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Donnerstag, 17. Juli 2008

Tour de Drogerie

Das Einfache am Tour de France ist, dass man Dopingberichte nur einmal zu schreiben braucht und dort wo der Name des sünders rein kommt, einfach eine Lücke lässt. Nach ein paar Bauernopfer traf es heute den Tour-Favoriten und Etapensieger Ricardo Ricco, der nicht nur sich und den ganzen Radsport dort hin zurück gesumpft hat, wo man ihn trotz gegenteiliger Behauptungen noch immer vermutet hat.

Ricco hat sich oberndrauf nicht gerade als besonders intelligent erwiesen und sich ein Gift gespritzt, das man mit jedem Schwangerschaftstest nachweisen kann. Dank Oberschlaumeier Ricco fühlen sich nun alle gutgläubigen Fachmänner vor die TV-Kameras genötigt, wo sie im Chor das Lied der Einzelfälle singen. Andere vermuten, es werden noch einige Fahrer auffliegen - und ganz sicher ist, dass Radsport nicht nur die dümmste Sportart der Welt ist, sondern auch noch die mit den dümmsten Teilnehmern.

"So geht der Sport kaputt", "schlechte Vorbilder für die Jugend"... blablabla. Sommerloch sei Dank, dürfen wir uns den ganzen Mist auch dieses Jahr wieder anhören. Und im nächsten Sommer ist wieder alles vergessen und der Kommerz wird über die Vernunft obsiegen. Wie immer. Ich dagegen frage mich, wie man als Zuschauer noch irgend einem Velofahrer vom Strassenrand her zujubeln kann...

Und weil's so schön ist:




Noch mehr Doping?

Freitag, 21. September 2007

Blasen gegen Doping

Bald wird die Zeit vorbei sein, als man sich noch auf Petzer wie Jörg Jacksche verlassen musste, um den Dopingsündern auf die Schliche zu kommen. Die ETH Zürich entwickelt einen neuen Dopingtest, bei dem die Fahrer bei einer Kontrolle blasen müssen. Fast wie bei der Verkehrskontrolle.

Jacksche beichtete im Juni dieses Jahres beim "Spiegel" und endete sein Geständnis mit den Worten: «Es ist pervers, aber das Doping-System ist gerecht, weil alle dopen.». Will heissen, dass es eigentlich einfacher wäre, den wenigen "sauberen" Fahrern auch ein paar Substanzen zu spritzen. Die Forscher der ETH machen diesem Unterfangen jetzt aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Künftig soll es möglich sein illegale Substanzen per Atemanalyse und sofort festzustellen.

Bis die Blaserei im Zielraum los geht, wird auch Jacksche wieder unterwegs sein. Für seine Petzerei ist er nämlich mit nur einem Jahr Sperre davon gekommen und will am Tour de France 08 wieder dabei sein. Dort kann es dann durchaus passieren, dass im ungünstigsten Fall ein Sieger noch während der Nationalhymne vom Treppchen gezerrt wird. Idealerweise passiert die Analyse aber elektronisch bei der Zieldurchfahrt und ein Richter schwenkt dann ein weisses Fähnchen, sobald der erste ungedopte Sportler durchfährt.

Inzwischen ist auch bekannt geworden, wer den Tour 2006 sicher nicht gewonnen hat: Floyd Landis. Ein amerikanisches Gericht hat den Amerikaner auch verurteilt und der darf jetzt zwei Jahre lang nicht Velofahren. Wenigstens ist er keine Petze. Der Rummel um das ewige Doping hat übrigens dazu geführt, das kaum einer von der Vuelta Notiz nimmt. Die drittgrösste Radrundfahrt geht dieser Tage zu Ende und wird angeführt von zwei Russen. Amüsant hierzu die Meldung von Focus online:

«Die beste Platzierung aus deutscher Sicht belegt auf dem 19. Rang der Schweizer Oliver Zaugg »

Egal, im Dopingsumpf sind alle gleich.

Weitere Beiträge zum TdF

Sonntag, 29. Juli 2007

Endlich!

Die Tour de France ist zu Ende.

Endlich können wir uns wieder Atomzwischenfällen in Japan, Personensprengkommandos in Hoteleingängen, Skitouristen auf dem Jungfraujoch, kranken Obstpantagen in der Innerschweiz, Billetautomaten die zu teure Tickets ausspucken und auf gelegte Waldbrände auf Ferieninseln konzentrieren. Der Idiot im Grossraumbüro ist auch zurück aus den Ferien, Basel verliert die entscheienden Punkte um den Meistertitel und der Klimawandel trägt endlich auch in Gstaad Früchte, wo jetzt Beachvolleyball möglich ist. Kurzum:

Der Alltag hat uns wieder.

PS. Bei der Bilderwahl geht es wirklich nur darum, von der Tour de France abzulenken. Und vom Alltag. Höchstens noch, weil in der Zusammenfassung oben das Wort "Beachvolleyball" auftaucht. Goggi ist nicht sexistisch und auch kein Göiferi und geht hier nur seiner Informationspflicht nach. Es ist darüber hinaus sehr interessant, die Geheimsprache der Volleyballerinnen zu studieren. Ich werde zu diesem Zweck wohl bald mal eine Dienstreise an die Copacabana unternehmen müssen.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Wir sind alle gedopt!

Nun haben sie es also doch noch geschafft: Trotz treuherzigsten Beteuerungen, an diesem Tour de France ganz ganz sicher sauber zu fahren, hat es inzwischen drei Fahrer erwischt. Namhafte Fahrer. Solche die gekommen sind um gelegentlich etwas zu gewinnenen und deshalb damit rechnen mussten, auf Drogenkonsum untersucht zu werden.
Dieser Umstand legt die Vermutung nahe, dass es sich bei Radsportler um ziemliche Idioten handelt. Wie konnte sich ein Winokurow über seinen wundersamen Etappensieg überhaupt noch freuen, wo er doch genau gewusst hat, man würde ihn erwischen. Wie kann ein Rasmussen so dumm sein, trotz Verdächtigungen von allen Seiten als einziger den Anti-Doping-Fahrerstreik zu brechen und die Etappe dann auch noch zu gewinnen? Heute wurde er von seinem Team freiwillig aus dem Tour genommen. Dass es mit Moreni einen vergleichsweise kleinen Fisch erwischt hat lässt weiter erahnen, dass es auch einige Wasserträger gibt, die mit irgendeinem Gift unterwegs sind.

Weil Plan A (Säuberung des Sports) nicht funktioniert, muss jetzt halt Plan B greifen: Legalisierung des Dopings

Es ist und bleibt halt geil, wie sich die menschlichen Maschinen über die Pyrenäen schleppen. Rosa Brille anziehen und weitergucken. Ohne Chemie geht nichts mehr, da muss mir mindestens jeder Recht geben, der raucht, Bier trinkt, Kopfweh hat, Depressionen, zu dickes Blut, Reisefieber, Migräne oder Durchfall hat. In der Schweiz sind derzeit 6'394 Humanarzneimittel zugelassen, davon sind 1/6 rezeptfrei erhältlich. Im letzten Jahr wurden 187,6 Millionen Packungen Medikamente verkauft, das macht 24 Packungen pro Einwohner. Ein Tor, wer da anderen Dopingmissbrauch unterstellt! Wir sind nähmlich alle gedopt.

Gleichzeitig mit dieser Veröffentlichung fanden in Frankreich Razien bei allen DopingProfi-Teams statt, mit anschliessender Pressekonferenz. Was dabei raus kam entzieht sich meiner Kenntnis. Gesagt hat nur einer was - Rasmussen:
"Stimmt, ich wurde von den frustrierten Zuschauern ausgepfiffen. Nachdem das gestern mit Vino passiert ist, lassen sie es an mir raus, jetzt wo er nicht mehr da ist. Das einzig Positive, was ich im Fall Winokurow sehe ist, dass das Kontroll-System greift. Ich möchte anfügen, dass ich seit Tourbeginn 14 negative Kontrollen überstanden habe. Jetzt will ich das Maillot Jeaune nach Paris fahren" - Sechs Stunden später nahm Radobank den Tourleader aus dem Rennen.

Zuletzt noch ein Blick in die Presse von heute Morgen Donnerstag, 26. Juli. Nur noch im Land von "Dottor Epo" Michele Ferrari - wen wunderts - glaubt an den sauberen Sport:

Frankreich, Le Figaro: Rasmussen lässt zu viele Fragen unbeantwortet. Der Träger des Gelben Trikots hat versucht, sich zu rechtfertigen. Ohne zu überzeugen.

Le Parisien: Die 1903 geschaffene Tour de France hat einen der härtesten Schläge ihrer Geschichte einstecken müssen. Der Winokurow-Skandal verwundet die Tour. Und außerdem ist der Träger des Gelben Trikots ein Lügner!

L´Équipe: Das Chaos.

Spanien, El País: Der Radsport befindet sich angesichts immer neuer Doping-Enthüllungen seit 15 Monaten ohnehin schon im Todeskampf. Nun hat er sich seinem endgültigen Grab einen Schritt weiter genähert.

El Mundo: Es ist genau das, was der Rundfahrt noch fehlte, um sich endgültig einem Desaster zu nähern.

Marca: Winokurow versetzt dem Radsport den Todesstoß.

England, Daily Telegraph: Winokurows Astana-Team zog sich umgehend von der Tour zurück und schürte damit weitere Spekulationen, dass auch andere aus der Mannschaft unter Verdacht stehen.

Russland, Kommersant: Bei der Tour de France hat das Doping gesiegt.

Italien, La Gazzetta dello Sport: Es ist eine gute Nachricht. Es ist keine Beerdigung. Der Radsport hat die Waffen, um Doping bekämpfen zu können. Der Radsport kann diese epochale Krise überwinden.

Il Tirreno: 2007 ist das Horrorjahr des Radsports.

Schweiz, Neue Zürcher Zeitung: Im Gegensatz zur Tour 2006 läuft die Tour 2007 nie Gefahr, dem Irrglauben der Sauberkeit zu unterliegen. (...) Es riecht sehr, sehr streng. Die Tour-Verantwortlichen indes wollen mit zugehaltener Nase ans Ziel nach Paris gelangen.

Tages-Anzeiger: Um den Toursieg kämpfen zwei Außerirdische mit getrübter Vergangenheit, die allein schon wegen der Leichtigkeit, mit der sie allen davonfahren, unter Dopingverdacht stehen.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Auf Nimmerwiedersehen, Herr Winokurow

Zwar kein Epo, aber halt Blut eines anderen: Alexander Winokurow, so schnell wie von Geisterhand über die Königsetappe geschoben wurde, fällt er nun vom Sockel, auf dem er nie gestanden hat. Und alle schütteln einhellig den Kopf, man habe es ja kommen sehen und eben so alle geben sich zu tiefst erschüttert. Toni National Rominger möchte man am liebsten wieder nicht erwähnen, aber er wird halt doch zum fünften Mal als Manager eines gedopten Fahrers gelistet. Bleibt nur die Frage: Wer managt eigentlich Rassmussen?Aber jetzt mal ehrlich: Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn ich nicht mindestens einmal an diesem Tor das Gefühl von Entsetzen und Wut im Bauch hätte haben dürfen. Ich verdächtige mich und uns alle, dass wir Formel 1-Rennen sowieso nur wegen den geilen Crashes schauen, immer in der Hoffnung den Hamilton drehe es mindestens vier Mal in der Luft.

Was wäre Leichtathletik, wenn nicht gelegentlich ein Speerwerfer auf den Weitspringer zielen würde? Interessieren an einem Fussballspiel eher Burkis rote Tschutt-Schuhe oder Varelas rote Karte? Boxen verlöre seinen Reiz auf der Stelle, wenn es nur noch Siege nach Punkten gäbe.
Es wird deshalb immer schwieriger, für sich die passende Sportart zu finden. Wenn der Sport dopingfrei, gewaltlos und ohne die Möglichkeit des Mogelns vonstatten gehen soll, bleibt eigentlich nur noch Billard. Hierzu kann ich von meiner Karriere im White Ball Billard Swiss Mixed Team berichten. Dabei habe ich mit der Elitespielerin Eva Maria Schmid an den Schweizer Journalisten-Meisterschaften in Magglingen vergangenen Winter, den Titel im gemischten Doppel gegen die französische Auswahl verteidigt habe, deren Namen mir jetzt aber entgangen sind.

Wer also zerstörtem High-Tech Velofahren lieber gesittetes Billardspielen vorzieht, kann unsere kleine schweizer Journalistenvertretung gern mit einer saftigen Spende unterstützen. Kontonummer auf Anfrage. Der nächste Meisterschaftstermin steht allerdings noch aus: Eva musste zum Dopingtest und weil da wo sie wohnt im Sommer der Sessellift nicht im Betrieb ist, konnte sie jetzt mehrere Wochen nicht zur Dopingkontrolle antreten.

Mist. Also doch lieber Velofahrenschauen.

Sonntag, 15. Juli 2007

Der gestürzte Tour de France


Die 8. Etappe des Tour de France fand heute mehrheitlich neben der Strasse statt. Nach rund vier Stunden Fahrzeit ging's los: Cristian Moreni (ita, 13'40" Rückstand in der Gesamtwertung) fand sich als erster am Boden wieder, schaffte aber nochmal den Anschluss. Michael Rogers (aus, + 4'03") knallte in die Leitplanke, wobei er sich an der Schulter verletzt hatte uns später aufgeben musste. Gleichzeitig flog David Arroyo (esp, + 4'44") ins Gebüsch. Jens Voigt (de, + 13'43") rast in eine Absperrung und Charles Wegelius (gbr, + 15'58") stürzt ebenfalls. Am schlimmsten erwischte es Stuard O'Grady (aus, + 36'10"). Der Mann aus dem CSC-Team musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht wurden. Fast wäre ihm ein Mannschaftskollege gefolgt: Inigo Cuesta (esp, + 21'32") wählte eine Abkürzung durch die Wiese.

Ausser Rogers sind das alles Helfer, denen langsam die Puste auszugehen scheint, wage ich zu behaupten. Ein gutes Zeichen, dass sie nicht gedopt waren? Oder muss mir der grosse Vorsprung des (Berg-)Etappensiegers Michael Rasmussen (+ 4'42") doch zu denken geben?

In diesem Sinne noch ein Spruch des ganz sicher nicht gedopten SF-Kommentators: "Gleich beginnt die Schlussabfahrt, hinauf nach Tingue"

Prost!

Tour de France, 8. Etappe: 1. Michael Rasmussen (dan) 2. Iban Mayo (esp, +2'47") 3. Alejandro Valverde (esp, +3'12")
Gesamt: 1. Michael Rasmussen, 2. Linus Gerdemann (+42"), 3. Iban Mayo (+ 2'39")
Nächste Etappe am Dienstag.



Samstag, 14. Juli 2007

Linus Gerdemann - Tränen der Freude

Linus Gerdemann gewinnt die 7. Etappe des Tour de France. Es wäre wirklich zu schön, wenn es dabei bleiben würde. Sein sein Alter (24), die Vergangenheit seines Teams (T-Mobile) und die Tatsache, dass der junge Mann erst seit ein paar Jahren Velofahren als Spitzensport betreibt und die Kommentatoren von einer Überraschung sprechen, lassen Skeptiker wie mich natürlich sofort denken: "Ui". Und: "kann das sein?"
Dann die rührenden Bilder beim Interview mit einem Mann, der eben seinen grössten Erfolg feiern durfte, der schluchtzend in die Kamera allen dankt, einschliesslich seiner Freundin - Nein im Ernst, mich freuen und rühren solche Geschichten jedes Mal. Es wäre dem jungen Mann wirklich zu gönnen, wenn er sein gelbes Tricot (und das weisse, wenn da nicht das gelbe wäre) ein Weilchen verteidigen könnte. Für die Sauberkeit des Tours könnte sprechen, dass im Vergleich zu Rundfahrten in vergangenen Jahren nun wirklich nicht jeder Helfeshelfer mit der Spitzengruppe auf dem Berg ankommt. Bei Übertragungsende auf SF2, zwanzig Minuten nach der Zildurchfahrt Gerdemanns, waren noch längst nicht alle Fahrer im Ziel. Und wir reden hier über eine eher leichte Etape, die wirklich grossen Hügel stehen noch an. Hoffnung, dass Rad 2.0 tatsächlich ohne Dope durchkommt hat auch, wer das zarte Alter des neuen Gesamtleaders in Betracht zieht, eine Art neue Generation. So gesehen würde ich dem einen oder anderen Fahrer sogar noch ein Extra-Traubenzucker entschuldigen, denn es macht wieder ein bisschen mehr Spass, Siegern zuzuhören, die sich auch über einen Sieg freuen. Und das hat Linus Gerdemann ganz sicher.

Tour de France, 7. Etappe Und gleichzeitig Gesamtklassement: 1. Gerdemann (de), 2. Landeluze (esp, + 1'24"), 3. De la Fuente (esp +2'24") - Ferner (Gesamt): 24. Martin Elmiger +4'19", 108. Cancellara +22'15"

Donnerstag, 12. Juli 2007

Der Tour de France braucht einen Dopingfall.

Zurück zum Sport. Schliesslich bin ich mehr ein Sport-Blog als ein Polit-Blog, obwohl ich Euch über derart wichtige Sachen wie das Torfeld Süd auch weiterhin berichten will... und da soll mir noch einer sagen, Sport und Politik gehört nicht zusammen.
Sport und Drogen gehören nicht zusammen, das schon eher. Aber auch hier nimmt man es nicht so genau, wie eben grad wieder aus Frankreich zu hören war. Dort bedauerte der Deutsche Veloverein jüngst, es sei gemein, dass nicht mehr Doping-Test durchegührt würden. Jaja, jetzt wo die Deutschen alle mit sauberen Klamotten angetreten sind und siehe da, Zabel schon drei Sprints hintereinander verloren hat. Ebenfalls ein scharfes Auge auf mögliche Dopingsünder hat das ZDF - wen wunderts, auch ein deutsches Reinheitszertifikat. Das Fernsehen stört sich daran, dass die so genannten Chaperons (Begleiter) nicht ständig dem auf Drogen zu kontrollierenden Fahrer hinterher rennen, wie dies ihre Pflicht wäre. Dabei frage ich mich, wie so ein Fahrer mogeln könnte. Vielleicht das Urin eines saubereren Kollegen schmuggeln? Nur wo? Im Mund? Naja.
Dem deutschen Eifer eilt nun auch Dick Pound, der Chef-Drogenfahnder zu Hilfe, der mit dem nackten Finger der Sauberkeit auf die "skandalösen Zustände" bei den Dopingkontrollen zeigt. Recht so. Es ist nicht anzunehmen, geschweige denn zu hoffen, dass die Velofahrer innerhalb weniger Wochen Dopingfei geworden ist. Bleibt nähmlich keiner hängen, ist das mindestens so auffällig, wie wenn einer den Tour ein paar Mal hintereinander gewinnt. Solche Auffälligkeiten kann sich der Radsport einfach nicht mehr leisten und es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis der Peleton ein Bauernopfer zu Tage fährt, ein kleiner Fisch vielleicht, der sowiso nicht mehr den Berg rauf gekommen wäre. Auch eine Art Mannschaftsdiener.

Tour de France, 5. Etape. Sprint: 1. Pozzato (ita), 2. Freire (esp), 3. Bennati (ita) - 5. Zabel, alle gleiche Zeit - Gesamt: 1. Cancellara (sui), 2. Klöden (de) +33", 3. Pozzato +35". - Guckst Du auch hier: Lance Armstrong gibt Doping zu