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Donnerstag, 27. Mai 2010

WM-Warm-Up Party

Der Verein PRO ENDIVELD ist der Kulturverein eines 11'187-Seelen Dorfes und der FC Entfelden gurkt in der zweiten Fussball-Liga herum. Doch am 5. Juni gehört ihnen Welt!

Es ist dem emsigen Engagement von Frau Kafka zu verdanken, dass sich am ersten Wochenende im Juni und rund eine Woche vor Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft eine ganze Reihe bekannter Persönlichkeiten in Oberentfelden tummeln werden. In einem prestigeträchtigen Plausch-Match werden sich um 16 Uhr zuerst die Behörden Entfeldens mit der Literaten Nationalmannschaft messen. Letzterer gehören unter anderen Nathalie Grand, Marco Todisco, Lukas Hässig und Pedro Lenz, allesamt Schweizer Schriftsteller der Extraklasse. Eine Stunde später nimmt es eine Entfelder WM-Auswahl mit den Stars vergangener Zeiten auf: Dem FC Wehrli-ALL-STARS gehören unter anderen Charly Herberth, Heinz Hermann, Rolf Osterwalder und Andi Egli an - ein grosses Stück Schweizer Fussballprominenz!

Das Abendprogramm lässt sich schliesslich ebenfalls sehen: Um 20 Uhr treten im grossen Festzelt die Schwalbenkönige auf, die ganz im Sinne des WM-Warm-Ups Texte und Songs rund um den Fussball präsentieren. Garantierten Ohrenschmaus gibt es dabei von Pedro Lenz, Wolfgang Bortlik, Gogo Frei & Tschändu Muhmenthaler. Für das leibliche Wohl ist übrigens ebenfalls gesorgt!

Also! Nichts wie hin, am 5. Juni 2010, auf die Sportanlage Schützenrain in Oberentfelden. Start ist um 16 Uhr (Sport) und 20 Uhr gibt's Unterhaltung der Extraklasse! Selbstverständlich gibt es auch eine Facebook-Seite, wo man sich jetzt schon unter die Gäste der Veranstaltung reihen kann!

Donnerstag, 11. Juni 2009

STURM - Ein Laientheater macht Furore

Sturm der Gefühle? Oder nur ein Sturm im Wasserglas? Vor eineinhalb Jahren stellte Marianne Kamm den Mitgliedern des Ensembles im Remise Theater 5406 die anspruchsvolle Aufgabe, jeder solle anhand mehr oder weniger bekannter Zitate eine eigene Figur charakterisieren. Aus diesen Zitaten entstand keine eigentliche Geschichte, vielmehr eine Momentaufnahme einer Gruppe Individuen, die auf der Brücke eines Schiffs in den Sturm ihrer Gefühle gerät. Mit ihren Sorgen, Wünschen, Träumen und Lügen. Dem Zuhörer wird dabei eine grosse Freiheit geboten, seinen eigenen Reim auf die Bedeutung der Aussagen zu machen. Die Höhepunkte des Abends sind somit über 90 Minuten verteilt und werden immer dann erreicht, wenn man sich die vorzüglich vorgetragenen Zitate am liebsten aufgeschrieben hätte. So kichert mal einer, wenn der tölpelhafte Professor Wendelhuber (Claude Cimma) Insekten mit seiner Frau in Zusammenhang bringt, ein anderer erfreut sich am entstandenen Zitatenspiel, wenn Sebastian (Rinaldo Pajarola) mit der angebeteten Olga (Joy Wernli) sich wortakrobatisch auseinandersetzt - ohne dass die beiden wirklich miteinander reden.

Einen eigentlichen Star gibt es nicht in diesem Stück. Regisseurin Marianne Kamm und ihre Darsteller haben es verstanden die Zitate perfekt auf ihre Rollen zu übertragen. Als Zuschauer verliert man sich mal im tieferen Sinn des Gesagten, mal erkennt man sich mit angezogenen Mundwinkel darin wieder. Etwa in Herrn Zitzewitz (Jan Hellart) der mit Witz, Verstand und angenehm warmer Stimme zur Unterhaltung der Gesellschaft beiträgt. Oder im Dienstmädchen Jenny, die immer höflich da ist, der aber nichts entgeht, was die Passagiere der HMS Aurora so schwatzen. Wie auch nicht dem namenlosen Matrosen (Benjamin Isler) der seine Rolle so gut spielte, dass es bereits nach der Premiere Anfragen gab, ob der Mann auch im wirklichen Leben sich die Buchstaben im Mund verdrehe. Auch die weiteren Rollen überzeugen: Der adrette Kapitän (Vaslav Varoslav) hat die Sturmfahrt wortgewandt im Griff, Selma Winter (Ruth Rohr) gleitet wunderbar leicht über das Hauptdeck, Pöstlerin Lotte Spatz (Monika Peter) nimmt's wie die Post nicht allzu schnell und die Gräfin (Ruth Busslinger) sagt unverdrossen: Ihr könnt mich alle mal! Auch ein schönes Zitat.

Die heitere Weise wie das Theater STURM mit lauter zusammengewürfelten Zitaten vorgetragen wird und die sympathische Stimmung auf der kleinen Bühne, trösten über die engen Platzverhältnisse hinweg und als Besucher verlässt man die Remise mit der zufriedenen Gewissheit, bestens unterhalten geworden zu sein. Gespielt wird noch im ganzen Monat Juni, Reservation wird dringend empfohlen, denn die ersten Vorstellungen waren bislang sehr gut besucht.

Weitere Aufführungen:

Mittwoch, 17. und 24. Juni,
Freitag, 12./19. und 26. Juni,
Samstag, 13./20. und 27. Juni,
Beginn jeweils 20.15 Uhr
Remise-Theater, Kirchgasse 16,5406 Rütihof (Anfahrt beschildert)
Reservationen und Infos unter Tel. 079 247 81 31