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Dienstag, 24. Mai 2011

Giacobbo / Müller: wir sollten uns alle schämen!

Einer Meldung von 20 Minuten zufolge, sollen sich Bündner, Rätoromanen und Vertreter von Behindertenorganisationen gleichermassen enerviert haben, über gemachte Äusserungen in der Sendung Giacobbo/Müller. So liess sich Renzo Blumenthal nach der Sendung folgendermassen zitieren: "Humor ist gut. Aber was sich Mike hier geleistet hat, ist absolut daneben!". Der Ex-Mister Schweiz aus Graubünden regt sich über ein Spässchen auf, das Mike Müller über seine Artgenossen gemacht hatte: Den Romanisch-Sprechenden würde man "besser die Gebärdensprache beibringen", witzelte Müller in Anlehnung an den Zürcher Entscheid, im Kindergeraten nur noch Schweizerdeutsch zu unterrichten. Müller witzelte weiter, dass dies jedoch schwierig sei "wenn dir wegen der Inzucht die Finger zusammengewachsen sind". Ebenfalls wenig Spass versteht Bruno Schmucki, Mediensprecher des Behindertenverbands Procap Schweiz, der von der Online Zeitung auch zitiert wurde: "Ich erwarte von Satire ­Kritik, dies aber war ein billiger Spruch auf Kosten von Behinderten und Minderheiten"

Was aufgeschrieben tatsächlich nicht besonders lustig wirkt, passte am Sonntagabend in die aufgeräumte Stimmung der Satiresendung. Wo selbst Fukushima, Tsunamis und randständige Politiker ihr Fett abkriegen,  macht die Satire eben auch nicht vor regionalen Klischees halt. Oder Behinderungen. Moment! In dem sage und schreibe 20 Sekunden langen Witzchen kamen doch gar keine Behinderten vor! Oder erachtet Procap Schweiz die Gebärdesprache als etwas behindertes? Oder glaubt Schmucki es gäbe tatsächlich inzestgeplagte Bündner? Wie auch immer. Sich darüber aufzuregen, und das erst noch öffentlich, ist komplett kontraproduktiv. Der geneigte Satiriker reagiert auf Unverständnis nämlich mit noch mehr Satire. Ich würde mich nicht wundern wenn es am nächsten Sonntag heissen würde: "Die  Rätoromanen würden auf die Barrikaden gehen, wenn sie nicht behindert werden".

Und nein, Satire ist nicht kritisch. Satire drückt Finger in Wunden. Der Unterschied zur Kritik ist, dass der Satiriker keine Erklärungsversuche erwartet. Und das "Opfer" ist gut beraten, den Spass mitzumachen oder wenigstens nicht beleidigt zu reagieren. Denn obwohl "man" über Atomunfälle, Naturkatastrophen, Politiker und vermeintlich Behinderte keine Witze macht, lacht "man" eben doch darüber. Wir sollten uns alle schämen!

Mittwoch, 11. Mai 2011

Giacobbo ohne Müller

Original unten, Painted Reality oben
BREAKING NEWS - Nach dem die in jiddischer Sprache erscheinende „Di Tzeitung“ im Bild rechts alle inakzeptablen Komponenten entfernt hat, ist nun ein weiterer Fall von veränderter Printed-Realität bekannt geworden. 

Das Bild sei aus Gründen der Sittlichkeit verändert worden schreibt „Di Tzeitung“ in einer Stellungnahme. Was die Verfasser noch nicht wussten: Ihr Vorgehen hat eine ganze Reihe Nachahmer auf den Plan gerufen: Die Abspeck-Zeitschrift „Bulimie heute“ hat zwei Bilder in ihren Programmhinweisen für die Sendung Giacobbo/Müller leicht retouchiert. Der Grund ist unbekannt, eine Stellungnahme wird aufgrund der zu erwartenden Proteststürme des Dicken der Dicken nicht lange auf sich warten lassen.

Die Fachzeitschrift "Bulimie heute" manipulierte dieses Bild

Perfekt verändertes Bild täuscht den unwissenden Zuschauer



Sonntag, 8. November 2009

Der grösste Schweizer Flop

Endlich ist es wieder so weilt! Eine ganze Woche mussten wir darauf warten, heute Abend nun wird der vierte Finalist für den Schweizer Hit des Jahres gekürt. Die bisherigen Finalisten: Zwei Hudigägeler und Gölä. Und heute droht trotz namhafter Konkurrenz der nächste Hudigägeler ins Finale einzuziehen: Yasmine-Mélanie. Von wegen "grösste Schweizer Hits".

Meinen zahlreichen Deutschen Leserinnen und Leser sei hier erklärt, was wir Schweizer unter "Hudigägeler" verstehen: Schreckliche Schunkelmusik in der Art Musikantenstadel. Keines dieser Lieder schafft es je in die hiesige Hitparade und doch scheint die ganze Schweiz hinter den volkstümlichen Krachern zu stehen. Schauen wir uns doch mal die Hitparadenpräsenz der Nominierten pro Sendung mal an:

1. Sendung mit dem Titel "Schweizweit"

Seven «Lisa» 12 Wochen in der Hitparade/ beste Platzierung: 20.
Baschi, Bligg, Ritschi, Seven und Stress «Stahn uf»: 16 Wochen /1.
Bligg, «Musigg i dä Schwiiz» 48 Wochen / 9.
Stress feat. Karolyn «Tous les mêmes» 23 Wochen/16.
Sieger: Stefan Roos «das Herz einer Mutter» 0 Wochen / nicht platziert

2. Sendung "Liebesgeschichten"

Sarah-Jane «Bliib doch bi mir» 0 Wochen / nicht platziert
Sina «Hinnär diär» 7 Wochen / Platz 48
Dada Ante Portas «Taking Your Love» 20 Wochen / Platz 20
Aextra «Himmu & Höll» 1 Woche / Platz
Sieger: Gölä «I ha di gärn» 29 Wochen / Platz 1

3. Sendung - "Schweizweit"

Ritschi «Schisstäg» 10 Wochen / Platz 14
Phenomden «Stah da» 8 Wochen / Platz 50
Züri West «Johnny & Mary» 12 Wochen / Platz 44
Myron «One Step Closer» 20 Wochen / Platz 9
Sieger: Das Wunderbar-Ensemble «Wunderbar» 0 Wochen / nicht platziert

Ich leg mich einfach mal fest: Yasmine-Melanie wird heute Abend in der 4. Sendung gewinnen. Warum? Weil die geschlossene Fangemeinschaft der Volksmusik genau einen einzigen Titel pro Abend zur Auswahl hat, während die Stimmen der Liebhaber Radiotauglicher Klänge sich auf 4 Interpreten verteilen. Neben der Zusammensetzung der einzelnen Sendungen muss man auch die Kriterien hinterfragen, nach denen die Kapellen nominiert wurden. Von den heutigen Konkurrenten sind zwei noch nie in der Hitparade aufgetaucht, Shakra legte einen Kürzestbesuch hin:

Die Nominierten der 4. Sendung von heute Abend:

Lovebugs «The Highest Heights» 11 Wochen / Platz 25
Yasmine-Mélanie «Amore Fantastico» 0 Wochen / nicht platziert
Wurzel 5 «Nomau» 0 Wochen / nicht platziert
Bligg «Rosalie» 54 Wochen / Platz 5
Shakra «Why» 1 Woche / Platz 54

In einer Woche folgt dann noch eine 5. Sendung, mit Moderatorin Francine Jordi am Start (hahaha...) Mit dem Vorgehen, in jeder Sendung einen volkstümlichen Song zu platzieren, wollte man beim Schweizer Fernsehen verhindern, einen Samstagabend für Volksmusik opfern zu müssen. Dieser Schuss geht nun gewaltig hinten raus, denn nun scheint gerade die Finalsendung zum volksdümmlichen Abend zu werden.

Na dann viel Spass.

Bilder: Die grössten Hudigägeler der Schweiz. Quelle: SF

Sonntag, 12. April 2009

Schlechter Gast - gute Gastgeber

Die 41. Ausgabe von Giacobbo/Müller hat heute etwas ganz wichtiges bewiesen: Die Sendung ist auch dann lustig, wenn die Gäste schlecht sind. FDP-Nationalrat Philipp Müller war mal wieder so einer. Einer von denen, die wie ich finde, nicht in die Sendung gehören. Einer, der eine Botschaft hat und diese jetzt umsverrecken mitteilen will. Einer halt, der den Teil mit der Tiefgründigkeit in der Satire irgnedwie missverstanden hat. Einer, bei dem man sich als Aagrauer schämen musste, die Wahlliste nicht genauer angeschaut zu haben.

Machte aber nichts. Die beiden Satiriker haben es geschafft, eine witzige Sendung zu machen, obwol Philipp Müller als nervtötendes Plappermaul auftrat. Mehr noch. Jeder pseudowitzige Anlauf des Politikers seine Botschaft zu transportieren, konterten Mike Müller und Viktor Giacobbo mit einem breiten Grinsen, so dass ich jetzt noch am Boden liege und mich krumm lache.

Wer es verpasst hat: Die Sendung geht gleich online: http://www.sf.tv/sendungen/giacobbomueller/sendung.php

Montag, 12. Januar 2009

Zurück auf die Insel

Man weiss, dass sie zurück gehen werden. Man weiss auch, dass sie zurückgehen müssen. Und nach dem ersten Teil der neusten Staffel weiss man nun auch, dass sie unterschiedliche Wege gegangen sind und der Grund für die Rückkehr eine Frau ist.

LOST. Die einzige Serie, die vor dem start der vierten Staffel eine Zusammenfassung der ersten drei Staffeln präsentieren musste, weil sonst kaum einer mehr geschnallt hätte, worum es geht. Vielleicht lag es auch am Autorenstreik in Amerika, dass eine Zusammenfassung gemacht wurde, weil der durchschnittliche Amerikaner sich gar nicht mehr erinnert hat, dass es überhaupt mehr als eine Staffel LOST gegeben hat.

Wie dem auch sei: Der Start ist vielversprechend und weil ich mich selber zu den weniger intellektuellen Menschen zähle, gebe ich jetzt schon zu: Die Fragezeichen überwiegen. John lag irgendwie Tot in der Grube und auch aufgebahrt in der richtigen Welt und doch ist er immernoch da. Und ein paar andere Begegnungen der unmöglichen Art erwarten uns, neben eigenartigen Geschichten, die erst in ein paar Wochen ihre Logik finden werden. Aber das macht nichts. Um so schöner wird das AHA-Erlebnis sein, wenn uns dereinst in Folge 84 und vor der 5. Staffel alles schön erklärt wird.

LOST läuft als Free-TV-Premiere auf dem Schweizer Farbfernsenen SFzwei, jeweils nach "Life" und vor "Prison Breake", sonntags um 20.45 Uhr

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Die Schweiz droht mit einem Music-Star

Zugegeben, ich lasse mich am Samstagabend gerne von Dieter Bohlen in realitätsfremde Welten verführen. Ich mag nebenbei auch Star Trek und ganz besonders die Klingonen, das ist auch nicht viel näher am richtigen Leben. Aber was solls. Der Mensch muss auch mal abschalten können und sich der leichten Unterhaltung widmen, sprich: Bier zur Rechten, Frau zur Linken, Kiste läuft. In Verbindung mit häuslicher Bekleidung (in der man sich draussen niemals zeigen würde) und unkaschiert schwabbelndem Bierbauch dürfte das Klischee für einen gelungenen Fernsehabend perfekt sein.
Aber das ist gar nicht das Thema. Es geht auch nicht um Bohlens Supertalent (das gesuchte, nicht das eigene) und auch nicht um DSDS. Sondern um die Schweizer Drohungen bezüglich Superstar aus den eigenen Lande. Ein Blick in die Castings die online verfügbar sind, lässt Bitteres erahnen und bringt immerhin der Gehörschutzindustrie wirtschaftliche Vorteile. Die Sängerin aus dem Onlinecasting, die nach der gewonnenen Abstimmung zum zweiten Vorsingen ran durfte, flog im hohen Bogen wieder raus. Das lässt ein bisschen erahnen, dass man den Zuschauern vom Schweizer Fernsehen ab Februar 2009 nichts zumuten will. Nichts gutes, notabene.


Sonntag, 7. Dezember 2008

Spassiger Abend

Giacobbo/Müller, Sonntagabend: Der Höhepunkt der Sendung war das Erscheinen von René Rindlisbacher, der bei seinem Auftritt gleich zweimal von der Bühe stürzte und diese sogleich wieder verlassen musste. Er wird jetzt von einem Care-Team betreut, indes Fernsehritiker sich einig sind, dass dieser Auftritt Rindlisbacher's bester überhaupt gewesen war.
Mit zaghafter Begeisterung sei auch Toni Brunner erwähnt, der SVP-Präsident, der es nun wirklichnicht leicht hat unter so vielen Zürchern die jetzt umsverecken nach Bern wollen. Herrlich seine Konter und es ist sowieso erfreulich, wenn Politiker mit einer gewissen Leichtigkeit daher kommen und sich auch mal bewusst sind, nicht in der "Arena" zu stehen.

Giaccobo/Müller die Achtundzwanzigste - mit dickem Ausrufezeichen dahinter! Alle Sendungen können übrigens hier angeschaut werden. Und wer weiterlachen möchte, auf NDR läuft grad Dittsche.

Bild: Dittsche, NDR

Donnerstag, 6. November 2008

24: «Day Seven» erst am 11. Januar

Der Start der siebten Staffel von "Twenty Four" verzögert sich weiter und ist in den USA nun auf den 11. Januar 2009 angesetzt. Der Autorenstreik hat zu einer dreimonatigen Verspätung geführt und es bleibt für uns arme Free-TV-Konsumenten nur zu hoffen, dass der Streik seine Wirkung gezeigt hat und es nie wieder zu einem solchen kommt.

In besagter Staffel hat Amerika eine Präsidentin und die CTU wurde abgeschafft. Jack Bauer, bekannt für unkonventionelle Lösungen in Kriesenzeiten, sitzt auf der Anklagebank. Er hat den Russischen Botschafter bedroht, eine Atombombe gezündet und seinen Vater - immerhin Mafiaboss - abgemurkst. Natürlich naht aber schon die nächste Bedrohung für die Welt und Retten kann diese nur Jack, der begnadigt und reaktiviert wird. Schon vor einem Jahr wurden Trailer von der neuen Staffel verbreitet, ehe der Streik der Geschichtenschreiber ganz Hollywood und somit die internationale Vermarktungsindustrie lahmlegte. Weil Kiefer Sutherland dann auch noch ins Gefängnis musste (in ein reales notabene) und es bei "24" Sinn macht, die ganze Staffel hintereinander zu zeigen, mussten sich die Fans der besten Serie der Welt ein ganzes Jahr gedulden, bis es endlich weiter geht.

Nach einem Bericht auf Serienjunkies sei die Zeit bis zur Ausstrahlung der 7. Staffel dazu genuzt worden, den Fernsehfilm „24: Redemption“ zu produzieren, der am 23.November auf FOX und nur sieben Tage später, am 30.November dieses Jahres auf Premiere gesendet wird. Alle, die die letzte Staffel überlebt haben, tauchen darin auf und neben viel Action, zeigt sich Jack einmal mehr als warmherziger Kämpfer für die Gerechtigkeit. Danach soll dann die siebte Staffel zeitgleich mit Amerika auf dem deutschsprachigen Pay-Sendern gezeigt werden, was einem kleinen Marathon gleichkommt: Die ersten vier Episoden werden am 11. und 12. Januar ausgestrahlt!

Was das Ganze für die werbefreien, im Zweikanalton gesendeten Free-TV-Premieren auf SF bedeutet ist noch nicht bekannt. Auf deren Homepage ist 24:Redemtion noch immer ein Gerücht und dass die Serie längst synchronisiert ist, weiss man da auch noch nicht. und Bei der blutigen Serie "Dexter" dauerte es rund fünf Monate bis zur Erlösung der Gratiszuschauer - bei "24" ist aber vielleicht alles anders.

Hier schon mal der Trailer zu 24:Redemption - Schaut geil aus!





Bild: (c) 2008 FOX

Donnerstag, 14. August 2008

Affärenmanegement


Mann hat es ja wirklich nicht einfach. Nur alle zwei Jahre findet Er eine Sie, die sich als Traumfrau bezeichnen lassen würde, die umgekehrt ebenfalls übergeordnetes Interesse an Ihm hat. Um bis zur Eheschliessung nicht allen Gelüsten absagen zu müssen, neigt der Mann dazu, seinem Jagd- und Eroberungsinstinkt nach zu gehen. Sei es in Discos, an der Bar, im Büro oder beim Einkaufen, die Spezies Mann flirtet, wie man das früher genannt hat.

Heute nennt sich das "Affärenmanagement". Das neue Buch "Die Haifischzahnstrategie - Erfolgreiches Affärenmanagement" von Hannes Fehr vermittelt nicht ohne Augenzwinkern, wie man erfolgreich Liebeleien findet und wie man sie vor allem richtig organisiert. Dass der Mann Wirtschaftsingenieurist, soll nicht in die Irre führen. Ebenfalls dem Thema gewidmet hat sich bluetime. Mit Sex im Kopf übertrumpft sie die bisherigen Wahrheiten über den Mann. Da letzterer Bericht von der Männerwelt bisher nicht widerlegt wurde, darf man getrost annehmen das D. auch bei den neusten Erkenntnissen richtig liegt. Ausser vielleicht, dass ICH NIE einer anderen Frau einfach so nachschauen würde.

Wem das alles zu kompliziert ist, rate ich an dieser Stelle das aktuelle Pfarrblatt zu lesen und ins Kloster zu gehen. Dort könne man von den Mönchen nämlich viel lernen, steht im Pfarrblatt. Und die müssen es ja wissen. Oder man schaut sich heute Abend "Californication", um 23.30 Uhr auf SF2 an. Der zeitgerechte Mix aus Glaube, Sex und Bloggen, quasi.

PS. Der wahre Serienabend auf SF2 geht übrigens am kommenden Montag los: Die neuen Staffeln "Dr. House", "Grey's Anatomy" und "Men in Trees" stehen an!

Dienstag, 8. Juli 2008

What about a blowjob?

"Desperate times calls for desperate measures". Mit diesen Worten richtet sich Hank (alias David Duchovny, Akte X) an Jesus, nachdem er zuvor das Weihwasser mit einem Aschenbecher verwechselt hatte. Er befinde sich in einer Lebenskriese. Unterbrochen wird er von einer hübschen Nonne, die Hank eigentlich zur Einkehr verhelfen sollte, in diesem besonderen Fall aber eher zu einen Blowjob rät. - "A blowjob from you?"

Ungefähr so schräg präsentieren sich alle Situationen in die Hank gerät. Dass es sich hierbei nicht um eine Serie handelt die sich, wie so oft in der Vergangenheit, an ein weibliches Publikum richtet, wird spätestens klar als die Nonne mit verstohlenem Blick meint, selber einen blasen könne er sich ja wohl kaum.

Am Donnerstag startet auf SFzwei die amerikanische Serie "Californication". David Duchovny (Akte X) in Höchstform, veräppelt weiblich-weich angehauchte Soaps wie "Sex in the City" und "Desperate Housewives". Frauengeschichten gehören zu Hanks töglichem Brot, genau so wie die typisch männliche Art, sich in und aus peinlichen Situationen zu winden.

Ab 10. Juli, wöchentlich um 22.45 Uhr auf SF zwei - Free-TV-Premiere, exklusiv in Zweikanalton. - Trailer geniessen und Start nicht verpassen!

Mittwoch, 30. Januar 2008

Stimmt ja gar nicht

Es ist immer wieder schön, wie sich die SVP mit Banalitäten herumschlägt. Da kann sich das Klima noch so wandeln, die bodenständigste Schweizer Partei befasst sich lieber mit sich selbst. Dabei scheint sie es auf eine andere schweizer Ur-Institution abgesehen zu haben. Nachdem die SVP die Sendung "Arena" zweimal boykotiert hatte, war sie beleidigt, als keiner mit ihnen über ihr Parteiprogramm diskutieren wollte. In der gleichen Sendung notabene.
Sich der SVP angenommen haben sich dagegen die Autoren der neuen Satire-Sendung "Giacobbo/Müller", die vor ein paar Tagen über den Schweizer Sender lief. In einem Sketch zeigte man dabei SVP-Präsident Ueli Maurer, zusammen mit Ziege und Parteimaskottchen "Zottel" und einer Stimme die sagte, in der Politik spiele Pädophilie keine Rolle, dafür Sodomie.

Naja, nicht gerade DER Brüller. Übertrieben ists aber schon, dass sich der Generalsekretär der SVP, Georg Rutz so aufregt: "Für so einen Schrott zahlen wir Gebühren". Rutz will nun gerichtlich gegen den Sender vorgehen und hat bereits angekündigt , künftig immer so ein bisschen gegen das Schweizer Fernsehen zu sein - Natürlich nicht ohne auf die Werbeplattform "Arena" zu verzichten, versteht sich. Vielleicht sollte sich Rutz aber auf sein Plädoyer vor Gericht ein bisschen besser vorbereiten: SF finanziert sich nämlich zu 92% durch Werbung selber. Die Gebüren werden vom Tessin und der Westschweiz aufgebraucht und von Polit-Sendungen vor- und nach denen niemand Werbung machen will...

Sonntag, 28. Oktober 2007

.ch: das geile Satiremagazin - nicht die öde Zeitung

Zugegbenermassen habe ich noch keine einzige handfeste Ausgabe der Tageszeitung «.ch» gesehen. Die Online-Ausgabe schreit nicht gerade nach Innovation und so bleibt mein Bezug zu «.ch» dem Satiremagazin im Schweizer Fernsehen vorbehalten, auch wenn dessen Tage dem Vernehmen nach gezählt sind.
Wer wissen möchte, wie es im Bundeshaus tatsächlich zu und her geht, darf heute Abend auf keinen Fall «.ch», oder genauer «punkt ch» verpassen.

Die heutige Ausgabe steht unter dem Motto Best of «Classe Politique». Walter Andreas Müller und Birgit Steinegger spielen darin die Mitglieder des Bundesrats, die in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Und schaut man WAM als Christoph Blocher ein Weilchen zu, glaubt man tatsächlich es handle sich um den SVP-Bundesrat. Natürlich wird auch meine Freundin, mit der ich auf dem Rütli war, Frau Michèline Calmy-Rey nicht fehlen und die neuste Rolle Steineggers ist die von Frau Doris Leuthard. Einfach hinreissend komisch und der perfekte Ausklang eines bisher fernsehfreien Sonntags.

SF1 - 22.10 Uhr Punkt.ch
Und zum geniessen, der erste Teil von
Best of «Classe Politique»:



Montag, 24. September 2007

Dr. House für die Ohren

Wie schon berichtet, ist Montag Serien-Tag. Dabei meine ich nicht Kabel1, das 11 (elf!) Episoden der Kult-Serie "King of Queens" hintereinander zeigt, sondern unser gutes altes Schweizer Fernsehen. Zwischen The Closer um 19.55 Uhr und LOST um 21.30 Uhr hat Dr. House seinen Auftritt bei SF zwei.

Mir gefallen die Geschichten, von denen man nie weiss wie sie enden, mir gefallen die Schauspieler, allen voran Dr. Gregory House, bei dem man heimlich darauf wartet, dass er doch mal eine warmherzige Gefühlsregung zeigt.
Als Bindeglied zwischen packenden Stories, intelligenten Dialogen und berührenden Schicksalen funktioniert die sorgfältig ausgesuchte Filmmusik - Ein Mittel, das die Serien-Industrie schon immer und immer mehr einsetzt.

Ein Höhepunkt bei Dr. House ist etwa das gefühlvolle Gitarren-Stück Into Dust von Mazzy Star in Episode 3, oder John Mayers Gravity, eine Woche davor. Das musikalische Repertoire der Erfolgs-Serie reicht von einem noch verträumteren Some Devil (Dave Matthews Band) über das rythmische Got to be More Careful von Jon Cleary bis hin zum eindringlichen Baba O'Railey (The Who) aus der 1. Staffel - besonders der Part, als Dr. House auf einem Luft-Piano das Intro auf dem Bürotisch fingert.

Viele Sounds sind natürlich "Commercial Tracks", die in den Charts entsprechende Sprünge machten. Dennoch tauchen da immer wieder bei uns unbekannte Sternchen wie Mazzy Star (Bild oben) auf, deren Platte ich auf der Stelle heruntergeladen gekauft habe. Oder wann hat man schon die Gelegenheit die French Suite No. 5 von Johann Sebastian Bach einfach schön zu finden, besonders wenn sie vom Schauspieler Hugh Laurie selber am Klavier gespielt wird? Und danach Desire von Ryan Adams... herrlich!

Auch die Episode von heute Abend ( Konsequenzen, SF zwei, 20,45 Uhr) klingt musikalisch vielversprechend: Walter Reed von Michael Penn. Die Geschichte: Eine Frau mit Magenkrämpfen fällt ins Koma und ihr Ehemann hat bald die selben Symptome. Dr. House macht sich auf die Suche nach dem Unheil - natürlich in seiner bekannten liebenswerten Art.

PS. Das Lied Waiting On An Angel von Ben Harper , das ich irrtümlicherweise zu Konsequenzen zugeornet hatte, gehört zur Episode "Sandkastenspiele", die am Dienstag auf RTL zu sehen ist. Eine wunderschöne Ballade übers Nichtalleinseinwollen. Sorry for that.

Weitere Links:
Die Musik in Dr. House
Das Casting-Video Hugh Lauries für die Rolle des Dr. House
Goggiblog: Die neuen Staffeln