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Montag, 6. Oktober 2008

Grosser Bahnhof

Im wahrsten Sinne des Wortes, ist meine Lieblingsgemeinde Suhr ein einziger Bahnhof. Oder eine einzige Baustelle. Quer durch den östlichen Teil des Dorfes zieht sich eine kilometerlange Baustelle, bei der einerseits das bestehende SBB-Trassee abgebrochen, und zum anderen eine neue Schmalspurstrecke für die WSB (Wynen- und Suhrentalbahn, unser regionales "Trämmli") gebaut wird.

Der Bahnübergang auf der wichtigen Verbindung "Bernstrasse Ost" ist auf dem Bild rechts noch komplett gesperrt. Zu sehen ist, wie ein überdimensionaler Hammer ein Stück der Stahlwand im Boden versenkt. Ein Spektakel! Und die Wochenendbaustelle lockte unzählige Schaulustige an.

Die Behinderung war aber nur von relativ kurzer Dauer, denn die Bauarbeiten die den Durchgangsverkehr behindern, wurden an einem einzigen Wochenende durchgeführt. Wie wichtig die Strecke ist, sieht man daran, dass für die Umfahrung der gesperrten Strecke ein Umweg von 5 Kilometern nötig war. Täglich passieren diese Stelle mindestens 8'000 Fahrzeuge, weshalb die Arbeiten auf ein verkersarmes Wochenende in den Herbstferien gelegt wurden und bis tief in die Nacht andauerten.

Künftig wird das "Trämmli" die Bernstrasse unterirdisch queren und das, was hier noch wie ein Bahnübergang aussieht, wird aufgehoben. Ab 2010 verkehrt die WSB hier durch einen Tunnel und nicht mehr auf der Hauptstrasse, die - wer hätte das gedacht - "Tramstrasse" heisst. Ob die wohl umbenannt wird?

Montag, 26. November 2007

Keine Post? Nicht unser Problem.

Liebe Postkundinnen und Postkunden.

Sollten Sie künftig keine Briefe im Briefkasten haben, wurde sie dem Pöstler möglicherweise geklaut. Oder er hat sie verloren. Oder dem falschen Empfänger gebracht.

Passiert sowas, erfahren Sie es aber als Allerletzte.

So geschehen Ende Oktober in meinem Wohnort Suhr, bei meinem ehemaligen Arbeitgeber und deshalb muss ich doch ein bisschen schmunzeln, denn sogar die AZ berichtete über den Fall. Dem Briefträger wurde ein Stapel Briefe aus der Postkiste geklaut, dieser machte sich auf die ergebnislose Suche und meldete den Vorfall wie es sich gehört. Dem Pöstler wird nach gängiger Praxis jetzt gekündigt. Doch da ist schon Schluss mit dem Dienstweg. In gut bundesbürokratischer Tradition legte man den Fall ad acta und unterliess es, die Geschädigten zu informieren. Diese waren bekannt, denn der Pöster wusste ja, wo er keine Post zustellen konnte.

Verärgerte Kunden, denen Tickets, Wahlunterlagen und persönliche Briefe fehlten, meldeten sich dann bei der Post Suhr, wonach sich der regionale Poststellenleiter Beat Stirnemann sich dann doch noch bequemte, eine Ausrede zu finden. Man habe auf Anraten der Abteilung Unternehmenssicherheit der Post die Betroffenen nicht direkt informiert, sondern nur auf Anfragen reagiert. Ausserdem sei uneingeschriebene Briefpost sowieso nicht versichert.

Aha. Nun denn, liebe Postkundinnen und Postkunden. Sollten Sie künftig keine Briefe im Briefkasten haben, wurde sie sehr wahrscheinlich geklaut. Rufen Sie auf jeden Fall den Kundendienst der Schweizerischen Post an:

0848 888 888

und erkundigen Sie sich, ob Sie heute wirklich keine Post bekommen haben. Am besten fragen Sie direkt nach Herrn Stirnemann, sonst erfahren Sie das womöglich nie und nimmer einfach so.

Ich hab übrigens seine direkte Nummer. Will sie jemand? :-)

Freitag, 2. November 2007

Exklusives Bild...

... vom Räbeliechtli-Umzug in Suhr, das viiiel traditioneller ist, hier in der Gegend, als dieses Hallowdingsda.

Donnerstag, 9. August 2007

Sumpfgebiet als Eldorado...

...für Sintflutpaparazzis. Selten konnte man eine Katastrophe dermassen medial auskosten. In jeder Ecke steht einer mit Handy und Internetanschluss. Abnehmer der topaktuellen Highlights zum Beispiel aus Gsteig bei Wilderswil, sind betroffen dreinschauende Moderatoren hiesiger Katastrophensender. Da heisst es doch, man soll sich am Elend anderer nicht ergötzen.

Aber wenn nicht, weisch wie langweilig.

Nach den vielen Besuchen auf dem Klo heute, dachte ich einen Moment lang, die Trübung im Wasser sei wegen mir ...