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Montag, 4. Februar 2008

Die unsportlichste Mannschaft der Schweiz (2)

Knapp drei Monate ist es her, als der Goggiblog über die unsportlichste Mannschaft der Schweiz berichtete. Die "2" im Titel dieses Beitrages soll dabei nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich auch diesmal um die selbe Mannschaft handelt: Der Eishockey-Verein HC Martigny. Damals schoss ein Spieler des HCM den Puck absichtlich in die Zuschauer und traf ein Kind, derweil sich der Tainer durch die Umkleidekabine der gegnerischen Mannschaft prügelte. Im Anschluss an das Spiel zeigte sich keiner der brutalen Jungs einsichtig, die Vereinsleitung nahm das Verhalten seiner Angestellten sogar in Schutz.

Kein Wunder, wie die neuste Misstat dieses komischen Vereins beweist: Weil die Meisterschaft für Martigny beieits gelaufen ist, gab man den Stammtorhüter leihweise an Lausanne weiter. Nun ergab sich, dass der Ersatztorhüter erkrankte und Martigny im zwar belanglosen, aber doch offiziellen Meisterschaftsspiel gegen die GCK Lions ohne Torhüter dastand. Und was tut man in einer solchen Situation? Genau: Man schwänzt das Spiel und sagt keinem was. Schliesslich stinkt die lange Auswärtsreise ohnehin allen. Weder Mannschaft noch Vereinsleitung sahen sich deshalb genötigt den zuständigen Schiedsrichter Meldung zu machen und so fühlten sich Gegner, Zuschauer und Organisatoren so ziemlich im Wald stehen gelassen.

Die 0:5-Forfaitniederlage ist wohl noch das kleinste Problem, das man beim HCM so hat. Die Geldbusse wird hoffentlich unbezahlbar sein und Imageschaden ebenso. Viel besser wäre, wenn der HC Martigny sich einfach in Luft auflösen würde. Immerhin findet das Heimpiel heute Abend, gegen den EHC Biel statt: Dem Hauswart fiel ein, dass man den ans Partnerteam Verbier (1. Liga) ausgeliehene Goalie Valentin Gay zurückzurufen könnte...

Siehe auch: Die unsportlichste Mannschaft der Schweiz (Teil 1)

Dienstag, 6. November 2007

Unsportlichkeit des Jahres

Die unsportlichste Mannschaft des Jahres ist bekannt: Es handelt sich um den Eishockey B-Ligist HC Martigny.

Hartes Kämpfen gehört zum Eishockey und wenn sich zwei Spieler die Rübe einschlagen, kriegen sie eine Strafe und die Sache ist gegessen. In der Kunsteisbahn Schoren in Langenthal wusste man aber offenbar nicht, wann's genug ist. Mehrere Spieler kassierten Matchstrafen, Martigny-Trainer Bruno Aegerter prügelte sich in der Langenthaler Kabine und einheimische Fans gingen auf Zuschauer des Gastclubs los. Grund dafür war, dass Martignys Stefan Flückiger einen Puck mit Absicht in die Zuschauer geschossen haben soll. Dabei traf er unglücklicherweise einen Schulbub, was die Langnau-Fans erst in grenzenlose Rage versetzte.

Stefan Flückiger vorzuwerfen, er wollte einen Buben verletzen, wäre natürlich unfair. Für den Schuss - die Folgen waren noch nicht bekannt - kassierte Flückiger eine Zweiminutenstrafe. Was Martigny aber zur unsympathischsten Mannschaft des Jahres macht: Der Verein bestätigte nach dem Spiel den Protest gegen Flückigers Strafe - im Wissen dass dabei ein Knabe verletzt wurde. Das ist so ziemlich das unsportlichste Verhalten in einem solchen Fall. Ginge es um die Existenz des Vereins, wäre die Situation noch einmal anders einzuschätzen. Aber wir sprechen hier von einem Spiel, bei Hälfte der Saison und bei dem es um den 8. Platz in der Nationalliga B ging. Pfui Martigny! Eure nächsten Heimspiele sollten unter Aussschluss der Zuschauer stattfinden - falls Euch überhaupt noch jemand zuschauen will...