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Montag, 23. Januar 2012

Laikas Reise

Seit einigen Wochen beobachte ich das Tun von Basti Bund, der mit Michael Döhrmann ein sehr schönes Projekt verfolgt, welches nun kurz vor der Uraufführung steht. Bastis Statusmeldungen auf Facebook liessen schnell erkennen, dass hinter dem Musical viel Freude und Liebe steckt und die regelmässig ins Internet gestellten Klänge bestätigten glücklicherweise diese Hoffnung. Weiter unten in diesem Artikel findet Ihr ein wundervolles Stück, das echt unter die Haut geht.

Am Wochenende vom 2./3. März steht nun die ersehnte Uraufführung in der Gemeindehalle Ulm-Eggingen an. Grund genug, hier mal ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. Ich will versucht sein mit den beiden Künstler ein Interview zu machen - inzwischen lauschet der schönen Musik.

Hier reinhören: 
Laikas Reise - Jelenas Lied

Mittwoch, 30. November 2011

Liebeserklärung

Geschrieben worden an anderer Stelle im Internet, von der Frau die ich heiraten werde.

Heimkommen, ein Chaos vorfinden, die Schultern zucken und denken: ICH kann ja Sonntag Abend hier wieder verschwinden – unbezahlbar.

Mitten am Nachmittag Sex in einer unglaublich tiefen, befriedigenden Art zu haben und zu wissen, dass einer der Nachbarn versucht durch das unbevorhangte Fenster zu gucken und schon wieder die Schultern zu zucken – unbezahlbar.

Den Mann wütend machen, weil man ihn übergeht (ich finde immer noch, dass es rattenscharf aussieht *sabber*) und nach der Aussprache trotzdem wieder mit ihm lachen dürfen – unbezahlbar.

Einen längeren Rock anziehen, weil der Mann vor Angst und Eifersucht durchdreht und sich nicht bevormundet fühlen – unbezahlbar.

Den Mann an den Händen nehmen, ihm versichern, dass man weder jemanden anmachen will, noch mit diesen Ausbrüchen nicht klar kommt, weil man es tief in sich fühlt und sich sicher ist, dass er THE ONE ist- unbezahlbar.

Selbstverständlich das erste Stück zu fahren bis sich der Mann im Haus soweit beruhigt hat, dass er mit dem Kind alleine weiter fahren kann – unbezahlbar

Den Platz im Bett für ein Kind räumen, das seinen Vater dringend ganz nahe braucht, ohne sich entwertet oder weggeschoben zu fühlen – unbezahlbar.

Danach wieder ins Bett zu Vater und schlafendem Kind zu dürfen und sich dort sicher und gut aufgehoben zu fühlen, obwohl klar ist, dass man nachher im Liegestuhl (der übrigens für mich tiptop geht) schlafen wird – unbezahlbar.

Eine Nähe zu fühlen, die man fast körperlich spüren kann und zu wissen, dass sie bleibt – unbezahlbar.

Nach zu wenig Schlaf aufstehen, sich ins Wohnzimmer fläzen und surfen und irgendwann vom Kind besucht zu werden, das auch wach ist und sich mit diesem ein Bisschen zu unterhalten, während der Vater noch weiter Bäume versägt und sich gut fühlen – unbezahlbar.

Mit dem Kind einen Pakt schliessen, dass man den Vater wecken geht, sobald das ebanking erledigt ist und das Strahlen in den Augen des Kindes sehen, weil es den Plan gut findet – unbezahlbar.

Zum Frühstück um halb 1 anstelle von Marmeladen-Broten Kuchen essen – unbezahlbar.

Im Bett Fotos zu schiessen und sich dabei gut fühlen – unbezahlbar.

Nachmittags versuchen, Mann und Kind in die Sonne zu schicken und sich doch nicht gestört fühlen, wenn sie nicht gehen – unbezahlbar.

Einfach sein dürfen, ohne etwas zu müssen, obwohl man eine Familie ist – unbezahlbar.

Entspannt auf die Klinik vorbereiten (inkl. Packen, sich etwas auffrischen etc.) und so locker dabei sein, dass man selber fahren kann – unbezahlbar.

Das Kind im Pyjama mitnehmen, weil es sich nicht anziehen mag und sowieso anschliessend gleich ins Bett sollte und es völlig normal finden – unbezahlbar.

Glückselig mitten in der Nacht einschlafen, mit dem Wissen getragen und geborgen zu sein – von Liebe, Akzeptanz, Toleranz, Verständnis und Erfahrung – UNBEZAHLBAR!

Endlich auf dem richtigen Weg, das Ankommen spüren, den Hafen sehen – stimmig, wohlig, zufrieden – pures Glück!

Dienstag, 22. November 2011

Sehr geehrter Herr Darbellay

Die CVP hat es nun wirklich nicht nötig, sich heute schon einer Schlammschlacht zu bedienen um in vier Jahren nicht schon wieder gefühlte 50 Sitze im Parlament zu verlieren. Es wird immer genügend Menschen geben, die um ihren Glauben zu stützen, erstens Kirchensteuern zahlen und zweitens die CVP wählen, jetzt machen Sie sich doch keine Sorgen!

Dass Sie Homosexuelle die Kinder adoptieren wollen auf die gleiche Stufe wie Kokainsüchtige stellen werte ich als Beweis, dass es erstens richtig war aus der Kirche auszutreten und ich zweitens noch nie in meinem Leben in Erwägung gezogen habe die CVP zu wählen. Offenbar nimmt man sich bei diesen - nennen wir sie mal einheitlich "Glaubensrichtungen" - schon seit Jahrhunderten das Recht heraus geschmacklos zu sein. Dabei denke ich noch nicht einmal an Pfarrer und Buben, an Inquisitionen und Machtmissbräuche, oder an den verhältnislosen Prunk den etwa der Vatikan an den Tag legt, wenn er den Afrikanern die Pariser wegnimmt oder Spendengelder in Ace für den Kirchenbau missbraucht, anstatt den Menschen zu helfen. Nein, Herr Darbellay, es geht in diesem Fall um die Evolution der Spezies "Politiker", welche diesem Land ein bitteres Armutszeugnis ausstellen.

Ich finde übrigens, dass ein Politiker durchaus sofort und ohne Angaben von Gründen zurücktreten darf. Das machen Kokainsüchtige schliesslich auch, Herr Darbellay.

Freundliche Grüsse
Goggi

Dienstag, 15. November 2011

Wochenendprogramm

Sehr geehrte Vereinsmitglieder

Im letzten Rundschreiben ist uns irrtümlicherweise ein kleiner Fehler unterlaufen. Das Kegeln findet nun definitiv am Samstag um 18 Uhr im Schützen statt. Das Bild unten ist nicht unser Programm. Keine Ahnung warum meine Frau mir das auf den Tisch gelegt und einem Post-it-Zettelchen drauf "Wochenendprogramm"...

Sonntag, 6. November 2011

Veränderungen

Veränderungen im Leben sind immer verbunden mit Gefühlen. Wenn es ganz intensive Gefühle sind, will man jene nicht verletzen, die uns eine Zeit lang begleitet haben und dennoch müssen wir uns der Gegenwart stellen, denn dem Typen im Spiegel wollen täglich in die Augen schauen können. Die letzten vier Jahre waren schön, wir haben gelacht und einiges erlebt. Dafür danke ich Dir Belinda. Zuletzt hat es nicht mehr funktioniert und die Wege werden sich teilen.

Dass es nichts mit "einer Anderen" zu tun hat, ist selten glaubhaft zu erklären - was ich mache, mache ich jedoch für mich - glaubt es mir oder nicht. Ich habe mich in die zauberhafte Anuschka veliebt, in Ihre Seele von der ich glaubte, sowas gibt es nicht - was bringt es noch, dies zu verbergen. Und sie liebt mich ohne Einschränkung mit allen Macken und Fehlern. Eigentlich ist es nicht zu erklären.


Anuschka schrieb dazu:

Es ist halt einfach so, dass Liebe nicht alles heilen oder gut machen kann, auch wenn die hoffnungslosen Romantiker das gerne glauben wollen.
Was passiert, wenn man mich nicht respektiert - ich gehe weiter und finde etwas, das ich für immer verloren geglaubt habe: Meine andere Hälfte

Plötzlich ist auch Liebe nicht mehr schwer und problematisch, sondern wunderschön und ganz einfach - danke Remo - ich liebe dich über alles ♥ ♥ ♥

Facebook

Samstag, 22. Oktober 2011

Entscheidungen

Die einzig wahre Konstante im Universum sind Entscheidungen. Als damals ein paar Aminosäuren sich entschieden haben, mit den Einzellern zu interagieren, ermöglichte dies letztlich die Entstehung der Menschheit. Und das Gewinnen im Lotto. Zwar wurde die Entwicklung hin und wieder gebremst, etwa als sich die Mikroben zuerst im Wasser versuchten, statt sich lieber gleich auf Land weiter zu entwickeln, aber alles in allem ist das was wir heute als Wunder der Natur betrachten, nichts weiter als die Verkettung richtiger Entscheidungen.

Auch falsche Entscheidungen vermeintlich intelligenter Menschen - zum Beispiel einen Weltkrieg anzufangen oder FC Luzern Fan zu werden - tun der Entwicklung der Menschheit keinen wirklichen Abbruch. Erstens lernt man ja aus Fehlern und zweitens ist die Chance, dass der eine oder andere Mensch den totalen atomaren Krieg und mit ihm das gesammelte Wissen überlebt, heutzutage durchaus gross.

Und je nachdem wie gross für jeden Einzelnen das eigene Universum ist, können Entscheidungen durchaus überdimensionaler Natur sein. Zum Beispiel die Entscheidung als Aargauer einen Lottoschein auszufüllen. Im Gegensatz zur Entscheidung bei Rot über eine stark befahrene Strasse zu gehen, ist das allerdings ein Entscheid mit unbestimmtem Ausgang. Die Wahrscheinlichkeit beim Lotto die richtige Kombination aus Nummern, Sternen und Kiosk zu finden und damit die universale Fügung zu zwingen, im richtigen Moment zuzuschlagen, liegt bei mehreren Milliarden zu Null. Als würde es Schicksal oder Zufall geben, ach kommt mir doch nicht so!

Nun wäre noch zu hoffen, bei so vielen richtigen Entscheidungen, angefangen bei den Aminosäuren bis hin zum Kreuz auf dem richtigen Lottoschein, mir mögen dereinst auch ein paar richtige Entscheidungen gelingen. Wie sich mein eigenes Universum gerade entwickelt könnte man durchaus als Knick im Raum-Zeit-Kontinuum bezeichnen. Meine Liebe zu Renato ist nur der 10 Jahre wegen nicht ganz grenzenlos, denn so lange ist er erst auf dieser Welt. Den FC Aarau gebe ich ebenfalls nicht mehr her. Mir käme ein Tätowierer gerade ganz richtig - kennt jemand einen? Denn das gehört in Stein gemeisselt, oder mit Tinte in die Haut gestochen. Euch liebe ich für immer und das waren die besten Entscheidungen die ich je getroffen habe. Alles andere ist vergänglich und ohne nachhaltige Beständigkeit. Das heisst: ich weiss es nicht genau. Vielleicht hilft auch hier eine Entscheidung.

Seufz.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Das Leben ist schön

Manchmal soll man einfach nur im Kafi sitzen, das Servicepersonal sich fragen lassen, warum der Typ so strahlt und das Leben schön finden, auch wenn es nur ein kleines Inselchen ist im doofen Alltag - ich könnte heulen vor Glück. Auf diesem Bild v.l.n.r.: Meine heutige Reportage, mein Lappi, meine Titelgeschichte, mein Kafi und mein angeknabbertes Gipfeli

Sonntag, 2. Oktober 2011

Ganz ganz böse Fussballfans

Jetzt ist es mal wieder passiert! Endlich, muss man fast sagen. Im Letzigrund trennen sich Fussballchaoten zum feierlichen Spielabbruch, nachdem man sich gegenseitig das Feuerwerk brennend zugeworfen und allerlei Inventar und Personal vermöbelt hatte. Ein gefundenes Fressen für Medien und ahnungslose Panikmacher.

Damit das klar ist: Eine Würdigung der Letzigrund-Chaoten ist ganz sicher nicht angebracht. Genau so wenig aber auch die "Skandal!"-Ausrufe, die mit gefühltem Mahnfinger geschrieben, im Sekundentakt von allen Seiten auf mich niederprasseln.

"Nie wieder gehe ich in ein Fussballstadion".
"Eine Schande für unser Land"
"Skandal! Und die armen Kinder!"
"Fickt euch alle gegenseitig ins Knie"

Bereits vorprogrammiert sind TV-Debatten zwischen der restriktiven Sanktgallerin und hilflosen Fan-Betreuern und Ligaverantwortlichen, über Gewalt in den Stadien, Hooligans und vernachlässigter Sicherheit an Fussballspielen. Dabei beinhaltet schon dieser Ansatz drei Irrtümer: Erstens findet die Gewalt zu 99% ausserhalb des Stadions statt, zweitens ist der Begriff "Hooligan" ungefähr gleich falsch, als würde man einen Verkehrssünder als Einbrecher bezeichnen und drittens sind Ausschreitungen wie diese kein fussballspezifisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Diesen Fehleinschätzungen folgen aber nicht nur Medien und fehlbesetzte Diskussionsrunden, sondern ziehen auch völlig nutzlose Gegenmassnahmen nach sich.

Versitzplatzung, Polizeiaufgebote und horrende Kosten

Verlierer gibt es eine ganze Reihe: Die Fussballclubs werden von der Disziplinarkommission mit Punkteabzügen und Bussen belegt, die Sicherheit muss pro Spiel um 100'000 Franken erhöht werden, den Fussballfans wird der schöne Sport genommen. Super Sache. 3:0 für die Chaoten die man nicht im Griff hat, die ja nicht einmal Hooligans sind. Noch nicht mal Ultras. Es sind einfach nur Chaoten, die weder mit dem FCZ, mit GC oder überhaupt mit Fussball etwas zu tun haben. Es handelt sich um minderbemittelte Zeitgenossen, die schon die letzte SMS-Party oder 1.Mai-Feier zerstört haben. Und der Triumph der Chaoten wird um so grossartiger und zur Wiederholung erstrebenswerter, weil die daraus folgenden Massnahmen geradewegs zum Kantersieg über den Fussball führen: Die Stadien bestehen nur noch aus überteuerten Sitzplätzen, normale Zuschauer werden nur noch unter Generalverdacht und nach Leibesvisite an ein Spiel gelassen und den Clubs entstehen dank neuen Auflagen und Massnahmen noch höhere Sicherheitskosten - die sie heute schon nicht mehr bezahlen können.

In anderen Worten: Panik ist nicht angesagt, auch wenn Direktbetroffene mit einer Wut im Bauch das Letzigrund verlassen haben und heute über die ganz ganz bösen Fussballfans schimpfen. Die Diskussion muss geführt werden, aber nicht unter der Befehlsgewalt der Chaoten, sondern im Konsens mit Fans, den Clubs, Behörden und jenen die den ganzen Spass bezahlen. An einem Tisch an dem sich Fachleute treffen und nicht Schönwetterredner die im Herbst wiedergewählt werden wollen.

Donnerstag, 15. September 2011

One Way Trip 3D - Horror aus einer gespenstischen Schweiz

Heute läuft der lange erwartete Schweizer Horrorfilm "One Way Trip" in den hiesigen Kinos an. Ich hatte die Gelegenheit den 3D-Streifen in einer Vorpremiere zu sehen und habe das Kino gut gelaunt verlassen.

"Unsäglich" nannte ein Besucher der Vorpremiere den Umstand, dass der Film in 3D gedreht wurde. Das sei doch schon wieder ein Auslaufmodell. Die an der Vorpremiere in Aarau anwesende Film-Crew stand dem Publikum Red und Antwort und Produzent Valentin Greutert führte zu diesem Einwand aus, dass das Filmprojekt seinen Ursprung bereits im Jahre 2006 findet, also noch bevor der 3D-Überflieger "Avatar" in den Kinos lief. "Die neue Technologie war spannend und später konnten wir ja schlecht auf 2D zurück gehen", sagte Greutert. Ein paar gelungene Effekte sind denn auch zu sehen im Film, der zu einem grossen Teil bei Dunkelheit gefilmt wurde - wie es sich für einen Horrorfilm gehört, ist man geneigt zu sagen. Schauplatz ist eine verlassene jurassische Gegend, in der es Pilze zu finden gibt, die eine halluzinogene Wirkungen auslösen, wenn man davon isst.

Eine Gruppe Junger Menschen zieht denn auch in die Tiefen des Juras, mit der Absicht, sich der unbekümmerten Wirkung der Droge auszusetzen. Über Umwege gelangen sie an ihr Ziel, wo der Lauf der Dinge aber nicht dem entspricht, wie sie sich das erhofft haben. Gespickt mit Liebeleien und allerlei Düsterkeiten wird behutsam ein Spannungsbogen erzeugt. Die Szenen wirken manchmal aber doch etwas langatmig. Erst in der zweiten Filmhälfte entlädt sich die Spannung und der Zuschauer kommt in den Genuss einiger sehr prägnanter Szenen. Melanie Winiger wird als Aushängeschild angepriesen, doch die schauspielerischen Meisterleistungen vollbringen die Darsteller der jungen Ausflügler, die teilweise nur Bühnenerfahrungen aus dem Theater mitbringen. Am besten gefallen hat mir dabei Simon Kaeser und Sabrina Reiter. Letztere mimt eine eher biedere Mitläuferin, aber dies sehr überzeugend - während Kaeser den autonom angehauchten Kiffer und Führer des Rudels verkörpert und dabei perfekt in die verkörperte Rolle passt.

Die Schweizer Produktion musste mit einem Minimum an Budget auskommen und dennoch entstand ein Film, de punkto Effects und Handlung durchaus mit grossen Produktionen mithalten kann. Dass die zumeist Schweizer Schauspieler ihre Dialoge in einem eher krampfhaften Schriftdeutsch halten mussten, ist ein verkraftbarer Wehrmutstropfen. Produzent Valentin Greutert sagte gegenüber dem Goggiblog, dass es sich eben um eine österreichisch-schweizerische Produktion handle und nicht alle Schauspieler Schweizerdeutsch sprechen würden. Regisseur Markus Welter doppelte nach: "Dahinter steckt natürlich auch die Strategie, den Film in den beiden anderen deutschsprachigen Ländern ohne Synchronisationsaufwand in die Kinos zu bringen".

Die an der Vorstellung anwesenden Akteure folgten übrigens - wie auch die Zuschauer - einer spontanen Einladung vom Kino Schloss in Aarau. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Geschäftsführer Rolf Portmann. Alle gaben sie an diesem Abend bereitwillig Auskunft und rundeten somit einen gruseligen und gelungenen Abend ab.

Film: One Way Trip 3D (Schweiz 2011)
Ab 15.11.2011 im Kino
Besuch sehr empfehlenswert.


Sonntag, 28. August 2011

Preisvergleich I

In aller Munde ist der starke Franken und die enormen Preisunterschiede, zwischen der Schweiz und dem EU-Raum. Doch die Differenz ist nicht etwa nur eine Folge des starken Frankens, denn selbst bei einer Umrechnung von Fr. 1,50 für 1 Euro ist Deutschland aus Sicht des Schweizers ein Einkaufsparadies. Nun sagen Kritiker die Schweizer Wirtschaft gehe zu Grunde, wenn wir hier drüben da drüben einkaufen gehen. Arbeitsplätze würden abgebaut - jedenfalls jene zur Grenze nach Deutschland - teilte beispielsweise letzte Woche die Migros mit. Dem halten Befürworter des Einkaufstourismus entgegen, dass vom Stellenabbau Mitarbeitende betroffen sind, die im grenznahen Ausland wohnen und ihre harten Franken wohl selber im EU-Raum ausgeben - sich also das eigene Grab geschaufelt haben, quasi.

Ob Exportkosten, Listinggebühren, Währungsverluste, Kleinmengenzuschläge und höhere Personalkosten als Ausrede für höhere Preise in der Schweiz wirklich reichen, sei mal dahin gestellt. Der Konsument ist seinem eigenen Portemonnaie eben am nächsten. Genau so wie die jammernden Grossverteiler Spielzeugwaren zu 80% im asiatischen Raum einkaufen statt in der Schweiz, handelt eben auch der Konsument im eigenen Interesse.

Aus diesem Grund erscheinen in den nächsten Tagen im Goggiblog ganz besonders krasse Beispiele für Preisunterschiede. Beim Vergleich habe ich die real entstandenen Kosten miteinander verglichen. Dabei ging ich von folgenden Voraussetzungen aus:

- Einkauf in Baden Innenstadt (Coop), resp. Waldshut Tiengen (Kaufland)
- Grosseinkauf, bei dem alle 100 Artikel am gleichen Tag und beim gleichen Anbieter eingekauft werden.
- Autofahrtweg ab Baden-Rütihof unter Berücksichtigung von Benzinverbrauch, Versicherungen und Verschleiss (=50 Rp./km) plus Parkplatzgebühren.
- Umrechnung aktuell: Fr. 1,17 für 1 Euro
- Deutsche Mehrwertsteuer wird abgezogen
- Nicht berücksichtigt werden Punkteprogramme und Aktionen.
- Wo der Packungsinhalt unterschiedlich war, wurde der Preis der grösseren Enheit runtergebrochen

Rechenbeispiel: Ovomaltine 500g im Nachfüllbeutel

Preis in der Schweiz: Fr. 6,95. Dazu kommen Transportkosten (14 km) plus Parkplatzkosten (3 Std.) die durch 100 gekaufte Artikel geteilt werden. Ergibt Fr. 0,07 für den Transport und Fr. 0,05 für den Parkplatz. Der effektive Preis für 500g Ovomaltine im Nachfüllbeutel beträgt demnach Fr. 7,07

Preis in Deutschland: Eur. 3,25. Nach Abzug der Mehrwertsteuer (7%) und Umrechnung in Schweizer Franken zum aktuellen Kurs, kostet der Artikel Fr. 3,54. Dazu kommen Transportkosten (50 km) die durch 100 gekaufte Artikel geteilt werden. Die Parkplätze in Deutschland sind gratis. Ergibt Fr. 0,25 für den Transport. Der effektive Preis für 500g Ovomaltine im Nachfüllbeutel beträgt demnach Fr. 3,79

Das Schweizer Produkt Ovomaltine ist damit in Deutschland bedeutend günstiger. Ähnlich sieht es bei anderen Schweizer Kakao-Produkten aus. Hier die Übersicht der Kosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten:


Nesquik (Nestlé), 500g
Schweiz: Fr. 3,52
Deutschland: Fr. 2,09 - 40,7% günstiger


Suchard Express (Suchard), 500g
Schweiz: Fr. 4,82
Deutschland: Fr. 1,87 - 61,2% günstiger


Ovomaltine (Wander), 500g
Schweiz: Fr.7,07
Deutschland: Fr. 3,79 - 46,5% günstiger

Fortsetzung folgt

Dienstag, 23. August 2011

Mit Loriot geht einer der ganz Grossen

Manchmal kommt es vor, dass man sich Jahre lang nicht mit einer Person befasst. Das Wissen, dass sie da ist reicht vielen das Gewissen zu beruhigen. Um so mehr schmerzt dann die Meldung, dass der Mensch nicht mehr da ist. Loriot war einer der ganz Grossen und ist seit gestern nicht mehr da.

Behalten wir Vicco von Bülow alias Loriot in Erinnerung als einer der der Menschheit humorvoll vorgeführt hat, wie sie wirklich ist, dabei niemals in die Banalität heutiger Stand-Up Comedyans geriet, sondern stets mit Stil und Ironie als einer der Besten in Erinnerung bleiben wird.

Hätte Loriot gewollt, dass die Menschen traurig sind wenn ihn einmal das Schicksal ereilt, das uns allen bevor steht? Kaum. Er hinterlässt uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge und ich bin fast sicher er wollte sich von den Leuten in in Heiterkeit verabschieden. In diesem Sinne: Ruhe in Frieden und hab vielen Dank für alles - lass uns noch ein Weilchem mit Dir lachen.






Dienstag, 16. August 2011

SF glänzt mit Abwesenheit

Geht es nach dem Schweizer Fernsehen besteht der Fussballhunger seiner Zuschauer lediglich aus Champions League, schweizer Nationalmannschaft und nationaler Super League. Alles andere wird "mangels Zuschauerinteresse" weggelassen, wie es aus Leutschnbach heisst.

Es fängt in der nationalen Meisterschaft an. Kein anderes Land ausser die Schweiz ignoriert die eigene zweithöchste Fussballiga, wie es das Schweizer Fernsehen (SF) macht. Nicht einmal mehr die Schlussresultate werden eingeblendet. Unlängst wurde dieser Entscheid damit begründet, dass die Zuschauerquoten beim Thema Challenge League sofort in den Keller stürzten. Wer's glaubt. Wer wochentags Fussball auf SF konsumieren will muss sich bis 22.20 Uhr gedulden und wird erst noch auf die Geduldsprobe gestellt, denn zu erst folgen Berichte über Hürdenlauf und Hundedressur. Garantierte Quotenrenner, versteht sich.

Man wird den Eindruck nicht los, das Schweizer Fernsehen räche sich für den Entscheid der Swiss Football League (SFL - der Verband der Fussballclubs). Dieser entschied unlängst, das Pay-Fernsehen mit besseren Übertragunsrechten auszustatten. Namentlich verliert SF ab Saison 2011/2012 das Recht die 10 Top-Spiele frei aussuchen und im Free-TV exklusiv senden zu dürfen. Neu darf der staatliche Sender zwar mehr Spiele zeigen, muss aber damit leben, dass SwisscomTV und Konsorten sämtliche Spiele live senden darf ohne vorher das schweizer Fernsehen fragen zu müssen.

Die Retourkutsche kommt heute mit dem Entscheid, dass man nebst Challenge League nun auch die Super-League-Teams ignorieren will. Keine einziges Eurolague-Partie mit Schweizer Beteiligung wird am kommenden Donnerstag live gezeigt. Dabei stünden mit Sporting Braga - YB, Thun - Stoke City und Celtic Glasgow - Sion drei äusserst attraktive Spiele an. Spiele die ein Spiel wie Xamax - Lausanne bezüglich Zuschauerinteresse um Längen schlagen würden. Oder Schweiz Liechtenstein, der Gähn-Match schlechthin und erst noch ein Freundschaftsspiel, notabene. Mehr noch: nur gerade vom Thuner Auftritt will man Bilder zeigen. Bleibt nur zu hoffen, dass die übrigen Resultate wenigstens eingeblendet wird. Und wenn nicht, vertröstet SF entsprechende Anfragen ja immer mit ähnlichem Wortlaut: "... kann auf der Internetseite von SF nachgelesen werden". Ist überhaupt schon jemals jemandem eingefallen auf der SF-Seite nach Fussballresultaten zu suchen? Also mir nicht.


Freitag, 12. August 2011

Oje, der arme Blick

Wie wär's mit dieser Meldung: "Nach Töffunfall Grashalm schwer beschädigt!" Eine ähnlich dumme Meldung prangt auf Blick.ch und zeigt einen Unfall, bei dem der involvierte Töfffahrer verletzt ins Spital eingeliefert werden musste. Doch die Hauptsorge gilt beim Boulevard offenbar nicht dem Menschen, sondern dem "schönen Auto". Der Unfall ereignete sich übrigens in Niederbuchsiten. Oder Niederbuchsitten. Darüber ist sich der Autor des Artikels nicht ganz einig. Aber eben. Wen kümmern schon Details.


Und die Kreuzung wurde auch versaut. Hoffentlich geht es ihr bald besser.

Donnerstag, 11. August 2011

Die Schweiz ist 300% teurer

1 Euro = 1 Franken = drei Betrachtungsweisen: Experten sagen, der Franken sei damit klar überbewertet - richtiger sei rund Fr. 1,50 pro Euro. Aus der Sichtweise eines EU-Bürger existiert das Problem Frankenstärke nicht - für ihn ein Euro noch immer ein Euro und damit konnte man sich im Mc Donalds vor zwei Jahren, wie auch heute, genau einen Hamburger kaufen.
Doch da ist ja noch der Schweizer, dem ein schlechtes Gewissen gemacht wird, weil er über die Grenze einkaufen geht. Was für eine rücksichtslose Bestie der Schweizer doch ist! All die Arbeitsplätze die er sich in selbstzerfleischender Art vernichtet. Und die armen Importeure, die ihre Ware nicht mehr loswerden. Die Zurückhaltung des Bundesrates in Sachen Landestreue der Konsumenten lässt darauf schliessen, dass man sich in der Politik durchaus bewusst ist, wie die Wirtschaft aus der Währungsmisere durchaus einen Profit zu schlagen versteht - man beachte einfach mal dieses Beispiel:

Links im Bild das Haargel Ultrastrong der Firma Nivea, rechts das Haargel Ultrastrong der Firma Nivea. Das exakt gleiche Produkt, mit der genau gleichen Menge Gel - ja sogar die Verpackung ist haargenau die selbe. Der einzige Unterschied: Die Tube links kostet im Kaufland Waldshut Euro 2,39 - die Tube rechts in der Migros Fislisbach Fr. 7,20. Damit ist das Produkt auf dem Schweizer Markt beim aktuellen Wechselkurs fast 300% teurer! Zieht man die Deutsche Mehrwertsteuer von 19% ab (beim Import für den eigenen Gebrauch entfällt diese vollständig, beim gewerblichen Handel kommt die Schweizer Taxe von 8% wieder dazu) ist der Preisunterschied sogar noch viel höher!

Klar, man kann jetzt auf Händlerseite argumentieren, dass die Ware schon im vergangenen Herbst bestellt wurde, noch zu einem viel höheren Wechselkurs. Aber selbst beim lange Zeit gültigen Kurs von Fr. 1,50 pro Euro war die exakt gleiche Tube mehr als doppelt so teuer. Kann das wirklich mit höheren Löhnen von Schweizer Personal erklärt werden? Lohnkosten, die im grenznahen Gebiet (wo die Konsumenten am ehesten über die Landesgrenze einkaufen gehen) mehrheitlich an ausländische Arbeitskräfte ausbezahlt wird, deren Lohn wohl näher beim EU-Niveau liegt, als bei der Schweizerischen Durchschnittserwartung.

Ich jedenfalls gehe ohne schlechtes Gewissen in Deutschland einkaufen. Der letzte Wocheneinkauf kam uns nach Abzug der Mehrwertsteuer und inklusive Fahrweg von 2x 25 Kilometer 50% günstiger. Letztlich ist mir auch in jeder Wirtschaftskrise mein Portemonnaie noch immer am nächsten!


Sonntag, 24. Juli 2011

4UTV: Von Felten lügt

Vor einiger Zeit habe ich die Berichterstattung über 4UTV beendet und die vorhandenen Postings aus dem Blog entfernt. Von verschiedenen Seiten wurde mir nun zugetragen, David von Felten erzähle herum, der Goggiblog sei vor Gericht zur Löschung gezwungen und verurteilt worden und es seien ihm "horrende Kosten" entstanden. Nun habe ich seine Behauptungen auch noch schwarz auf weiss erhalten, wie sie David von Felten gegenüber einem Administrator eines Forums gemacht hat (siehe Bild unten rechts). Wahrer werden die Behauptungen dadurch allerdings nicht. 

Nachricht von 4UTV an den Forum-Admin
Richtig ist, dass 4UTV und der Goggiblog sich in einem sogenannten "summarischen Verfahren" (bei einer Art Friedensrichter) geeinigt haben in ihren jeweiligen Publikationen das über den anderen Geschriebene aus dem Internet zu entfernen. Der Richter war der Meinung, dass sowohl in den Kommentaren des Goggiblogs, wie auch in den Artikeln von 4UTV Passagen zu finden seien, die in einem ordentlichen Verfahren ein Prozessrisiko für beide Seiten beinhalten könnten und eine Vergleichslösung die deutlich günstigere Variante sei. Auf Vorschlag des Goggiblogs einigten sich die Parteien auf die Entfernung und die Teilung der Gerichtskosten.

Die erzielte Vereinbarung
Es stimmt also nicht, dass eine Verfügung gegen den Goggiblog erlassen wurde. Es stimmt nicht, dass diesem Blog horrende Kosten entstanden sind. Es stimmt nicht, was David von Felten in obiger Mail geschrieben hat. In diesen Punkten lügt David von Felten schlichtweg. Und weil ich ein Blogger bin, der beweisen kann was er schreibt, veröffentliche ich hiermit das amtliche, vom Bezirksgericht Baden erstellte Dokument.

So geht das natürlich nicht, mein lieber Herr. Ich weiss nicht, warum von Felten solche Nachrichten verschickt. Auf eine weitere Berichterstattung möchte ich nach wie vor verzichten, erwarte aber von David, dass er sich an die Regeln hält. Für alles weitere hat Yogi einen Blog aufgemacht, mit dem ich nichts weiter zu tun habe: den 4utv-Watchblog.