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Dienstag, 18. Januar 2011

Ich bin Ibeshmhriker

Schaut eigentlich jemand DSDS? GNTP? Oder wer kennt sich mit Popstars aus? Supertalent, nie gehört? Ach komm, schaut doch jeder ganz heimlich. Klar, ist alles blöd. Aber die Meinung: "ich find's blöd" setzt ja mindestens voraus, es schon mal gesehen zu haben. Na? Also ich oute mich hier mal als kleiner Voyeur. Ich schaue voller Spannung das Bigbrother für Erfolglose, live vom einzigen Ort auf dem Kontinent Australien wo Überschwemmungen höchstens im Form einer Kakerlaken-Flut stattfindet. Ja, ich bin Ibeshmhriker, denn ich schaue regelmässig Ich bin ein Star, holt mich hier raus! Oder kurz: IBESHMHR, was folglich Betrachter von IBESHMHR zu Ibeshmhriker macht

Moderatoren Dirk Bach und Sonja Zietlow
Raus will da natürlich keiner, viel mehr wollen alle reinblicken. Nicht nur in das alltägliche Geschirrspühlen wird uns Einblick gewährt, sogar der Millionenriss in Katy Karrenbauers Werkhalle bleibt uns nicht verborgen. Camp-Zicke Sarah Kapnik, glänzt mit unverdächtigen Kultsprüchen oder verdächtigen Unkult-Sprüchen - man weiss es nicht genau. Viele werden sich jetzt fragen: Katy -wer??


IBESHMHR ist glücklicherweise eine Art Reality-Show die keinerlei Talent voraussetzt. Katy war Schauspielerin und ist heute hoch verschuldet. Katja versuchte sich einst bei GNTP als Model aber schaffte "nach Realschule und Frisösenlehre auch diesen Abschluss nicht", wie es Moderations-Kugel Dirk Bach zusammenfasste. Bach und Sonja Zietlow moderieren die Sendung dermassen schrill und streitbar, dass sie schon deswegen ein Highlight der Sendung sind. Dazu kommt Jacob-Sister Eva, Wedding-Planer Frank Matthée, Model Gitta Saxx, Plastik-Busen-Sängerin Indira Weiss, US5-Sänger Jay Khan, Nebendarsteller Mathieu Carrière und Peer Kusmagk sowie die Schwimmer Thomas Rupprath und Rainer Langhans, wobei Letzterer vor allem in Frauen schwimmt.

Die Kandidaten von IBESHMHR und Hauptverantwortlich für Ibeshmhrismus
Und jetzt kommts: Nach anfänglichem Zögern fängt mir die nun schon 5. Staffel von IBESHMHRan zu gefallen. Ja wirstellen sogar den Wecker, damit wir den Sendestart nicht verpassen. Ist das schlimm? Nein. Sieht man von den unwirklichen Knebel-Verträgen der Dschungel-Kandidaten mal ab, ignoriert man denendlosen Kommerz-Gedanken hinter solchen Produktionen, bleibt unter dem Strich eine Stunde Unterhaltung. Hirn ausschalten und den Tag ohne böse Gedanken ausklingen lassen. Ob das jetzt nur Selbsttäuschung ist oder die raue Realität weiss ich nicht. Was ich aber ganz sicher weiss: Es gibt viel mehr Ibeshmhriker als wir zugeben :-)

Montag, 3. November 2008

Swiss-Bschiss bei 3+ und VIVA

Es ist ja schon unglaublich, wie die Zuschauer von "swiss-quiz" auf dem Sender "3+" und im Schweizer Fenster von "VIVA" gnadenlos beschissen werden. Aber das macht nichts. Tele Züri bekommt trotzdem keine Konzession.

Die Goldfrage bei Swissquiz diesmal:

Nennen Sie männliche Vornamen mit einem "A" an zweiter Stelle.

Der Martin war schnell aufgelöst und es würde mich nicht überraschen, wenn einer aus der Redaktion durchgestellt wurde, um auch den optischen Beweis zu erbringen: Dieses Spiel ist lösbar! Und trotz deutscher Moderatorin durfte man - so teilt uns das Bild stundenlang mit - Max, Matthias, Fabio und Sandro als mögliche Lösungen erwägen, um die vor sich her blinkenden 4'000 Schweizer Franken abzustauben - da sind doch die Einfrankenfünfundachtzig pro Anrufversuch ein reiner Klacks!

Es war gegen ein Uhr, als die Dame die ständig über ihre eigenen Witze lachen musste, auf die letzten drei Anrufer wartete und Goggi zufälligerweise angezappt kam. Gleich werde sie das Rätsel auflösen und das Geheimnis lüften, frohlockte die Moderatussi in die Kamera. Denn leider fand sich auch nach Eweigkeiten niemand, der den richtigen Männername herausgefunden hätte. "Mauro" krächzte es durchs Telefon - wieder falsch und man kann sich die hier entstandene Spannung kaum vorstellen, die sich aufgebaut hatte. Etwas kantig wirft sich die junge Dame von ihrem Hocker, ich erkenne eindeutige Zeichen von Gesässmuskelnwehweh. Welche "simple Männernamen" werden sich wohl in den Umschlägen befinden? Das AHA-Erlebnis wird unbarmherzig sein und trotz 12'465 Franken Telefonspesen wird man sich ägrern, ausgerechnet diese simplen - ach was sag ich: obermegasimplen Namen nicht herausgefunden zu haben:

Aadolf
Baruch
Dankwart
Fatos
Garibald
Hadrian
Calvin

Namen, die wie der aufgelöste "Martin" in der Schweiz gang und gäbe sind. Da muss man doch einfach draufkommen! Ein Volk von Dummköpfen diese Schweizer! Aadolf ist schliesslich die finnische Variante von "Dölf" und Baruch ist häbräisch und bedeutet "Verletzt" - auch wenn der Name in den letzten 108 Jahren nie unter den Top-1000 der Namensgebungen erschienen ist, ich kenne niemanden, der für den Erstgeborenen, diesen Namen nicht mit auf die Liste genommen hätte.
Der Dankwart klingt nur im ersten Moment wie ein Beruf aus der Benzinbranche. Tatsächlich hiessen im Mittelalter fast alle Dankwart und der berühmteste unter ihnen war immerhin burgundischer Ritter. Hadrian hat es sogar zum Papst geschafft und das immerhin sechsmal! Der Name bedeutet "Mann aus der Hafenstadt" und bei uns in der Schweiz wohnen so gut wie alle in einer Hafenstadt - nur haben halt nur welche angerufen, die oben in den Bergen wohnen.

Bleiben noch Garibald, Fatos und Calvin. Vermutlich sind das die echten Namen der drei Musketiere, oder die Redaktoren bei Swiss-Bschiss heissen so. Gerüchteweise hätten deren Eltern ihre Kinder während dem Fernsehgucken gezeugt und sind dabei komplett verblödet, was sich genetisch übertragen haben soll.

Diese Sendung schweizerischen Urgebrauchs läuft übrigens täglich bei Viva, von 22.50 Uhr bis um 2 Uhr. Beim revolutionären Unterhaltungsniveau, welches diese Sendung zu bieten hat, leuchtet es wirklich nicht ein, wie dieser Tage Aufregung über die Konzessionsentscheide unserer Regierung entstehen konnte. Ein TV-Sender wie Tele Züri erreicht die Qualität einer fast drei Stunden lang hohles Zeug plappernden Moderatorin nie und nimmer, oder höchstens wenn Mike Shiva zu Gast ist - der übrigens ein paar Sender weiter hinten gleichzeitig eine tägliche LIVE-Dauerwerbesendung moderiert - Hammer, sag ich euch!

Samstag, 10. Mai 2008

Thomas Godoj und Fady Maalouf im Finale

Das ewige Auf-Die-Folter-Spannen vom ansonsten ganz unterhaltsamen DSDS-Moderator Marco Schreyl hat ein Ende, die Finalisten sind erkoren: Und die alten Säcke haben über die Jugend gesiet: Thomas Godoj, 30 Jahre, aus Reklinghausen und Fady Maalouf, 29 Jahre, aus Berlin, sind die beiden Finalisten der 5. Staffel "Deutschland such den Superstar". Der Ausgang der Wahl dürfte äusserst knapp gewesen sein - kein Wunder, waren die Kandidaten doch absolut ebenbürtdig. Es ist also nicht ganz ausgeschlossen, dass es sich letztlich auch beim Sieger um eine Sympathiewahl handeln wird.
Die beiden Sänger fliegen noch heute Nacht nach Istambul, an das Formel1-Rennen. Ob ihre Kehlen wohl mit dem Motorengeheul mithalten können?

Thomas Godoj: "Let It Be", The Beatles - Die wohl geilste Version die je gesungen wurde!
Fady Maalouf: "Feeleng Good", Michael Boublé - Besser als das Original!

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sprachliche Fehlgriffe

Hiermit erkläre ich das Wort "Söldner" als Schweizer Sport-Unwwort des Jahres, direkt vor "Hingis" und "Radrennsport". Sucht man bei der Google Bildersuche nach Söldnern, findet man erst auf Seite 4 das erste Sportbild. Die Quellen: espace.ch, azonline.ch und das Schweizer Fernsehen

In der gestrigen Sportsendung auf SF zwei hat Steffi Buchli in zwei Sätzen hintereinander, dreimal den Begriff "Söldner" im Zusammenhang mit den im Ausland angestellten Schweizer Fussballern verwendet. Zeit also herauszufinden, was Söldner wirklich sind, oder besser gesagt: ob den Schweizer Sport-Redaktoren nicht einfach ein Fremdwörter-Duden geschenkt werden sollte.

Die verstandene Bedeutung unterscheidet sich dabei, wie so oft von dem, was es tatsächlich bedeutet. Wie zum Beispiel das Wort "offensichtlich", das von der Mehrheit als "anscheinend" verstanden wird, tatsächlich aber "klar" bedeutet - halt auch so ein täglich hörbarer journalistischer Fehlgriff.

Zurück zum Söldner, dessen Ursprung der Soldat war, ehe er sich dafür bezahlen liess, auch mal für die andere Seite rumzuballern. Die Genfer Konvention bezeichnet Söldner als "zu einem besonderen Zweck Angeworbe, die in einem bewaffneten Konflikt kämpfen" - klingt nicht sehr sportlich. Der Begriff tauchte bereits im 10. Jahrhundert im Zusammenhang mit byzantinischen Ethnarchen auf, die ebenfalls bewaffnete Konfliktlösungen bevorzugten. Auch Wikipedia liefert zur krigerischen Assoziation keine alternative Bedeutung, sondern nennt als jüngstes Beispiel die in den 1990er-Jahren im Balkan angeheuerten Europäer, wobei viele davon Ex-Soldaten, Arbeitslose und ...Rechtsextreme waren.

Sportler gleichgestellt mit Rechtsextremen? Klingt auch nicht besser. Es bleibt also nur, die Sportwelt von diesem unpassenden Begriff zu befreien, ehe der Russische Eishockey-Profi bei Fribourg seine Kalaschnikow auspackt. Oder Alex Frei das Sturmgewehr mit auf den Fussballplatz mitnimmt...


Bilder: sf.tv, screenshot Game "Söldner"

Dienstag, 4. September 2007

Die neuen Staffeln

Endlich ist dieser blöde Sommer vorbei und der heisse Herbst kann kommen. Und in dieser Jahreszeit kommen auch endlich wieder alle tollen Serien ins Fernsehen die mit dem verheissungsvollen Slogan "die neue Staffel" angepriesen werden. Die Schweizer sehen fast alles zuerst. LOST/III und Dr. House/III läuft schon, Twenty-Four/VI folgt bald.

Wer die angesagtesten Serien nicht verpassen will, braucht schon mal ein waches Auge: Weil die Senderechte nicht nur nach Sprachgebieten, sondern auch nach Ländern vergeben werden, kommen die Schweizer schon mal in die Pole-Position. Die Schweizer Senderkette wird nicht als Konkurrenz angesehen und so sehen wir in der Schweiz LOST und 24 viel früher als die Deutschen oder die Österreicher. Wobei "viel früher" schon wieder komisch klingt, wird doch zum Beispiel die 18. Simpsons-Staffel im deutschsprachigen Raum erst ein Jahr nach der Erstausstrahlung in den USA gezeigt.

Trotzdem: Montagabende sind künftig reserviert für die 3. Staffel Dr. House (SF zwei, 20.45 Uhr - am 10. September übrigens ausnahmsweise mit Doppelfolge ab 19.55 Uhr) und LOST (SF1, 21.30 Uhr). Beide ohne Werbeunterbrechung notabene.
Am Dienstag geht es weiter mit der 5. Staffel von CSI Miami (rtl, 20.15 Uhr) und den neuen Episoden von Monk (rtl, 22.15 Uhr).

Am Donnerstag schliesslich C.S.I. Kein -Miami, kein -NY, nein, das Original) Gezeigt wird der Aufhänger der letzten, und die Fortsetzung als Start zur neuen Staffel. Dabei kommt raus ob der angeschossene Captain Brass nach mehreren Monaten Serien-Koma doch noch überlebt. SF zwei zeigt ab 22.45 Uhr My Name IS Earl eine Serie aus dem Jahre 2005, die aber erst jetzt Premiere bei uns feiert - man darf gespannt sein.
Die Krönung dann am Sonntag: Die 18. Staffel der Simpsons. Fans der Serie trauern allerdings der alten Stimme Marge Simpsons nach und bemängeln allgemein die fürchterliche Synchronisation. Dennoch dürfen wir wieder ein paar Highlights erwarten: Fussballer Ronaldo und Schauspieler Kiefer Sutherland (Jack Bauer in "24") sollen zu Gastauftritten kommen.

Übrigends: "24" startet mit der Season 6 im November auf SFzwei.

Die Serienübersicht des Schweizer Fernsehens gibts hier