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Montag, 11. April 2011

Schreibfehler des Tages

Gefunden bei monsieurfischer, kommentiert bei der AZ (die den Kommentar wohl nicht veröffentlichen wird) ;-)

Sehr geehrte AZ

Vielen Dank, dass Sie weiterhin über den FC Aargau schreiben. Den haben wir zwar nie gegründet, weil die Situation dann eskaliert wäre. Oder expandiert. Wenn nicht sogar explodiert. Aber das macht nichts, denn der mögliche neue Trainer Ponto gibt's ja auch nicht. Allerhöchstens einen Pont, der war mal Assistent der Nationalmannschaft. Pronto kann der Mann auch nicht heissen, auch wenn das alle im Tessin beschäftigten Trainer behaupten, wenn man sie ans Telefon holt. Und Janko heisst er auch nicht. Vielleicht bedeutet das "Hallo" auf Bosnisch, aber ganz sicher heisst kein Ex-FC Aargau-Trainer so. Der Autor des Artikels (jep) machte da ofenbar, offbar oder an einer ganz anderen Bar ein kleines Durcheinander. Von selbst zurücktreten muss er aber nicht... wie gesagt, eigentlich sind wir ja ganz froh, dass der FCA, wenn auch mit dem einen, oder anderen, Kommafehler weiterhin Erwähnung, findet und ein Schmunzeln in bitteren Zeiten tut uns allen gut.

Mit freundlichen, Grüssen

Freitag, 26. November 2010

Frau Henkel aus der Haushaltabteilung

Die Meldung:

Offside - Man kennt ja die Namen der berühmtesten Zwillinge der Schweiz, aber wer sich immer noch fragt, wie Mirka und Roger Federer auf die Namen Charlene und Myla gekommen sind, dem kann vielleicht geholfen werden. Charlene ist nicht so ungewöhnlich. Aber Myla? Nun, im Londoner Einkaufszentrum Canary Wharf bei de O2-Arena gibt es ein Dessous-Lädchen mit diesem Namen. Könnte es nicht sein, dass sich Federer bei seinen Besuchen in Wimbledon einen Ausflug gönnte, in bewusstem Lädchen ein hübsches Teilchen für seine Liebste erstand, dies Teilchen zu einem gemütlichen Abend führte, sich alles Weitere ergab und es aus Dankbarkeit den Namen wählte? (Doris Henkel, az vom 26.11.2010)

Die Meinung:

Frau Henkel ist eine grossartige Journalistin. Ich lese sie in der AZ gerne, ebenso wenn sie in der NZZ schreibt. Doch manchmal wünscht man sich, gewisse Stellen in der Zeitung blieben einfach leer, statt dass sie mit Schrott gefüllt werden. Mir ist nicht ganz klar, ob die AZ-Kolumne „Offside“ für Anspielungen auf Nebensächlichkeiten gedacht ist, oder ob damit verdiente Schreiberlinge bewusst ins Offside gedrängt werden. Quasi zum Platzfüller degradiert, weil sonst nichts passiert ist auf der Welt. Dass sich gerade Frau Henkel über den Namen anderer lustig machen muss, kann eigentlich nur eine pointierte "Doppel-Vorhand mit fabelhaftem Rückhandschlag" (frei nach Henkel) nach sich ziehen, um mal im Tennis-Jargon zu bleiben. Die Doris Henkel, so darf man jetzt nämlich annehmen, ist möglicherweise einem kleinen Tächtelmächtel in der Haushaltabteilung im Quartierladen neben dem Redaktionshaus entsprungen. Könnte es nicht sein, dass Vater Pritt und Mutter Persil nicht unbedingt die Eigenschaften von Dixan Universal studierten, als sich in der Haushaltsabteilung alles Weitere ergab? Witz erkannt? Richtig! Alles Produkte der Firma Henkel. Ist das nicht ein Wahnsinnsbrüller? Damit füll’ ich doch glatt einen Blogpost, der sonst leer geblieben wäre.

PS: Die daraus ergehende Bitte richtet sich an die lieben Chefredaktoren: Offsides sind ok, wenn der Gegner reintappt. Die eigenen Mitarbeiter solltet ihr davor schonen.

Dienstag, 23. November 2010

Heile Fussballwelt

Das Zitat:
„Ein Fussballfest vom Feinsten. Ausschreitungen und Verletzte sind im Fussball leider längst an der Tagesordnung. Der Cup-Achtelfinal Wohlen - GC ist der beste Beweis dafür, das es auch anders geht. […]Der Aufwand war jedoch massiv. Alleine die Kosten für die Sicherheit betragen mehr als 20'000 Franken. Die Einnahmen aus der Festwirtschaft dürften rund 8'000 Franken betragen. Was die Zuschauereinnahmen betrifft bleiben unter dem Strich zirka 20'000 Franken. Dieser Gewinn muss mit GC geteilt werden.“ (Ruedi Kuhn, az vom 23.11.2010)
Die Meinung:

Dass es am beschaulichen Fussballfest im Wohlen nicht zu Ausschreitungen gekommen ist liegt nicht nur an der Friedfertigkeit der Zuschauer. Diese sind an Fussballspielen eigentlich immer in der Überzahl. Vielmehr hatte Wohlen schlichtweg Glück, dass GC seit Jahren statt auf Repression auf nachhaltige Fan-Arbeit setzt und sich letztlich keine Gruppe Gewalt suchender Chaoten auf die Niedermatten verirrt hat. Solche Gruppen reisen übrigens nicht selten aus St.Gallen, Luzern oder Basel an, wo man durch Stadionverbote das Problem einfach abgeschoben hat. Wenn Chaoten auftauchen, reichen 20'000 Franken Sicherheitskosten nicht mehr. Für den Beizug der Polizei und den entstandenen Sach- und Imageschaden, entstehen nicht nur am Spieltag mehr Kosten, sondern auch längerfristig für den Mehraufwand bei künftigen Spielen.

Damit wären wir bei Punkt 2: Geteilt wird bei Cupspielen nicht der Gewinn von 20'000 Franken, sondern der Ertrag von 20'000 Franken. Der Unterschied: Ein Ertrag kann sowohl ein Gewinn sein, als auch ein Verlust (Buchhaltung, Lektion 1). Abzugsfähig am zu teilenden Betrag sind neben einer Pauschale, besondere Auslagen für Sicherheitskosten, sowie andere Spesen die man beim Normalbetrieb (also Challenge League mit 700 Zuschauern) ausserordentlicherweise dazu gekommen sind. Wäre Wohlen - GC also nicht ein einmaliger Event gewesen der vom Familienausflugspublikum lebte, sondern müsste Wohlen die exorbitanten Auflagen einer Super League erfüllen, wäre zuletzt ein Verlust von 20'000 Franken geblieben. Und auch den hätte man sich übrigens mit GC geteilt.

Montag, 6. Juli 2009

Erster Dopingfall am Tour de France

Bereits am zweitenTag ist es am Tour de France zum ersten Dopingfall gekommen. Betroffen ist das Team Sonntag AZ, dessen Chef immerhin den Anspruch erhebt, eine nationale Grandslam Zeitung zu sein. Offensichtlich steckt die ganze Mannschaft im Sumpf von Drogen und Alkohol: Angefangen beim Journalisten, über den Blattmacher, dem Legendenschreiber bis hin zum Bild- und Chefredaktor - alle müssen sie sturzbesoffen gewesen sein, als sie das "Maillot Jaune" oder das "Gelbe Trikot", kurzerhand in ein Goldtrikot verwandelten. Zuerst dachte ich an einen gelungenen Gag, schliesslich ist Fabian Cancellara tatsächlich der letzte ungedopte Goldjunge im Radsport. Aber weit gefehlt: Erstens sind sowieso alle Velofahrer bekifft und zweitens hat sich die AZ kein Wortspiel erlaubt, sondern hat einfach keine Ahnung. In keinem der folgenden artikel gab es einen Hunweis, der auf ein mögliches Wortspiel, hingedeutet hätte. Damit ist klar: Die AZ hat definitiv die falschen 65 Angestellten entlassen oder ganz einfach 100 zu wenig.

Und nein, ich bin nicht verärgert darüber, dass die AZ in der gleichen Ausgabe über den Gastauftritt des UEFA-Cup-Siegers Shakhtar Donezk im Brügglifeld keine einzige Silbe verloren hat. Dafür hatte sie wahrscheinlich einfach kein Personal, weil alle noch das Goldtrikot suchen...

Sonntag, 16. September 2007

Noch mehr Sonntag - der wird langsam zu kurz

Bereits die fünfte Zeitung buhlt ab heute um die Gunst der Sonntags-Leserschaft. "Sonntag" heisst das neue Teil und stammt aus dem Hause der AZ Medien. Das neue Blatt will laut Chefredaktor Patrik Müller informieren, inspirieren und unterhalten. Das Lesen soll ein Genuss sein und zur Presse- und Meinungsvielfalt beitragen. Neben der nationalen Ausgabe erscheinen neun Regionalausgaben und damit hält die AZ einen interessanten Trumpf in der Hand. Informationen aus der Region, das gabs an einem Sonntag bisher noch nie.

Wie es sich gehört, sitze ich bei Kaffi und Gipfeli und blättere genüsslich in der neuen Zeitung. Nichts Überraschendes, aber angenehm frisch würde ich meinen ersten Eindruck mal umschreiben. Neben dem News-Pflichtteil, fällt besonders der umfangreiche Foyer-Bund auf. Der Wirtschaftsteil interessiert mich jetzt nicht so rasend, der Sport kommt natürlich zuerst und dann ist da noch ein Teil mit dem Titel "Menschen". Der Aufmacher ist ein Interview mit einem erfolgreichen Manager... naja, die Verdienen alle zuviel, lese ich nicht. Doch dieser Bund ist eine Innovation und hat gewiss noch Potential, wenn etwas interessantere Menschen zum Zuge kommen.

Das Layout der Zeitung ist angenehm lesefreundlich, die Farben sind gut abgestimmt und in - sagen wir mal: "sonntäglichen" Tönen gehalten.

Die Frage bleibt aber die gleiche wie bei der Unzahl an Gratiszeitungen und Web 2.0-Auftritten: Wer soll das alles lesen? Welchen Bisherigen wird "Sonntag" die Leser abwerben? Und welche Zeitung wird als erste zum Rückzug blasen müssen?

Die AZ hat mit ihrer ersten Ausgabe schon mal gezeigt, dass sie eine ernstzunehmende Konkurrenz ist. Den Lacher des Sonntags haben sie jedenfalls schon mal auf sicher: Auf Seite 21 wird Ulrich Giezendanner zum neuen Schweizer Film "Tell" zitiert, der in vier Tagen ins Kino kommt: "Ich hab den Film zwar noch nicht gesehen, doch anhand der Werbung und der Inhalte ist für mich klar: Es handelt sich um eine rücksichtslose Verhunzung unseres Nationalhelden"
Jaja, immer diese vorgefertigten SVP-Meinungen ohne wirklich eine Ahnung zu haben. Der Politiker der am wenigsten im Parlamentssaal des Bundeshauses anzutreffen war und auch keine Ahnung hat worum es geht, ist übrigens auch ein SVPler... aber das steht in einer anderen Zeitung am Sonntag... der DRS3-Moderator hat sich jedenfalls köstlich amüsiert heute.