Freitag, 12. Dezember 2008

Der Tag, an dem die Leinwand stillstand

Als "einer der schlechtesten Alien-Filme, die es je gab" bezeichnet Focus die Neuauflage des 50er-Jahre Klassikers "Der Tag an dem die Erde stillstand". Und tatsächlich: Mit Keanu Reeves und Kathie Bates fällt der Streifen vorallem durch komplette Fehlbesetzungen auf. Nicht einmal der von mir geschätzte John Cleese, in der Rolle des Professors Barnhardt schafft es, ein bisschen stimmung aufkommen zu lassen. Wehmütig erinnere ich mich an das Original, von dem ich eine Videokassette (die Dinger mit mit dem Magnetband drin) besitze. Der mysteriöse Klaatu, der alles zu wissen schien und doch nichts sagte, 1951 gespielt von Michael Rennie, bleibt von Blassgesicht Keanu Reeves jedenfalls unerreicht. Wer die aufwendigen Special Effects in der Werbung zum Kinofilm gesehen hat, hat schon so ziemlich alles Aufregende erlebt. Ein paar Verfolgungsjagden und hole Dialoge später und die Welt geht dann doch nicht unter.

Vielleicht liegt meine Abneigung auch in der Tatsache begründet, dass ich das Original schon vor 30 Jahren gesehen habe und ich mich als junger Bursche davon fesseln liess. Hier ein Abklatsch dessen zu präsentieren, was damals einen nachdenklichen Hintergrund hatte, ist schon fast eine Frechheit von Hollywood und manch einer wünscht sich, die Belegschaft tretedort endlich wieder in den Streik.

Für alle Nostalgiker unter uns: Die Bilder vom Original.

Von oben nach unten: Gort checkt die Lage, Klaatu spricht zu den Menschen, Die Tafel, an der Klaatu die Relaitvitätstheorie korrigierte. Oder den Klimawandel. Oder beides.

Kommentare:

Annemarie Schwab hat gesagt…

Ich habe bis dato noch KEIN Remake irgendeines Hollywood-Filmes gesehen, das nicht ein Gefühl der Wehmut bei mir erzeugt und den Gedanken genährt hätte, dass früher nicht nur die Luft sondern auch (fast) alles andere ein wenig besser gewesen ist. Rear Window von Hitchcock mit einer kühlen Blondine namens Grace Kelly, Sabrina mit der fantastischen Audrey Hepburn und dem unvergleichlichen Humphrey Bogart. Die Frage, die ich mir immer stelle: warum lassen sich die Leute nichts neues einfallen?
Tun sie ja, könnte man mir entgegnen. Oceans eleven, eine Erfolgsgeschichte mit zwei nicht ganz gelungenen Fortsetzungen... auch hier kein Einzelfall. Dirty Dancin eins und zwei......
Sch...ade!! Trotzdem schönes Wochenende =D

Tom hat gesagt…

Was ich mich immer wieder frage ist warum die Stelle der Qualitätskontrolle nicht mehr besetzt wird..

es arbeiten unglaublich viele Menschen an so einem Film.. und trotzdem steht keiner davon auf und klopft auf den Tisch und sagt wie schlecht das Machwerk doch ist..

Viele Filme sollte man direkt einstampfen...
ungenügend.. setzen.. nochmal...

Heinz-Peter Heilmann hat gesagt…

Remakes sind meistens schlechter als das Original. In ganz wenigen Fällen sind sie auch besser.

Ich bevorzuge meistens das Original, da dieses in der Regel auch mehr Charme und Charisma zu bieten hat, insbesondere wenn man den Bezug zur Drehzeit herstellt.