Nach zwei anstrengenden Wochen, habe ich mal wieder etwas Zeit für die Online-Dingens. Aber jetzt im ernst: eine internetfreie Zeit ist eine Bereicherung. Nicht ständig dieser Zwang, up-to-date sein zu müssen, oder über jedes Gejammere aus dem Freiamt informiert zu sein. Und nicht immer dieses schlechte Gewissen, wenn man dem Facebook-Freund vergessen hat an der Pinwand zum Geburtstag zu gratulieren. Einfach mal sagen: Oups, sorry. Ich war nicht online.
Na gut, ein paar Dinge wären zu erledigen gewesen. Zum Bespiel die musikalischste Blogparade der Welt, die mir zuletzt gefühlte 15 Tage zu lang ging und letztlich auch nur in einem Archiv für die Ewigkeit abgelegt wurde, die spätestens in 69 Jahren bei der nächsten Internet-Entrümpelung in eine Mulde geworfen wird. Nichts ist für de Ewigkeit. Im Gegenteil. Die Wahrscheinlichkeit, dass in absehbarer Zeit Laptop und PC als überholte Technologie in einer Ecke verstauben ist recht gross. An einer Hausräumung letzte Woche schaufelten wir tonnenweise Altpapier aus einem Schopf. Zeitzeugen aus den Kriegsjahren wurden fast achtlos entsorgt. Berichte über Pearl Harbor, über die Erfindung des Farbfilms und Dokumente über die Entstehung einer grossen Aargauer Firma. Dinge, von denen man damals glaubte sie seien wichtig genug um sie für die Ewigkeit aufzubewahren... Ich finde, die Parallelen zur heutigen Zeit sind erschreckend.
Wie auch immer. Ich geh' jetzt kochen.
Montag, 6. Juni 2011
Donnerstag, 26. Mai 2011
Alain Schultz vom FC Wohlen zum FC Aarau
Der FC Aarau gibt die Verpflichtung des 28-jährigen Offensivspielers Alain Schultz vom FC Wohlen bekannt, mit dem heute ein Dreijahresvertrag unterzeichnet wurde.
Schultz wurde im Nachwuchs des FC Basel ausgebildet und wechselte bereits im Alter von 17 Jahren erstmals zum FC Aarau. In der Saison 2001/2002 hatte Schultz mit 19 Toren und 14 Assists einen massgeblichen Anteil am Aufstieg der damaligen Aarauer U-21-Auswahl in die 1.Liga. In der ersten Mannschaft kam Schultz in Ernstkämpfen zwischen 2002 und 2004 insgesamt zu 22 Teileinsätzen (0 Tore). Nach einem leihweisen Abstecher zum FC Wohlen (2003) wechselte Schultz im Hinblick auf die Saison 2004/2005 endgültig ins Freiamt, wo er rasch zum Führungsspieler avancierte. Schultz absolvierte bis heute 182 Partien in der Challenge League für den FC Wohlen und erzielte dabei 59 Tore. Dies brachte ihm ein eineinhalbjähriges Gastspiel beim Grasshopper Club Zürich in der Super League ein (31 Spiele, 4 Tore). In der abgelaufenen Saison war Schultz mit 11 Treffern abermals bester Torschütze beim FC Wohlen.
Alain Schultz
Geburtstag: 17. Februar 1983
Nationalität: Schweiz
Grösse: 176 cm, Gewicht: 75 kg
Position: Mittelfeldspieler
Vertrag bis: 30. Juni 2014
Schultz wurde im Nachwuchs des FC Basel ausgebildet und wechselte bereits im Alter von 17 Jahren erstmals zum FC Aarau. In der Saison 2001/2002 hatte Schultz mit 19 Toren und 14 Assists einen massgeblichen Anteil am Aufstieg der damaligen Aarauer U-21-Auswahl in die 1.Liga. In der ersten Mannschaft kam Schultz in Ernstkämpfen zwischen 2002 und 2004 insgesamt zu 22 Teileinsätzen (0 Tore). Nach einem leihweisen Abstecher zum FC Wohlen (2003) wechselte Schultz im Hinblick auf die Saison 2004/2005 endgültig ins Freiamt, wo er rasch zum Führungsspieler avancierte. Schultz absolvierte bis heute 182 Partien in der Challenge League für den FC Wohlen und erzielte dabei 59 Tore. Dies brachte ihm ein eineinhalbjähriges Gastspiel beim Grasshopper Club Zürich in der Super League ein (31 Spiele, 4 Tore). In der abgelaufenen Saison war Schultz mit 11 Treffern abermals bester Torschütze beim FC Wohlen.Alain Schultz
Geburtstag: 17. Februar 1983
Nationalität: Schweiz
Grösse: 176 cm, Gewicht: 75 kg
Position: Mittelfeldspieler
Vertrag bis: 30. Juni 2014
Dienstag, 24. Mai 2011
Giacobbo / Müller: wir sollten uns alle schämen!
Einer Meldung von 20 Minuten zufolge, sollen sich Bündner, Rätoromanen und Vertreter von Behindertenorganisationen gleichermassen enerviert haben, über gemachte Äusserungen in der Sendung Giacobbo/Müller. So liess sich Renzo Blumenthal nach der Sendung folgendermassen zitieren: "Humor ist gut. Aber was sich Mike hier geleistet hat, ist absolut daneben!". Der Ex-Mister Schweiz aus Graubünden regt sich über ein Spässchen auf, das Mike Müller über seine Artgenossen gemacht hatte: Den Romanisch-Sprechenden würde man "besser die Gebärdensprache beibringen", witzelte Müller in Anlehnung an den Zürcher Entscheid, im Kindergeraten nur noch Schweizerdeutsch zu unterrichten. Müller witzelte weiter, dass dies jedoch schwierig sei "wenn dir wegen der Inzucht die Finger zusammengewachsen sind". Ebenfalls wenig Spass versteht Bruno Schmucki, Mediensprecher des Behindertenverbands Procap Schweiz, der von der Online Zeitung auch zitiert wurde: "Ich erwarte von Satire Kritik, dies aber war ein billiger Spruch auf Kosten von Behinderten und Minderheiten"
Was aufgeschrieben tatsächlich nicht besonders lustig wirkt, passte am Sonntagabend in die aufgeräumte Stimmung der Satiresendung. Wo selbst Fukushima, Tsunamis und randständige Politiker ihr Fett abkriegen, macht die Satire eben auch nicht vor regionalen Klischees halt. Oder Behinderungen. Moment! In dem sage und schreibe 20 Sekunden langen Witzchen kamen doch gar keine Behinderten vor! Oder erachtet Procap Schweiz die Gebärdesprache als etwas behindertes? Oder glaubt Schmucki es gäbe tatsächlich inzestgeplagte Bündner? Wie auch immer. Sich darüber aufzuregen, und das erst noch öffentlich, ist komplett kontraproduktiv. Der geneigte Satiriker reagiert auf Unverständnis nämlich mit noch mehr Satire. Ich würde mich nicht wundern wenn es am nächsten Sonntag heissen würde: "Die Rätoromanen würden auf die Barrikaden gehen, wenn sie nicht behindert werden".
Und nein, Satire ist nicht kritisch. Satire drückt Finger in Wunden. Der Unterschied zur Kritik ist, dass der Satiriker keine Erklärungsversuche erwartet. Und das "Opfer" ist gut beraten, den Spass mitzumachen oder wenigstens nicht beleidigt zu reagieren. Denn obwohl "man" über Atomunfälle, Naturkatastrophen, Politiker und vermeintlich Behinderte keine Witze macht, lacht "man" eben doch darüber. Wir sollten uns alle schämen!
Was aufgeschrieben tatsächlich nicht besonders lustig wirkt, passte am Sonntagabend in die aufgeräumte Stimmung der Satiresendung. Wo selbst Fukushima, Tsunamis und randständige Politiker ihr Fett abkriegen, macht die Satire eben auch nicht vor regionalen Klischees halt. Oder Behinderungen. Moment! In dem sage und schreibe 20 Sekunden langen Witzchen kamen doch gar keine Behinderten vor! Oder erachtet Procap Schweiz die Gebärdesprache als etwas behindertes? Oder glaubt Schmucki es gäbe tatsächlich inzestgeplagte Bündner? Wie auch immer. Sich darüber aufzuregen, und das erst noch öffentlich, ist komplett kontraproduktiv. Der geneigte Satiriker reagiert auf Unverständnis nämlich mit noch mehr Satire. Ich würde mich nicht wundern wenn es am nächsten Sonntag heissen würde: "Die Rätoromanen würden auf die Barrikaden gehen, wenn sie nicht behindert werden".
Und nein, Satire ist nicht kritisch. Satire drückt Finger in Wunden. Der Unterschied zur Kritik ist, dass der Satiriker keine Erklärungsversuche erwartet. Und das "Opfer" ist gut beraten, den Spass mitzumachen oder wenigstens nicht beleidigt zu reagieren. Denn obwohl "man" über Atomunfälle, Naturkatastrophen, Politiker und vermeintlich Behinderte keine Witze macht, lacht "man" eben doch darüber. Wir sollten uns alle schämen!
Sonntag, 22. Mai 2011
30 Tage 30 Lieder (Teil 21)
Ein Lied, das du hörst, wenn du glücklich bist: Neil Diamond - "Sweet Caroline"
:-)
:-)
Samstag, 21. Mai 2011
30 Tage 30 Lieder (Teil 20)
Die Sache ist: Ich bin nie wütend. Deshalb ist die heutige Aufgabe eher schwierig zu bewältigen. Due Frage ist deshalb:Was könnte mich wütend machen und wenn das geschähe, würde ich tatsächlich dazu Musik hören wollen? Also angenommen ich wäre so richtig hässig und ih bräuchte Musik (nicht zum wiederherunterkommen, sondern passend zur Wut), dann vermutlich das hier:
Ein Lied das du hörst wenn du wütend bist: Mike Krüger "Der Nippel"
Aber echt jetzt, ich bin nie wütend. Ich schwör!
Ein Lied das du hörst wenn du wütend bist: Mike Krüger "Der Nippel"
Aber echt jetzt, ich bin nie wütend. Ich schwör!
Freitag, 20. Mai 2011
30 Tage 30 Lieder (Teil 19)
Lucio Dalla ist einer der grössten Cantautori. Politisch inkorrekt, experimentierfreudig und immer mit Hut oder Wollkappe auf dem Haupt. Die grössten Würfe gelangen ihm aber meistens im Duett. Mit Francesco de Gregori ist Dalla dreissig Jahre nach dem erfolgreichen gemeinsamen Album "Banana Republic" (1979) heute wieder live unterwegs. Ebenfalls unvergessen bleibt für mich der Auftritt mit Gianni Morandi im Hallenstadion Zürich, im 1988. Aus dem passenden Album "Dalla/Morandi":
Ein Lied aus deinem Lieblingsalbum: Lucio Dalla / Gianni Morandi - "Felicità"
Mit Text, weil er so schön ist:
Se tutte le stelle del mondo a un certo momento
venissero giu'
tutta una serie di astri di polvere bianca
scaricata dal cielo
ma il cielo senza i suoi occhi non brilerebbe piu'
se tutta la gente del mondo senza nessuna ragione
alzasse la testa e volasse su'
senza il loro casino, quel doloroso rumore
la terra povero cuore non batterebbe piu'
mi manca sempre l'elastico per tener su' le mutande
cosi' che le mutande al momento piu' bello
mi vanno giu'
come un sogno finito magari un sogno importante
un amico tradito, anch'io sono stato tradito
ma non m'importa piu'
tra il buio del cielo le teste pelate bianche
le nostre parole si muovono stanche
non ci capiamo piu'
ma io ho voglia di parlare di stare ad ascoltare
di contnuare a far l'asino di comportarmi male
per poi non farlo piu'
ah felicita'
su quale treno della notte viaggerai
io so che passerai
ma come sempre in fretta non ti fermi mai
si tratterrebbe di nuotare prendendola con calma
farsi trasportare dentro due occhi grandi
magari blu
e per doverli liberare
attraversare un mare medievale
lottare contro un drago strabico
ma di draghi, baby, non ce ne sono piu'
forse per questo i sogni sono cosi' pallidi e bianchi
e rimbalzano stanchi tra le antenne lesse delle varie tv
e ci ritornano in casa portata da signori eleganti
cessi che parlano tutti quanti che applaudono
non ne vogliamo piu'
ma se questo mondo è un mondo di cartone
per essere felici basterebbe un niente
magari una canzone o chi lo sa
e non sarebbe il caso di provare a chiudere gli occhi
ma poi quando hai chiuso gli occhi chissa' cosa sara'
ah felicita'
su quale treno della notte viaggerai
lo so che passerai
ma come sempre in fretta non ti fermi mai...
Mehr Lieder aus Lieblingsalben gibt es bei Frau Kafka, Frau Dimi, Herr Elfe, Frau Isabel, Herr Tom, Herr Miene, Herr Albrecht, Herr Danger, Frau Lila, Frau Bluetime und natürlich Herr Fischer, der meine Lieblingsblogparade erfunden hat.
Ein Lied aus deinem Lieblingsalbum: Lucio Dalla / Gianni Morandi - "Felicità"
Mit Text, weil er so schön ist:
Se tutte le stelle del mondo a un certo momento
venissero giu'
tutta una serie di astri di polvere bianca
scaricata dal cielo
ma il cielo senza i suoi occhi non brilerebbe piu'
se tutta la gente del mondo senza nessuna ragione
alzasse la testa e volasse su'
senza il loro casino, quel doloroso rumore
la terra povero cuore non batterebbe piu'
mi manca sempre l'elastico per tener su' le mutande
cosi' che le mutande al momento piu' bello
mi vanno giu'
come un sogno finito magari un sogno importante
un amico tradito, anch'io sono stato tradito
ma non m'importa piu'
tra il buio del cielo le teste pelate bianche
le nostre parole si muovono stanche
non ci capiamo piu'
ma io ho voglia di parlare di stare ad ascoltare
di contnuare a far l'asino di comportarmi male
per poi non farlo piu'
ah felicita'
su quale treno della notte viaggerai
io so che passerai
ma come sempre in fretta non ti fermi mai
si tratterrebbe di nuotare prendendola con calma
farsi trasportare dentro due occhi grandi
magari blu
e per doverli liberare
attraversare un mare medievale
lottare contro un drago strabico
ma di draghi, baby, non ce ne sono piu'
forse per questo i sogni sono cosi' pallidi e bianchi
e rimbalzano stanchi tra le antenne lesse delle varie tv
e ci ritornano in casa portata da signori eleganti
cessi che parlano tutti quanti che applaudono
non ne vogliamo piu'
ma se questo mondo è un mondo di cartone
per essere felici basterebbe un niente
magari una canzone o chi lo sa
e non sarebbe il caso di provare a chiudere gli occhi
ma poi quando hai chiuso gli occhi chissa' cosa sara'
ah felicita'
su quale treno della notte viaggerai
lo so che passerai
ma come sempre in fretta non ti fermi mai...
Mehr Lieder aus Lieblingsalben gibt es bei Frau Kafka, Frau Dimi, Herr Elfe, Frau Isabel, Herr Tom, Herr Miene, Herr Albrecht, Herr Danger, Frau Lila, Frau Bluetime und natürlich Herr Fischer, der meine Lieblingsblogparade erfunden hat.
Der Schweizer Fussball vor der Nicht-Reform
Reformationen sind gut. In Glaubenssachen lassen sie einen kritischen Blick auf eingerostete Denkweisen zu und bei Grossunternehmen wird die Wirtschaftlichkeit gesteigert. Während heutzutage Unternehmensreformen erst nach Konsultierung des Betriebsrates, des Personalausschusses und der Gewerkschaft durchgeführt werden können, köderte man das Volk bei der Kirchenreform nach dem Mittelalter mit dem Versprechen, die Missstände der Kirche würden ein Ende nehmen.
Die geplante Reform im Schweizer Fussball ist eine Art Mischform von beidem. Auf der einen Seite soll die Challenge League zu einer voll funktionierenden und rentablen Profi-Liga werden, auf der anderen Seite beruhen die Pläne auf Vermutungen und Versprechungen. Und einem Köder. Für Erstligisten der neuen "Promotionsliga" (dritthöchste Liga) in Form von 20'000 Franken Startgeld. Und für Challengeligisten soll es zusätzliche 100'000 Franken ins Clubkässeli geben. Mehr nicht. Das bedeutet: keine verbindlichen Zusagen zur Ligavermarktung, keine Verträge bezüglich Ligasponsor, kein genauer Plan über vorteilhaftere Medienpräsenz. Dafür neue Anforderungen an die Stadien, höhere Hürden um aufsteigen zu können und vor allem: viel höhere Kosten.
Auf der Kostenseite ist hervorzuheben, dass es dem Teilnehmer der Challenge League nicht mehr reichen wird, eine gute Mannschaft aufzustellen, zum Beispiel mit jungen Spielern. Es muss ein Team gebildet werden, das in der Lage ist aufzusteigen. Zu gross ist sonst die Gefahr ins Nichts der Promotionsliga abzusteigen. Die Reformer mögen anfügen, die Rolle der Ausbildungsliga werde an die 1.Liga abgegeben. Damit stellt sich aber bereits die nächste Frage: wie soll ein Erstligist dieser Rolle gerecht werden? Etwa mit 20'000 Franken Startguthaben und einem Durchschnitt von 300 Zuschauern? Um so mehr erstaunt es, dass es gerade die Erstligisten sind, die der Reform begeistert zustimmen. Und das obwohl in der Übergangssaison (die kommende) kein 1.Lgist in die Promotionsliga wird aufsteigen können, sondern die neue Liga aus den sechs ChL-Absteigern und vier U21-Mannschaften gebildet wird.
Zweifellos! Eine Reform täte dem Schweizer Fussball gut. Eine vielleicht, die Club-Defizite in Millionenhöhe verhindert. Eine, die den Sport wichtiger macht als den Kommerz. Eine, die den Schweizer Fussball schweizerisch bleiben lässt und sich nicht an internationalen Märkten richtet. Klar, es ist toll wenn ein FC Basel mal wieder in ein Achtelfinale der Champions League stolpern könnte. Aber lohnt es sich dafür den eigenen Restfussball noch schlechter zu stellen? Es braucht nicht ein Umbau der Ligen, als vielmehr eine realistische Einschätzung der Voraussetzungen. Die Schweiz gehört nun mal nicht zu den grossen Fussballnationen und die Ligen könnten es sich durchaus leisten, eine Reform zu schaffen, die den einheimischen Fussball aufwertet. Jene die am Samstag abgesegnet werden soll, ist aber definitiv zu wenig durchdacht und kostet die Clubs zu viel Geld - selbst für nicht ambitionierte Ziele.
Die geplante Reform im Schweizer Fussball ist eine Art Mischform von beidem. Auf der einen Seite soll die Challenge League zu einer voll funktionierenden und rentablen Profi-Liga werden, auf der anderen Seite beruhen die Pläne auf Vermutungen und Versprechungen. Und einem Köder. Für Erstligisten der neuen "Promotionsliga" (dritthöchste Liga) in Form von 20'000 Franken Startgeld. Und für Challengeligisten soll es zusätzliche 100'000 Franken ins Clubkässeli geben. Mehr nicht. Das bedeutet: keine verbindlichen Zusagen zur Ligavermarktung, keine Verträge bezüglich Ligasponsor, kein genauer Plan über vorteilhaftere Medienpräsenz. Dafür neue Anforderungen an die Stadien, höhere Hürden um aufsteigen zu können und vor allem: viel höhere Kosten.Auf der Kostenseite ist hervorzuheben, dass es dem Teilnehmer der Challenge League nicht mehr reichen wird, eine gute Mannschaft aufzustellen, zum Beispiel mit jungen Spielern. Es muss ein Team gebildet werden, das in der Lage ist aufzusteigen. Zu gross ist sonst die Gefahr ins Nichts der Promotionsliga abzusteigen. Die Reformer mögen anfügen, die Rolle der Ausbildungsliga werde an die 1.Liga abgegeben. Damit stellt sich aber bereits die nächste Frage: wie soll ein Erstligist dieser Rolle gerecht werden? Etwa mit 20'000 Franken Startguthaben und einem Durchschnitt von 300 Zuschauern? Um so mehr erstaunt es, dass es gerade die Erstligisten sind, die der Reform begeistert zustimmen. Und das obwohl in der Übergangssaison (die kommende) kein 1.Lgist in die Promotionsliga wird aufsteigen können, sondern die neue Liga aus den sechs ChL-Absteigern und vier U21-Mannschaften gebildet wird.
Zweifellos! Eine Reform täte dem Schweizer Fussball gut. Eine vielleicht, die Club-Defizite in Millionenhöhe verhindert. Eine, die den Sport wichtiger macht als den Kommerz. Eine, die den Schweizer Fussball schweizerisch bleiben lässt und sich nicht an internationalen Märkten richtet. Klar, es ist toll wenn ein FC Basel mal wieder in ein Achtelfinale der Champions League stolpern könnte. Aber lohnt es sich dafür den eigenen Restfussball noch schlechter zu stellen? Es braucht nicht ein Umbau der Ligen, als vielmehr eine realistische Einschätzung der Voraussetzungen. Die Schweiz gehört nun mal nicht zu den grossen Fussballnationen und die Ligen könnten es sich durchaus leisten, eine Reform zu schaffen, die den einheimischen Fussball aufwertet. Jene die am Samstag abgesegnet werden soll, ist aber definitiv zu wenig durchdacht und kostet die Clubs zu viel Geld - selbst für nicht ambitionierte Ziele.
Donnerstag, 19. Mai 2011
30 Tage 30 Lieder (Teil 18)
Unlängst wurde den Erstellern der Hitparade vorgeworfen, die Kriterien, wie man einen Spitzenplatz erobern kann, seien völlig undurchsichtig. Seit heute ist klar: die Häufigkeit mit welcher Musikstücke im Radio gespielt werden hat nichts damit zu tun. Denn obwohl sich so gut wie alle Radiostationen weigern das DSDS-Siegerlied "Call My Name" zu spielen, stehet der Song gleich doppelt an der Ranglistenspitze der Schweizer Hitparade - je in der Version von Pietro Lombardi und in jener von Sarah Engels, der Finalverliererin bei DSDS. Ähnliches passiert in Deutschland, wie "die Welt" berichtet: Niemand mag den Bohlen-Song - und trotzdem stehen die beiden Liedchen-Versionen auf Platz Eins und Zwei der Deutschen Charts...
In diesem Sinne: Ein Lied, das du im Radio hören willst: Chàrlee - "Call My Name", das gefälligst direkt hinter den beiden anderen Versionen auf Platz 3 landet und dann bitte auch im Radio gespielt werden soll.
Und wer den Eindruck hat, das klingt eh alles gleich... hat wohl recht.
In diesem Sinne: Ein Lied, das du im Radio hören willst: Chàrlee - "Call My Name", das gefälligst direkt hinter den beiden anderen Versionen auf Platz 3 landet und dann bitte auch im Radio gespielt werden soll.
Und wer den Eindruck hat, das klingt eh alles gleich... hat wohl recht.
Mittwoch, 18. Mai 2011
30 Tage 30 Lieder (Teil 17)
Endlich mal eine Vorgabe, bei der man ein Lied aus der halben Hitparade auswählen kann. Schliesslich senden 80% der hiesigen Radiostationen neben dem üblichen Smalltalk den so genannten "Mainstream". Also Musik von grossen Labels die ihre CD's selber aufkaufen damit alle Radiostationen meinen das Lied sei gut. Und danach meinen die Radiohörer ebenfalls das Lied sei gut, weil es ja oft am Radio kommt und gehen es in den Laden kaufen. Oder im Internet klauen. Egal. Ich entscheide mich für ein Lied, das vergleichsweise oft am Radio kommt und ich deshalb oft höre, weil ich dann das Radio lauter stelle, denn das Lied ist wunderschön!
Ein Lied, das du oft im Radio hörst: Sina feat. Büne Huber - "Ich schwöru"
Mehr Radophonie gibt es bei Frau Kafka, Frau Dimi, Herr Elfe, Frau Isabel, Herr Tom, Herr Miene, Herr Albrecht, Herr Danger, Frau Lila, Frau Bluetime und natürlich Herr Fischer.
Ein Lied, das du oft im Radio hörst: Sina feat. Büne Huber - "Ich schwöru"
Mehr Radophonie gibt es bei Frau Kafka, Frau Dimi, Herr Elfe, Frau Isabel, Herr Tom, Herr Miene, Herr Albrecht, Herr Danger, Frau Lila, Frau Bluetime und natürlich Herr Fischer.
Wo sind eigentlich die Farben hin?
Dunkel war's in dieser Nacht und der Mond schien helle. Das muss kein Widerspruch sein, denn wer in der vergangenen Nacht durch das Fenster nach draussen lugte, wurde tatsächlich von hellem Licht überrascht. Dieses warf uns der fast volle Mond entgegen und man hätte sich fast den Ausruf sagen hören, es sei Taghell draussen. Doch ist Euch aufgefallen, dass es da draussen gar keine Farben hat? Wie ist das denn? Braucht es Tageslicht, damit die Farben sichtbar werden? Ist des Nachts alles nur schwarz und weiss?
Nein, die Sinne spielen uns in vielerlei Hinsicht einen Streich. Vergleichsweise "hell" ist es zwar, aber doch tausendfach dunkler als bei Tageslicht. Reicht bei Sonnenschein ein Bruchteil einer Sekunde aus um eine farbenfrohe Fotografie machen zu können, braucht man dafür bei Mondlicht 10'000 Mal länger. Das folgende Bild habe ich um 0:45 Uhr aufgenommen, mit einer Belichtungszeit von 1 Minute, bei einer Empfindlichkeit von 1600 ISO. Diese Werte beweisen, dass es draussen dunkel ist, selbst wenn der Mond uns etwas anderes glauben lässt. Aber das Resultat beweist gleichzeitig, dass es draussen sehr hell ist, wenn wir nur bessere Augen hätten. Ausserdem sieht man, dass die Farben alle da sind. Wir sehen sie nur nicht - eben, weil es sehr sehr dunkel ist.
Mittwoch, 18. Mai 2011, 0:45 Uhr. Belichtungszeit 60 Sekunden bei ISO 1600. Das gelbiche Licht im Windfang der Nachbarn stammt übrigens von Kerzenlicht. Man beachte die weissen Punkte am blauen Hmmel: das sind Sterne.
Nein, die Sinne spielen uns in vielerlei Hinsicht einen Streich. Vergleichsweise "hell" ist es zwar, aber doch tausendfach dunkler als bei Tageslicht. Reicht bei Sonnenschein ein Bruchteil einer Sekunde aus um eine farbenfrohe Fotografie machen zu können, braucht man dafür bei Mondlicht 10'000 Mal länger. Das folgende Bild habe ich um 0:45 Uhr aufgenommen, mit einer Belichtungszeit von 1 Minute, bei einer Empfindlichkeit von 1600 ISO. Diese Werte beweisen, dass es draussen dunkel ist, selbst wenn der Mond uns etwas anderes glauben lässt. Aber das Resultat beweist gleichzeitig, dass es draussen sehr hell ist, wenn wir nur bessere Augen hätten. Ausserdem sieht man, dass die Farben alle da sind. Wir sehen sie nur nicht - eben, weil es sehr sehr dunkel ist.
Mittwoch, 18. Mai 2011, 0:45 Uhr. Belichtungszeit 60 Sekunden bei ISO 1600. Das gelbiche Licht im Windfang der Nachbarn stammt übrigens von Kerzenlicht. Man beachte die weissen Punkte am blauen Hmmel: das sind Sterne.
Abonnieren
Posts (Atom)



