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Montag, 12. November 2007

Hannes Taugwalder, zum Gedenken

Erst vor wenigen Tagen blätterten wir in einem schönen blauen Büchlein, "Fabulieru" heisst es und darin findet sich Humorvolles und Besinnliches aus der Fabelwelt der Tiere. Da war eine gedruckte Unterschrift des Walliser Schriftstellers und Belinda sagte noch, das wäre toll, wenn wir ein richtiges Autogramm von ihm bekämen.
Ich wusste dann zu berichten, dass Hannes Taugwalder schon sechzig Jahre in Aarau wohnt und ein grosser Fan des FC Aarau ist. Erst vor ein paar Wochen erschienen zwei Leserbriefe von ihm in der AZ, in denen er um ein neues Stadion für den FCA bat. Ich hatte leider nie das Glück, den Künstler und Handwerker persönlich kennen zu lernen, seine vielen Texte aber bleiben unvergessen! "Das Gespräch mit dem Schweigen", "wäärli waar", oder das zuletzt erschienene "Vielleicht ist irgendwo ein Licht". Dazwischen erschienen seine wichtigsten Werke, etwa "Der verlorene Weg" und "Das verlorene Tal", in denen er auf sein bewegtes Leben zurück blickt. Hannes Taugwalder war der älteste Schriftsteller der Schweiz und erhielt unter anderem eine Ehrung der Stadt Aarau für seine kulturelle Tätigkeit. Der 96jährige verstarb am letzten Donnerstag, nach langer Krankheit, in Aarau. Sein Leben war reich an Erlebnissen und das Autogramm werden wir nicht mehr von ihm bekommen. Aber bleiben und bereichern, werden uns seine wunderschönen Texte, wie dieser.

D Mänsche sind komisch

Äs Wäschpi chlagt der Meerjungfrow (Libela):
"Sind bi dier discha Herbscht d'Lit öi isoo beeschi?
Wentsch am Tisch hockunt und ässunt, und ich will
mich öü imbiz züelâ, so wärchuntsch mit du
Hend, schlent mi du Serviete old Zitige uf mich
loos. Derbi tüen ich niema eppis ds Leid, lengi
gääru alli fii riewig lâ ässu."
"Was willt", seit d'Meerjungfrouw, "di sind nit
gschiider. Wenn ich in iiri Neechi chummu, und
schi imbitz will bschouwu, löüfuntsch dervoo."
Is Lattüechje, wâ dem Gschpräch züeglost het,
nickt mit dum Grindje und meint:
"Je chleiner di Gefaar, je gresser d'Angscht."

Freitag, 20. Juli 2007

Beam me up, Scotty

Er war mein heimlicher Liebling: Montgomery "Scotty" Scott, der Chefingenieur auf der USS Enterprise NCC-1701 und 1701-A.

Immer lächelte er, einmal kindlich, ein ander mal naiv. Er gewann die Symmpathien der Star-Trek-Gemeinde im Handumdrehen, rettete die Crew der Enterprise wundersam von Mal zu Mal , indem er das Schiff flickte, oder seine Freunde zurück auf's Schiff beamte. Wann Captain Kirk zum ersten Mal "Beam me up, Scotty" gesagt hat, weiss niemand so richtig. Sicher ist: In den unendlich vielen Star Trek-Episoden und Filmen kam der Spruch, der unzertrennbar mit der Serie scheint, nie vor.

James Doohan - so sein irdischer Name - kam 1920 in Vancouver zur Welt, heiratete drei Mal und ist Vater von neun Kindern geworden. Im Zweiten Weltkrieg verlor er den rechten Mittelfinger, was man in Hollywood mit geschickten Kameraeinstellungen immer zu verbergen wusste. Seine Weltraum-Biografie ist möglicherweise bekannter, aber sicher ausführlicher als seine wahre Identität: Darin kommt Scotty im Jahre 2222 in Schottland (Erde) zur Welt und stösst mit zarten 19 Jahren zur Sternenflotte, wo er auf zehn Schiffen dienen würde, ehe er auf die Enterprise versetzt wird. Er ist der Darsteller, der die Serie am längsten überlebt hat und sogar in einer Episode im Jahre 2369 einen Auftritt hatte, nachdem er 75 Jahre lang als Biosignal in einem Musterpuffer eines Transporters gefangen war (den Gag find ich bis heute noch den allergeilsten).

Scotty war nie um einen coolen Spruch verlegen ("Diplomat! Der beste Diplomat den ich kenne ist ein Phaser mit dem ich mich wehren kann.") und die besten Lacher gingen auf sein Konto. Etwa, als er nach den Worten "Ich kenne dieses Schiff wie meine Westentasche" mit dem Kopf an einen Balken der neuen Enterprise-A donnerte. Seinen schottischen Akzent spielte er nur für's Fernsehen, denn eigentlich war Doohan ja Kanadier. Dennoch streiten sich Schotten und Kanadier darum, wer nun dem bekannten Schauspieler das offizielle Denkmal setzen darf.

James Doohan starb heute vor zwei Jahren, am 20. Juli 2005. Seine sterblichen Überreste wurden im April dieses Jahres mit einer Rakete für einen kurzen Zeitraum ins All gebracht. Montgomery "Scotty" Scott wird aber immer weiterleben und mit dem Shuttle "Goddard", das ihm Captain Jean-Luc Picard geschenkt hat weiterfliegen, in die unendlichen Weiten unserer Fantasie.