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Montag, 24. November 2008

Cablecom - Die gnadenlose Wahrheit

Samstagabend, exakt 17 Uhr und damit der wahrscheinlichste Zeitpunkt, ab dem die Unwahscheinlichkeit steigt, dass Hotlines im Notfall noch besetzt sind. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eben ein solchcher Notfall eintrifft. Ob es der krächzende Jüngstgeborene ist, oder Zahnschmerzen die ein ganzes Wochenende unbehandelt bleiben, "öppis esch emmer" wie man im Volksmund so sagt.

Doch diesmal ist alles viel schlimmer: Der Arm ist ab. Genauer: Das Internet geht nicht. Was ungefähr das gleiche ist.

Das Verflixte daran war, dass es hierbei um eine Komplettamputation des Cablecom-Modems ging. Ein einsames Lichtlein blinkte ungestüm vor sich her. Laptop, sowie Desktopkiste meldeten gleichermassen Anschlusslosigkeit an den Rest der Welt. Einsam sass ich da, von allen verlassen, unterpriviligiert, den sozialen Absturz vor Augen. Doch all das kommt erst später.

Vor ein paar Wochen ergab sich nach dem Durchhören der gesamten Hitparade in der Warteschlaufe der Cablecom, schon einmal ein kurzes Gespräch mit einer Dame des Cablecom Call Centers:

"Willkommen bei Cablecom, mein Name ist Irztfrfg Tzbghfuur*, wie kann ich ihnen helfen?"

Ich: "Internet geht nicht"
Sie: "haben sie die Kabel richtig eingesteckt"
Ich: "Nein, ich bin ein Idiot, warten Sie bitte, muss ich erst machen"
Sie "Meistens geht es dann"
Ich: "geht immer noch nicht"
Sie "Das kann nicht sein, ich sehe nichts hier"
Ich: "Fernsehen geht auch nicht"
Sie: "Doch Fernsehen geht, vielleicht ist ihr Fernseher kaputt"
Ich: "Beim Nachbar gehts auch nicht"
Sie: "Auch nicht?"
Ich: "Nichts geht, nein"
(kleine Pause)
Sie: "Und warum können sie dann Telefonieren?"
Ich: "Weil Telefon bei der Swisscom ist"
Sie: (ernsthaft) "Sie wissen, dass Sie mit Cablecom auch telefonieren können?"

Ich, Augenbrauen anhebend, Faust ballend, werde in meinem schweigenden Protest unterbrochen: "Ich sehe nichts, ich beauftrage aber einen Techniker, der wird der Sache nachzugehen"

Ich: "Gut, danke für ihre Mühe. Wie war noch mal Ihr Name?" - "Svnjhhh Smbrtlrlri"*


Das war vor ein paar Wochen, durch Zufall funktionierten die Leitungen im Verlaufe des Abends doch wieder, ohne dass der genaue Grund des Netzausfalls bekannt geworden wäre. Zurück zum Samstagabend: Nebenbei läuft Supertalent bei RTL. In Kleenex' gewickelt, schluchzend ob der göttlichen Stimme von Yoyo folgen wir dem Rat der Moderatoren und besuchen für nähere Informationen das Internet. Nur: Internet geht nicht. Bei einem Anruf auf der Cablecom-Hotline, erfahre ich nach Drücken der Taste 1 für Deutsch, 3 für Internet, noch mal 1 für Fragen zum Anschluss und die 2 für eine persönliche Beratung, dass die Büros zurzeit nicht besetzt sind. Erst am Sonntag verleiht man mir nach 20 Minuten klirrender Hitparade endlich Gehör. "Internet geht nicht" sage ich. Und noch bevor der Mann am anderen Ende etwas sagen konnte beantwortete ich die Fragen die mir zu drohen schienen: "Kabel alle drin, Fernsehen geht, beim Nachbar auch, vorhin ging's noch."

Er: "Ich sehe hier nichts"
(Pause)
Wieder Er: "Ihr Modem ist offline"
Ich: "Es blinkt aber"
(Pause)
Er: Wir müssen das Modem austauschen. ist eh ein altes, das sie da haben"
Ich: "Gut, wie geht das?"
Er: "Wir schicken es Ihnen am Montag ab, dann haben Sie es in 3-4 Tagen"
Ich: "Immerhin"
Er: "Wenn Sie das alte zurückgeschickt haben, geht es noch einmal 4-5 Tage, bis wir es freischalten können"
Ich: "Hä?"
(Pause)
Er: "Ja ich sage es Ihnen lieber gleich. 4-5 Tage"
Ich: "Na gut, legen wir auf, die 0900er-Nummer kostet ja auch nicht nichts."
Er: "Rufen Sie das nächste mal auf die 0800er-Nummer an, die ist gratis.
Ich: "Und wo erfahre ich die?"
Er: "Im Internet"
Ich: ( wortlos, kochend)

Mein Schweigen gleicht jenes der Lämmer, die enthäutet vor Hannibal Lecter auf dem Mittagstisch liegen. Wieder können mich nur aufheiternde Worte aus dem Zustand herabhängender Mundwinkel befreien: "Sie können das Modem auch in Zürich holen. Zollstrasse 42, Montag ab 8 Uhr"

Montag, 9.52 Uhr. Goggi steht in der Empfangshalle der Cablecom. Drei Damen und ein Herr sitzen, stehen und palavern quer durch die Halle. Wenigstens steht keiner vor mir an. Ich ziehe eine Nummer und setze mich in die Warteschlaufe. an einem Bildschirm läuft eine Cablecomeigene Hitparade in SuperHDTV-Qualität. 20 Minuten später bin ich dran. Und siehe da, die grosse Erlösung: Modem sofort ausgetauscht, zusätzlich gewünschtes Kabel gratis dazu, Freischaltung vor Ort innerhalb dreier Minuten und ein zufriedener Goggi, dem es um 10.40 noch auf den 4 Minuten verspäteten Schnellzug reicht.

Und zu Hause - welch ein Wunder - alles klappt, einschliesslich dem neu eingerichteten WLAN, das mit 300 Millionen Megabits mindestens bis Berlin zu senden vermag. Ich glauch ich flieg' da gleich mal hin.

Weitum zufriedene Gesichter - bis zum nächsten Mal.

* Name der Redaktion nicht bekannt. Ihr Nuscheln und ein zeitgleiches, selbstverständlich zufälliges Knacken in der Leitung wussten das zu verhindern.

Noch mehr Cablecom: 1, 2, 3

Donnerstag, 28. August 2008

Schei** Cablecom

Home Office ist eine schöne Sache. Ausser man ist auf die Cablecom angewiesen, als dass die Internet-Verbindung reibungslos funktioniere.

Tut sie aber nicht - nicht zum ersten Mal in jüngster Zeit und das fängt langsam an so richtig schön zu nerven. Diesen Eintrag schreibe ich via ungesichertem WLAN des Nachbarn. Wenn Du das also liest, liebe Cablecom (nicht der Nachbar, der weiss nichts davon ;-) ) und auch wenn ich annehmen muss, dass es dir sowas von am Allerwertesten vorbei geht, ob das Internet bei mir funzt oder nicht:

Mach endlich den Stecker wieder rein. Ich will hier arbeiten.

Kein Internet ist schon fast wie keine Luft, Entzug der Lebensexistenz, Ausgrenzung, Diskriminierung. Kann man die Cablecom eigentlich dafür verklagen?

Los jetzt. Stecker rein!

Montag, 30. Juni 2008

Zum KRUMMLACHEN: Swiss-Digg

Spam ist - wie schon erwähnt - nervig. Auch Spam in einem Kommentar ist nervig. Ganz besonders nervig ist es, wenn dieser Spam auch noch darauf abzielt, dass man als Blog-Betreiber ernsthaft angehalten wird dort mitzumachen, wo der Spam herkommt. Eine echte Visitenkarten für's Internet!

Ali Kannichtdeutsch postet derzeit in jedem auffindbaren Blog den gleichen Müll in die Kommentare, nämlich das hier:
Hallo. Swiss-Digg ist bereit. Sie können auch ihre artikle im Swiss-Digg einsenden. “Add This to Swiss” Digg ist auch einfach: siehe hier [...] Pleace Support Swiss-digg by Link to swiss-digg or add Swiss-Digg Logo in your Blog.
Weiterlachen kann man dann unter "hauptgesetse von Swiss-Digg":
Die Gesetzen vom Swiss-Digg sind einfach! Der Grund ist nur, darum das Swiss-Digg nützlicher und besonders qualifiziert wird. Swiss-Digg ist noch Beta Version und mit Hilfe vom Benutzer es Werdet Besser. Bitte helfen Sie uns auch zum Verbesserung. Eure Kritik und Vorschläge hilft uns beim Verbesserung. Wenn sehen Sie eine Probleme, eine Fehler, oder eine meinungs- und so bitte mit uns teilen.
Ja, ich hab ganz massiv eine meinungs mit euch zu teilen: Jeder der dort je etwas freiwillig reinpostet, landet bei mir auf der Ignore-Liste!

Donnerstag, 23. August 2007

Das Ende des Internets

So liebe Kinder, heute spielen wir ein bisschen Al-Kaida. Die haben nämlich die Selbstzerstörung des Internets iniziiert. Unten ein direkter Link auf die LIVE-Cam zur Countdown-Uhr, die am Rucksack angebracht ist und unten beim Internet einer vergessen hat.
Es bleibt ja noch einbisschen Zeit, also viel Spass...

Klick!