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Dienstag, 22. November 2011

Sehr geehrter Herr Darbellay

Die CVP hat es nun wirklich nicht nötig, sich heute schon einer Schlammschlacht zu bedienen um in vier Jahren nicht schon wieder gefühlte 50 Sitze im Parlament zu verlieren. Es wird immer genügend Menschen geben, die um ihren Glauben zu stützen, erstens Kirchensteuern zahlen und zweitens die CVP wählen, jetzt machen Sie sich doch keine Sorgen!

Dass Sie Homosexuelle die Kinder adoptieren wollen auf die gleiche Stufe wie Kokainsüchtige stellen werte ich als Beweis, dass es erstens richtig war aus der Kirche auszutreten und ich zweitens noch nie in meinem Leben in Erwägung gezogen habe die CVP zu wählen. Offenbar nimmt man sich bei diesen - nennen wir sie mal einheitlich "Glaubensrichtungen" - schon seit Jahrhunderten das Recht heraus geschmacklos zu sein. Dabei denke ich noch nicht einmal an Pfarrer und Buben, an Inquisitionen und Machtmissbräuche, oder an den verhältnislosen Prunk den etwa der Vatikan an den Tag legt, wenn er den Afrikanern die Pariser wegnimmt oder Spendengelder in Ace für den Kirchenbau missbraucht, anstatt den Menschen zu helfen. Nein, Herr Darbellay, es geht in diesem Fall um die Evolution der Spezies "Politiker", welche diesem Land ein bitteres Armutszeugnis ausstellen.

Ich finde übrigens, dass ein Politiker durchaus sofort und ohne Angaben von Gründen zurücktreten darf. Das machen Kokainsüchtige schliesslich auch, Herr Darbellay.

Freundliche Grüsse
Goggi

Dienstag, 20. Oktober 2009

VCS - Natur 1:0

Lieber VCS

heute war ich im Möbel Pfister in Suhr. Ja genau, das ist einer dieser Läden, bei denen Du erfolgreich durchgesetzt hast, dass statt 718 Parkplätze nur 696 gebaut werden durften. Anstelle der Parkfelder stehen dort jetzt einfach 22 landschaftsaufwertende Blumentöpfe. Ohne diesen heroischen Sieg für die Natur schmälern zu wollen, wollte ich nur mal erwähnen, dass ich heute, als ich in den Möbel Pfister wollte, vor mir gefühlte 22 Autos vor der Nase hatte. Genau genommen fuhren sie alle vor meiner Nase und zwar im Kreis, wobei sich pro Runde die Kolonne vor mir um drei Autos reduzierte und hinter mir um ebenso viele verlängerte. Nach der sechsten Durchfahrt und 1,6 Kilometer zusätzlicher Fahrstrecke, fand ich endlich einen Parkplatz. Wäre glatt ein Hohn, jetzt diese 1,6 zusätzlichen Kilometer mit den 22 Autos und dem Faktor Ladenöffnungszeit zu multiplizieren und zuletzt auch noch den zusätzlichen CO₂-Ausstoss auszurechnen, den diese 22 durchgeboxten Blumentöpfe die Natur gekostet haben. Wirklich. Ich meine, die Natur soll gefälligst auch etwas zahlen, wenn der VCS schon für sie kämpft. In diesem Sinne: Danke für die überdimensionalen Blumentöpfe und bitte spendiert dem Möbel Pfister mal ein paar neue Pflanzen. Ich glaube, die haben ein paar Tonnen zu viel Parkplatzsucher-CO₂ abbekommen.