Dienstag, 29. September 2009

Blogs legen zu

Einige sprechen schon seit Jahren vom Blog-Sterben, andere sehen Twitter als deren ultimativen Ersatz. Trotz Dauerbeschuss von Aussen beweisen zwei neue Studien: Das Web 2.0 und mit ihm die Blogsphäre leben wie eh und je. Mehr noch: Blogs sind beliebter als vor einem Jahr.

Die Wahrnehmung der Menschen ist in ungefähr diese: Wenn etwas von vielen Leuten gemacht oder gemocht wird, ist es "in" - wenn die meisten es wieder aufgeben ist es "out". Diese Wahrnehmung widerspielgelt die Oberflächlichkeit, mit der unsere Gesellschaft mit manchem Phänomen umgeht. Modetrends verschwinden heute oft schneller als sie gekommen sind, seien es Dreiviertelhosen oder MP3-Player. Die Halbwertszeit ist erschreckend kurz geworden. Dass etwas nicht mehr "in" ist, bedeutet aber noch lange nicht, dass es nicht mehr da ist. Fällt man mit den "Hochwasserhosen" unterwegs noch auf, ist beispielsweise das Blog-Dasein ein eher unauffälliges, aber stets präsentes gewesen.

Weniger Blogs, mehr Leser


Tatsächlich steigen Blogs in der Gunst der Leserschaft weiter an, wie dies in einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts "xeit" diesen Monat präsentiert wurde: Nutzten vor Jahresfrist noch 66% der Internet-User Blogs als Informationsquelle, stieg dieser Wert 2009 auf stattliche 74%. Im Allgemeinen sind alle Online Dienstleistungen in der Gunst der Nutzer gestiegen. Social Networking (Facebook, Twitter) beispielsweise um 6 Punkte auf 86 Prozent und Videoportale werden gar von 97% der User genutzt - das sind ebenfalls 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Einzig bei den Online Foto-Alben wird eine Sättigung festgestellt: nur noch etwa die Hälfte der Internetnutzer laden ihre Bilder in ein Online-Album.

Zurück zu den Blogs. Die steigende Beliebtheit von Blogs könnte auf eine natürliche Ausdünnung zurückzuführen sein. Nach dem grossen Hype vor zwei, drei Jahren, liegen heute bis zu 90% der "Online-Tagebücher" quasi brach. Wirklich gepflegt werden in der Schweiz nur noch rund 100 Blogs - aber diese werden um so mehr gelesen. Oder anders ausgedrückt: Die Studie von xeit beweist, dass Dinge die mal "in" waren auch dann noch beliebt sind, wenn die Modefans entschwunden sind.

Freitag, 25. September 2009

Miss Schweiz auf dem Wahlzettel

Wenn nur alle Wahlunterlagen so hübsch wären! Valentina Parente, Miss Schweiz Kandidatin 2009 aus Dottikon, setzt nicht nur auf perfekte Kleidung, Körper und Geist - sondern auf knallhartes Business. Heute liegt doch tatsächlich ein Hochglanz-Flyer der schönen Aargauerin im Briefkasten mit der bezaubernden Aufforderung, ihr am Samstag doch bitte mindestens eine Stimme abzugeben.
Und ich werde sie wählen, die wunderschöne Valentina. Und zwar nicht nur wegen den verführerischen Lippen, dem unglaublich knackigen Körper, dem zarten Antlitz und den langen Beinen! Auch nicht wegen dem leicht durch die Luft streichelnden Haar und den dunklen braunen begehrenswerten Augen, die mich quasi vom Flugblatt weg auffressen wollen. Nein. Ich wähle Valentina, weil sie intelligent ist. Sie weiss wo das Matterhorn steht, kennt unseren Bundespräsidenten und handelt nebenbei noch als Bankkauffrau mit Devisen. Sie spricht drei der viel Landessprachen fliessend und hält Roger Federer als ein Vorbild, wie sie es für ihre Generation auch sein möchte.

Liebe Valentina! Der Goggiblog drückt Dir ganz fest die Daumen und wenn Du gewinnst, versprich mir, mich im Brügglifeld zu besuchen. Dort kommen in zwei Tagen die Jungs von Mad Manoush vorbei und da gewesen sind schon Politiker und ehemalige Fussballgrössen - aber alle längst nicht so hübsch wie Du!

Und liebe Leser: Am Samstag Abend Valentina Parente mit der Nummer 12 wählen. Sie ist unter den bisherigen Prospekten die ich im Briefkasten hatte jedenfalls schon mal die Schönste, wenn auch die Einzige, aber eben weil sie sich etwas neues ausgedacht hat, auch gleich noch die Sympathischste :-)

Mittwoch, 23. September 2009

Die Zitig der Zukunft

Zitig.ch als Schnittstelle zwischen Internet und Tageszeitung

"Das Web explodiert", habe ich eben gelesen. Keine Angst, hier ist nicht Endzeitstimmung angesagt und weder Libyer noch die Al Khaida planen nach der Bundesratswahl ein Attentat. Beim Titel dieses Blogbeitrages handelt es sich um ein Zitat von Daniel Bischoff, Trendforscher bei der Firma Trendone. "Im Zuge der technologischen Evolution explodiert das Internet in die reale Welt." sagt er etwa und hat damit mittels Studie belegt, was wir schon lange wissen: Das Internet ist genau so real wie die reale Welt. Wer seinem virtuellen Ich auf Facebook nicht Sorge trägt spürt das bei der Stellenbewerbung, wer sich mit Konkurrenten in die Haare kriegt wird gnadenlos zum Bild der letzten Sauforgie bei flickr verlinkt.

Nun, die Realisierung der Virtualität hat natürlich auch sein Gutes, wenn auch nicht für alle: Seit Mitte dieses Jahres erfahren zum Beispiel gedruckte Zeitungen am eigenen Leib, dass sie nach und nach vom Lesermarkt verdrängt werden. Ganze Redaktionen werden aufgelöst, Zeitungstitel ausgelöscht. Das haben sie sich einerseits selber zuzuschreiben, andererseits fragen sich immer mehr Menschen, warum sie für Inhalte bezahlen sollen, die es im Internet umsonst gibt.

Eine Art Verschmelzung von Internet und Zeitung hat die äusserst interessante Plattform Zitig.ch zum Ziel. Und sie macht ihre Arbeit äusserst gut. Neben Meldungen aus "Zeitungsblogs" wie 20minuten oder Tagesanzeiger, füllen vor allem User wie Du und ich die Seiten der virtuellen Zeitung. Dabei kann man eigene Meldungen verfassen, oder Fundstücke aus dem Web verlinken. Die Topmeldungen werden taufrisch präsentiert und über die Navigation sind die am meisten diskutierten Artikel zu finden, die lustigsten Videos oder die Bilder des Tages. Selbstverständlich ist diese Dienstleistung für Autoren, Verlinker und vor allem für Leser absolut kostenlos. Wie eben fast alles im Internet.

Das grosse Plus der virtuellen Zeitung, wo ich auch schon ein paar Artikel erfolgreich platziert habe, ist die gute Übersicht und der technisch ausgereifte Betrieb. Ein schneller Seitenaufbau und wirklich lesenswerte Artikel, machen Zitig.ch zu einer Art Ersatz der (teuren) Tageszeitung.