Sonntag, 11. Juli 2010

Wer wird Bundesrätin?

Will man den Umfragen trauen, stehen für die Nachfolge des zurücktretenden Bundesrat Moritz Leuenberger zwei Dinge fest: Es soll eine Frau sein und sie soll der SP angehören. Jedenfalls sieht es das Volk so, welches sich in besagten Umfragen zu rund 44% für Simonetta Sommaruga und zu 32% für Pascale Bruderer entscheiden würde.

Nun, solche Volksbefragungen sind erstens ungenau (siehe Vox-Studie über die Minarettverbot-Abstimmung) und zweitens kann man in der Anonymität ja behaupten was man will. Aus diesem Grund hat der Goggiblog zwei Gruppen gegründet:

Pascale Bruderer in den Bundesrat
Simonetta Sommaruga in den Bundesrat

Damit sind (nach je einer Umfrage von Sonntagsblick und 20minuten) die beiden wichtigsten Kandidatinnen für den frei werdenden Bundesratsitz gegeben und wir wollen doch jetzt einfach mal herausfinden, wie sich die Facebook-Gemeinde entscheiden würde, wenn Bruderer und Sommaruga im letzten Wahldurchgang stünden. Wie viele Fans vereinen die beiden Poilitkerinnen, wenn nicht übersichts- und wahllos auf Antwortbuttons geklickt werden kann? Der Anspruch der SP erachte ich übrigens als unbestritten, da kaum Zweifel darüber bestehen, dass auch Hansrudolf Merz (68) noch in diesem Jahr zurücktreten wird und sich die SVP gefälligst den FDP-Sitz greifen soll.

Durch Klick auf das jeweilige Bild geht es zu den Facebook-Gruppen von
Simonetta Sommaruga (links) und Pascale Bruderer (rechts)




Kommentare:

Alexander Müller hat gesagt…

Es wurden 600 Leute befragt wobei man nicht weiss wie sich diese Leute in Bezug auf die Demographie, Bildung, soziale Schichtung und Region zusammensetzen. Man weiss schlicht nicht ob die Umfrage repräsentativ ist.

Zudem taugen solche Umfragen und Laienbefragungen nichts. In einer Demokratie sollten die Medien Zusammenhänge und Interessensgruppen aufzeigen sowie technologische und wissenschaftliche Fakten differenziert aufzeigen. Das ermöglicht es Bürgern auf Grundlage von differenzierten Informationen vernünftig zu entscheiden.

Meinungsumfragen und Laienbefragungen sind hingegen für die Abstimmung nicht von Relevanz. Man sollte sein Wahlverhalten nämlich nicht danach ausrichten was andere Wahl- und Stimmberechtigte wählen. Schliesslich kennt man ja weder deren Beweggründe noch deren Kenntnisstand. Man sollte sein Wahlverhalten nach seinen Werten, Überzeugungen und Zielen ausrichten.

Paddy hat gesagt…

Wenn man sich das objektiv anschaut, kann nur eine davon BR werden: Frau Bruderer. Die sieht einfach viel besser aus. Dann könnte man sich die Bundesratsfotos wieder beruhigt anschauen. :-)

Anonym hat gesagt…

Ja nicht die Somaruga,die mochte ich schon als sogenannte Konsumenten"beschützerin"nicht.