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Montag, 10. Mai 2010

BU vereint Blogger

Noch wenige Wochen und mein Dasein als Blogger jährt sich schon ein drittes Mal. Nach und nach entstanden neue Kontakte. Der Einsicht in andere Blogger-Welten gesellten sich schöne Freundschaften und die eine oder andere geschäftliche Verbindungen. Alles in allem ein gelungenes Projekt in meinem Leben - sowas ist ja auch keine Selbstverständlichkeit.

Auf dem Weg zu Ruhm und 10'000 Lesern hat sich nun eine Vereinigung formiert, für die man früher den Begriff "Blogsphäre" missbraucht hätte. Nachdem aber diese(n) und andere Versuche, Blogs mehr Wichtigkeit zu verleihen, immer wieder im Sand verliefen, scheint mit BloggerUnited endlich mal ein ernstzunehmendes Projekt zu entstehen. Die Macher von "BU" setzten dabei auf die Macht von Facebook, dem einerseits die technische Ausgereiftheit zugesprochen wird, andererseits dürfte die fast grenzenlose Reichweite von Facebook das noch wichtigere Argument sein, warum die derzeit sieben Autoren des Blogger-Blogs mächtig auf die Gefällt-mir-Tube drücken. Und das mit Erfolg: Bereits weit über 400 vorwiegend deutschsprachige Blogger haben sich dem Bund der Blogger angeschlossen und viele von ihnen haben bereits in ihren eigenen Blogs über die neue Krfat im Internet berichtet. Dieser Euphorie will ich mich auch anschliessen, ohne jetzt aber damit zu rechnen, dadurch gleich mehrere Hundert neue Leser zu haben. Aber: Das Engagement von BU ist lobenswert und schon so manches nicht mehr wegzudenkende Internet-Werkzeug ist auf diese Art entstanden. Mit gespannten Blicken schauen wir also auf das Tun von BloggerUnited und wer sich ebenso aktiv an der unaufhaltsamen Verbreitung der neusten Blogsphäre beteiligen möchte, kann entweder hier Facebook-Fan werden, oder gleich selber einen Blogartikel schreiben, indem er diesen Instruktionen folgt. Für etwas mehr Spass im Internet scheint jedenfalls gesorgt.

Hier mal eine kleine Übersicht, welche Blogs sich bisher mit der Entstehung der BloggerUnited befasst haben. Wer weiss, vielleicht findet manch einer hier und da ein Blog, bei dem man noch ein bisschen verweilen möchte.

www.kawonga.de
www.mynews-blog.de
www.ueberhauptgarnix.blogspot.com
www.daniela.bplaced.net/wordpress
www.postkartengeschichten.de
www.blog.knut.me
www.andere-welten.net

www.webmastermarkt.blogspot.com
www.ttt-blogger.blogspot.com

www.m.kupfer.over-blog.com
www.kolossia.over-blog.com
www.covercity.over-blog.com
www.notiz-blog.over-blog.de
www.polares-allerlei.blogspot.com

www.lerg.de
www.stammhirnrinde.de
www.unickverse.de
www.swiss-kyburz.ch
www.lowbudgetwohnblog.wordpress.com
www.blog.blues-welt.ch
www.jens-stratmann.de
www.wirbelwebber.de/wp/
www.cookitlikelilian.de
www.direkteaktion.over-blog.de
www.halliwood.de
www.pinkesgift.de

www.blog.connys-welt.com

www.grassi2000.com

www.programmende.de
www.das-wunder-der-wahrheit.over-blog.com
www.nachrichten-muenchen.de
www.musicblog4you.wordpress.com
www.diekopfhoerer.de
www.yulara.over-blog.net

www.sexfan.biz (geeignet ab 16 Jahren)
www.mehrlicht.twoday.net
www.trashbuttrue.eu
www.bloeser.blogspot.com
www.ubeudgen.wordpress.com
www.innere-schreibstimme.blogspot.com
www.soulgurusounds.blogspot.com
www.lloc.de
www.alles-schokolade.com
www.zeisman.de
www.legasthenieistkeineschande.wordpress.com
www.photografix.us.to
www.dapemasblog.blogspot.com
www.blogigo.de/ENGEL0311
www.yodal.wordpress.com

Dienstag, 12. Februar 2008

Übernahmegerüchte

Nachdem Yahoo sich nun doch nicht für läppische 45 Milliarden Dollar an Microsoft verkaufen will, sei nun eine "harte Übernahmeschlacht" zu erwarten. Microschrott will sich nun anscheinend partout im Onlinegeschäft einkaufen, Yahoo weiss das und gibt seine besonders in Amerika etablierte Plattform nicht einfach so her - Microsoft gibt sich unbeeindruckt.

Was aber genau ist eine "Übernahmeschlacht"? Stellen da beide Seiten virtuelle Kanonen auf und schiessen Spionage-Bits ab? Oder durchwühlt Agent 010101, als Putzfrau verkleidet, womöglich den Papierkorb von Bill Gates? Vielleicht sitzen die Schlächter auch nur im Google-Talk und zocken mit immer neuen Beträgen. "Komm schon, 45 Milliarden, dafür kriegt ihr den Goggiblog dazu".
Das eigene Blog zu verkaufen ist übrigens gar nicht so abwegig. Mir ist ein Blogger bekannt, dem ein Übernahmeangebot in vierstelliger Höhe vorgelegt wurde. Der Name wäre wohl geblieben, womöglich auch der Autor - nur der Inhalt hätte sich dem neuen Besitzer angepasst. Sam würde hier wohl das Wort "Linkhure" auspacken, denn was sich ein Käufer vom Besitz eines fremden, privaten Blogs verspricht, kann nur mit Geld zu tun haben. Oder? Dabei sind Blogs durch ihre Beliebtheit und starken Verlinkung untereinander, durchaus gute Geschäftspartner. Es stellt sich also die Frage: Wie viel Wert hat das eigene Blog? Könnte Microsoft oder wenigstens Google Interesse daran haben? Bei welchem betrag würde ein Blogger wohl weich?

Ich will 1,1 Millionen Dollar. Das ist doch nicht zu viel, oder?

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Blogwerk als Papier-Blog

"Es gibt sie nicht, die Blogsphäre" schreibt Florian Steglich in einer Einführung zum Thema Blog. Zusätzliche Brisanz erhält diese Aussgae, weil sie auf Papier gedruckt ist. Ein Affront gegen die Blogger? Ein enttäuscher Internetler, der seinen Frust bewältigt? Mitnichten!

Steglich macht mit beim Blogwerk, einem Projekt das in den Google-Talk-Fenstern von Andreas Göldi und Peter Hogenkamp entstanden ist. Heute bringt das Projekt die Sites neuerdings.com, medeinlese.com, imbegriff.com, fokussiert.com und seit November fraulich.com unter einen Hut und zählt insgesammt 31 Autoren.

Wie kommt aber ein Autor des Blogwerks dazu, der Blogspähre die Existenz abzuerkennen? "Es gibt lediglich die eine oder andere Gemeinsamkeit. Dass so oft von "den Blogs", "der Blogsphäre" oder gar der "Online-Tagebüchern" gesprochen wird, wenn eigentlich nur ein vergleichsweise kleiner, der sichtbare Teil der Bloglandschaft gemeint ist, daraus entstehen wohl die meisten Fehleinschätzungen" ist in der Einführung weiter zu lesen. Blogger seien demnach nicht nur Teenager, Technik-Freaks oder Feiglinge die im Schutze der Anonymität schimpfeln wollen, sondern Schreibende, die durchaus journalistische Ansprüche an sich stellen. Blogs in ein "entweder/oder" zu unterteilen, stimmt für die Leute vom Blogwerk ebenfalls nicht: "Sie sind ein Instrument zum Publizieren. Wir bei Blogwerk versuchen, unterhaltsame und professionelle Magazine daraus zu machen".

Uff. Wir dürfen bleiben was wir sind. Seiten, auf denen auf einfachste Weise jeder schreiben kann was er will. Wer es nicht lesen möchte, zappt einfach weiter - wer gut schreibt, wird wiederbesucht. Blog-Regeln wurden zwar schon von verschiedenen Seiten aufgestellt, aber wirklich tauglich ist nur der eine Vorsatz: Wenn man bloggt, dann nur, wenn es einem Spass macht. Eine Regel, die in vieler Hinsicht im ganzen Leben Gültigkeit hat.

Bei der oben erwähnten papierenen Ausgabe des Blogwerks handelt es sich übrigens um das eben erschienene Jahrbuch 2007. Darin findet sich eine kleine Auswahl des Geschriebenen und die Vorstellung der vereinten Projekte. CEO Peter Hogenkamp freut sich aber bereits wieder auf den uneingeschränkten Platz, den ein Blog im Gegensatz zum gedruckten Werk bietet. Fast zweieinhalb Tausend Beiträge wurden in den Blogwerken geschrieben und über Kommentare - und das ist der einzige Unterschied zum reinen Print-Journalisten - freuen sich die Autoren wie alle anderen Blogger dieser Spähre - pardon, Bloglandschaft. Wer kein Jahrbuch ergattert hat, kann es sich als 2,5 MB grosses PDF herunterladen.

Donnerstag, 1. November 2007

Kritik an der Kritik

Zugegeben, ich ertrage Kritik nicht immer einfach, ohne dass das Gegenüber nicht auch sein Fett abkriegen würde. Doch mein Innerstes sagt mir dann, es meint es ja nur gut mit mir und an sich hat es ja sogar recht. Aber das geht nun definitiv zu weit:
"Ein Blog ist eine Internetseite wo irgendwelche User [...] über eine Person oder eine Sache berichten, welche ihrer Meinung nach in der öffentlichen Diskussion steht. Zu manchen Blogs kann man Kommentare hinterlassen."
So weit so gut. Mal abgesehen davon, dass die Formulierung nicht den höchsten Ansprüchen gerecht wird und der Tonfall möglicherweise ein bisschen Abwertend klingt, kann ja jeder seine Meinung haben. Doch dann kommt das:
"Meisst ist es schwer auszumachen, wer einen Blog erstellt hat. Meisst kann man nur durch hochbezahlte Anwälte hinter den Ersteller einer Blog-Seite gelangen [...] Normalerweise werden bei groben Beschimpfungen Blogs vom jeweiligen Administrator gelöscht."
Aha. Hier könnte man durchaus die Nase rümpfen. Zum einen ist es keineswegs so, dass Blogs (die auch tatsächlich gelesen werden) "meisst" anonym sind und in dieser Art der Darstellung verstehe ich als Leser, dass die "meissten" Blogs böööööööse sind und von dunklen Gestalten betrieben werden und regelmässig gelöscht werden müssen. Die weise Schlussfolgerung ist denn auch diese:
"Timo Tasche meint: Lassen sie sich nichts bieten und klagen sie auf Schadensersatz wenn sie jemand zu Unrecht angeht."
Also ich würds mal mit simplem Ansprechen probieren, vielleicht eine kleine Mail schicken, oder einen Kommentar setzen... aber gleich auf Schadenersatz klagen, weil jemand seine Meinung äussert? Na gut, solange es eine Meinung ist, ok. Doch der Gipfel ist dann das hier:

"Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen"

Gefunden habe ich diesen Artikel bei pr-inside.com, eine Seite die vom Wiener Journalisten Club betrieben wird. Dass sich ein solcher Artikel Pressemitteilung [sic!] schimpft, und sogar noch der Wahrheit entsprechen soll finde ich (juristisch unbedenklich ausgedrückt) nicht nett. Und wenn sich der journalistisch tätige Autor schon über die Qualität von Blogs und Blogger beklagt, dann doch bitte ohne Schreibfehler. Ist ja furchtbar. Weiss jemand, was "Meisst" bedeutet und würde man das nicht mindestens nur mit einem "s" schreiben? Und im Artikel einfach den Head wiederholen ist auch nicht elegant, besonders wenn das Wort "wo" stilistisch sowas von eher gewöhnungsbedürftig ist.

In der Folge unter dem Titel "Blogsport: Ein neuer Trend aus dem Internet." dann nur noch über juristische Vorgehensweisen gegen Blogs und deren Betreiber zu schreiben, (und ich muss mich jetzt zusammenreissen, damit Timo mich jetzt nicht verklagt), finde ich also überhaupt nicht nett!. Dieses Beispiel zeigt, dass Blogschreiber Journalisten punkto Qualität, Ausgewogenheit, Ideenreichtum bald um Längen schlagen. Der Grund dafür ist einfach: Blogger pflegen ihre Seite und stellen an sich selber weit höhere Ansprüche als Journalist Nummer 245 im Verlag xy...

Und dass Timo eine "grosse Nummer" ist, erfahre ich erst im Nachhinein - was nicht gerade für ihn spricht ;-)



Samstag, 27. Oktober 2007

Jubiläum beim GoogleWatchBlog

Es ist an der Zeit, mal neidlos einen Bildschirm auf die Lorbeeren anderer zu werfen. Neben dem Goggiblog gibt es nämlich noch ein paar andere passable Blogs, die sich vom Sumpf der vielen anderen abheben.

Heute: Der GoogleWatchBlog

Oooch nein, so ein langweiliges Technik-Teil, wird manch einer denken - Aber das stimmt gar nicht. Die Autoren im Google-Watch-Blog feiern heute nämlich ihren 2. Geburtstag und dies schafft man nur, wenn man es versteht, die trockenen Meldungen interessant rüber zu bringen. Das von Google unabhängige Team von mindestens einem Dutzend Autoren lassen auch pointierte Selbsterfahrungen in die Geschichten einfliessen, was für die Lesbarkeit der Artikel sehr angenehm ist. Das allerbeste aber ist: Die Artikel sind keine Romane, wie man sich das von anderen Seiten her gewohnt ist. In wenigen Sätzen fasst GWB zusammen was man wissen muss und nach ein paar wenigen Wochen kennt man geheime Funktionen in der Suchmaschine, neue Kiniffe für YouTube und interessante Hintergründe über die Strategie Googles. Oder hat jeamand schon mal von Panoramio gehört? Die ehemals spanische Firma hostet Panoramabilder, Google hat sie mal schnell übernommen und fügt jetzt deren Bilder jetzt in ihre Landkarten ein.

Hinter der Fülle solcher Informationen stecken wie erwähnt, viele Autoren. Aber auch der Beta-Status soll nicht über die Qualität dieses Blogs hinweg täuschen. Denn wie immer sind nicht Zahlen wichtig, sondern persönliche Erfahrungswerte. Neben dem Blog findet man bei GWB ein Forum, ein Wiki (das noch im Aufbau ist) und natürlich ein umfangreiches Archiv vergangener Artikel, säuberlich kategorisiert. Wer Google nutzt, sollte sich im GoogleWatchBlog mal umsehen. Und von hier: Happy Birthday nach dadrüben.

Donnerstag, 30. August 2007

Ideenlos

Zweizeiler sind etwas dummes. Renato findet das zwar nicht, aber im Ernst: Gerade eine Freude ist es nicht, Zeit für Einträge zu verschwenden wie "Heute habe ich keine Ahnung was ich schreiben soll, also muss das hier reichen". Weder für den Schreiber, noch für den Leser. Zur grossen Rundumfrage, was denn bei Inspirationslosigkeit zu tun sei, kamen eine Menge Beiträge zusammen, die hier alle anklickbar sind:

Tommy Holiday: Woher hole ich meine Inspiration
dnz9r: Inspiration - aber woher?
Falki: Die Sache mit der Inspiration
bloggin’ chm: Woher kommt all der Schei..?
Lupe: Woher holen Blogger Inspirationen?
Rouge: Inspiration?
Goggi: Woher kommt die Inspiration
Muellers Blog: Muellers Kreativitätstraining (01)
Nik: Woher holt Ihr euch eure Inspirationen?
Teddykrieger: Die Frage der Inspiration
Querdenker: Füll das Sommerloch- wieder ein Blog-Karneval
Yoda: Ein Hauch der Schöpfung
Upload: Kostenlose Tools für Inspiration und Kreativität
Big Day: Ideen - Einfälle für alle Fälle
HiWelt: Kreativität kitzeln
Tom’s TamTam: Blogging by heart
Monpetit web - chindogu: Im Wald findest Du Inspirationsquelle
Feelbetter Blog: Inspiration
Das Glückshaus-Projekt: Woher holt Ihr Euch die Inspiration
Art for life: Kreativität und Inspiration
Steini’s Garden: Puzzleteile im Alltag.

Einen Kommentar vom Initiator findest Du hier. Viel wichtiger sind aber die obigen Links, die ihr bei der nächsten Kreativpause bitte mal lest, bevor einer den nächsten unnötigen Zweizeiler schreibt ;-)

PS. Zum Bild: Ich habe "Kreativ" eingegeben und raus kam das. Ich kann nichts dafür. Ehrlich

Donnerstag, 23. August 2007

Wie genau müssen Blogs sein?

Kurt Aeschbacher schreibt: "Blogs sind keine recherchierten Zeitungsartikel, sondern persönliche Tagebucheinträge" Dies, nachdem er sich in seinem Blog etwas voreilig über die Schulbehörde beschwert hatte, die sich nicht um die Eltern des ertrunkenen Schulbuben in Brugg gekümmert haben sollen. Wie sich jetzt herausstellt: Sie kümmerten sich doch, der Vater sträubte sich aber dagegen.

"Blogs sind keine recherchierten Zeitungsartikel, sondern persönliche Tagebucheinträge" Aeschbis Aussage mag für Blogs stimmen, die sich über Schreibfehler bei 20 Minuten lustig machen, oder aus der Welt der Kafirahmdeckeli berichten. Kurt Aeschbacher's Blog ist für mich aber kein reiner Blog. Er wird auf den Seiten vom Schweizer Fernsehen gehostet und das was Aeschbi in den Blog schreibt bezieht sich vielfach auf seine Sendungen. Damit verbreitet einer der bekanntesten Schweizer auf der einer Seite zwar "nur" seine persönliche Meinung, durch seine Stellung als menschlicher und glaubhafter Moderator wird seine Meinung aber von vielen Lesern als Tatsache interpretiert. Vergleichbar mit einem Doktor oder dem Polizisten: Wenn der das sagt, muss es ja stimmen.

Und hier stellt sich die Frage: Wo hört die Recherche auf, wo fängt die persönliche Meinung an. Besonders in einem universellen Blog (wie auch dieser hier einer ist) muss der Leser erkennen können wie etwas gemeint ist. Neben der Art, wie ein Bericht verfasst wird, sind zum Beispiel Tags hilfreich, die bei Aeschbi gänzlich fehlen. Im Nachhinein schreiben, man habe es ganz anders gemeint und sich auf emotionale Desorientierung berufen, ist halt immer schwierig zu glauben. Die Formulierungskünstler des "Blick" haben denn auch promt Aeschbis Aussagen so gedreht, dass es wie eine Tatsache rüberkommt, was er schreibt.

Aber es zeigt halt auch, dass Blogger wie Väter, wie Menschen reagieren: Nämlich emotional. Wenn die eigene Fussballmannschaft Haushoch verliert sind wir erstens einmal verärgert und Schuld sind auch immer zuerst alle anderen. Die wahren Gründe interessieren einem da noch nicht. Vielleicht ein unpassender Vergleich, aber das Prinzip ist das gleiche. Ich plädiere deshalb für die Meinungsfreiheit der Blogger, sofern diese nicht als Tatsache verkauft wird.

Und den Blick gibts in einem Jahr sowieso nicht mehr ;-)

Aeschbi's erster Eintrag zum Thema
und die Präzisierung
Die nächste Aeschbacher Sendung: Heute, 22.30 Uhr, SF1 Themen, Trailer
Bild: © SF DRS/Oscar Alessio

Montag, 30. Juli 2007

Woher kommt die Inspiration?

Nach rund 1 1/2 Monaten bloggen, gehen mir zum Glück die Ideen noch nicht aus. Ich schätze, irgendwann wird wieder etwas anderes wichtiger sein als bloggen, allerdings fällt mir im Moment nicht ein, was das sein könnte.
Und genau das ist der Punkt. Was, wenn einem Blogger nichts mehr einfällt. Wo holt man sich die Ideen, oder die nötige Inspiration? Dies fragt sich mitra in seinem Blog und bevor irgendwer antwortet "Poste irgendwas, hauptsache gepostet", sei einerseits die goldene Grundregel für Blogger in Erinnerung gerufen:"Blog was Du willst und lass Dir nicht dreinreden" - andererseits ohne die goldere Regel für Blogleser zu vergessen: "Mann, sind Zweizeiler langweilig"

Im Ernst. Das Allerallerallerschlimmste in der Blogwelt sind für mich die Zweizeiler.

"Heute weiss ich nicht was ich bloggen soll - das hier muss reichen"

Letzte Woche gelesen. Interessiert doch keinen. Sorry, aber so macht bloggen keinen Spass. Und für die "Leser" die sich womöglich durch einen verheissungsvollen Titel wie "Das ist wahnsinn" bei Slug verleiten liessen vorbei zu surfen, werden immer weniger Lust haben auf andere Blogs zu klicken.
In diesem Fall gilt die goldene Regel der Vernunft: "Lasst das Bloggen doch lieber beliben"

Nun gibt es aber zum Glück Blogschreiber, die sich Tag für Tag voller Freude an die Tastatur setzen und sich mit Begeisterung der Welt mitteilen wollen. Ich denke da an Unterneuntupfing, monsieur fischer, Frau von Welt und noch ein paar andere. Woher nehmen diese Menschen nur die Ideen um sich das täglich anzutun?

Ich für meinen Teil habe mir die Startseite bei Google mit allerlei News eingerichtet. Eine Stunde lang lese ich in anderen Blogs, was die Menschen bewegt. Wenn ich durch das Leben gehe, versuche ich nicht den Baum zu sehen und die Leute die in seinem Schatten sitzen, sondern ich frage mich: Wieviel hat wohl der Gärtnerlehrling verdient? In der Migros ist alles so genau nach Plan angeordnet, da fällt einem doch spontan die Frage ein: Wer ha teigentlich das Migros-Orange erfunden?
Ich gehe mit offenen Augen durch die Gegend und merke mir, was mit an all den Alltäglichkeiten aufgefallen ist. Ihr werdet beim Selbstversuch merken, dass auch nach 100 Besuchen im gleichen Fussballstadion noch vieles unerwähnt geblieben ist. Und mit ein bisschen Fantasie, sind Zweizeiler schon bald Vergangenheit.

Dienstag, 3. Juli 2007

Im Kühlschrank brennt noch Licht

Online macht Spass und es ist fürwahr unglaublich, was man trotzdem noch alles findet, fängt man mal an, an den Schmuddelseiten vorbei zu surfen und solch schöne grossen Augen wie auf dem Bild links einfach zu ignorieren. Es ist ohnehin etwas problematisch auf dettigen Seiten rumzusurfen, weil man weiss ja nie, ob da ein Virus drauf ist, oder ein Spiel, das einem von der Arbeit abhält, oder ob neugierige Kollegen einem über die Schultern gucken.
Nicht, dass wir Männer es im realen Leben einfacher hätten. Immer wieder werden wir von augenzwinkernden Damen abgelenkt und was will man da machen, als Mann folgt man da einem ganz natürlichen Trieb, nähmlich jenem, fürsorglich zu sein und Mann soll den Dingern die da heran gewachsen sind doch eine enorme Aufmerksamkeit zukommen lassen...
Zurück zu den Trouvaillen, denen wir immer wieder begegnen können, wenn wir nur wollen. In loser Folge präsentiere ich Euch hier die aufregendsten Links, die ich promt in meine Favoriten aufgenommen habe:

Um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen, ob denn im Kühlschrank das Licht weiter brennt, wenn man ihn zu macht, kümmert sich Anya Peters. In ihrem Blog *imkühlschrankbrenntnochlicht* lässt sich darüber hinaus mehr über pimp my klapprad und einer Expedition ins Tierreich in Erfahrung bringen. Für die Menschen rund um Unterneuntumpfing ist ihr eigener Blog natürlich Gold wert. Aber auch wir normalen Menschen haben unsere Freude an den Lebensweisheiten zum Abnehmen oder wichtigen Fragen zum Thema Sex. Zuletzt sei auch noch monsieur fischer's SuperCaliFragiliSticExpialiDocius erwähnt, dem nun wirklich nichts entgeht auf dieser Welt. Besonders angetan war ich von den ungeschminkten Persönlichkeiten.

Und zum Schluss noch ein kleiner Test. Versuche auf dem folgenden Bild die Farben aufzuzählen, nicht die Worte. Wenn Du es auf Anhieb schaffst hast Du entweder beschissen oder Du bist ein rechtehirnseitelastiges Genie.