Posts mit dem Label Aktuelles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aktuelles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. April 2008

Exklusiv: Interview mit Moritz Leuenberger


Goggiblog: Herr Leuenberger, wir Bundesträte müssen zusammenhalten! Wie geht es eigentlich Ihren Blog?
Leuenberger: Ich habe einen Blog?

Goggiblog¨: "Ein" Blog

Leuenberger: Sag ich ja

Nein, Sie sagten "einen Blog", aber Blog ist sächlich, also heisst es "das Blog" und deshalb "ein Blog".

Leuenberger: Achso. Ihr gehts gut.

Goggiblog: "ihm".

Leuenberger: ihm was?

Goggiblog: "ihm" geht es gut. IHM

Leuenberger: Woher wissen Sie das?

Goggiblog: Steht im Duden.

Leuenberger: Nein, dass es ihm gut geht.

Goggiblog: Das haben SIE gesagt!

Leuenberger: Ich? Ich dachte Er

Goggiblog: Nein es heisst "Sie"?

Leuenberger: Dann danke ich Sie.

Goggiblog: Genau. Noch eine letzte Frage zu ihrem Blog: Stimmt es, dass Sie als Blogger ein klarer Verfechter von Wordpress sind und dass Sie das alte Release 2.2.1.55 der neusten Version 2.2.1.6 wegen der interoptionalen konfigurationsoptimierungsprozessen vorziehen und vorallem die zentral verwalteten Elementar-Aggregatoren zur indizierten Metasuchfunktionen impliziert haben, obwohl die SMD-Bestückungssoftware den gängigen Routereinstellungen bei weitem nicht entsprechen und trotzdem firewallabhängige Applikationen dadurch in Konkordanz mit dem neusten WINWARE-Entwicklungsmodus ausdrücklich deintegriert werden?

Leuenberger: Da bin ich überfragt

Ähnlich wie bei der SBB-Cargo-Krise.

Leuenberger: Die haben eine Krise?

Goggiblog: Ja, Streik und so.

Leuenberger. Super, das muss ich gleich Bloggen.

Goggiblog: Tun Sie das. Und vielen Dank für das Gespräch.

Bild: Sorry, wir hatten leider kein aktuelleres. Ist aus den letzte Ferien auf Lanzarote

UBS versteigern Jobs bei ebay

Auch SBB Cargo zieht nach. Verkauf an Aldi?

Nun haben die Verantwortlichen der grossen Konzerne die Schnauze voll: Manager reissen Riesenlöcher in die Gewinnrechnungen, streikende Arbeiter versauen das grosse Geschäft. Jetzt wollen die Grossbanken UBS und CS ihre Manager-Stellen auf ebay ausschreiben.


Die Besonderheit: Nicht der Höchstbietende bekommt den Job, sondern der, der am wenigsten verlangt. Einstiegsangebot für den CEO bei der UBS: 587'000 EURO. In diesem Betrag eingeschlossen sind sämtliche Boni, sowie Vergünstigungen wie die betriebseigene Cafeteria oder der rabattberechtigte Bezug von Reka-Gutscheinen.

Auch SBB Cargo geht ähnliche Wege. Seit über drei Wochen wird das Werk in Bellinzona von allen Beschäftigten bestreikt. Kunden gehen verloren und die nicht revidierten Loks drohen in jeder Kurve auseinander zu brechen. Um den Streikenden Einhalt zu gebieten, soll nun das Werk an Aldi verkauft werden. Bereits laufen Gespräche mit Angestellten bestehender Läden, die sich zutrauen eine Lokomotive auf Vordermann zu bringen.

Aldi-Suisse-Chef Armin Burger (43) zu Goggiblog: "Wer mit einer Kasse umgehen kann, tut das auch mit einer Lok"

Doch Aldi geht auch neue Wege: In einer Tombola-Verlosung sollen sich auch Kunden die Stellen bei SBB-Cargo ergattern können. Als Hauptpreis winkt der Teamleiter Hintere Bremsscheiben, der in Lohnklasse 13 eingeteilt ist. Dies würde nach aktuellem Stand einen garantierten Monatslohn von 3'111 Franken bedeuten. Weitere Stellen werden auf ricardo.ch versteigert, oder besser: versenkt. Startpreis ist 4'000 Franken Monatslohn Brutto. Wer innerhalb zweier Wochen am wenigsten Bietet, hat den Job.

Ob diese Übernahmepläne und die Verteigerung von Manager-Stellen bei der UBS Tatsache werden, entscheidet heute Abend die Ethik-Kommission des Bundesamtes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Der Goggiblog ist Live vor Ort mit einem Interview mit dem Vorsteher des UVEK, Moritz Leuenberger.


Mittwoch, 11. Juli 2007

Spielchen mit Google

Es ist unglaublich, wie mit Weltfirmen heutzutage umgegangen wird. Google zum Beispiel. Immerhin handelt es sich bei Google nicht um eine böse Gesellschaft, der man Habgier oder Totalkontrolle-Über-Alles vorwerfen könnte. Im Gegenteil. Ohne Google wären wir alle am Allerwertesten und würden uns gar nicht mehr zurechtfinden auf dieser Welt.
Um so gemeiner ist es, Google zum Beispiel den Schriftzug zu klauen, wie das am vergangenen Montag in St. Monica,CA USA passierte. An der eben zu Ende gegangenen Suchmaschinen Konferenz in München, hat sich sogar ein Witzbold ins OK geschlichen und am Schrigtzug herumgebastelt. Wirklich nicht nett. Bedenklich war, so Hans Laudacher, OK-Präsident der Konferenz, dass niemand was bemerkt habe, bis die Putzfrau beauftragt wurde, alle Google-Schriftzüge wegzuräumen und "Gogole" hängen blieb. Die Jagd nach dem Übeltäter sei aber gestartet, so Laudacher. Wie ich inzwischen aber herausfand, hat die Suche bei Altavista und Yahoo noch keine Treffer ergeben.

Dienstag, 10. Juli 2007

Cancellara!

Was macht ein Fahrer, der den Prolog vom Tour de France gewonnen hat, in der zweiten Etape gestürzt ist und heute sozusagen im Gips antreten musste? Genau. Er gewinnt die Etape einfach. Und wie! Nach zwei Ausreissversuchen unbekannter und vermutlich auch ungedopter Velofahrer, versammelte sich der ganze Peleton vor der Zillinie, mitten drin der Schweizer Fabian Cancellara. Die Sprinter bringen sich in Position, der Berner hält sich auf der rechten Seite die Sturzgefahr vom Leib, als die letzten Ausreisser doch noch in Sichtweite kommen, wusste Cancellara "nicht was er machen solle", wie er nachher sagte, startete eine "Offensiv-Verteidigung" (Originalkommentar ZDF) und flog "wie Ikarus" (Kommentar SF2) allen anderen davon.
Man kann vom Vergleich mit Ikarus ja halten was man will. Und man kann hinter jedem Energieanfall entweder die Axpo oder einen Arzt vermuten, doch wenn das alles ohne Chemie vonstatten ging: Geile Leistung Fabian! So würde einem das Velofahren direkt wieder Spass machen.

TdF. 3. Etape: 1. Cancellara, 2. Zabel, 3. Napolitano (alle gleiche Zeit)
Gesamt: 1. Cancellara, 2. Klöden (+33"), Millard (+41")
Siehe auch: Le Tour from London

Sonntag, 8. Juli 2007

Die sieben Weltwunder

Es ist schon ein Weilchen her, dass uns immer wieder von den gleichen sieben Weltwunder berichtet wird, obwohl man gar nicht so recht weiss, ob das wirklich Wunder sind, oder ob da nicht doch einfach eine Schaufel am Werk gewesen ist, beim Grand Canyon beispielsweise.

In einem von einer Schweizer Organisation durchgeführten Abstimmung, wurden unter 200 Bewerbungen die neuen Wunder dieser Welt bestimmt. 100 Millionen Stimmen seien eingegangen, berichtet der Organisator. Zu den «neuen Weltwundern» zählen weiter die Erlöser-Statue in Rio de Janeiro, die Ruinenstätte Chichen Itza auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan, das Kolosseum in Rom und der Taj-Mahal-Tempel in Indien. Die meisten dieser Stätten führten die Abstimmungsliste schon seit Monaten an, lediglich die Christus-Statue von Rio holte erst kürzlich auf und ein Überraschungskandidat aus der Schweiz kam auch noch hinzu. Hier mal ein paar Wunder kurz vorgestellt:


Die Pyramide von Chichén Itzá (vor 800 n. Chr.) Yucatán-Halbinsel, Mexiko - Die Pyramide von Chichén Itzá (vor 800 n. Chr.) auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán gilt als bedeutendste historische Tempelstadt der Maya-Zivilisation, die als politisches und wirtschaftliches Zentrum diente. Ihre unterschiedlichen Bauwerke, die Kukulcán-Pyramide, der Chac Mol-Tempel, die Halle der Tausend Säulen und der Ballspielplatz, kann man noch heute besichtigen. Sie sind beispielhaft für die damalige architektonische Meisterleistung. Die Pyramide selbst wurde als letztes gebaut und ist der bedeutendste aller Maya-Tempel.



FC Aarau (1902), Aarau, Schweiz - Seit 1981 gehört der Fussballclub Aarau ununterbrochen der höchsten Schweizer Fussballliga an. Nachdem er schon in den frühen 1990er-Jahren als "FC Wunder" bezeichnet wurde, beanspruchte der Provinzverein in jüngster Zeit das Wort "unabsteigbar". Es ist dies das einzige Wunder, das von der UNESCO offiziell mitgetragen wird, das Stadion Brügglifeld soll ins Biosphärenreservat-Programm aufgenommen werden, wie auch die ganze Gemeinde Suhr, wo jetzt alle ins Torfeld Süd zwangsumgesiedelt werden



Christus-Statue (1931) Rio de Janeiro, Brasilien - Die 38-Meter-hohe Christus-Statue wurde auf dem Corcovado-Berg errichtet mit Blick auf Rio de Janeiro. Gestaltet von dem Brasilianer Heitor da Silva Costa and erbaut durch den französischen Bildhauer Paul Landowski, zählt die Statue zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Der Bau der Statue dauerte fünf Jahre. Sie wurde am 12. Oktober 1931 eingeweiht. Die Statue ist Symbol der Stadt und steht gleichzeitig für die Herzlichkeit der Brasilianer, welche die Gäste mit offenen Armen in Empfang nehmen.



Die Chinesische Mauer (220 v. Chr. und 1368 - 1644 n. Chr.) China - Die Chinesische Mauer diente als zusammenhängende Grenzbefestigung. Sie verband verschiedene bereits bestehende Festungsanlagen miteinander, um China vor den einfallenden Mongolen-Stämmen zu schützen. Sie gilt als größtes Bauwerk, das jemals von Menschen Hand geschaffen wurde und dass es das einzige Monument ist, das auch noch vom Weltall zu sehen ist, ist umstritten. Tausende von Menschen liessen ihr Leben bei der Konstruktion dieses monumentalen Bauwerks.



Machu Picchu (1460-1470) Machu Picchu, Peru - Im 15. Jahrhundert erbaute der Inka-Herrscher Pachacutec eine Stadt in den Wolken auf dem Berg Machu Picchu ("alter Gipfel"). Diese außergewöhnliche Siedlung liegt auf halbem Wege zu dem Anden-Plateau, mitten im Amazonas-Urwald und oberhalb des Urubamba Flusses. Die Inka verließen die Stadt bei Ausbruch der Pocken-Krankheit, und nachdem die Spanier das Inka-Reich erobert hatten, geriet die Stadt über drei Jahrhunderte lang in Vergessenheit. Erst Hiram Bingham entdeckte sie 1911 wieder.



Petra (9 v. Chr. - 40 n. Chr.) Petra, Jordanien - Am Rande der arabischen Wüste, war Petra die prächtige Hauptstadt des Nabatäerreiches von König Aretas IV (9 v. Chr. bis 40 n. Chr.). Die Nabatäer waren Meister der Wassertechnik und statteten ihre Stadt mit großen Kanaltunneln und Wasserkammern aus. Ein dem griechisch-romanischen Prototyp nachempfundenes Theater bot Platz für 4.000 Zuschauer. Heute sind die Grabtempel von Petra mit der 42-Meter-hohen hellenistischen Tempelfassade des Ed-Deir Felsengrabes, ein eindrucksvolles Beispiel des Kulturerbes des Nahen Ostens.



Der Taj Mahal (1630 n. Chr.) Agra, Indien - Dieses gewaltige Mausoleum ließ der fünfte islamische Großmogul Shah Jahan zum Gedenken an seine geliebte Hauptfrau errichten. Ganz in weißem Marmor gehalten, gilt der Taj Mahal als Perle der islamischen Kunst Indiens. Der Herrscher wurde später gefangen genommen und konnte –der Sage nach- aus dem schmalen Fenster seiner Gefangenenzelle nur auf den Taj Mahal blicken.

Samstag, 7. Juli 2007

Le Tour from London

Wie es sich für eine Frankreichrundfahrt gehört, findet der Prolog zum 94. Tour de France in England statt und das, obwohl es dort Bombenanschläge gibt, wie bei uns Schlechtwetterprognosen. In 20 weiteren Etapen radeln die Velofahrer in Begleitung ihrer Ärzte im Gegenurzeigersinn durch Frankreich und erreichen 3369,9 Kilometer und 22 Spritzen später den Arc de Triomphe, wo ein vorläufiger Sieger erkoren wird.
Verzeiht mir meine Sprüche, ich kann nicht anders. Dieser Sport erfreut sich immernoch einer ungebrochenen Beliebtheit, obwohl den geständigen Fahrer erst zehn Jahre nach ihren grössten Triumpfen einfällt, dass da mal eine Spritze war und ein Arzt, aber wirklich gewusst hätten sie nichts davon. Ein Glück will der Radsportverband die Verjährungsfrist von (zufälligerweise, wer hätte das gedacht) 10 Jahren erst in nächster Zeit aufheben um künftig auch Langzeitdoper mit verspäteten Reueanfällen bestrafen zu können.
Immerhin versprechen die Fahrer und die Veranstalter und die Sponsoren jetzt nicht nur hoch und heilig sauber zu sein, sie gründen gar Interessenverbände, unterzeichnen Sauberkeitsgarantien, lancieren Anti-Doping-Werbekampagnien und der Zuschauer fällt darauf herein. Wahrscheinlich gilt auch hier der Grundsatz, sich unterhalten zu wollen und sich nicht etwa auch bei der Freizeitbeschäftigung "Tour de France-Schauen" - der auch ich zugegebenermassen jahrelang verfallen war - mit Problemen rumschlagen zu wollen.
Sol lasst uns freuen auf die spektakulären Kämpfe auf der Alpe d'Huez und fragen wir uns nicht, ob die da überhaupt noch rauf kämen ohne Kopfwehtabletten. Einstimmen kann man sich auf der Homepage des Tours, wo es auch ein flashanimierter Etapenplan gibt, ergänzt mit Details über Kilometerzahl, Verpflegungsständen und Apotheken. Und selbstverständlich befasst sich auch die Bloggerwelt mit dem Thema: 1, 2, 3, 4, 5

Die folgenden Updates werden Ihnen präsentiert von:

Update vom 19:00 Uhr: erzeit führen die Russen Gusev Karpets vor dem Italiener Quinziato. Fahrer aus Ländern, in denen die ärztliche Versorgung ja nicht so gut ist...

Update von 19:07 Uhr: Die industrialisierten Länder preschen vor: Klöden (DE) vor Hincapie (USA) und Wiggins (GBR), Fabian Cancellara (CSC) 7 Sekunden Vorsprung auf alle, schon bei der ersten Zwischenzeit.

Update von 19:17 Uhr: Cancellara gewinn den Prolog (Novartis) mit mindestens 13 Sekunden Vorsprung vor der gesamten Konkurrenz...

Freitag, 6. Juli 2007

Der America's Cup kommt nach Zürich

Das Schiff nehmen sie zwar nicht mit, aber doch wenigstens die lustigste Trophäe der Welt: Der America's Cup kommt nach Zürich, wo er am 10. Juli im Stadthaus ausgestellt wird. Türöffnung ist um 10 Uhr, um 13, 15 und 17 Uhr gibt die Crew der Alinghi darüber hinaus Autogramme. Mit dem eigenen Schiff kommen bringt übrigens nicht, es wird keine kleine Wettfahrten auf der Limmat geben.

Siehe auch: Wir haben den America's Cup

Donnerstag, 5. Juli 2007

Schneckenalarm in der Schweiz

Das feuchtunfröhliche Wetter in der Schweiz mach den Bauern und Hobby-Gärtnern zu schaffen. Das Gemüse will nicht so recht und da wo der Salat dann doch wächst, stürzen sich die Nacktschnecken darauf. Die roten, schleimigen Dinger sind überall und haben nach einem Bericht "im 10 vo 10" von SF1 schon grosse Teile der Ernte zerstört.
Während die Salatindustrie auf die altbewärte Chemie zurück greift, schlagen sich die Schrebergartenbesitzer mit allerlei Hausgartentricks durch. Wer seinen Salat auch noch retten will, dem sei hier geholfen:
Um den Gegner zu bekämpfen, muss man ihn kennen. Und weil Schnecken dem Menschen sehr ähnlich sind dürfte das den meisten von uns leicht fallen:

Schnecken mögen Bier, aber kein Yogurt.
Der Trick ist einfach: Man grabe ein Loch und stelle einen bis zur Hälfte mit Bier gefüllten Yogurtbecher hinein, so dass der Rand ebenerdig mit dem Boden ist. Die Schnecken plumpsen rein und ertrinken.

Schnecken mögen Bananen
Eine Bananenschale zwischen die Kopfsalatköpfe ist leider nur was für Grüne Männchen. Und darüberhinaus auch noch fies, weil man die Viecher danach lebend einsammelt und man sie einfach dem Nachbarn in den Garten wirft. Tit der das allerdings auch, sind wir wieder gleich weit.

Zu viel Salz ist tödlich
Wie bei uns Menschen, kann auch bei den Schnecken ein übertriebener Salzkonsum schwere Gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Besonders kritisch wird es, wenn man die Schnecken von hinten bis vorne mit Salz bestreut. Sie fangen dann an zu Schäumen vor Wut und nach etwa 20 Minutenzeugt nur noch die Schleimspur von ihrem einstigen Dasein.

Damit wäre die Salaternte gerettet. Und jetzt: En Guete Mitenand!

Wo nur ist das Hoch?

Wir sind uns ja schon einiges gewöhnt, was das Wetter angeht. Und jene unter uns, die sich gerne darüber unterhalten, werden bestimmt schon festgestellt haben: Dieser Sommer ist saukalt.
Grund genug, die aktuelle Isobarenstriche auf der Wetterkarte rechts genauer zu studieren. Die Abkürzung "H" würde "Hoch" bedeuten und zeigte ein Hochdruckgebiet an, was im Sommer schönes Wetter bedeutet. Dem aufmerksamen Betrachter ist nun sicher aufgefallen, dass sich auf der Wetterkarte von heute früh nur T's befinden, sogenannte Tiefdruckgebiete. Von Hochs keine Spur. Diese Wetterkonstellation hat einerseits mit dem bevorstehenden Aarauer Maienzug zu tun, an dem es traditionell immer schifft. Andererseits ist es ein klares Zeichen von Klimaerwärmung. Zur Veranschaulichung betrachte man das untere Bild, auf dem der Zyklus des biosphärischen Altimeterdrucks im Zusammenhang mit der Okkulation zweier Fronten über der Stadt Aarau anschaulich verglichen wird. Die beiden horizontalen Linien untermalen die derzeit preivernalen Voraussetzungen für eine Feucht-Kugel, einem sogenannten "Wet Bulb", wodurch das UV-Spektrum diametral zumr Badi (unten) verläuft.
Mit diesen Erläuterungen müsste jetzt jedem klar sein, dass dieser Sommer bleibt, was er schon immer war. Nähmlich arschkalt. Es erübrigt sich deshalb, künftig jedem Briefträger hinterher zu rufen, das sei jetzt so richtiges Briefträgerwetter. Weil erfahrungsgemäss ist das weder Briefträgerwetter, noch ein wirklich origineller Spruch und schon gar nicht angebracht.

Mir kanns wurscht sein. Wichtig ist nur, dass sich ab heute Abend über der Stadt Aarau ein Hoch aufbaut und jeder mindestens einmal in der Markthalle vorbei schaut, wo die Fan-Clubs Adler '86 und ATF eine 30 Meter lange Bar aufgestellt haben. Und die steht erst noch im Trockenen.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Es lebe Amerika!


Die Börse in New York bleibe heute "wegen eines Feiertages" geschlossen, sagte die Sprecherin auf Radio DRS1. Als ob DER Amerikanische Feiertag keiner besonderen Erwähnung würdig ist, es könnte genau so gut Halloween sein, sozusagen. Dabei ist der 4. Juli ein grausam wichtiger Tag für die Amerikaner. Immer wieder kam es zu schönen geschichtsträchtigen Ereignissen der amerikanischen Erfolgsstory:
Thomas Jefferson und John Adams starben zum Beispiel beide am 4. Juli 1826, vier Jahre später auch noch James Monroe. 1872 erblickte dagegen Calvin Coolidge das Licht der Welt, alles früher oder später Präsidenten der USA. Im Jahre 1863 schlugen sich 50'000 Nord- und Südstaatler in der Schlacht von Vicksburg die Köpfe ein, 1910 gewann ein Schwarzer im Boxen gegen einen Weissen, was zu Krawallen und mehreren Toten im ganzen Land führte. Am 4. Juli 1932 gewann Mildred Didriksen innerhalb von nur 180 Minuten sechs Landestitel, einschliesslich der Mannschaftswertung, wobei sie das einzige Mitglied ihres Vereins war. Am 4. Juli 1962 war Tom Cruise genau einen Tag alt, beschenkte uns später aber mit Kino-Knallern wie Top Gun oder Cocktail. Und natürlich "Born on the 4th of July", einer der vielen Vergangenheitsbewältigungs- Streifen, seit denen die Amerikaner als das friedliebenste Volk der Welt gelten was spätestens am 4. Juli 2004 wirklich jeder merkte: Der Grundstein für den Freedom Tower wurde gelegt, dem ehemaligen Standort des World Trade Centers. 2005 ging dann noch der Krieg der Sterne los, zwar auch auf der Leinwand, aber vor allem auf dem Kometen "Tempel 1", dem ersten Ausserirdischen Ding auf dem eine amerikanische Bombe explodierte. Wobei die NASA auch das besser könnte: Vor genau 10 Jahren landete die Pathfinder auf dem Mars und lieferte uns fantastische Bilder aus einer anderen Welt.

In diesem Sinne: Alles Gute zum 231. Geburtstag, liebes Amerika! Und Danke! Danke für den Yosemite National Park, den Zion, Arches, Bryce, Death- und das Monument Valley und natürlich dem Grand Canyon, Lake Tahoe, San Francisco, San Diego - Es gibt auch schöne Ecken bei euch drüben!

Montag, 2. Juli 2007

Onyekachi Okonkwo


Da will man doch stets behaupten, der FC Aarau sei ein Provinzklub und gelegentlich belächelt man ihn, wenn mal wieder ein Spieler spielt, ohne dass er die dazu nötige Bewilligung hat.
Dass auch seriös geführte Firmen wie der FC Zürich gelegentlich ins Fettnäpfchen trampen beweist die Meldung auf nzz-online: "Der FC Zürich hat den nigerianischen Mittelfeldspieler Onyekachi Okonkwo (25) von den Orlando Pirates aus Johannesburg verpflichtet. Ob er je für den Schweizer Meister antreten wird, ist indes unklar: In Köln unterschrieb "Tico" gemäss deutschen Quellen ebenfalls -- und zwar bereits am 26. Juni."
Natürlich werden wir in Zukunft die Spielerliste der Zürcher immer genau studieren, damit der FC Aarau dank den vielen Forfaitsiegen Meister wird, oder zumindest nicht absteigt. Die Frage bleibt jedenfalls, wer bei dieser Geschichte der Dümmere ist: Der FCZ, der nicht prüfet mit wem er sich ewig bindet, oder der Spieler, dessen Kurzzeitgedächtnis nicht bis hin zur letzten Unterschrift reicht...
Zürichs Sportchef Fredy Bickel meint dazu: "Für uns gibt es aber keinen Grund, an den Aussagen von Okonkwo zu zweifeln.". Und auch auf der Homepage der Kölner ist zu lesen, dass "Tico" ganz ganz ganz sicher bei ihnen spielen wird...
Wetten, der Schweizer Meister würde das Seilziehen gegen den Bundesliga-Absteiger verliert? Denn im Vergleich zum 1. FC Köln, ist der FCZ nur ein Provinzklub. Zürichs Glück ist, dass die Kölner inzwischen von der Verpflichtung des Stürmers "abstand nehmen"...

Montag, 25. Juni 2007

Telefon statt Seggs


In einer heute veröffentlichten Umfrage haben über ein Drittel der befragten Engländer angegeben, eher auf Sex verzichten zu wollen, als auf ihr Handy. Sogar Schokolade und Alkohol stehen in der Beliebtheitsskala hinter dem Handy an.
Diese schockierende Meldung wirft natürlich die Frage auf, wie es in unserem Lande mit den Dingen steht, die mehr oder weniger wichtig als das Handy sind. Ich habe deshalb während der Mittagspause eine Umfrage gestartet und mal bei allen sieben Nachbarn an der Haustür geläutet und gefragt, wie wichtig ihnen ihr Handy ist.

Schon E.T. hatte mehr Telefon als Sex, aber der gehört schon ein weilchen nicht mehr zu meinen Nachbarn. Die häufigsten Antworten der gebliebenen Nachbarn auf die Frage


Ist Ihnen ihr Handy mehr Wert als alles andere?


"Fr. 0,15/SMS" (14,2%)
"kommen sie später wieder, wir sind am simseln" (14,2%)
"Schatz dreh mal das Händy leiser, ich verstehe hier nichts" (14,2%)
"Kann ich per SMS voten?" (14,2%)
"Bleiben sie dran, da steht einer vor der Türe" (14,2%)
"kann ich auch mit Postkarte antworten?" (14,2%)
"Kläff kläff kläff kläff kläff" (Tür ging nicht auf) (14,2%)

Leider ergibt dieses Resultat kein klares Bild darüber, ob meinen Nachbarn telefonieren wichtiger ist als sonstwas. Der kläffende Hund war der einzige, der mir eine vernünftige Antwort geben konnte: Es gibt tatsächlich nichts, REINGARNICHTS das wichtiger wäre als Sex. sonstwas. telefonieren. bellen.