Donnerstag, 17. Juli 2008

Tour de Drogerie

Das Einfache am Tour de France ist, dass man Dopingberichte nur einmal zu schreiben braucht und dort wo der Name des sünders rein kommt, einfach eine Lücke lässt. Nach ein paar Bauernopfer traf es heute den Tour-Favoriten und Etapensieger Ricardo Ricco, der nicht nur sich und den ganzen Radsport dort hin zurück gesumpft hat, wo man ihn trotz gegenteiliger Behauptungen noch immer vermutet hat.

Ricco hat sich oberndrauf nicht gerade als besonders intelligent erwiesen und sich ein Gift gespritzt, das man mit jedem Schwangerschaftstest nachweisen kann. Dank Oberschlaumeier Ricco fühlen sich nun alle gutgläubigen Fachmänner vor die TV-Kameras genötigt, wo sie im Chor das Lied der Einzelfälle singen. Andere vermuten, es werden noch einige Fahrer auffliegen - und ganz sicher ist, dass Radsport nicht nur die dümmste Sportart der Welt ist, sondern auch noch die mit den dümmsten Teilnehmern.

"So geht der Sport kaputt", "schlechte Vorbilder für die Jugend"... blablabla. Sommerloch sei Dank, dürfen wir uns den ganzen Mist auch dieses Jahr wieder anhören. Und im nächsten Sommer ist wieder alles vergessen und der Kommerz wird über die Vernunft obsiegen. Wie immer. Ich dagegen frage mich, wie man als Zuschauer noch irgend einem Velofahrer vom Strassenrand her zujubeln kann...

Und weil's so schön ist:




Noch mehr Doping?

1 Kommentar:

kopfchaos hat gesagt…

..... eine möglichkeit wie man das doping-problem in den griff kriegen könnte, is' schlicht und einfach das ganze sponsoring abzuschaffen.....
..... wenn es sich finanziell nimmer lohnt eine tour zu gewinnen, oder auch nur etappen davon, dann überlegen es sich die sportler zwei mal oder gar drei mal, ob mit verbotener chemie und anderen tricks nachgeholfen werden kann.....
..... sport-sponsoring sollte man zudem behandeln wie organisierte kriminalität, nur im gegensatz dazu sind die sponsoren ja leichter zu finden, ihre namen stehen ja zumeist recht gut sichtbar auf den trikots.....