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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Tele2 vom Erdboden verschluckt

Noch vor wenigen Monaten sassen ein paar Blogger in der Chefetage von Tele2 (Schweiz) und diskutierten über ein Projekt, das für alle Beteiligten ein Vorstoss in unbekannte, aber gleichwohl spannende Dimensionen erlaubt hätte. Das Vorhaben war schon weit gereift, als plötzlich der komplette Rückzug von Tele 2 bekannt wurde. Offensichtlich sah man im Hauptsitz in Schweden für den Schweizer Markt keine Zukunft mehr, obwohl zeitgleich eine aufwändige Plakat- und TV-Kampagne am laufen war.

Gestern nun das Aus für Tele2 in der Schweiz. Sunrise übernimmt die Nummer 4 der Telekommunikationsanbieter für bescheidene 50 Millionen Franken und heimst sich damit einen interessanten Festnetz-Kundenstamm ein, der mehrheitlich aus ehemaligen Swisscom-Kunden besteht. Dem Vernehmen nach, hinkte das Mobile-Geschäft dagegen den Erwartungen hinterher, was für die schwedische Muttergesellschaft schliesslich den Ausschlag gegeben haben dürfte, sich vom Schweizer Markt zurück zu ziehen. Tele2 betreibt in den Ballungszentren ein eigenes Netz, ausserhalb davon ging man schon bisher eine Partnerschaft mit Sunrise ein.

Noch unklar ist, wann das Tele2-Netz ab- respektive ungeschaltet wird. Auch die Zukunft der 53 Mitarbeiter der Schweizer Tochtergesellschaft ist noch unklar. Kritiker wittern hier mögliche weitere Fehler die gemacht würden, wie man sie bei Tele2 hinsichtlich Entwicklung und Strategie schon zuvor erlebt hatte (siehe Bericht news.ch)

Schade. Marco Bettosini und Hendrik van Dyck, die Sales Manager bei Tele2 machten mir einen motivierten Eindruck und haben sich für Ihre Arbeit hell begeistert. In Ihre Stapfen tritt nun eine Firma, die - aus persönlicher Sicht - nicht viel sympathischer rüber kommt, wie die Warteschlaufe bei Cablecom. Und der Zusammenschluss ist ein weiterer Schritt zur globalisierung von allem, was sich monopolisieren lässt...

Sonntag, 6. Juli 2008

Was taugt Windows auf dem Handy?

Für ihre Handy-Software Windows Mobile erwartet Microsoft in den kommenden zwei Jahren eine Absatzsteigerung von jeweils mindestens 50 Prozent. Dies gab Microsoft dieser Tage bekannt. Der Softwareriese konkurriert dabei mit den Betriebssystem von Symbian, die von Nokia und LG Electronics verwendet werden, sowie den weiteren Marktteilnehmer Apple, Research in Motion und Palm.

Doch was taugt Windows auf dem Handy? Bisher war das System nur auf Busines-Handys zu finden und tatsächlich hält Microsoft ein umfangreiches Angebot an Software bereit, die es erlaubt aus dem Handy eine echte Multimedia-Maschine zu bauen. Die aktuelle Version 6.1 des Betriebssystems erlaubt das installieren von Software von Drittanbietern und nähert sich auch sonst der Technik eines Heim-PC’s. Auch das Design ähnelt der Oberfläche vom PC-Betriebssystem Vista: die Startleiste ist leicht transparent, Hinweise, Meldungen und Kurznachrichten werden in kleinen Infofenstern angezeigt. Letztere können auch in Threat-Form angezeigt werden, also ähnlich wie in einem Internet-Forum.

Diese Neuerungen legen nahe, dass Windows bald auch auf herkömmlichen Handys zum Einsatz kommen soll. Die nächste Windows Mobile Version 7 soll noch in diesem Jahr erscheinen. Die Entwickler wollen sich künftig auch auf Nicht-Business-Kunden konzentrieren um weltweit den grössten Marktanteil zu gewinnen. Dies würde sich durchaus positiv auf die Entwicklung der Software und die Kompatibilität verschiedener Geräte untereinander auswirken. So wird man dereinst Mobilephone, Laptop und Heim-PC bequem aufeinender abstimmen können, ohne einen Haufen Programme installlieren zu müssen. Die Zukunft verspricht diesbezüglich also noch viel Potential und die noch “in Führung” liegende Konkurrenz mobiler Anwendungen muss sich vor Microsoft in Acht nehmen. Profitieren davon wird hoffentlich der Endanwender.

Dieser Artikel von Goggi erschien in einem Mobile-Blog, das nun leider nicht online geht. :-(

Sonntag, 6. Januar 2008

Handy-Müde

Blogparaden sind etwas schönes. Man kann auf Dinge Antworten, über die man gerne befragt würde, aber keiner auf die Idee käme, einfach so zu fragen. Heute will DonRivas etwas zum Thema Mobile wissen, gefunden habe ich das Teil bei Herrn Kellenberger. Da kaum mehr einer ohne Handy durch die Gegend zieht und man sich spätestens in der Gletschespalte ärgert, die Telefonrechnung nicht bezahlt zu haben, will auch Goggi beim Blogparodieren nicht zurückstehen und mal tüchtig Auskunft geben.

  1. Welchen Hersteller bevorzugst du?
    Nokia
  2. Aus welchem Grund hast du dich für diesen Hersteller entschieden?
    Die waren so viel ich weiss die ersten, die via Knebelverträge der Swisscom Gratis-Handys abgaben, was damals in Anbetracht der tollen Geräte ein wahres Schnäppchen zu sein schien. Heute habe ich mich dermassen an die Tastenkombinationen gewöhnt, dass es mir sogar schwer fällt, das Steinzeit-Modell durch ein neues zu ersetzen, das mir die Swisscom sogar schenken würde, wenn ich nur mal vorbeiginge...
  3. Bist du mit deinem aktuellen Handy zufrieden? Ja/Nein? Warum?
    Nicht wirklich. Was aber mit dem Alter des Teils zu tun hat. Grundsätzlich hatte ich aber noch nie Probleme mit sämtlichen bisherigen Nokias und die mussten einiges durchmachen: Stürze aus 6m Höhe, mindestens eine Nacht im Kühlschrank, Sonnenbad in der Badi bei 30 Grad im Schatten, wobei es in der Sonne lag und nicht geklaut wurde. Was wohl ebenfalls mit dem Alter des Gerätes zu tun hat.
  4. Was muss ein Handy aus deiner Sicht alles für Funktionen besitzen? (Kamera, UMTS, Touchscreen, usw..?
    Ich muss zugeben, dass die aktuellen Handy-Cams über bezaubernde Funktionen verfügen und so ein Spielzeug halt schon seinen Reiz hat. Nur: Muss ich die Tagesschau oder die Tore der letzten Fussball-Runde kurz vor dem Zu-Bett-Gehen, zwischen Zähneputzen und Nasenbohren wirklich noch einmal anschauen? Ein Telefon muss telefonieren können. Alles andere entspricht nicht wirklich einem Bedürfnis, sondern verleitet nur Zeit und Geld zu verschwenden.
  5. Wie viel Geld würdest du maximal für ein Handy ausgeben?
    Eigentlich 0 (Null) Franken. Bei der Swisscom gibt es aber nichts gratis, also zahle ich den einen Franken der fällig wird, nach zwei Jahren Abhängigkeit und der Verpflichtung weitere 24 Monate deren Untertane zu sein. Mehr sind mir die Dinger nicht Wert. Eine Studie hat erst dieser Tage belegt, dass in der Schweiz mehr als drei Milliarden Franken zu viel für die Handy-Telefonie ausgegeben wird. Diese Zahlen müssten uns zu denken geben, aber wir lassen uns lieber blenden von den Versprechungen der Betreiber, die mobile Kommunikation werde im neuen Jahr bis zu 30% günstiger*

* vorausgesetzt, man hat das richtige 48-Monate-Abo, ruft seine Kontakte mindestens 200mal im Normaltarif an und läd sich drei Klingeltöne runter. Täglich.

Wer Lust hat mitzumachen bei der Blogparade, ist herzlich eingeladen dies bis zum 1. Februar 2008 zu tun. Am Schluss der Veranstaltung gibts auch hier eine kleine Übersicht, wer alles mitgemacht hat.