Posts mit dem Label Nationalmannschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nationalmannschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Mai 2008

Köbi Kuhn schaubt aus

Dzemaili, Degen, Lustrinelli: Ihre Panini-Bildchen können durchaus einer anderen Verwendung zugeführt werden.
456 Wochen ein paar Tage vor der Uefa Euro 2008 in der Schweiz und Nebenan, wird der Kader der Schweizer Nationalmannschaft wie ein Schlachthuhn zurechtgerupft. Opfer der Kühn'schen Batteriehaltung sind David Degen, den Kuhn nicht dabei haben wollte, weil er sonst immer ein Durcheinander mit dessen Bruder Philipp macht. Auch nicht dabei: Blemir Dzemaili, der zum falschen Verein gewechselt hat und Mauro Lustrinelli, der schon ein Weilchen beim falschen Club ist.

Bevor die Herren jetzt aber anfangen ihre Panini-Bildchen aus dem Buch zu kratzen, hier eine wohlgemeinte Anleitung zum Zeitvertreib bis nach der EM.

1. HD-Suisse-Bluewin-TV-tauglichen hyperbetriebenen-LCD-Plasma Flachbildschirm besorgen (Zubi fragen. Hat Vergünstigung bei Media Markt)

2. Sich der Boulevardpresse als Euro-Kolummnist anbieten.

3. Lichtenstein eine Unsumme Geld bieten, damit es das Hammer-Test-Spiel gegen die Schweiz 5:0 gewinnt.

4. Freunde einladen, die auch nicht mittschutten dürfen. Achtung: Zubi kann trotzdem nicht kommen.

5. an Patrick Müller und Philipp Degen beim nächsten Vorbeigehen mal die Blutgrätsche ausprobieren.

6. Ricardo.ch nach Eintrittskarten abklappern. Achtung: Bei Spielen mit Beteiligung Paraguays misstrauisch sein!

7. Prüfen, ob ein Wechsel zum Mazedonischen oder Lichtensteinischen Nationalteam noch möglich ist.

8. Ein Blog eröffnen, zum Beispiel mit dem Thema "Sind Schweizer Stadien Frauentauglich?" oder "Der grosse Bratwurst-Test!"

9. Herausfinden, ob Flitzer die über den Rassen rennen, auch in der Aufstellung erwähnt werden.

10. Sich nach einem tauglicheren Verein umsehen

11. Fussballspielenlernen



Montag, 4. Februar 2008

Ottmar Hitzfeld wird neuer Trainer der Schweiz

Ottmar Hitzfeld 1988 im Kreis des "Fan-Club FC Aarau '81" , von dem er heute noch Mitglied ist
Wer das behauptet ist nicht grossmundig, oder will jemandem die Entscheidung vorweg nehmen. Wer sowas behauptet weiss die Zeichen zu deuten, die uns in den letzten Wochen häppchenweise vorgesetzt wurden. Als ob es einer sachten Vorbereitung bedurfte, wird dem Schweizer Volk schonend beigebracht, dass ein Deutscher die Schweizer Nationalmannschaft übernehmen wird. Sconung wäre bai jedem Deutschen natürlich angebracht, doch Ottmar Hitzfeld gilt hier zu Lande im allgemeinen und in meinem Umfeld ganz besonders, nicht als Deutscher, sondern einer der zur Familie gehört. Noch in bester Erinnerung sind die tollen Zeiten Ende der 1980er Jahren, als der FC Aarau "dieses unglaubliche Risiko" einging und einen völlig unbekannten Jungtrainer verpflichtet hatte.

Die Zeichen deuten heisst, sich zu erinnern an die Zeiten bei Aarau.

Vor genau 20 Jahren war's als wir im Restaurant "Sternen" in Rohr, Ottmar Hitzfeld als Trainer des FCA verabschiedeten. Er, der uns den Schweizer Cupsieg 1985 schenkte. Er, dessen Mannschaft das Stadion füllte, wie kein anderer vor oder nach ihm. Es zog ihn zu den Zürcher Grasshoppers, wo er später zweimal Meister werden sollte. Doch niemand konnte ihm böse, selbst der Wechsel zu den Bayern hat man ihm verziehen. Wir alle beim kleinen FC Aarau freuten uns, ja waren stolz, dass ein "Aarauer" zum vielleicht weltbesten Trainer avanciert war. Was Hitzfeld aber weder in Zürich, noch in Dortmund oder München vorfand, war die familiäre Ambiance des FC Aarau. Präsident war damals Ernst Lämmli und dieser pflegte seine Familie gelegentlich zu sich nach Hause einzuladen, ins beschauliche Holziken. Man schlug sich die Bäuche voll und zog an einem dicken Stumpen. Das war nicht Zusammenzüge beim Chef, das waren Familienfeste.

Lämmli ist heute Nationalmannschafts-Delegierter und Hitzfeld der absolute Wunschkandidat der schweizer Fussballbosse. Und gestern war Hitzfeld bei Lämmli zu Hause, gleich hier nebenan in Holziken. Na, klingelts?

Willkommen zu Hause, Ottmar