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Dienstag, 16. August 2011

SF glänzt mit Abwesenheit

Geht es nach dem Schweizer Fernsehen besteht der Fussballhunger seiner Zuschauer lediglich aus Champions League, schweizer Nationalmannschaft und nationaler Super League. Alles andere wird "mangels Zuschauerinteresse" weggelassen, wie es aus Leutschnbach heisst.

Es fängt in der nationalen Meisterschaft an. Kein anderes Land ausser die Schweiz ignoriert die eigene zweithöchste Fussballiga, wie es das Schweizer Fernsehen (SF) macht. Nicht einmal mehr die Schlussresultate werden eingeblendet. Unlängst wurde dieser Entscheid damit begründet, dass die Zuschauerquoten beim Thema Challenge League sofort in den Keller stürzten. Wer's glaubt. Wer wochentags Fussball auf SF konsumieren will muss sich bis 22.20 Uhr gedulden und wird erst noch auf die Geduldsprobe gestellt, denn zu erst folgen Berichte über Hürdenlauf und Hundedressur. Garantierte Quotenrenner, versteht sich.

Man wird den Eindruck nicht los, das Schweizer Fernsehen räche sich für den Entscheid der Swiss Football League (SFL - der Verband der Fussballclubs). Dieser entschied unlängst, das Pay-Fernsehen mit besseren Übertragunsrechten auszustatten. Namentlich verliert SF ab Saison 2011/2012 das Recht die 10 Top-Spiele frei aussuchen und im Free-TV exklusiv senden zu dürfen. Neu darf der staatliche Sender zwar mehr Spiele zeigen, muss aber damit leben, dass SwisscomTV und Konsorten sämtliche Spiele live senden darf ohne vorher das schweizer Fernsehen fragen zu müssen.

Die Retourkutsche kommt heute mit dem Entscheid, dass man nebst Challenge League nun auch die Super-League-Teams ignorieren will. Keine einziges Eurolague-Partie mit Schweizer Beteiligung wird am kommenden Donnerstag live gezeigt. Dabei stünden mit Sporting Braga - YB, Thun - Stoke City und Celtic Glasgow - Sion drei äusserst attraktive Spiele an. Spiele die ein Spiel wie Xamax - Lausanne bezüglich Zuschauerinteresse um Längen schlagen würden. Oder Schweiz Liechtenstein, der Gähn-Match schlechthin und erst noch ein Freundschaftsspiel, notabene. Mehr noch: nur gerade vom Thuner Auftritt will man Bilder zeigen. Bleibt nur zu hoffen, dass die übrigen Resultate wenigstens eingeblendet wird. Und wenn nicht, vertröstet SF entsprechende Anfragen ja immer mit ähnlichem Wortlaut: "... kann auf der Internetseite von SF nachgelesen werden". Ist überhaupt schon jemals jemandem eingefallen auf der SF-Seite nach Fussballresultaten zu suchen? Also mir nicht.


Freitag, 12. Februar 2010

Wo der FCA nicht Letzter ist

Ja, es gibt sie, die Ranglisten, auf denen der FC Aarau nicht an letzter Stelle platziert ist. Zum Beispiel bei den Facebook-Fan-Gruppen, die jetzt erst gerade so richtig lanciert wurde, bei den Zuschauerzahlen und in der Fairplay-Rangliste der Super League. Immerhin, ist man geneigt zu sagen - und das mit der Meisterschaft wird auch noch...

Facebook Fan-Gruppen (Mitgliederzahl der grössten Gruppe)
  1. Basel: 13626
  2. YB: 12184
  3. Zürich: 5909
  4. GC: 4866
  5. Luzern: 4800
  6. Sion: 4290
  7. St. Gallen : 4009
  8. Aarau: 2498
  9. Xamax: 1849
  10. Bellinzona: 1736
Zuschauerzahlen (Durchschnitt pro Spiel) Super League
  1. YB: 23060
  2. Basel: 22280
  3. St. Gallen: 14887
  4. Sion: 11777
  5. Zürich: 10500
  6. Luzern: 7623
  7. GC: 7122
  8. NE Xamax: 6629
  9. Aarau: 5550
  10. Bellinzona: 3807
Fairplay-Trophy (Starafpunkte)
  1. Zürich: 26.5
  2. Aarau: 30
  3. Luzern: 32
  4. YB: 38
  5. FC St. Gallen: 38.5
  6. Sion 41.25
  7. GD 52.5
  8. Basel 53.75
  9. Xamax 60.5
  10. Bellinzona 61.5

Dienstag, 9. Februar 2010

FC Aarau und Hächler trennen sich "einvernehmlich"

Etwas überraschend verkündet der FC Aarau in einer knappen Pressemitteilung den sofortigen Rücktritt von Fritz Hächler, sowohl als Sportchef, wie auch als Verwaltungsrat der AG. Bei genauerer Betrachtung ist der Entscheid des in die Kritik geratenen, ehrenamtlich Angestellten Hächler nachvollziehbar. Ob es für den Club Fluch oder Segen ist, wird sich erst noch zeigen. Sicher ist, dass erneut Misstöne zu einer Trennung geführt haben, auch wenn die Trennung betont "einvernehmlich" gewesen sein soll.

Einige Aarau-Fans werden sich zwei Tage nach dem gelungenen Rücksrundenstart (6:3 gegen Bellinzona) erneut freuen. Der ungeliebte Sportchef, dem von vielen Seiten Inkompetenz nachgesagt wird, tritt per sofort vom Amt des sportlichen Leiters zurück. Man verspricht sich davon wahrscheinlich, dass damit der Weg für eine geeignetere Person frei gemacht wird.

Auf der anderen Seite verliert die FC Aarau AG aber auch ein Verwaltungsratsmitglied, das sein Engagement für den Verein nicht nur unentgeltlich zur Verfügung stellte, sondern selber hin und wieder den Geldbeutel zückte, wenn kurzfristige "Anschaffungen" nötig waren. Eine letzte solche hatte Hächler mit Stürmer Sanel Kuljic pfannenfertig und zu günstigen Konditionen seinen VR-Kollegen präsentiert - diese opponierten aber aus finanziellen Gründen. Wieder war Hächler der Prügelknabe. Wie zuvor schon bei Fehltransfers (Alexeev, Kioyo) und nicht zustande gekommenen Vereinswechseln, schoben Medien (allen voran Felix Bingesser von der Aargauer Zeitung), Fans und eigentlich alle im Umfeld des FCA die Schuld dem Sportchef in die Schuhe.

Hächler ist aber nicht der Böse, wie er immer wieder dargestellt wird. Zum einen hat der Sportchef keine einzige Entscheidung gefällt, ohne mindestens Rücksprache mit dem Sportausschuss oder seinen VR-Kollegen zu halten. Die kommunikativen Defizite sind mitunter auf die Sparmassnahmen beim FC Aarau zurückzuführen. Ein Profi in diesen Belangen kostet Geld und bringt nicht auch noch welches mit. Ich habe Hächler persönlich als feinfühliger, zurückhaltender Mann kennen gelernt, der mit Engagement und Leidenschaft Ziele und Aufträge erfüllte. Gut, er hat meinen Namen jedes Mal vergessen - aber das macht ihn doch nicht zum Charakterlosen. Seine Arbeit auf Inkompetenz und Aussagen wie "endlich geht er" zu reduzieren, ist riskant - es könnte gut sein, dass nichts besseres nachrückt.

Hächlers Rücktritt ist konsequent, weil er es aus seiner Sichtweise nicht verdient hat, als Prügelknabe herhalten zu müssen. "Einvernehmlich getrennt" kann genau so gut als "mir reicht's" interpretiert werden. Egal ob es eine Schlacht oder blanke Resignation war, die letztlich den entscheid zum Rücktritt gebracht hat, sein Weggang nimmt nun die verbleibenden Verwaltungsräte und Mitglieder des Sportausschusses in die Pflicht, es besser zu machen. In diesem Sinne freue ich mich auf ein weiteres Lebenszeichen aus Aarau. Was man daraus macht liegt in den Geschicken derer, die dem FC Aarau ein "unser"voran stellen.

Sonntag, 7. Februar 2010

War's das?

Mit einiger Nervosität fiebern viele Fussballfans dem heutigen Nachmittag entgegen. "Der Tag der Entscheidung", "das Spiel der Spiele". Nein, es geht nicht um den Knüller Basel - YB, wobei auch in Basel bei einem Berner Sieg die Meisterschaft bereits entschieden sein dürfte. 17 Runden vor Schluss notabene. Ich zittere mich vielmehr schon seit Tagen vorbereitend auf das Spiel zwischen dem FC Aarau und der AC Bellinzona. Hier geht es "nur" um den Rückstand von 8 Punkten auf den "rettenden" zweitletzten Platz - welch sportlich beeindruckende Perspektive, oder? Aarau muss mit einem Spieg diesen Rückstand auf 5 Punkte reduzieren. Im Falle einer Nierederlage wären es 11 Punkte und man müsste sich fragen: War's das? 17 Runden vor Schluss notabene.

Die Schweizer Fussballmeisterschaft droht also schon nach der ersten Runde weitgehend entschieden zu sein. Mit Absicht setzten die Ligaverantwortlichen die "Entscheidungsspiele" so an, dass diese sich in der letzten Runde wiederholen. Intelligente Planung, oder Schuss der hinten raus geht? Mindestens im Falle meines FC Aarau hoffe ich auf Ersteres. Seit 29 Jahren begleite ich diesen Verein in der Nationalliga A, die heute Super League heisst, wir galten sogar mal 3 Wochen als abgestiegen, worauf aber einigen Mannschaften die Lizenz zum Spielen entzogen wurde und der FCA wieder ins A gespühlt wurde. Mit so viel Glück darf man in diesem Jahr nicht rechnen. Wir müssen zittern und weiter die Nägel von den Fingern kauen, denn letztlich mag der Sportchef eine Pfeife sein und der Präsident keine Ahnung haben - ohne die beiden wären wir schon lange ein Verein in der ertsten Amateur-Liga, aber bestimmt kein Super League Club mehr. Und noch letztlicher sind es nur noch die Spieler auf dem Tschuttiplatz, die eine Wende einleiten können. Oder der Hausmarder im Brügglifeld. Der frisst sich nämlich seit Wochen durch die Kabel im kleinen Stadion und lässt den Chef der Beschallung lange Wege gehen... ich werd dann mal losfahren. Hier kaue ich nur Fingernägel.

Dienstag, 2. Februar 2010

Männer im Schnee

Gestern Nachmittag versuchte sich der FC Aarau in einem letzten Testspiel für den Meisterschaftsstart warmzuschiessen. Das Unterfangen scheiterte aber an zwei entscheidenden Faktoren: Es war viel zu kalt und das Spiel viel zu kurz. Beim Spielstand von minus 5 Grad und 1:0 für die Gäste aus Lausanne, wurde die Partie in der 48. Minute und damit kurz vor der grossen Aufholjagd, wegen Schneegestöber abgebrochen. Was bleibt, sind ein paar hübsche Bilder von Männern im Schnee. (klick für gross - und ja, das Layout wirkt zerschossen ☺ ...)
















Dienstag, 26. Januar 2010

Marcel Rohner zum FC Aarau

In einer knappen Mitteilung kündigt die wichtigste Sponsorengruppe des FC Aarau, der "Club 100", bevorstehende Rochaden an. Als Co-Präsidenten werden neu Michael Hunziker und René Herzog vorgeschlagen, in den Vorstand des "Club 100" soll zudem Ex-UBS-Chef Marcel Rohner geholt werden. Reine Sympathie, oder die Vorbereitung einer Revolution?

Blenden wir zurück: Vor fünf Jahren liess sich der umstrittene Christian Stebler zum neuen Präsidenten des FC Aarau erküren - bis dahin war dieser umtriebig sowohl im FC Aarau, wie auch beim Club 100 engagiert. Bei dessen Abtritt zwei Jahre später, stand er (und mit ihm der Club 100) im Machtkampf mit der "Crew Schmid", die dem zweiten grossen Geldgeber, der "Sponsorenvereinigung" nahe stand und steht. Fredy Schmid trat hiernach das Präsidium der FC Aarau AG an. Nach zwei relativ erfolgreichen Jahren, steht der FC Aarau nun vor einem neuerlichen Wendepunkt und zwar sowohl sportlich, strukturell und auch finanziell - was wiederum den "Machtkampf" der Sponsorengruppen entfachen könnte. Denn: Wer zahlt will befehlen - auch wenn in jüngster Zeit besonders beim FCA diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht wurden.

Der Club 100 positioniert sich nun mit den personellen Änderungen in fast augenscheinlicher Weise auf dem Schachbrett des Fussballumfelds: Mit Michael Hunziker wird ein Mann ins Co-Präsidium geholt, der den FC Aarau als Gründer und Präsident der FC Aarau Aktiengesellschaft vor dem Ruin gerettet hatte. Es gibt einige Leute im Umfeld des FC Aarau, die in der Person Hunzikers den "letzten tauglichen Präsidenten" sehen und ihn sich zurück wünschen. René Herzog, der ebenfalls für das Co-Präsidium im "Club 100" vorgesehen ist, gehört dem Vorstand, resp. dem Verwaltungsrat des FC Aarau bereits seit über 20 Jahren an und war schon in vielen Fällen rettendes Bindeglied zwischen den Fronten. So ist Herzog zum Beispiel zu verdanken, dass nach dem Abgang Steblers zwischen den Sponsorengruppen eine minimale Konkordanz geblieben ist und zeigt sich ausserdem erfolgreich verantwortlich für das Stadion-Projekt im Torfeld Süd.

Der Zugang von Marcel Rohner mit "frischem Wind in die Reihen der FCA-Geldgeber" (Aargauer Zeitung) zu umschreiben, könnte eine massive Untertreibung sein. Ein Mann wie Rohner holt man nicht weil er im Geld badet - obwohl alleine seine Abgangsentschädigung bei der UBS den FCA über Jahre hinweg retten könnte. Klar, er ist bekennender Fan vom FC Aarau (und nicht etwa des Grasshopperclubs, wie die oben erwähnte Zeitung irrtümlicherweise verbreitet hat), dennoch schätze ich Rohner viel mehr ein, als ein Turm im langärmligen Kampf um die Macht im Verein. Strategisch perfekt positioniert zwischen sportlichem Absturz und bevorstehender Generalversammlung der FC Aarau AG. Wird Rohner den entscheidenden Zug ermöglichen? Wird er gar der wichtigste Zuzug beim FC Aarau? Oder finden sich durch ihn "nur" neue Geldgeber? Sicher ist, dass Bewegung rund um die Geschicke des FC Aarau kommt.

Und das ist gut so. Ohne Partei zu ergreifen und ohne eine Veränderung herbeireden zu wollen, ist alleine das Lebenszeichen aus dem Umfeld Indiz dafür, dass die Belange des FC Aarau auch einflussreichen Personen nicht vollends egal ist. Vielleicht zu oft hörte man Protagonisten lamentieren, man arbeite umsonst, gebe viel eigenes Geld aus und werde dann auch noch beschimpft. In der hier und da zerfahrenen Situation der Aargauer ist ein positiver Antrieb - von welcher Seite auch immer - eine gute Wendung. Die Weichen werden indes im Februar gestellt: Am 7. findet im Brügglifeld das kapitale Spiel gegen die AC Bellinzona statt, am 10. des Monats orientiert der Verwaltungsrat des FC Aarau unter anderem über die bevorstehende Kapitalerhöhung, und am 22. Februar wird im Club 100 gewählt.

Sonntag, 8. November 2009

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der Ärger ist gross und die Verzweiflung ebenso. Die neuerliche Niederlage des FC Aarau gibt weiter Grund zur Sorge. Dennoch weigere ich mich von Hoffnungslosigkeit zu sprechen und ich fühle mich nicht genötigt einen Psychiater aufzusuchen, weil der Strohhalm "besseres Torverhältnins als Bellenz" positiv einschätze - das jedenfalls ein Rat den man im FCA-Forum als unverbesserlicher Optimist zu lesen bekommt. Wenigstens für mein inneres Wohlbefinden sorgt, dass ich nach der Rettung werde sagen können, immer zu meinem Verein gestanden und an ihn geglaubt zu haben.

Anlass zur Hoffnung geben mir zwei Zitate aus der NZZ am Sonntag:

"Das Defizit der Grasshoppers für die laufende Saison ist mit 10 Millionen doppelt so hoch wie erwartet" . Man liest weiter von Massnahmen die bis Ende November präsentiert werden müssen, sonst wird die Bilanz deponiert. Für die laufende Saison lässt Heinz Spross durchblicken ins Portemonnaie zu greifen, aber für die weitere Zukunft?

Viel wichtiger aber, die zweite Passage, eine Seite weiter; der letzte Abschnitt im Spielbericht zum Aarau-Match:

"Dann dozierte Andermatt über die Arbeit, die er bis zur Winterpause mit seinen Spielern noch leisten will - neben dem Evaluations-Programm, in dessen Rahmen er ihre Super-League-Tauglichkeit prüft. Wer dabei nicht besteht, muss gemäss FCA-Präsident Alfred Schmid "gehen", bei Neuzuzügen habe Andermatt ein "Mitspracherecht". Auch wenn er es nicht zugibt, dürfte der Trainer diesen Moment herbeisehnen. Der FC Aarau [...] dürfte bald weitere Ausgaben tätigen, die nicht budgetiert weren.

Man kann nun wirklich keinem im FCA vorwerfen, er fördere vorsätzlich den Abstieg. Also bitte: Zeit zum Schlechtreden bleibt ende Saison noch genug. Und ein Urteil sollte sich nur erlauben, wer sich nicht schon in der Halbzeit endgültig in den "Jufer" verdrückt.

Bild: Das Bild trügt. Straucheln tun nach wie vor die Weissen (Quelle: kurzpass.ch)

Dienstag, 11. August 2009

Unkräuter im Brügglifeldrasen

Eine kleine Satire, die eigentlich nur Insider verstehen und die ich zu meiner persönlichen Befriedigung nicht nur im FCA-Forum, sondern im eigenen Blog haben will :-))

Es ist fast wie ein schlechter Krimi. In den Hauptrollen: Kriminaloberkommissar Ruedi Q. - das Opfer, die Blondine Joseffine Gutwisser - und als Hauptverdächtiger natürlich der Gärtner Fritz H.

Am Freitagmorgen, eine friedliche Nebelbank liegt über der spätsommerlichen Abstiegszone. Wie an jedem Morgen, jätet Gärtner Fritz das Unkraut aus dem schönsten seiner Rasen. Der Fiese Vermittlerwegerich ist genau so ungebetener Gast, wie die Lauernde Aazett. Immer wieder spriessen sie aus dem Boden, die Françoisischen Bechtel und die Reinen Sommerhalter. Dabei wollte der Gärtner nur seine Arbeit tun und die Besucher seiner schönsten Wiese, lauschige Nachmittage ermöglichen, gelegentlich auch mal am herbstlichen Abend, je nach dem, wo höhere Medien die Erntezeit angesetzt hätten.

Eines Tages aber, Fritz zupfte gerade an einem Wiederkehrenden David und wickelte ein paar Nacktschnecken in die dritte Seite einer Boulevardzeitung, erreichte ihn ein Telefonat. Am anderen Ende der Leitung knurrte ein gewisser Ruedi Q. Er sei Kriminaloberkommissar und entgegen gewohnten Gepflogenheiten, wonach er Dinge aufgrund von Resultaten rekonstruiere, ohne je am Tatort gewesen zu sein, bestehe er dieses mal auf ein Treffen. Der Gärtner legte verängstigt seine Giftflasche nieder, mit der er versehentlich ein paar moldavische Nutzkäfer abgetötet hatte. Es war doch keine Absicht, nur schönhalten habe er sein Garten wollen, dachte er.

Schon stand der geheimnisvolle Mann vom Telefonat, mit leicht zerknittertem Gesicht, Kinngrübchen und kleinem Notizblock auf dem gesäuberten Rasen des Gärtners. Er wolle alle Namen, vor allem die Ausländer. Verdutzt schaute der Gärtner den Knurrenden an. "Ich will Namen" wiederholte sich dieser und zeigte eiligst auf die Giftflasche. Verängstigt nimmt der Gärtner Abschied von seinem Vorsatz und zählt dem Knurrenden wahllos Namen in den Notizblock, die er gestern Abend vor dem Zu-Bett-Gehen auf dieser Youtube-Seite bei der man zahlen muss, gelesen hatte. "John Longdick, e-ein a-amerikaner" erhastete Fritz sich zu erinnern - "Weiter?" - "Pa-pavlovcic", Afrikaner. Nein, Moldavier." Die dicke graue Augenbraue des Ruedi Q. zog sich skeptisch in die Höhe und wortlos drehte sich der Kriminaloberkommissar ab.

Als wenig später die Geschichte im örtlichen Internet von a-z zu lesen war, sprossen sie wieder, die Bechtel und die Sommerhalter und ohne einen Blick zu viel zu riskieren, verspritze der Gärtner sein Gift auch am Samstagmorgen in alle Richtungen. Stolz über die gelungene Vertuschung, wollte der Gärtner schon vom Acker ziehen, als er rückwärts gehend über eine Leiche stolperte. Er erkannte sie sofort. Es war das Dienstmädchen Joseffine Gutwisser, deren Nachname auf Italienisch viel schöner klingt, obwohl sie aus einem Land stammt, das auf der schwarzen Liste der Steueroasen steht. Ihr blondes Haar schweifte noch immer friedlich über den Rasen. Wie damals vor ein paar Wochen als er, der Gärtner ihr, dem Diemstmännchen die Hand vertrauensvoll schüttelte und ihr versicherte, er werde sie besser behandeln als ihren Vorgänger, den Hund Coco, der immerzu nur bellte und um Aufmerksamkeit winselte. Ja, da lag sie nun, im Dunst des giftigen Nebels, den er eben noch versprüht hatte, schuldlos, zart und wie immer freundlich lächelnd, als ein Gedankenblitz ihn durchknipste.

"Herr Kriminaloberkommissar?" Hauchte er mit erfrischendem Ton in sein Telefon. Ich habe die Schuldige ertappt. Sie wissen schon, die Schlepperin, welche diese kuriosen Ausländer... Nein, der hat mit dem Kyoto-Protokoll nichts zu tun, der ist Fussballer.... ja der auch.... ach sie können erst in 10 Tagen vorbei kommen? Macht nichts, wir haben hier Teppiche und einen grossen Besen." Und die Welt war wieder in Ordnung. 10 Tage zwar nur, aber in der Welt der Unkräuter ist das eine halbe Ewigkeit.

Sonntag, 12. Juli 2009

Die Nummer 1 der Schweiz - schon wieder

Alle Jahre wieder, grüsst der FC Aarau nach dem ersten Spiel der Fussball Super League von Platz 1 der Tabelle. Das mag daran liegen, dass noch niemand sonst gespielt hat, aber vor allem daran, dass wir gegen die Grashoppers 1:0 gewonnen haben.

Seit dieser Saison darf ich mich neben den üblichen Funktionen als Aktionär, Mitglied dreier Fan-Clubs und Forums-Junkie auch als Funktionär des FC Aarau bezeichnen. In einem ersten Versuch haben wir mit einem Interview auf dem Rasen dem noch besseren Entertainement auf dem Platz beitragen wollen. Mit Erfolg, wie ich aus den zahlreichen Reaktionen erfahren durfte. Meine Stimme habe warm und sicher geklungen, nur der FCA-Sportchef, der als Interviewpartner herhalten musste war noch nicht so Mikrofonerprobt. Aber auch die neue Boxenanlage hängt dem Vernehmen nach nicht ideal, denn während des ganzen Spiels hörte man hinter dem Tor die Durchsagen kaum.
Das Spiel dann - wie erwähnt und schon fas wie üblich - haben wir gewonnen. Trotz der Vorverurteilung als Abstiegskandidat Nummer 1 sah man eine solide arbeitende Fussballmannschaft, die vor allem durch ihre Deffensive glänzte. Für die Zürcher Grashoppers war bei der Strafraumgrenze meistens Schluss und auch wenn Stürmer Bengondo alleine auf sich gestellt war, seine Störarbeit im Mittelfeld trug dazu bei, dass GC kaum ein guter Angriff gelang und zu gerade mal drei Abschlüssen kam. Auch der FCA stand nicht regelmässig vor dem Tor und hatte beim Pfostenschuss von Bastida Glück, dass der Ball vor den Füssen von Sandro Burki landete, der mit seinem Schuss GC-Torhüter Sommer keine Chance liess. GC muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht mit genug Engagement gespielt zu haben, Aarau dagegen kann mit diesem Startsieg zuversichtlich in die nahe Zukunft blicken.

Donnerstag, 28. August 2008

Hopp FCB. Hopp FCA. Ja was jetzt?

Der FC Basel spielt in der Champions League. Aber dafür sollte man ihn nicht nur beneiden.

Der FCB. In der jüngsten Vergangenheit findet sich in der Schweiz kein anderer Verein der das Zeug hatte, die Rolle eines zuverlässigen, internationalen Fussballclubs zu übernehmen. Das wird sich auch in nächster Zukunft nicht ändern. Vereine wie Xamax, Aarau und Luzern sind typische Ausbildungs-Vereine, die in der obersten Liga Praktikumsstellen anbieten. Mehr nicht. Zürchern und Bernern fehlt schlicht die Fussball-Euphorie um in ihren Städten Vergleichbares zu erreichen.

Will heissen: Erhebt der Schweizer Fussball den Anspruch International präsent zu sein, braucht er den FC Basel.

Dieser Erfolg bürdet den vielen jungen Spieler aber auch eine grosse Verantwortung auf. Der FCB ist nämlich zum kompletten Erfolg verdammt. Noch vor der Gruppenauslosung von heute Nachmittag, sagte Basels Sportchef hierzu, diese Qualifikation sei ein Gewinn für den Schweizer Fussball und werte die Super League deutlich auf. Er meinte damit, dass es für talentierte Spieler lukrativ sein wird, in einer Liga zu spielen, in der ein CL-Teilnehmer dabei ist. Der FCB muss deshalb, um dieser Aufgabe gerecht zu werden, nicht nur international eine gute Falle machen, sondern nebenbei auch noch die Schweizer Meisterschaft gewinnen.

Doch das Schwert ist wie so oft zweischneidig: Denn eigentlich müssten die Super League-Vereine, die vom Erfolg des FCB profitieren, diesen ohne Gegenwehr den nationalen Titel gewinnen lassen. Mehr noch: Auch der Schweizerische Fussballverband kann sich doch unmöglich freuen, wenn Aarau Meister würde. Der Uefa-Koeffizient versänke im Bodenlosen.
Andererseits ist es verwegen anzunehmen, Basel werde in der Königsklasse eine übergeordnete Rolle spielen. Der FCB ist im internationalen Vergleich ein typischer Ausbildungs-Verein, der in der obersten Liga Praktikumsstellen anbieten. Mehr nicht. ...Moment! Kennen wir das nicht von irgendwo her?

Was also ist höher einzuschätzen, morgen wenn der FC Aarau zu seinem Spiel der Spiele antreten wird? Das sportliche Prinzip, dass der Bessere gewinnen möge, oder zählt das globale Denken und man lässt in Anbetracht obiger Umstände den FCB punkten und Meister werden? Die Antwort ist hoffentlich diese: Der sportliche Ehrgeiz gewinnt und Basel ist halt der Gejagte. Diese Rolle hat sich der FCB ebenfalls aufgebürdet und damit muss er umgehen können. Um so mehr als Championsligist.

Mittwoch, 27. August 2008

Das Spiel der Spiele (Noch 3 Tage)


FC Basel - Guimaraes 2:1

So. Der FC Basel nimmt damit an der Gruppenphase der Champions League teil. Jetzt können sich auch die FCB-Fans endlich auf relevante Fussball-Anlässe freuen. Nämlich Aarau - Basel vom kommenden Samstag, 17.45 Uhr, im Brügglifeld.

Dienstag, 26. August 2008

Das Spiel der Spiele (Noch 4 Tage)

Brügglifeld schon ausverkauft?

Der Andrang auf die wenigen Tickets im Brügglifeld scheint riesengross zu sein. Dem Vernehmen nach, war das Online-Ticketing zeitweise nicht erreichbar, weil überlastet gewesen.

Aber wie ist das eigentlich mit den Zuschauerzahlen? Während man in Basel auf den Zuschauer genau weiss, wieviele Fans da sind, muss man in Aarau auf vergleichsweise vorsteinzeitliche Methoden zurückgreifen. Die Kapazität des Stadions läge bei rund 12'000 Zuschauern, doch musste diese aus Sicherheitsgründen auf 9'249 reduziert werden. Wie diese gezählt werden sollen ist unklar, denn die Billete sind alle schon gedruckt - und zwar mehr als genug. Der Grund: Wären beispielsweise noch 100 Plätze frei, so müssen in den Kassenhäuschen noch je 100 Tickets der Kategorien "Erwachsene", "Kinder bis 16" und "Kinder in Begleitung" vorhanden sein, denn niemand weiss im Voraus, welche tatsächlich benötigt werden.

So liegt die Vermutung nahe, dass im Spiel am kommenden Samstag womöglich ein, zwei Dutzend Zuschauer mehr im Brügglifeld Platz finden werden, als offiziell zugelassen sind. Pikantes Detail am Rande: Auf der offiziellen Seite der Axpo Super League wird das Brügglifeld mit einer Kapazität von 13'232 Plätzen angegeben.

So viele Fans gehen dann aber doch nicht rein und es könnte durchaus sein, dass man gar nicht mehr rein kommt, ohne Ticket aus dem Vorverkauf. Rechtzeitiges Erscheinen sei deshalb auch denen empfohlen, die nicht gerne Anstehen und dabei gar den Anpfiff verpassen. Zum Online-Ticketing geht es hier lang - Es het solang's het!

Montag, 11. August 2008

Mittwoch, 23. Juli 2008

Matchtelegramm des Tages

Zürich – Luzern 1:0 (1:0)
Letzigrund. – 0 Fans. – SR: Stephan Studer. – Tor: 18. Rochat 1:0.

Wie wahr, wie wahr.

Samstag, 19. Juli 2008

Die Nummer 1 der Schweiz

Der FC Aarau ist Tabellenführer, Christian Ianu ist Erster in der Torschützenrangliste, und wir haben die beste Tordifferenz der Liga. Was will man mehr :-)


Jungfräulich in die neue Saison

Sie sind da, die beiden Hübschen! Gerade noch rechtzeitig! Schön jungfräulich und noch ohne Löcher, die dereinst vom regen Besuch im Brügglifeld zeugen werden.

Heute findet das vierundfünzigstletzte reguläre Meisterschaftsspiel des FC Aarau im Brügglifeld statt, oder das erste Spiel der drittletzten Saison im alten Stadion. Die Saison 2011/2012 soll nämlich im neuen Stadion im Torfeld Süd in Angriff genommen werden können. Dies soll natürlich in der obersten Liga geschehen und die Verantwotlichen der Nummer 5 der Schweiz, haben viel unternommen um das zu erreichen: der vor einem Jahr neu gewählte Verwaltungsrat hat sich bewährt, die angestrebte Kapitalerhöhung ist gelungen und in sportlichen Belangen konnte der Kern der Mannschaft beisammen gehalten werden. Im heutigen Spiel gegen den FC Sion darf man deshalb vom FC Aarau das erwarten, was ihn in der vergangenen Saison so stark gemacht hat: ein gut eingespieltes Team, bestehend aus hungrigen Spielern und einem gut harmonisierenden Trainerstab. Allerdings hat auch der Gegner den Vorteil, dass kaum neue Spieler in die Mannschaft integriert werden mussten. Mit Ulli Stilike nimmt dort übrigens ungefähr Trainer Nummer 45 in zwei Jahren den Veruch, aus dem FC Sion einen Spitzenverein zu machen.

Heute ist es für den FC Wallis aber noch nicht soweit. Die offizielle Goggiblog-Prognose spricht hier klare Worte. Der FCA gewinnt sein erstes Saisonspiel 3:0 und ist erster Tabellenführer der Saison. Die weiteren Spiele:

YB - Basel 1:2
Luzern - Vaduz Tipp: 0:0
Xamax - Zürich Tipp: 3:2
GC - Bellenz Tipp: 2:2

Die ultimative Saisonprognose:

1. YB wird trotz Startniederlage gegen Basel Meister
2. Basel holt immerhin den Schweizer Cup in einem hart umkämpften 1:0 gegen Nordstern Basel.
3. Zürich ist wie immer erfolgreich, wenn es NICHT vom Europacup spricht.
4. Aarau spielt um den Einzug in den UI-Cup
5. Sion findet ab Mitte Oktober keine Trainer mehr.
6. GC gehört einfach hinter Aarau
7. Bellinzona wird massiv überschätzt, Gügi wechselt im Dezember zu Luzern
8. Xamax ohne Zubi, rettet sich knapp vor dem Abstieg
9. Luzern verliert die Barragespiele gegen Wohlen
10. Vaduz steigt sang und klanglos mit einer Art Punkteminusrekord ab.

Montag, 24. März 2008

Wir sind die BESTEN!

Statistiken lassen sich ja so zurechtbiegen, dass man genau das herauslesen kann, was einem gerade in den Kram passt. Zum Beispiel ist die CO2-Konzentration seit der Wiederaufforstung nach den Lotharschäden im Oberen Emmental deutlich stärker zurückgegangen ist, als in den südlicheren Regionen des Entlebuch. Das zu Wissen bringt uns nichts, aber dem Entlebuch schon, nämlich auf eine Spitzenposition, was uns wiederum zum Schluss und zur Überschrift in der Tagespresse kommen lässt, das Entlebuch sei gegenüber dem Emmental der deutlich umweltfreundlichere Standort, was auch am Welmeistertitel des örtlich gezüchteten Käse unterstrichen wird.

Aus diesem Grund veröffentliche ich hier meine persönlich efreulichste veröffentlichbare Statistik, nämlich die der letzten vier Super-League-Runden der Schweizer Fussballmeisterschaft. In dieser werden wir nämlich nur von künftigen Schweizer Meister geschlagen:

1. Young Boys 12 Punkte
2. Aarau 10 Punkte
3. Basel 9 Punkte
4. GC 6 Punkte
5. St. Gallen, Thun und Sion 4 Punkte
8. Zürich und Xamax 3 Punkte
10. Luzern 1 Pünktchen

Auch die Nur-Rückrunde-Tabelle sieht nicht schlecht aus, aber da ist der Durchhänger von vier Niederlagen in Serie drin und die stellen wir aus angeberischen Gründen nicht in den Vordergrund. Wenn man das Prinzip der Statistiker- und darstellung mal raus hat, erkennt man erst deren Wert:

Rangliste derer, die nach Freistössen KEIN Tor erhalten: 1. Aarau
Rangliste derer, die in der zweiten Halbzeit KEIN Tor mehr kassieren: 1. Aarau
Rangliste derer, die am wenigsten Strafen kassieren: 1. Aarau

Sonntag, 2. Dezember 2007

YES!

FC Zürich - FC Aarau
0:1

1. Niederlage des FCZ im neuen Letzigrund - Wer hat's erfunden? :-)

1. Basel 39
2. Zürich 33
3. YB 30
4. Aarau 23
5. Sion 22
6. Xamax 19
7. GC 17
8. Lutschern 17
9. Thun 14
10. St.Gallen 12

Samstag, 10. November 2007

Wallisertiitsch für Anfänger


"Geet ehr Göiche hier vornä ohni Licht abrännu go höirä,

tie wir ewers Gompilappis ond Bänzis en Schneelball ambeiniu" *




Was uns direkt zu den Schlussresultaten der heutigen Spiele der Fussball-Nationallliga Super bringt:

FC Wallis - St. Galler Senfwürste 5:1
Zürcher Nobelklub - Berner Abstiegskandidat 2:1


Mit einem Sieg am Sonntag im Schneetreiben des Brügglifelds könnte sich der FCA so richtig Luft nach hinten verschaffen. Weil Basel und Zürich sowieso gewinnen, kämpft Aarau mit YB und Sion sogar um einen Uefa-Cup-Platz. Einen solchen gibt es übrigens auch als fairste Mannschaft des Jahres zu holen und in dieser Rangliste führt mit riesigen Vorsprung - genau - der FC Aarau.
Es sieht also immer rosiger aus, je grauer der November Einzug hält, wenigstens für uns. In St. Gallen wird man sich noch ärgern, unseren Rolf entlassen zu haben und die Thuner sind halt einfach Thuner, das reicht als Abstigskriterium. Das heisst, da wäre noch Luzern, aber die könnten wir auch noch Zwangsrelegieren. Wer rauf kommt ist egal, die werden dann die Prügelknaben für die nächste Saison.

Resultat-Tipps für die Sonntagsspiele:

Aarau - Xamax 3:1 (2x Rogerio, Ianu, vor 4'200 Schneemännern)
Basel - Luzern 1:0 ( in der 3. Minute fährt ein Zug vorbei, pfeift und die Luzerner meinen das Spiel sei fertig. Eine halbe Stunde später schiesst Basel das 1:0)
YB - Zürich 1:2 (Rot gegen Varela und Penalty in der 95. für den FCZ)

*Übersetzung: Geht ihr Göiche (unübersetzbar) hier draussen schreien, werfen wir euren Hasen (Gompi + Lappi) und Schafen Schneebälle an. (Womit auch klar ist was Gian meint, wenn er Gompilappi
sagt. Gewonnen hat leider niemand, die Million bleibt hier.)

Samstag, 27. Oktober 2007

Endlich wieder Qualitäts-Fussball

Vorbei die Zeiten, in denen die verwöhnten Nationalmannschafts-Zwerge noch gegen die Fussballweltmacht USA verlieren durften. Vorbei auch das öde Spiel, in dem Hobbyfussballer Messi beim 0:0 in der Champions-League nicht mehr aus dem Jublen raus kommt, nur weil ihn zwischendurch mal keiner umgesäbelt hat. Jetzt ist wieder Spitzenfussball in der hiesigen Liga zu sehen. Zwar bei 20 Grad kühleren Temparaturen als noch in der letzten Runde, aber mit Paarungen die nur einen Schluss zulassen: Team der Runde wird der FC Aarau.

Wie ein Blick auf die Tabelle zeigt, reicht ein simpler Sieg um vom eher betreibungsamtlichen zweitletzten Platz auf den vierten Rang, direkt über der Nebelgrenze zu hüpfen. Nun stand Aarau ja immer wieder vor simplen Angelegenheiten, die einen vergleichsweise grossen Vorteil gebracht hätten, aber damit tun sich die Aargauer immer schwer. Zuletzt in der Meisterschaft beim Heimspiel gegen den FC Basel, wo vor fast ausverkauftem Haus eine ähnlich schwache Leistung (und Ausbeute) wie beim Aussscheiden in den Sechzehntelsfinals der Schweizer Cups heraus schaute.

Zeit also, die Fans nicht schon wieder in der Kälte stehen zu lassen (weil Regnen tut's ja zum Glück noch nicht) und gegen den punktegleichen Tabellennachbarn Grasshppers drei Punkte einzufahren. Ansonsten droht dem FC Aarau ähnliches Ungemach wie dem FC St. Gallen und dort spricht man von einer Krise, wie es sie in den letzten 20 Jahren nie mehr gegeben habe.
Die Ostschweizer reisen heute zum zweiten Kellerkinder-Duell dieser Runde nach Luzern.

Für den FC Aarau stehen nun drei wichtige Spiele auf dem Program: Nach dem Gastspiel im Letzigrund, folgt bereits am Donnerstag das Heimspiel gegen den FC Thun und nur drei Tage später das Derby in Luzern. Lauter Punktelieferanten also. In spätestens zwei Wochen sind wir im Uefa-Cup. Oder praktisch abgestiegen. Aber das ist eine Eigenschaft, aus der sich die Aarauer auch immer wieder herausgemogelt haben. Der Heisse Herbst ist damit lanciert, trotz drohender Eiszeit draussen.

PS. Eishockey wird auch noch gespielt. Heute mit Bern - Rapperswil. Der SCB könnte dieses Spiel 0:546 verlieren wenn er wollte, er ist vom Leadertrohn nicht zu verdrängen. Das wollte ich nur schnell erwähnt haben. SCB olé olé. Schwiiizerbeischter olé, olé, olé.