beitrag geliefert. Das wär' ja ein Ding, mal an einem Video beteiligt sein, das auf MTV läuft ;-) Der Spanier Yannick Pugin hat mit dem Video zu "I Lived on the Moon" immerhin einige Preise abgeräumt.

Eben erst fixiert, wurde ein Konzert in der Schweiz! Kwoon treten am 15. August in Morlon, Kanton Freiburg auf - im Zeitalter von Google Earth habe ich das 500-Seelen-Dorf sogar gefunden :-)

Und damit alle wissen, wovon wir hier sprechen:



Weitere Informationen:
Kwoon-Music

www.myspace.com/kwoonmusic
Yannick Pugin
Yanim's Blog
Krapooyo (Video)

Montag, 4. Februar 2008

Die unsportlichste Mannschaft der Schweiz (2)

Knapp drei Monate ist es her, als der Goggiblog über die unsportlichste Mannschaft der Schweiz berichtete. Die "2" im Titel dieses Beitrages soll dabei nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich auch diesmal um die selbe Mannschaft handelt: Der Eishockey-Verein HC Martigny. Damals schoss ein Spieler des HCM den Puck absichtlich in die Zuschauer und traf ein Kind, derweil sich der Tainer durch die Umkleidekabine der gegnerischen Mannschaft prügelte. Im Anschluss an das Spiel zeigte sich keiner der brutalen Jungs einsichtig, die Vereinsleitung nahm das Verhalten seiner Angestellten sogar in Schutz.

Kein Wunder, wie die neuste Misstat dieses komischen Vereins beweist: Weil die Meisterschaft für Martigny beieits gelaufen ist, gab man den Stammtorhüter leihweise an Lausanne weiter. Nun ergab sich, dass der Ersatztorhüter erkrankte und Martigny im zwar belanglosen, aber doch offiziellen Meisterschaftsspiel gegen die GCK Lions ohne Torhüter dastand. Und was tut man in einer solchen Situation? Genau: Man schwänzt das Spiel und sagt keinem was. Schliesslich stinkt die lange Auswärtsreise ohnehin allen. Weder Mannschaft noch Vereinsleitung sahen sich deshalb genötigt den zuständigen Schiedsrichter Meldung zu machen und so fühlten sich Gegner, Zuschauer und Organisatoren so ziemlich im Wald stehen gelassen.

Die 0:5-Forfaitniederlage ist wohl noch das kleinste Problem, das man beim HCM so hat. Die Geldbusse wird hoffentlich unbezahlbar sein und Imageschaden ebenso. Viel besser wäre, wenn der HC Martigny sich einfach in Luft auflösen würde. Immerhin findet das Heimpiel heute Abend, gegen den EHC Biel statt: Dem Hauswart fiel ein, dass man den ans Partnerteam Verbier (1. Liga) ausgeliehene Goalie Valentin Gay zurückzurufen könnte...

Siehe auch: Die unsportlichste Mannschaft der Schweiz (Teil 1)

Montag, 14. Januar 2008

Virtuelle Blutgrätsche

Fussball-Samurais und Eishockey-Waldarbeiter, die Ihr Schläger schon mal mit einer Axt verwechseln, sind wir uns ja gewohnt. Gewöhnlich wird ein Spieler dann mit einer gelben Karte belegt, in schlimmeren Fällen wird ausgebuht.

"Was die Typen im echten Leben können, schaffen wir schon lange", dachten sich die Elitespieler des E-Sports-Clans "Coldgame", setzten zu einer virtuellen Blutgrätsche an und bodigten ihre Gegner, indem sie sich eines techischen - natürlich nicht sehr fairen - Tricks bedeinten. So sehen es wenigstens die Verbandsbosse der elektronischen Computer-Spiele-Meisterschaft, reagierten sofort und verwiesen Coldgame des virtuellen Platzes.

Was witzig daher kommt, ist aber ein weiterer Beweis, dass alles Virtuelle Einfluss auf das reale Leben hat: Die einen verlieben sich, die anderen verdienen viel Geld und noch einmal andere streiten sich vor dem Amtsgericht Köln. Was nämlich als Spiel, Spass und kleine Mogelei angefangen hat, endete nun in einer Klage gegen diesen Ausschluss, der von der "Electronic Sports League" (ESL) ausgesprochen wurde. Dem Verein "Coldgame", der sich keiner Schuld bewusst ist, seien deshalb die Chancen auf den Aufstieg in die oberste Liga der Computer-Spieler geraubt worden, wo es nicht nur um Prestige, sondern um hohe Preisgelder geht.

Abgeguckt haben sich die europaweit 750'000 Elite-Gamer dieses Verhalten natürlich im realen Leben: Pfeift heute ein Schiedsrichter eine Fussballpartie ab, so heisst das noch lange nicht, dass das Resultat feststeht. Da könnten noch nicht qualifizierte Spieler eingesetzt worden sein, oder das Spiel wurde von der Russen-Mafia gekauft. Ich bin schon mal gespannt auf die erste Disqualifikation wegen Dopings... Im E-Sports-Fall in Köln ist man sich derweil sicher, dass der noch ausstehende Gerichtsbeschluss für künftige Klagen wegweisende Wirkung haben wird.

Bild: Screeshot aus "Counter-Strike", ein virtuelles Gemätzel, in dem sich Spieler in der ESL besonders gern messen

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Licht-Aus-Aktion am Samstag: Sinn und Unsinn

Am 8. Dezember, abends um 8, sollen alle Menschen im deutschsprachigen Raum das Licht ausmachen. Damit will man die Politiker auf die Notwendigkeit von Massnahmen hinweisen und Menschen signalisieren die Bereitschaft, aktiv am Umweltschutz teilzunehmen.

Doch Goggi schaltet nicht einfach das Licht ab, ohne den Stromer von Dienst angefragt zu haben. Was passiert, wenn tatsächlich alle 18'224'296 angesprochenen Menschen ihren gesamten Stromverbrauch abschalten - und ihn fünf Minuten später wieder einschalten?

Roland Dätwyler von den Industriellen Betrieben Aarau (IBA) meint denn auch auf Anfrage, dass extreme Stromschwankungen Auswirkungen auf das Stromversorgungsnetz haben könnten. "Die Netzregelung findet bei solchen Lastschwankungen über unsere Vorlieferanten Atel und NOK statt."

Na dann auf zu den Grossen. Martin Bahnmüller von der Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) sieht nur für den Fall, dass ein Grossteil der Bevölkerung daran teilnehmen würde, ein wirkliches Problem: "Falls sich - wie bei vergleichbaren Aktionen in anderen Ländern - nur ein Teil der Bevölkerung beteiligt, würde dies zu keinen Netz-Instabilitäten führen". Bahnmüller bezieht sich dabei auf frühere Aktionen, bei denen die Auswirkung auf den Gesamt-Stromverbrauch bei rund 1 Prozent lag.
Bei der schweizerischen Übertragungsnetzbetreiberin swissgrid ist man derweil auf die Aktion vorbereitet, sieht der Sache aber gelassen entgegen. In einer Mitteilung erinnert swissgrid zum Beispiel an den massiven Mehrverbrauch von Strom, vor der Mittagszeit, wenn in vielen Haushalten gekocht werde. Diese Schwankungen seien viel höher als die zu erwartenden Auswirkungen durch die Licht-Aus-Aktion in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wir müssen also nicht wirklich mit einem Stromausfall, aufgrund massiver Stromschwankungen rechnen. Bleibt noch die Frage nach dem Sinn der Aktion und ob ein Politiker je Wind davon kriegen wird - und wenn ja, dieser deshalb sein Politisieren ändert. Dafür ist die Aktion am 8. Dezember wohl zu klein, auch wenn sie von Greenpeace, WWF und vielen Medien unterstützt wird. Der Verdacht schlummert auch hier, dass Firmen wie Pro7 und axpo auch Eigeninteressen - sprich: Werbung für sich - vertreten. Vielleicht würde eine Aktion "einmal kaltes Mittagessen pro Woche" mehr bringen, vielleicht wäre es sogar dringend nötig den Leuten einfach mal zu sagen, wie man nachhaltig Strom sparen könnte. Durch ganz abschalten von Geräten im Standby-Betrieb etwa, oder dem Verzicht auf elektronische Weihnachtsbeleuchtung. Unlängst erschien dazu ein Bericht, dass es heute in der Schweiz keinen Flecken mehr gibt, von wo aus keine künstlichen Lichtquellen die Sicht auf den Himmel trüben würden.

Wie viel Strom kann wohl gespart werden, wenn man per sofortiger Verordnung kitschig-leuchtende und blinkende Balkone verbieten würde? Bis das soweit ist, schaltet auch Goggi das Licht um 20 Uhr ab - "Nützt's nüüt, schad'ts nüüt" wie wir Stromfresser immer sagen.

Weitere Infos gibt es bei lichtaus.ch
Lesenswerte Blogbeiträge bei lupe, arlesheimreloadet.

Übrigens, meine kritischen Fragen nicht beantwortet hat als einzige ... die axpo.

Donnerstag, 15. November 2007

Zuviel ist zuviel

Vor drei Jahren empörte sich die ganze (Presse-)Schweiz darüber, dass drei Pitbulls einen Sechsjährigen Bub zerfleischt und dessen Mutter in die Klappsmühle gebracht hatte. Lebenslang wollte man den Halter und sein unachtsames Umfeld in den Knast bringen. Gestern nun die nüchterne Betrachtung des Zürcher Obergerichts: Die Strafe für für den Halter wurde reduziert, die damalige Freundin des Halters wurde sogar frei gesprochen.

Ich will nicht Urteilen, ob das gerecht ist. Ich stelle dem gegenüber nur die Posse um den FC Thun, bei dem eine Vielzahl erwachsener Profis ein pubertierendes Groupie durchgebumst haben, das genau wusste was sie macht. Nun stürzen sich die Medien auf die Männer und fordern Höchststrafen von bis zu 5 Jahren Gefängnis. Es wird eine Kampagne geführt, die übler nicht sein kann, dabei würden die meisten der Reporter wohl selber weiche Knie bekommen, wenn sie im Ausgang von einem Teeny angemacht würden... ach was, stimmt ja gar nicht. Die verlangen alle zu erst einen Ausweis, ich weiss.

Die Urteile der Gerichte - sollten sie dereinst darüber zu befinden haben - werden massiv sachlicher ausfallen und die Strafen ebenso tiefer, nimmt man das Strafmass für einen tödlichen Hundebiss mal als Massstab. Ich finde: Der Göre gehört der Allewerteste versohlt und damit hat's sichs.

Bis es soweit ist, widmen wir uns dem Text der Gruppe "Frauenarzt". Das Liedchen heisst "Lass Dich gehen" und ist bei 15jährigen Girlies durchaus "angesagt".

PS: Die Sternchen hab ich hingemacht, damit Google nicht hierher verweisst, wenn die entsprechende Altersgruppe nach dem Songtext, oder den schweinischen Worten darin sucht ;-)

Komm Nu**e laber nich
Und leg Dich auf mein Bett
Lass Dich gehen du dumme Fo***
Du wirst schon sehen Ich bin sehr nett
Is mir wirklich richtig La**e
Ob du willst oder nicht
Erst machst du mich riesengeil
Und dann kommst du nich aus dem Knick
Steck die Zunge in die Fo***
Ich bin mir sicher du wirst heiß
Noch zwei Finger
Dazu deine feuchte Mu***i ist der Beweis
Du hast mir nich gelaubt
Doch jetzt wirste mich verstehen
Was ich meine wenn ich sage
Komm Nu**e! Lass Dich gehen

Und früher hat man Falco-Texte verboten... *kopfschüttel*

Disclaimer: Goggi findet diese Musik voll blöd.

Dienstag, 6. November 2007

Unsportlichkeit des Jahres

Die unsportlichste Mannschaft des Jahres ist bekannt: Es handelt sich um den Eishockey B-Ligist HC Martigny.

Hartes Kämpfen gehört zum Eishockey und wenn sich zwei Spieler die Rübe einschlagen, kriegen sie eine Strafe und die Sache ist gegessen. In der Kunsteisbahn Schoren in Langenthal wusste man aber offenbar nicht, wann's genug ist. Mehrere Spieler kassierten Matchstrafen, Martigny-Trainer Bruno Aegerter prügelte sich in der Langenthaler Kabine und einheimische Fans gingen auf Zuschauer des Gastclubs los. Grund dafür war, dass Martignys Stefan Flückiger einen Puck mit Absicht in die Zuschauer geschossen haben soll. Dabei traf er unglücklicherweise einen Schulbub, was die Langnau-Fans erst in grenzenlose Rage versetzte.

Stefan Flückiger vorzuwerfen, er wollte einen Buben verletzen, wäre natürlich unfair. Für den Schuss - die Folgen waren noch nicht bekannt - kassierte Flückiger eine Zweiminutenstrafe. Was Martigny aber zur unsympathischsten Mannschaft des Jahres macht: Der Verein bestätigte nach dem Spiel den Protest gegen Flückigers Strafe - im Wissen dass dabei ein Knabe verletzt wurde. Das ist so ziemlich das unsportlichste Verhalten in einem solchen Fall. Ginge es um die Existenz des Vereins, wäre die Situation noch einmal anders einzuschätzen. Aber wir sprechen hier von einem Spiel, bei Hälfte der Saison und bei dem es um den 8. Platz in der Nationalliga B ging. Pfui Martigny! Eure nächsten Heimspiele sollten unter Aussschluss der Zuschauer stattfinden - falls Euch überhaupt noch jemand zuschauen will...

Montag, 5. November 2007

DRS 6

"Video Killed the Radio Star" sangen The Buggles in den 80er-Jahren, als die Menschheit anfing, sich nicht nur einen, sondern zwei Glotzen in die Hütte zu stellen. Die Antennenanlage im Dachstock wurde durch Kabel im Boden ersetzt und der neuen visuellen Welt stand nichts mehr im Wege. Warum sollte unsereiner noch Radio hören, wo es künftig auch noch Bild dazu geben würde? So blickte man ohne Zuversicht in die radiophone Zukunft.

Fast 30 Jahre später sieht die Radiowelt aber noch ganz munter aus. Dank der weltweiten Vernetzung schiessen Internetradios wie Schimmelpilze aus den vergessenen Erdbeeren. Selbst die neuste Abzockrunde der Gebühreneintreiber in den USA tut dem keinen Abbruch, die Stationen senden jetzt einfach über Server einer Insel im Pazifik. Heute sind neben den 200 im örtlichen Kabelnetz empfangbaren Radiostationen auch mehrere Tausend Webradios empfangbar. Die Palette reicht dabei über jede Art musikalischer Spartensender bis hin zu reinem Sprechfunk.

Einen solchen lanciert nun auch SRG SSR Idée Suisse mit einer neuen nationalen Senderkette mit dem fantasievollen Namen DRS 4 News . Es ist neben DRS 1-3, virus und Musigwälle, das sechste deutschsprachige, nationale Steuergelderradio. Dieses bringt Nachrichten rund um die Uhr, bei aktuellen Sportanlässen sollen die Einschaltungen über das Vieri laufen, was uns hoffentlich dereinst das Streamen von öden Sportradio.ch-Kommentaren ersparen wird. Empfangbar ist das Teil via Kabel, DAB, Satellit und Internet - aber leider nicht über UKW. Was die Freude ein bisschen trübt, denn die wenigsten von uns haben schon das neuste High-Tech Radio im Auto. Das Teil taugt auch nichts um sich beim Fussball in der Luzerner Allmend darüber zu informieren, wie es auf aderen Plätzen steht und ob es trotz der bevorstehenden 0:7-Niederlage gegen Thun noch für den Ligaerhalt reicht.

Sendestart war übrigens heute Morgen um 6 Uhr. Zu hören gibt es DRS 4 News zum Beispiel hier per Live-Stream.