Sonntag, 17. Januar 2010

Zürcher sind doof

Wie ich heute, an einem friedlichen Sonntag aus dem Annubis Blog erfahre, sind Zürcher doof. Nein, das ist noch nicht die durchschlagende Neuigkeit, neu ist höchstens, dass die Zürcher in fast beeindruckender Regelmässigkeit dieses Vorurteil zu bestätigen versuchen. Entweder demolieren sie ihre eigene Stadt, nur weil 1. Mai, oder der FC Zürich spielt. Oder sie machen Fernsehen. Bei allem Respekt gegenüber den vielen leidenden Haitianer hier in der Schweiz - beim 35. Versuch eines Angehörigen live auf Tele Züri nach Haiti zu telefonieren, wird auch mir langweilig.

Noch schlechter als das Zürcher Fussvolk macht es nur noch die lokale Politik. Seitdem das Zürcher Stadtpräsi-Unikat Elmar Ledergerber verzweifelt geflohen ist, sitzt eine Dame im Regierungssessel, Frau Mauch. Nein, das ist noch nicht das Übel, viel schlimmer ist der Umstand, dass sie so tut, als sei sie das Übel - zuletzt bei Fernsehauftritt bei "Aeschbacher", wo man den Sendungstitel nachträglich von "Nummer 1" auf "unter Ferner liefen" ändern möchte.

Die Lösung allen Zürcher Übels könnten nun aber die Zürcher gleich selber liefern: Frau Mauch - eben, Frau Farblos aus dem Fernsehen - will via ihrer Polizeivorsteherin Esther Maurer und einem neuen Gesetz, gegen den Wildwuchs im Stadtgebiet vorgehen. In der neuen Polizeiverordnung steht im
Artikel 5: Es ist verboten, Personen oder Tiere zu erschrecken
Gleichzeitig zum neuen Artikel (den es übrigens in zahlreichen Zürcher Gemeinden bereits gibt) sollen Schulen, Zivilschutzanlagen, Militärkasernen und das Fussballstadion in Gefängnislager umgebaut werden. Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich gross, dass man einfach alle Zürcher wird einsperren müssen, denn ich als Aargauer kann mich eigentlich nur erschreckt fühlen von so vielen Zürchern. Doofen Zürchern, notabene, wie behauptet wird. Das Einsperren wiederum trägt dem Umweltschutz bei, wir kriegen endlich einen neuen SP-Bundesrat und es ist nicht Christoph Blocher; Schwainskys Radio 1 wird eingestampft und Kilchsperger's Deal-or-No-Deal genauso wie sein Mir-Sind-di-gäilschte-Sieche-Radio-Energy. Und wir müssen uns in der Champions League des Fussballs nicht länger blamieren. Die CO2-Emissionen werden dadurch gesenkt, die Schweiz rettet das Klima der ganzen Erde und darf am Erovision Contest mit 10 Punkten Vorsprung starten.

Ja, es wäre so einfach, die Welt zu retten, wenn die Zürcher den neuen Gesetzesartikel nur auch durchsetzen würden...

Die weiteren Gesetzesartikel im Annubis Blog. Bild: Roman Kilchsperger vor dem Zürcher Wahrzeichen, dem doppelten Minarett.

Kommentare:

Benno hat gesagt…

Tja diese Gesetzesartikel sind wirklich der Hammer. Die Leute scheinen langsam aber sicher zu verblöden...

...aber nöd nur in Züri! ;)

Dani hat gesagt…

Lieber Goggi, du scheinst da Frau Mauch (Zürcher Stadtpräsidentin) und Esther Maurer (Zürcher Stadtpolizeivorstehrin) zu verwechseln. Den sie hat die Gesetztesvorlage mit den neunen Regeln ausgearbeitet. Aber es es eigentlich absolut egal von wem, doof sind allenmal. Finde es sogar eine Frechheit!
Ich hoffe, die "doofen" Zürcher wissen sich zu wehren und wählen endlich mal diese seit Jahren links-grüne Regierung ab

Monsieur Fischer hat gesagt…

pssst, goggi.... tipp: lies dir mal eben kurz die bio von frau mauch durch.... *duckundweg*

Barbara hat gesagt…

Was passiert denn, wenn ein Tier einen Menschen erschreckt? Ist das auch verboten?

Goggi hat gesagt…

Ja, genau die Maurer wars. Ist Hans was Heiri, irgendwie. @monsieur fischer: wurde die Dame schon mal von einem Hund gebissen?